Beiträge von daniel.e

    Hallo Leute,


    vielen Dank schon mal für die vielen Rückmeldungen.


    Was man in so einem Fall macht ist bestimmt die Gretchenfrage und die Entscheidung habe ich mir auf jeden Fall nicht leicht gemacht. Ich muss mich zwar nicht rechtfertigen, aber ich würde trotzdem gerne meine Beweggründe etwas erläutern, auch damit es mir dabei besser geht.


    Erstmal muss ich sagen, das ich Glück hatte, das Auto überhaupt zu finden. Wenn ich nicht zufällig angesprochen worden wäre, dann läge das Teil vielleicht schon im Ofen und wir würden jetzt kein gemeinsames Thema zusammen haben. Das heißt egal was jetzt noch passiert, es ist mit Sicherheit schon mal eine Verbesserung für das Fahrzeug.


    Die Entscheidung was man macht wird wohl jeder für sich anders beantworten können. Für einen der Möglichkeiten hat, das Auto zu restaurieren würde dies wohl der beste Weg sein und dann gäbe es auch keine Debatte. Bei mir geht es leider nicht.


    Abgesehen davon, dass ich die Werkzeuge, den Platz und vermutlich das Geld für eine Restaurierung (was auch meine favorisierte Lösung wäre) nicht habe, kommen für mich noch andere Punkte ins Spiel. Ich habe eine sehr junge Familie hinter mir, die leider bedingt durch meine Arbeit, schon sehr viel zurückstecken muss. Die wenige Zeit die einem dann bleibt würde mit Sicherheit für die Restaurierung draufgehen. Jeden Abend ein paar Stunden und die Sache zieht sich locker über Jahre.


    Ich habe einen wunderschönen gut funktionierenden B2000 welchen ich erhalten und erlernen möchte. Bei vielen Dingen bin ich da aufs Forum angewiesen weil ich Arbeiten dieser Art schlicht noch nie gemacht habe. Gerade deshalb sind die Tätigkeiten, welche man zum ersten Mal macht viel zeitintensiver und nehmen dir kostbare Zeit, welche du das Auto nicht fahren kannst. Nach und nach organisiere ich mir die besonderen Werkzeuge, baue mir Hilfsmittel und taste mich an die großen Aufgaben heran. Ich würde das „Ausschlachten“ des Fahrzeugs wohl auch dafür nutzen, mich selber darin auszubilden. Einen Motor an einem nichtfahrbereiten Fahrzeug auszubauen, zu zerlegen und instand zu setzen ohne das man da den Zeitdruck hat schnell wieder fahrbereit zu sein,….das ist doch der Jackpot oder etwa nicht?


    Für mich kommt erschwerend hinzu, dass es im Umkreis keinen gibt der mir da bei der Restaurierung helfen könnte. Blecharbeiten, Sandstrahlen etc. sind für mich nicht möglich da ich hier keine Werkzeuge und nicht den nötigen Platz habe. Ich müsste für jedes Teil herumfahren und viel Geld bezahlen. Auch bei uns ist der Platz zum Abstellen teuer und selten geworden. Mit Sicherheit habe ich über 30 Leute ohne Erfolg gefragt ob man das Auto für die die nächste Zeit abstellen kann. Falls es jemanden gibt, der im Umkreis um 84508 Burgkirchen eine Unterstellmöglichkeit hat die „nichts“ kostet ist herzlich eingeladen mir diese mitzuteilen.


    Seien wir uns mal ehrlich, man kann eh nur mit einem Auto fahren. Lieber konzentriere ich mich auf das funktionierende Fahrzeug zu hundert Prozent, als das ich für zwei Fahrzeuge nicht mehr die notwendige Aufmerksamkeit habe und irgendwann den Überblick verliere weil gar nichts mehr fertig wird.


    Das Fahrzeug wird, so wie es aussieht, meinem und noch einigen anderen Autos mit Ersatzteilen weiterhelfen können. Mir tut es in der Seele weh die Überreste verschrotten zu lassen und ich möchte mit Sicherheit dabei nicht anwesend sein wenn er geholt wird. Auch wenn ich mir später vielleicht Vorwürfe machen werde steht für mich die Entscheidung fest: Wenn sich keine Unterstellmöglichkeit mehr auftut kommt er weg.



    Viele Grüße,


    Daniel

    Vor allem schade, weil er an sich ja komplett wäre bis aufs Verdeck und die Scheiben.

    Ich werde ihn herholen, die guten Teile ausbauen, und der Rest kommt zum Altmetall.

    Irgendwas kam mir da aber dann doch merkwürdig vor. Die hatten eine Schaufelhalterung hinter die Kanisterhalterung am Rahmen gebaut!? Keiner kommt da jemals hin um eine Schaufel an oder weg zu bauen. Das nächste Merkwürdige war eine Axthalterung hinterm Fahrersitz, auch hier kann man nicht mal die Halterung öffnen da diese am Kübelaufbau anstehen würde. Sehr merkwürdig. Dann viel mir das 4 Speichen Lenkrad auf. Der Haufen ist doch aus 1956, Speichenlenkrad, warum hat er abgeschrägte Türen und ovale Griffmulden? Mich ließ das Gefühl nicht los, das es sich hier um eine ehemalige Pritsche handeln könnte. Aber wie soll man das jetzt noch rausfinden? Ich suche nach der Fahrgestellnummer am Rahmen. Tatsächlich, die Nummer ist da und stimmt mit dem Typenschild überein. Das Fahrerhaus ist demnach original. Es muss eine Pritsche gewesen sein. By the way, gibt es noch andere markante Punkte welche man hier checken könnte?



    Als ich dann wieder zu Hause war und mich von dem Schock erholt hatte, habe ich mich im Forum auf die Recherche gemacht und nach langer Sucherei den Beitrag von Pi-Jay vom Januar 2015 gefunden B2000 "Scheunenfund EINS" - Pritsche jetzt bei mir + eine mehr hier!


    Seine Fotos lieferten den Beweis: bei seiner Pritsche sind ebenfalls die Halterungen für Axt und Spaten an derselben Stelle. Außerdem konnte ich auf seinen Bildern noch die Gewehrhalterungen identifizieren, ich hatte ein Foto vom Cockpit auf denen man an dieser Stelle die Bohrungen dafür erkennt.



    Bin mir noch nicht sicher um was es hier geht. Soll ich es Sterbehilfe, Besuch am Friedhof, Ersatzteilparadies, oder Wiederauferstehung nennen.


    Am 28. Mai gab es hier in der Nähe ein Oldtimertreffen bei welchem ich mit der Schildkröte war. Dort wurde ich angesprochen, das ein Bekannter „auch so ein Fahrzeug, aber total zerfallen rumstehen hat. Aber als Ersatzteilträger bestimmt noch brauchbar“. Ich wurde natürlich gleich hellhörig und habe mich nach der Adresse erkundigt. Ein paar Wochen später wurde der Kontakt geknüpft und ein paar Monate später war nach langem hin und her endlich der Besichtigungstermin….seht selbst.



    Das allererste was ich mir anschauen wollte war der Motor. Zum Glück schon mal der richtige für mich. Ich habe die Kerzen rausgeschraubt und ihm ein paar Pumpstöße Motoröl gegönnt.



    In der Zwischenzeit habe ich die Fahrgestelldaten gecheckt. FIN 961170. Baujahr 1956. Ist ein ziemlich früher B2000.



    Dann einmal rum ums Auto ob es irgendwelche markanten Teile gibt. Auf dem Verdecksgestänge lag ein zweiter Scheibenrahmen und am Heck ist ein komischer Bügel verbaut und die Spiegelhalter kenn ich so auch nicht. Auf den ersten Blick also nichts außergewöhnliches, halt ein normaler Kübel.



    Dann der Blick unters Auto, man kommt leicht ins Würgen. Das Auto wurde wohl mit dem Stapler abgeladen. Dabei wurde dezent ignoriert das ja Kardanwellen unterm Auto verbaut sind. Die hintere wurde durch den Hebevorgang schlangenförmig verbogen. Die Schiebehülse hat wohl schlimmeres verhindert und die „Verkürzung“ der Stange durchs verbiegen ausgeglichen. Ob VG und das hintere Differential den Vorgang schadenfrei überlebt haben kann man nur schätzen. Bei der Stapleraktion wurde die vordere Kardanwelle nur leicht verbogen, dafür die Trittstufen und der Tank.








    die Geschichte geht noch weiter...

    Schlag auf Schlag geht es weiter!

    Kleinere Anbauteile die eigentlich nix mit dem Borgward zu tun haben sind dran gekommen! Rkle90 Stange vom Unimog und die Konsole für die Bundeswehr Antenne. Dann wurde der Hintern lackiert! Durch die Feldlackierung gab es ein mitgeschick und ich muss nochmal drüber! 3 Stunden war der Lack drauf 6 Stunde hätte er gebraucht um das er Wasser aushalten würde! Was soll ich sagen! Der Regen hat nicht gewartet! Dann bekommt er halt noch eine Schicht!


    LG Anton

    O8O

    witzig, die Schildkröte hat auch die Teleskopstange und die Halterung für die Funkantenne am Heck bekommen...als wäre es so gewollt.. Unterschied ist wohl nur das bei mir eine Paw-Patrol Fahne am Antennenende thront und eine Spiegelkugel auf der Teleskopstange den Platz betanzt.


    Wenn du das Teleskop ausfährst, zieht sich dann das Kabel bei dir nach? Ich hab bei mir ein Spiralkabel innen eingebaut und meine Anschlussleitung unten Zugentlastet. Dann kann man voll ausfahren ohne das unten ein Kabel nachrutscht.

    Das Teil wir geil :daumenhoch:

    Dieses Foto stammt aus dem Borgward LKW Buch.

    Mit dem Verwenden von Bildern aus veröffentlichten Medien ist es schwierig aufgrund der Rechte.

    Ideal wären Bilder die man selber gemacht hat. Man kann aber die Bilder nachstellen.

    Es muss sich nur einer finden der mit seinem Auto eine Flussdurchfahrt macht und sich dabei fotografieren läßt.

    Als sechstes Moto "Ausrüstung". Fotos vom Auto "getarnt", mit Anhänger und Beladung, mit Funkantennen ausgefahren, was alles bei Fahrt im Auto Verstaut ist (a là "Schwaben Murks "tonis Wuselei... Beitrag #27").


    Hat noch gefehlt, konnte leider nicht mehr editiert werden...

    Hallo Leute,


    ich habe hier übers Forum schon einige gute Tipps und sehr viel Unterstützung bekommen ohne diese wäre ich bestimmt schon hilflos untergegangen.

    In Anbetracht dessen und aus der Situation heraus, das ich aktuell noch nicht so viel zurückgeben kann, habe ich mir überlegt die Borgwardkalender wieder aufleben zu lassen.

    Doris hat mir da noch einige gute Tipps gegeben und ich würde aus Respekt und als Dankeschön für ihr damaliges Engagement das „Feuer weiterschüren“.


    Damit ich genug Futter dafür habe würde ich schon mal anfangen, Bilder zu sammeln.


    Mein ambitionierter Plan ist, die Kalender unter verschiedenen Mottos zu erstellen.

    • Als erstes, nach der langen Pause, wäre das Motto „Gestern und Heute“. Hierzu benötige ich zwei Bilder, ein altes und ein neueres Foto von Fahrzeug und Fahrer(-in). Falls das zu ambitioniert ist machen wir nur ein „Heute“ daraus. Falls nichts parat liegt hätte man ja in diesem Jahr noch Zeit, sich ablichten zu lassen.
    • Als zweites Motto dachte ich mir „Pannenhilfe“. Hierzu benötige ich Fotos auf denen (möglicherweise unterwegs) geschraubt wird, andernfalls einfach schöne Werkstattbilder beim Schrauben.
    • Als drittes Motto war der Plan „besondere Orte“. Am Strand, auf der Klippe, am Nordkap, in Afrika…ist wohl selbsterklärend.
    • Als viertes Motto dachte ich machen wir „Gruppenbilder“. Dazu gehören Fotos von Treffen, bei denen Fahrzeuge (ggf. mit Besitzer) zusammenstehen. Fotos bei welchen die Borgwards zwischen/neben anderen außergewöhnlichen Fahrzeugen stehen…
    • Als fünftes Motto „auf Abwegen“. Hier sollen die Fahrzeuge in Aktion gezeigt werden. Offroad, oder beim (selbst) Abschleppen, vom Stapler in die Luft gehoben….


    Wie man schon erkennt geht die Tendenz dahin, nicht nur die Fahrzeuge abzulichten, sondern auch die Menschen dahinter etwas ins Licht zu rücken.

    Ich gehe mal davon aus, das möglicherweise nicht genug Material für die einzelnen Mottos zusammenkommt daher werde ich vielleicht auch das ein oder andere „normale“ Foto dazwischen mogeln.


    Alles in allem sammle ich erstmal was ich kriegen kann und danach entscheidet sich, ob man die Linie halten kann.


    Wer also passende Bilder hat, und diese auf dem Kalender sehen möchte ist herzlich dazu eingeladen, mir diese per PN zu schicken. Alternativ gibt es auf Anfrage meine Email Adresse oder einen Link zu „Wetransfer“


    Das wars fürs Erste. Ich freue mich auf eure Rückmeldungen,

    Viele Grüße,

    Daniel

    Was für ein Zufall.

    Schade das er jetzt weiter weg ist, aber schön das sich jemand um ihn kümmert. Ich meine das die Bremsen auch erst gemacht wurden und ein VA Auspuff sollte da auch dran sein wenn ich mich recht erinnere..

    Bei dir ist er in guten Händen, ich denke wir werden uns da schon mal über den Weg laufen.

    Die Zündung hab ich nicht eingebaut, hat alles der Vorbesitzer gemacht. Bin da etwas nostalgischer und versuche bei meinem so viel original zu lassen wie geht.

    Freut mich für dich.

    Viele Grüße

    Morgen Anton,

    irgendwie kommt mir der Wagen bekannt vor, vor allem mit dem Kleeblatt und Hufeisen am Heck .... kann es sein das der Wagen auf kontaktlose Zündung umgebaut war als du ihn gekauft hattest?

    Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem Vorhaben, Erfolg hast du ja offensichtlich schon.

    Und vielen Dank für die Bildergeschichte,

    Daniel

    Hallo Leute,

    danke für die Tipps und die Unterstüzung. Ich werde mal wieder welche bestellen und testen. Montage macht mir keine Sorgen, genug Spüli gemischt rein, dann bekommt man das schon übers Gewinde. Hab da schon ganz anderes erlebt. Die Zange wäre auch ein gutes Hilfsmittel. Gedehnt wird der Gummi so oder so, macht ihm aber nichts aus wenn er neu ist. Was mir eher Sorgen macht ist, dass man die passenden Manschetten/Faltenbalge wieder nur in NBR bekommt, und das ist nicht UV beständig. Klar, unterm Auto kommt ja idealerweise keine Sonne hin, aber wenn schon dann richtig.

    Bin in der Firma noch auf Schlauchendkappen gestoßen. Ist zwar eine russische Lösung, gefällt mir aber am besten. Die Kappen sind einseitig geschlossen. Auf der anderen Seite kann ich eine passende Öffnung ausstanzen. Durch die dünne Wandstärke geht das locker übers Gewinde. Am Seil selber würde ich auch nichts fixieren, die Kappe wird mit Fett gefüllt am Anschluß zur Seele fixiert und dann schauen wir mal was passiert.

    Mir ist es schon fast peinlich, wegen so einer Lappalie so einen Wind zu machen. Es ist auch wirklich nicht das größte Problem, aber es nervt das man damit so viel Zeit vergeudet. Außerdem möchte ich langfristig vermeiden, das ich den Eingang zur Seele immer regelmäßig vom Staub befreien und einfetten muss damit mir die Seile nicht fest werden. Oder ich fahre sonst nur noch wenn es trocken und staubfrei ist....also nie :pinch:. Werde euch auf dem Laufenden halten.

    Viele Grüße

    Hallo Leute,


    ich bin am Verzweifeln. Seit Wochen suche ich neue Staubmanschetten für meine Handbremsseile. Auto ist ein Borgward B2000 A/O, ich gehe aber mal davon aus, dass die Staubmanschetten ein Universalteil waren. Im Netz findet man eine Vielzahl von Angeboten, allerdings keine genaue Angabe wie groß die Teile sind. Es heißt immer passen zum Opel, MB, …. VW Teilenummer, BMW Nummer…..das hilft irgendwie nicht weiter. Ich habe schon mehrere bestellt in der Hoffnung die passen vielleicht, war aber leider Fehlanzeige.


    Das Handbremsseil hat einen Durchmesser von 5mm. Der Durchmesser am Anschlußstück hat um die 13mm. Meine zerfallenen Manschetten haben ca. 60mm entspannte Länge. Da es die Teile bei Matz einzeln nicht gibt, nur das komplette Bremsseil, war der Gedanke eine Alternative zur Manschette zu verwenden. Hat von euch schon mal jemand Manschetten gekauft die gepasst haben und kann mir die Bezugsquelle nennen bzw. hat jemand vielleicht passende Manschetten übrig?


    Servus Thomas,

    in sämtlichen Anleitungen sitzen die Dichtringe auch auf der Außenseite, so wie bei dir. Vermutlich ist es irgendwann später mal konstruktiv geändert worden. Macht ja auch mehr Sinn wenn die Ringe axial nach außen über einen "Bund" gesichert sind. Zum Abdichten der Kronenmutter muss diese sowieso ausgebaut werden, daher macht es vom Aufwand auch keinen großen Unterschied ob die Wedis(hab ich auch noch nie gehört) innen oder aussen hocken. Anscheinend ist der große Unterschied wohl eher, dass von außen weniger Platz ist um 2 Dichtringe rein zu bekommen. Gut zu wissen.

    Viele Grüße in den Norden,

    Daniel