Eindrücke aus Angola

  • Hallo, ich war im letzten Jahr mit einem Reiseveranstalter in Angola unterwegs, hier einige auto(im)mobile Eindrücke:


    In dieser Halle in Benguela wurden früher Sklaven vor der Überfahrt nach Amerika und in die Karibik "gesammelt".





    Renovierungsbasis?
    Etwas für Bastler


    Reifenservice





    auf der Straße von Benguela nach Lucira



    nur der Beschilderung folgen


    Gruß Siggi

    Wissen ist heute eine rasch verderbliche Ware. (Arno Penzias)

  • Hi Siggi.


    Wir sind gestern mit dem Flieger , aus Namibia kommend, über Angola geflogen. Aus 11000 Metern Höhe war genau zu sehen, wo das eine Land aufhört und das andere anfängt. In Angola gab es nämlich keine sichtbaren Straßen und Wege mehr. Und jetzt, wo ich den Weg von Benguela nach Lucira sehe, ist mir auch klar, warum. :] Du hast bestimmt nur die traurigen Bilder eingestellt, weil du weißt, dass wir auf sowas abfahren. :D


    Verrätst du uns auch, was dich ausgerechnet nach Angola getrieben hat ?


    Gruß Jozi.

  • Hallo Jozi,
    1988 bin ich von Bangui (Zentralafrikansiche Republik) nach Tunis zum ersten Mal in Afrika gewesen. Wie Du selber weißt, kann man sich auf einer solchen Reise mit dem „Afrikavirus“ anstecken, der nur durch wiederholte Afrikareisen kurzzeitig unterdrückt werden kann.
    Nach dieser ersten Reise besuchte ich 89 Kenia (Lake Turkana) und 91 Kenia und Tansania im Unimog 404S. 92 war ich in Niger,Mali und Burkina-Faso. Als sich die Gelegenheit bot, besuchte ich 96 Äthiopien und Eritrea. 98 fuhr ich dann zum ersten Mal ins südliche Afrika. Auf dieser Namibia/Botswana Tour lernte ich Heinz Spenner kennen. 99/00 nahm ich dann an der von Heinz geleiteten Tour Marokko, West-Sahara, Mauretanien, Senegal teil.
    03 war ich mit einer Bekannten in Südafrika. Anlässlich der Sonnenfinsternis März 2006 fuhr ich mit auf der von Heinz organisierten Tour im Borgward B2000 (Zebra) nach Süd-Libyen (Wau An Namus) Diese 7-wöchige Tour hatte den Virus auch nicht unschädlich machen können, sodass weitere „Medizin“ her musste. Diese fand sich in der Reise von Windhoek nach Benguela (Angola) im letzen Jahr.


    Vor dem Hintergrund der diversen gewerblich und privat organisierten Reisen bin ich auf der Suche nach neuen Eindrücken von dem Kontinent Afrika und all seinen Facetten. Als ich von der Möglichkeit erfuhr, nach Angola zu reisen, habe ich mich kurzfristig entschlossen. Häufig kommt es ja in Afrika vor, dass Länder die man bereist hat, aus politischen Gründen unbereisbar werden.


    Dein Einruck, dass hinter der Grenze Namibia/Angola die Situation sich stark verändert ist vollkommen richtig. Wir fuhren von Oshikango zum Grenzübergang Santa Clara. Die moderne Infrastruktur z.B. der namibischen Zöllner ist auf der Angolaseite nicht vorhanden. Hier wird noch alles von Hand in Büchern eingetragen. Noch stärker war dieser Kontrast bei der Rückreise an den Grenzstationen Ruancana. Während auf der angolanischen Seite vieles noch provisorisch erscheint, ist man nachdem man gepflasterten namibischen Boden erreicht hat, in einem modernen Zollgebäude mit PC-Ausstattung und Gäste-Toiletten.


    Landschaftlich ist der Unterschied auch deutlich zu vernehmen. Während Namibia relativ kahl und stark beweidet ist, sind auf der angolanischen Seite viel mehr Bäume und Büsche erhalten. Die Landwirtschaft ist nicht in riesigen Farmen, sondern noch in dörflichen Strukturen organisiert.
    Die Infrastruktur ist durch den langen Krieg vollkommen zerstört. Der Wiederaufbau erfolgt z.B. im Bereich Straßenbau mit chinesischer Hilfe. Wir sind über lange Strecken in den Busch geschobenen Umleitungen gefahren, da die Straßen erneuert werden.
    In Lubango, einer Millionenstadt mussten wir 6 Stunden auf Diesel an der Tankstelle warten,
    da auch die Tankfahrzeuge nur langsam von der Küste zu den Orten gelangen. Vorher waren wir an vielen leeren Tankstellen abgewiesen worden. An anderen Stellen sind neue Tankstellen eröffnet, die auch problemlos Diesel liefern konnten.


    Trotz den wirtschaftlichen Problemen ist Angola ein interessantes Reiseland, da der Kontakt mit der Bevölkerung (städtisch und auf dem Land) locker und von gegenseitigen Interesse geprägt ist. Die portugiesische Amtssprache erschwert das zwar ein wenig, aber mit Händen und Füssen klappt es dann doch meistens.


    Nachfolgend noch ein paar Bilder, die nicht nur Autos zeigen.
























    Zurück in Namibia.



    Gruß Siggi
    P.S. Am 4. Mai gehst nach Livingstone Victoriafälle ansehen und dann über Botswanas Okavango-Delta und Tsodilo-Hills nach Windhoek.

    Wissen ist heute eine rasch verderbliche Ware. (Arno Penzias)

  • Schöne Bilder, hast Du noch mehr Bilder von den IFA´s wie auf einigen Bildern zu sehen? Die User von IFA-Tours.de würden sich darüber freuen.


    Danke
    Renato

  • Hallo Renato,
    es sind in Angola einige IFA unterwegs. Ich habe meine Bilder durchgesehen ,aber nur eines mit einem versteckten IFA gefunden.


    Also hier das IFA-Suchbild:



    Gruß Siggi

    Wissen ist heute eine rasch verderbliche Ware. (Arno Penzias)


  • Das sind auch alles IFA W50.


    Das blaue Fahrerhaus ist von einem russischen MAZ.



    Auf den einem Bild, das sieht aus wie eine Walzenspinne, kleine aggressive Tierchen, sieht aus wie eine Mischung aus Skorpion und Spinne.

  • Hallo Renato,
    da hatte ich mich etwas unglücklich ausgedrückt.
    Ich meinte, dass ich neben den bereits gezeigten Bildern nur das eine mit dem grünen IFA hinter dem Baum bei der erneuten Durchsicht gefunden haben.


    Gruß Siggi

    Wissen ist heute eine rasch verderbliche Ware. (Arno Penzias)

  • Auf den einem Bild, das sieht aus wie eine Walzenspinne, kleine aggressive Tierchen, sieht aus wie eine Mischung aus Skorpion und Spinne.




    Hi Falli.


    Ich würde auf Dickpenze tippen, in Südwester-Deutsch : Panzer-Heuschreucke. Sind ungefährlich, damit spielen drüben die Kinder. :D


    Gibts in verschiedenen Farben, sind ungefähr Kinderhand-Teller groß.




    Gruß Jozi.

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