Wacken 2023 & MAN KAT

  • Hallo zusammen,


    ich habe doch Mitte/Ende letzter Woche im TV (ARD?) einen kurzen Schnipsel gesehen, wo ein Bauer (mit Traktor) einen MAN KAT auf das Festivalgelände hat ziehen müssen... ~{

    Das muss irgendwie Mittwoch odetr Donnerstag gewesen sein, im Zusammenhang mit der Ansage "wegen Schlechtwetter und schlammigen Boden ist keine weitere Besucheranfahrt erwünscht".


    Ich war nun noch nie beim Festival in Wacken und weiß auch nicht ob die da ganz, ganz, ganz besonderen Schlamm haben... oder on der Fahrer des KAT einfach nur zu blöd zum Geländefahren war.

    Ich dachte bisher immer, dass der KAT noch geländegängiger ist als der U1300L und dass daher eine agrartechnische Unterstützung eher nicht erforderlich ist...


    Hat den Betrag auch noch jemand gesehen, vielleicht jemand der die Fähigkeiten des KAT kennt und daher etwas qualifiziertes hinzu fügen kann?


    Mit Gruss

    Andreas

  • Ich habe mir am Dienstag Abend die Schleppaktionen von der Landstraße Holstenniendorf <-> Gribbohm aus angesehen (Plätze Y und die ganzen reservierten Parzellen) Da wurde/musste kategorisch JEDES Fahrzeug mit dem Trecker raufgezogen werden, Geländewagen, KAT1 (habe davon 2 in der Schlange gesehen), alles.

    Es sind halt die Reifen, die Trecker haben alle Ackerstolle, viele Expeditionsmobile sind auf Baustellenprofil oder AT-Reifen unterwegs. Und in der Ecke waren die Platzverhältnisse wirklich historisch schlecht. Ich war auf einer etwas höheren Fläche mit eher leichten Fahrzeugen untergebracht, da war alles ok

  • Und viele haben sich mit laufendem Motor durch den Mocker ziehen lassen :*:

    Ich will gar nicht wissen wie viele Zahn- und Keilriemen es dabei zerlegt hat. Ich hatte in den letzten 2 Tagen schon 'ne zweistellige Zahl mit solchen Schäden da wegzuholen :ohhh:

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...



    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Also - ich habe vor 45 Jahren in der Fahrschule mit dem guten alten MAN 630 gelernt (und geübt), das bei solchen Schlammverhältnissen Gleitschutzketten durchaus hilfreich sein können. Aber wahrscheinlich hatte keiner dieser Helden Ketten dabei.

  • Hm, schon bissl komisch, das Ganze. Der Schmodder, durch den der KAT da gezogen wird...

    gut, das kann sich vor Ort in der Realität anders darstellen, aber rein von den Bildern her hätte

    ich da jetzt keinerlei Bedenken, mit meinem Mog reinzufahren :schulterzuck:

    Die BW hat tatsächlich Platten als Rettungswege gelegt, aber eher weniger mit den gefilmten KAT.

    Aber wie so oft gilt halt auch hier: Die Realität ist anders als medial dargestellt.

    Erst wenn der letzte Industriearbeiter und der letzte Kumpel seine Arbeit verloren hat, wenn der letzte
    Handwerker
    und der letzte Landwirt zu Tode reguliert wurde, erst dann werdet ihr feststellen, daß
    Sozialarbeiter, Klimaaktivisten, Genderforscher und
    Politiker nichts lebensnotwendiges herstellen!

    ***********

    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)


  • Und viele haben sich mit laufendem Motor durch den Mocker ziehen lassen

    So manch einer kann aber nicht anders.

    Automatik z.B.

    elektrische Handbremse ist doch auch so ein Problemkandidat meine ich.

    Und ohne Motor an ist so mancher mit der Lenkung oder Bremse überfordert.


    Aber ich habe mir auch schon so gedacht, so mancher hat sich bzw. seinem Auto keinen Gefallen damit getan den so durch den Schlamm ziehen zu lassen.

  • Und viele haben sich mit laufendem Motor durch den Mocker ziehen lassen :*:

    Ich will gar nicht wissen wie viele Zahn- und Keilriemen es dabei zerlegt hat. Ich hatte in

    den letzten 2 Tagen schon 'ne zweistellige Zahl mit solchen Schäden da wegzuholen :ohhh:

    Versteh ich jetzt nicht, klär mich mal bitte auf.

    Ich würde gar nicht auf die Idee kommen, den Motor im Falle des

    "aus-dem-Schmodder-gezogen-werden" auszumachen, denn das würde

    ja im Endeffekt bedeuten, daß ich keinerlei Brems- oder Lenkunterstützung

    habe, bzw. beim Mog auch irgendwann keine Luft für die Bremsen mehr.
    Wieso sollte es da Schäden am Motor geben? hmmm

    Gang raus, bzw. bei Automatik-Fahrzeugen Stellung "Neutral", das ist klar.

    Aber wieso Motor aus?

    Erst wenn der letzte Industriearbeiter und der letzte Kumpel seine Arbeit verloren hat, wenn der letzte
    Handwerker
    und der letzte Landwirt zu Tode reguliert wurde, erst dann werdet ihr feststellen, daß
    Sozialarbeiter, Klimaaktivisten, Genderforscher und
    Politiker nichts lebensnotwendiges herstellen!

    ***********

    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)


  • Zitat

    Aber ich habe mir auch schon so gedacht, so mancher hat sich bzw. seinem Auto keinen Gefallen damit getan den so durch den Schlamm ziehen zu lassen.


    ... hab ich mir insgeheim auch gedacht ... C: aber das hobby der leute ist die musik, nicht die fahrzeuge - denen fallen im umkehrschluss vermutlich die haare aus, wenn einer von uns 'ne gitarre in die hände nimmt ... :dev:

  • Nachtrag: Für den Mog gibt es ganz klare technische Anweisungen, was im Falle

    des Abschleppens zu tun ist. "Motor aus" gehört da nicht dazu, ganz im Gegenteil.

    (Informationen zum Abschleppen diverser Unimog-Modelle, veröffentlicht

    in der Club-Zeitschrift Heft´l Nr. 109 - hab ich mir eingescannt und im

    Mog liegen, könnte ich theoretisch auch als .pdf geneigten Interessenten

    zur Verfügung stellen, was ich aber aus Urheberrechtsgründen natürlich

    niemals und gar nie nicht machen würde... ).

    Erst wenn der letzte Industriearbeiter und der letzte Kumpel seine Arbeit verloren hat, wenn der letzte
    Handwerker
    und der letzte Landwirt zu Tode reguliert wurde, erst dann werdet ihr feststellen, daß
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  • Ich fand die eingesetzten Trecker ziemlich beeindruckend. Wenn man nur Mal die Vorderreifen von dem Ackergerät mit meinen 12.00er Reifen vergleicht - sehen meine Reifen aus wie von einem Gocart. Und um auf die Hinterreifen von dem Trecker eine Hand drauf zu legen müsste ich schon den Arm lang ausstrecken.


    Bei dem Schlamm kann man zwar versuchen, mit Luft raus und mehr Auflage oder gar Schneeketten wenn man welche hat etwas entgegenzuwirken, aber trotzdem ist da für die meisten Fahrzeuge Schluss. Egal ob Unimog oder KAT. Wenn du keinen Gripp hast werden selbst kleinste Bodenwellen zu einem unüberwindbaren Hindernis.

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: www.25u.de

  • Bei Fahrzeugen mit ausreichender Bodenfreiheit (also "richtige" Offroad-Fahrzeuge, Unimogs etc.) hätte ich auch keine Bedenken, mich schleppen zu lassen.
    An vielen Stellen war der Schlamm aber dermaßen tief (teilweise fast einen halben Meter) und die Schlepperfahrer haben die PKW dann stumpf im Akkord da durchgezogen. Dabei hat es den ganzen Mock dann von vorne und unten in den Motorraum gedrückt. Inklusive Steinchen, Steine, Äste etcetera. Und dann springt ganz schnell mal der Keilriemen ab weil der ja in den allermeisten Fällen nicht gekapselt ist. Selbst bei teilgekapselten Zannriemen hat sich das Zeug in etlichen Fällen da reingedrückt. Mit ettsprechenden meist finalen Folgen für den Motor.
    Wir hatten in unserer Werkstatt teilweise Fahrzeuge wo wir etliche Eimer voll (!) aus dem Motorraum gekratzt und geschaufelt haben um überhaupt erstmal optisch eine Schadensdiagnose stellen zu können. Und die heutzutage meist üblichen Bodenverkleidungen lassen den ganzen Mock zwar durch, verhindern aber recht zuverlässig daß er danach wieder abfließt...

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...



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  • Ah, ok. Danke. Das macht natürlich Sinn, ja.

    Daß der Schmodder so übel war, ist in der

    verlinkten Filmsequenz halt nicht zu sehen.

    Erst wenn der letzte Industriearbeiter und der letzte Kumpel seine Arbeit verloren hat, wenn der letzte
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    Sozialarbeiter, Klimaaktivisten, Genderforscher und
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  • Ich habe mich auch schon mal in Wacken von einem Trecker wieder auf die Straße ziehen lassen.

    Ist schon ein paar Jahre her, 10 vielleicht?

    Allerdings, mein damaliges Auto war ein Sattelzug, Funkübertragungswagen. Und 40to bewegst du bei leicht schlammigen Boden mit nur einer angetriebene Achse nicht wirklich.

    Der Trecker hat mich ganz locker raus und den Berg hochgezogen.

  • ... und ich dachte dass ich den größten Quatsch bereits gesehen hatte - aber nein, dann fing der bekloppte Kommentar der Sprecherin an.


    Und ja, die Szene mit den viel zu stark eingeschlagenen Vorderrädern hatte ich bei einem richtigen Fernsehsender auch gesehen, den restlichen Blödsinn nicht. Die Einen sind zu blöd zum Lenken und die Anderen zum Denken, aber Hauptsache ein job im Fernsehen.

  • Gegen das schleppenlassen ist ja nichts zu sagen. Aber das "wie" war manchmal zum Haareraufen. Und dann die all-inclusive-Mentalität einiger Leute... da meinten die Autofahrer oft noch "ist doch egal, zieh durch, die Karre, ich hab ja ADAC". Oder einen beliebigen anderen Schutzbrief. Dieses Jahr haben aber etliche Schutzbriefaussteller bei "schlammrelevanten" Schäden was von grob fahrlässig und Eigenverschulden vorgebracht und weiterführende Leistungen, Leihwagen etc. verweigert...
    Wir durften gar nicht mit den Schleppwagen auf das Gelände. Die kaputten Karren wurden nach Festivalende wieder vom Acker auf befahrbare Straßen geschleppt wo wir den Schrott dann wegholen konnten :wacko:
    Die einzigen die sich gefreut haben waren die umliegenden Werkstätten... obwohl Bünning uns schon am Freitag gesagt hat "Keine Autos mehr zu mir, hier habbich die näxten Wochen satt zu tun und die Werkstatt ist schon jetzt voll verschlammt!" :lachuh:

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...



    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
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  • ... Ich dachte bisher immer, dass der KAT noch geländegängiger ist als der U1300L und dass daher eine agrartechnische Unterstützung eher nicht erforderlich ist...

    Hallo,

    der KAT hat keine Differentialsperren, da ist bei einer feuchten Wiese sehr schnell Ende mit Geländefahren.


    Gruß

    Patrick

    Als der liebe Gott die Welt erfand, dachte er an Siedlinghausen/Hochsauerland!



    PERSTET ET AETERNA PACE FRUATUR !


    Möge es weiter bestehen und sich ewigen Friedens erfreuen !

  • Ich denke hier sind die Reifenprofile einfach überfordert.


    In Boostedt konnte ich mit meinem U1300l auch Unterschiede zwischen dem sandigen Matsch z.B. auf dem Hopfenhügerl und dem im Wald feststellen. Wenn das Profil dicht ist, geht halt kaum noch was bei der 08/15-Mil-Bereifung. Ackerstollen sind so konstruiert, dass der Dreck rausgedrückt wird.


    Ich meine es war das 2. Jahr in Eutin, wo der offilzielle Tonner der begleitenden Truppe nicht mal von der nassen Wiese kam und das ganze Wochenende dort stand (und irgendweine FF wollte, dass ich ihren RW1 trotz Rahmenwinde dort runter ziehe). Auch mein TLF kam nur mit abgelassenen Wasser eigenständig von der nassen Wiese damals.

    ___________
    435 Pritsche
    404 Fuko in Fleckentarn
    404 TroLF in RAL 6014 ;-)
    404 TLF8 in RAL3000 (Fehlfarbe?)

    411 von der STOV

    ...

    461.311 von der Norwegischen Armee

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