Beiträge von KaiserJeep

    Wenn die SM-2 seit 2001 offiziell nicht mehr hergestellt wird, dann frage ich mich, wieso die Waffe bei einer deutlich neueren Konstruktion überhaupt verbaut wurde bzw. als Waffe eingeplant wurde.

    Da muss doch jemand in der Beschaffungsbehörde sich im absoluten Tiefschlaf befunden haben.

    Vergleich: Actros 4/5 statte ich mit Motoren der Baureihe OM 300 aus. Nur peinlich: erstens gibt es die Motoren nur noch als Austauschaggregate, wenn überhaupt, zweitens erfüllen die keine halbwegs moderne Abgasvorschriften.

    Noch was aus der Abteilung Pleiten, Pech und Pannen: MG 4, MG5 passen nicht auf die vorhandenen Halterungen der Drehringlafetten auf den Fahrzeugen. Da war auch einer (mindestens) im Tiefschlaf.

    Die gehören doch persönlich haftbar gemacht für den Mist, den sie gebaut haben.

    Grüße

    Wolf

    Ich erlaube mir ein paar Anmerkungen als ehemaliger Instandsetzugssoldat.

    Leopard II: Die verschlissenen Laufrollen halte ich für normal. Beim Sherman Panzer haben die Bandagen im Einsatz so 300 Betriebsstunden gehalten. Bei John Deere Traktoren mit Raupenlaufwerk halten die Gummiketten zwar in der Regel 5000 Stunden, die Laufrollenbandagen je nach Einsatz meist 300 bis 500 Stunden. Dann sind sie weg. Also wundert es mich nicht, das im Dauereinsatz an der Front die Laufrollenbadagen nach einigen Wochen verschlissen sind..

    Beschusssicherheit: Mich hat von Anfang an beim Leo II gestört, das die Optik im Turm praktisch eine Eintrittstür in den Turm war. War aber wegen der Bauhöhe damals so gewollt.

    Das Designe der Zusatzpanzerung habe ich auch nicht so richtig verstanden, weil da eine super Fangstelle zwischen Turm und Wanne eingebaut worden ist. Es gibt Panzerkonstruktionen, die das Problem meiner bescheidenen Meinung nach deutlich besser gelöst haben. Der Rundumschutz war, wie man Publikationen aus den frühen 80ger Jahren entnehmen kann (Rolf Hilmes), beim Tiger und beim Königstiger deutlich besser gelöst.

    Es ist eine alte artilleristische Wahrheit, das Kanonenrohre (ebenso wie Gewehrrohre) nur eine begrenzte Lebensdauer haben. Das G36 hat eine theoretische Rohrlebensdauer von 15000 Schuss, was aber bei den Erprobungen nach meinem Kenntnisstand immer deutlich übertroffen wurde.

    Die Hauptwaffe vom Königstiger war theoretisch nach 81 Schuss bis maximal 90 Schuss ausgeschossen, die Geschütze der Bismarck waren maximal nach 200 Schuss ausgeschossen und mussten ausgewechselt werden. Was die Lebensdauer der Rohre der Panzerhaubitze 2000 oder des Leo II ist, das weiß ich nicht. Die PZH 2000 dürfte nach meiner Schätzung kaum mehr als 10000 Schuss haben, die 120 mm Kanone vom Leo II kaum mehr als 5000 Schuss. Also einer Schussbelastung, die die niemals im Friedenseinsatz erreichen werden bei Übungsschießen.

    Zur Überlebensrate: Ich war Instandsetzungssoldat in der 12 Panzerdivision. Wir wussten alle irgendwann, dass wir zur Verteidigung der "Fulda Gap" bestimmt waren. Rechnerische Überlebensdauer eines Kampfpanzers im Gefecht: 5 bis maximal 10 Minuten. Die Amis von der 1. Cav. in Fulda wussten das auch.

    Grüße

    Wolf

    WEN-AR-99, hallo Alex,

    vor 43 Jahren war ZF oder ähnliche Firmen noch nicht auf dem Oldtimertrip. Da musstest du zwangsläufig auf so lokale Firmen wie Ile und Schallbruch ausweichen. Die haben ja nicht nur Kupplungen gemacht, sondern auch Handbremsseile, Bremsbeläge neu belegen, Rohre für Bremsleitungen nach Muster (und wenn das Muster noch so verhundst war) und son Zeug gemacht. Es gab ja damals kaum noch Firmen, die sowas machten.

    ich habe erlebt, wie bei Baus und Diesfeld in Karlsruhe ganze Container Teile weggeworfen wurden, nur weil der Durchsatz nicht groß genug war. Es waren auch Opel Blitz Stoßdämpfer, Kupplungen und Radbremszylinder in größeren Mengen dabei. Hätte ich gerne gekauft, überstieg aber meine finanziellen Mittel als Student. (Einfach dem Container entnehmen wurde mir verboten, Sonderpreise: Pustekuchen. Listenpreis oder Schrott!).

    Grausam!

    Grüße

    Wolf

    Komisch, das Tank- und Kupplungsproblem kommt mir bekannt vor. Das scheint also öfter zu passieren. Also nicht so schwer nehmen, ist aber mehr als lästig. Für solche Probleme mit der Kupplung gab (ob es die noch gibt, weiß ich nicht) es die Firma Ile und Schallbruch mit dem Kupplungswerk in Graben Neudorf.

    Grüße

    Wolf

    Nun, ich möchte zum Thema Kennzeichen antworten.

    Beim Mitsubishi J24 ist das ganz einfach, weil die japanische Armee Kennzeichen an die Autos schraubt.



    Das Kennzeichen befindet sich unter dem Kanisterhalter. Nebenbei Tarnleuchten original japanisch, StVZO Leuchten deutschen Ursprungs, weil originale in Japan nicht mehr lieferbar.

    Grüße

    Wolf

    Schon mal die Leerlaufgrundeinstellung überprüft? Die ist oft aus Unwissenheit verstellt worden. Sollte man aber die Finger von lassen, weil rein mechanisch. Der ganze andere Kram hat mit Elektrik zu tun, z.B. Drosselklappenstellungsgeber. Was erwartet man vor einem Stückchen Kupferdraht, das in Kohle eingepresst ist? Absolute Linearität? Physikalisch nicht möglich. Ein neuer Ansaugkrümmer kostetm700 Euro, gibt es nicht im Tausch, wenn es denn noch welche gibt. Oder Kaltlaufregler. Auch ein Teil, das gerne abkackt, Fällt bei warmen Motor bei der AU nicht auf und koste schlaffe 274 Euro.

    Woher ich das weiß? Mein Oldtimer M201 hatte die selben Probleme und man hat beim Stern mir abgeraten, das machen zu lassen, solange die Karre noch läuft. Tipp aus dem Allerheiligsten, der Personenwageninstandsetzung in Untertürkheim. Nirgends gibt es bessere Spezialisten für diese Fahrzeuge als dort.

    Grüße

    Wolf

    Eigentlich wollte ich was fachlich fundiertes zu dem Thema M201 schreiben. Aber da sich offensichtlich alle zu dem Thema ausgekotz haben (Mann/Frau/Divers verzeihe mir bitte meine Wortwahl), habe ich auch keinen Bock mehr darauf. M201 habe wir vor über 45 Jahren in großen Mengen wieder aufgebaut, weil die Französische Armee die in Rastatt in großen Mengen ausgesondert hat. Ich habe selber etliche davon mit roter Nummer abgeholt oder im Schlepp über die Autobahn. Und ein Datenblatt brauchte der TÜV damals auch nicht, weil alle 2 Wochen so ein M201 zur Abnahme vorgestellt wurde. Heute musst du ja erst mal schauen, ob das überhaupt richtig ist, was da auf dem Datenblatt steht.......

    Ich hätte mir damals auch einen schießen können, aber als Student waren 500 DM halt viel Geld. Und ein bisschen eng ist das Fahrzeug schon bei 1,97 m Körpergröße. Anhänger dazu gab es im restaurationswürdigem Zustand damals beim Untold in Mannheim für 50 DM.

    Grüße

    Wolf

    Schon komisch, das der Mun-Transporter ohne Radeinschlag um die Kurve fährt. Habe ich nie hingekriegt.

    Da ich seit über 50 Jahren Modellbau betreibe, habe ich gelernt, auf solche Details zu achten. Sonst bekommst du auf Modellbauausstellungen hämische Kommentare. Nebenbei, die Positionierung einiger Fahrzeuge (Bulli, Munga) ist bei der Straßenbreite eher fragwürdig...

    Grüße

    Wolf

    Nun ja, Erfahrungen aus der Instandsetzung und ankommen dieser Kenntnisse im BWB, das ist hier nur beispielhaft für Behörden stehend. Solche

    Unzulänglichkeiten ziehen sich durch das Leben dieser Republik, solange ich zurückdenken kann. Zum großen Teil werden unangenehme Wahrheiten auf dem langen Weg nach oben in den zwischengeschalteten Ebenen einfach weggelassen, weil man ja nur positives melden will. Negativmeldungen führen oft zum Karriereknick oder, wie ich es auch erlebt habe, zur Entlassung.

    Die Druckluftbremsen der 1. Generation waren auch nicht besonders rostresistent. Ursachen aus Sicht eines Instandsetzungssoldaten:


    Frostschutz, sprich Alkohol nicht nachgefüllt in der Frostschutzpumpe,


    Regelmäßiges entwässern der Luftanlage wurde unterlassen.1976/77 war bei jedem zweiten LKW bei Eingang in der Prüfgruppe mit vollen Luftbehältern unterwegs, die oft so verrostet waren, das die zwingend ausgewechselt werden mussten. Damals hatten die noch eine ZU Nummer und eine maximale Lebensdauer von 10 Jahren. ZU Nummer Schild fehlt gleich Luftbehälter zwangsweise wechseln.


    Also eigentlich kein neuer Befund vom Rechnungshof.


    Wolf

    Mach dir über Sitzbezugstoffe und Planenfarbe bloß keinen zu großen Kopf. Im Laufe der Einsatzzeit ist nach meinen Unterlagen alles recht bunt zusammengewürfelt worden, insbesondere bei Beschädigungen, die irgendeinen Ersatz erforderten durch Schäden an der Front (soweit die Fahrzeuge noch reparierbar waren). Ausnahme ist natürlich, wenn du das Fahrzeug auf Auslieferungszustand bringen willst. Aber dazu wirst du kaum was finden, denke ich. Dafür müsstest du von Opel die Auskunft , an welches Wehrrmachts Abnahme Amt das Fahrzeug geliefert wurde. Von denen gibt es allerdings keine Angaben mehr, weil die längst aufgelöst wurden. Und ob Opel noch Unterlagen aus dem Werk in Brandenburg hat, das wage ich einfach mal zu bezweifeln, also gibt es auch keine Baukarte mehr von dem Fahrzeug, in der alles dokumentiert ist.

    Ich habe bei der Einrichtung vom Museum Sinsheim einige Opel Blitz gefahren (Zugegeben, für meine Körpergröße ein eher ungeeignetes Fahrzeug). Da war von schwarzem Kunstleder bis Segeltuch in allen möglichen Farben alles dabei (schwarz, braun, Kaki, grün (welches auch immer)), soweit ich mich erinnere. Ist aber deutlich über 40 Jahre her. Und ob das alles halbwegs original war, kann ich leider auch nicht bestätigen, weil das waren restaurierte Fahrzeuge.

    Grüße

    Wolf

    Leute,

    bitte aufpassen. Die Englischen Kanister sind ein wenig in der Größe gestreckt, damit 5 Englische Gallonen hineinpassen, also 22 Liter. Die passen also nicht unbedingt in deutsche Kanisterhalterungen, weil die ja auf 20 Liter Kanister ausgelegt sind. Da ich beide Sorten im Sortiment habe, kann ich das beurteilen.

    Grüße

    Wolf


    Und noch ein :Ein fröhliches neues Jahr an alle Forenmitglieder!

    Die seitlichen Winker hatte ich nicht mehr im Focus. Man möge mir verzeihen.

    Nur seitliche Blinker ist für Fahrzeuge bis 4 Meter Länge zulässig.

    Seit dem H-Kennzeichen wird das mit den Winkern nicht mehr so eng gesehen, meistens jedenfalls. Bis in die 80ger Jahre mussten die Spalten, in denen die Winker montiert waren, noch zugeschweißt werden.