Frühe Uniformen der BW

      Hallo zusammen!

      Ja, die Dienstgrade kamen links und rechts auf beide Oberarme.
      Auch die Schulterklappen wurden dort beim Tarnanzug aufgenäht.

      Man sieht aber auch Bilder, wo die Dienstgrade auf der Schulterklappe getragen werde - hierbei handelt es sich aber in der Regel um Stabsoffiziere.

      Ich suche noch Feldwebel / Bootsmann, OFw / OBtsm, HFw / HBtsm, STabsFw / StabsBtsm, OstFw / OStBtsm - Schulterklappen der ersten gerenation. ( also die ohne das umlaufende U )

      Biete hierfür Gefreiter, OG, HG und UA für den Feldanzug der Marine (Gold auf oliv) für die erste Uniform. (Keine Schulterklappen.)

      Liebe Grüße
      Jürgen
      Hier noch mal ein Bild bezogen auf den Langbinder und die Dienstgradabzeichen.



      >>Verteidigungsminister Franz Josef Strauß bei einem Manöverbesuch 1957. Vor dem Panzer links der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger.<<

      Man sieht bei den oberen Soldaten den Langbinder.
      Und man kann beim Kommandanten die Hauptmannklappe auf dem linken Arm erkenn. Wobei beim Generalleutnant der rechte Arm schön zu sehen ist. Man sieht aber auch, dass der Offizier (Oberstleutnant oder Oberst) neben Herrn Strauß die Schulterklappenabzeichen aus Metall trägt.

      Am Anfang gab es keine Sculterklappen zum Kampfanzug, da wurden die Metallteile direkt auf die Klappe vom Anzug gesteckt.
      Erst später gab es die Schulterklappen für den Kampfanzug.

      Liebe Grüße
      Jürgen

      Und doch feine Pinkel

      Grüß´, euch,

      man sieht, Schlipps zum Kampfanzug, ist eine Sache der "feinen Pinkel".
      Wäre jetzt interessant zu sehen welche Hosen und Schuhe die "Chef-Soldaten" getragen haben. ;O))

      Interessant auch die Hüte der Herren. 1957 schon so eine Vielfalt.

      Der Hauptmann hat ausgefallene Magazintaschen dabei.

      Und der Herr Minister ist am modernsten gekleidet. Der hat anscheinend einen Parka an.

      Zu meinen vorherigen Beiträgen:
      Der Parka/Feldjacke Bj. 59 hat keine Nationalitäts-Kennzeichen.
      An einem anderen Parka Bj. 1960 waren auch nie welche dran.
      Eine Pz.-Kombi Bj. 1962 hat die Fähnchen.

      In den 1960ern muß der Soldat, neben dem kl. Dienstanzug und den Sportsachen, noch den Arbeitsanzug, den Moleskin-Anzug und den Wollloden-Anzug (Winteranzug, Filzlaus) im Spind gehabt haben.

      Servus der murkser
      @ JAY_DEE!

      Juergen, das G1 ist ein belgisches Fabrique National "Fusil Automatique Léger 50-00".

      Und wieder etwas, was ich prüfen muss!!


      Hier nur kurz die Info zur "Filzlaus"
      aus der ZDv 37/10, Stand November 1972:

      Beim Kampfanzug spricht man hier von der
      + Feldjacke, Wolle
      + Feldhose, Wolle

      Das olive Feldhemd durfte zur Filzlausgetragen werden:
      + Hemd, gewirkt. oliv / Feldhemd

      Ebenso war es erlaubt, zum Kampfanzug die
      + Feldjacke, Baumwolle
      + Feldhose, Baumwolle
      zu tragen.

      So (Feldjacke, Baumwolle) bezeichnet die ZDv den Arbeitsanzug.

      Liebe Grüße
      Jürgen
      Hallo zusammen!

      Ich habe hier eine Quelle gefunden, die belegt, dass der Langbinder zum Kampfanzug befohlen werden konnte:

      Die ZDv 37/10, Ausgabe: November 1972, schreibt hier unter der Ziffer 2112:
      >>Im Frieden kann vom Disziplinarvorgesetzten zu bestimmten Anlässen (z.B. Manöverball, Ausgang während Truppenübungsplatzaufenthalten) zum Kampfanzug das Diensthemd mit Langbinder, anthrazitfarben / blau, bzw. das Diensthemd, kurzer Arm, befohlen werden.<<

      Wie wir an Hand des Datums erkennen können ist hier natürlich nicht mehr der Kampfanzug Tarnfarbe von 1956 gemeint, da dieser nur bis mitte der 60´er Jahre getragen wurde.

      Liebe Grüße
      Jürgen
      Hallo JAY-DEE!

      Habe mich jetzt über die Handwaffen etwas schlauer gemacht.

      Die ersten Soldaten der Bundeswehr führten in den Jahren 1956 und 1957 die von den USA zur Verfügung gestellten Waffen „Karabiner M1“ und „Karabiner M2“ ( das „M2“ hatte einen Wahlhebel für Feuerstöße.).

      1957 begann die Lieferung von 100.000 belgischen Gewehren „FN-FAL“. Die Bundeswehr bezeichnete diese Waffe als „Gewehr G1“.

      Im Jahre 1959 erhielt die Firma Heckler & Koch in Oberndorf a. N. und später auch die Firma Rheinmetall in Düsseldorf den Produktionsauftrag für das neue „Gewehr G3“.

      Liebe Grüße
      Jürgen
      Na sag ich doch, das G1 ist das belgische Fusil Automatique Léger 50-00, abgekuerzt auch FAL genannt ;)

      Wie war das noch mit den Cetme Gewehren?
      Gab es da nicht auch so einen Skandal?
      Das G1 verwendet doch auch den Cetme Verschluss, oder?
      Na ich muss da nochmal schauen.
      Zumindest sind viele Konstruktionsmerkmale mit dem StGw43/44 gleich.


      Diese Amikacke war aber nur kurz im Einsatz.
      Und das erste Gewehr war uebrigens das K98, was die Jungs vom BGS mitgebracht haben ;)

      Mich wuerde mal interessieren inwieweit das StGw44 Verwendung in der BW gefunden hat.
      Erprobungen haben zumindest stattgefunden, und der BGS hatte diese Waffe ja auch in Gebrauch ( genauso wie die ostdeutsche KVP)
      Denke mir dass es wegen dem Amistyle aber verworfen wurde.
      Gegen das Mg42 und seiner Vorzuege konnte man sich aber scheinbar nicht verwehren :D .


      Die Taschen sehen aus wie diese ganz alten Tomytaschen, also sehr grober Stoff.
      Koennte es sich nicht um die Kanvas Uzitaschen handeln?

      Jay_Dee


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      Hallo FREDDY!

      1. Ich habe Deine Bilder für die Trinkflaschen kopiert werde diese in meine Zusammenfassung mit einfügen!
      Deine Zustimmung vorausgesetzt, wirst Du im Abspann auch mit Namen genannt.
      ( Bin bis jetzt bei 15 Seiten.)

      2. Die Brust-Taschen der Jacke und die Beintaschen der Hose haben je drei eingenähte Einschubschlaufen. Wofür die waren, ist mir zur Zeit noch nicht bekannt. Ich bezweifle aber, dass man 1956 schon so weit in die Zukunft geschaut hat um die MP-2 - Magazine dort einzusetzten.
      ( Dann müssten es aber auch die alten MAgazine sein mit max. 25 Patronen. ) Die MP-2 wurde erst Anfang der 60´er Jahre eingeführt.

      Ubrigens sind diese einschübe bei der Hosenbeintasche größer.

      Liebe Grüße
      Jürgen
      Nochmal zurück zu den alten Dienstgraden:

      der Stern wurden doch in Verbindung mit den Balken auf dem Unterarm getragen. Nur auf den Uniformjacken - oder (wie der links abgebildete) auch auf Feldjacke oder Parka? Weiß darüber hinaus jemand, wie diese blaugrünen Tuch-Farben der beiden rechten Ausführungen zu deuten sind? Die jeweiligen Unterschiede zwischen normalem grauen Faden oder mit Silberfaden gestickt sind doch nur "optisch", oder?



      Und noch eine Frage an unseren Jürgen von der Marine:
      Gold deutet doch auf Marine, oder? Warum dann auf grauem Filz? Sind die Jungs nicht immer blau ( :D )?



      Danke für Eure Aufklärung und Grüße in die Runde,
      René.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „René“ ()

      Setrn getragen auf allen Uniformteilen. Genannt "Schneeflocke"

      Abzeichen für OA = Offiziersanwärter

      Also z.B. Gefreiter OA statt Gefreiter und Fahnenjunker statt Unteroffizier

      Grauer Faden ist die "billige" Ausführung. Wer mehr Wert auf Stil legt hat den handgestickten Stern in Silberfaden getragen. Ist auch heute noch so das so manches Abzeichen mit diesen Metallfäden gestickt wird.
      Hallo René!

      Wie der GAST schon angedeutet hat, sind die 4-eckigen Sterne in den verschiedenen Ausführungen die Zeichen für Offizieranwärter des Heeres und der Luftwaffe. Wurden auch schon bei der Wehrmacht getragen.

      Genaue Bezeichnung:
      >>Laufbahnabzeichen der Offizieranwärter des Truppendienstes und des militärfachlichen Dienstes.

      Wurde getragen zum Jackett, Gesellschaftsanzug, Schibluse, Tuchmantel, Regenmantel.
      Und in oliv zum: Feldjacke; Parka; Feldjache, Wolle bzw. Baumwolle;
      Sonderbekleidung für Panzerbesatzungen und fliegendes Personal.

      Trageweise: Auf der Ärmelmitte beider Unterärmel, Mittelpunkt 3,5 cm über dem Ärmelaufschlag oder Ärmelband bzw. 12 cm über der Ärmelunterkante.

      grau = Heer
      blaugrau = Luftwaffe
      oliv = Feldanzug

      Ausführungen mit Faden = wurde von Mannschaften und Unteroffizieren ohne Portepee getragen.
      Also Schütze OA bis Stabsunteroffizier OA.
      Ausführung mit Metallfaden ( im regelfall selbstbeschafte )
      = wurden von Fähnrichen bis Oberfähnrichen getragen.
      Für den Feldanzug gab es nur eine Ausführung.


      (Marine hatte und hat den 5-eckigen Seestern, gab es auch in verschiedensten Ausführungen, bis hin für den Feldanzug; Arbeitsanzug, oliv; den Arbeitsanzug, blau; weiße Bluse; blaue bluse; Jackett)

      Weitere Laufbahnabzeichen der OA`s sind:
      Sanitätsdienst, Medizin
      Sanitätsdienst, Zahnmedizin
      Sanitätsdienst, Veterinärmedizin
      Sanitätsdienst, Pharmazie


      Hier Medizin

      Liebe Grüße
      Jürgen
      und hier bin ich schon wieder!

      Grundsätzlich ist die Farbe GOLD natürlich der Marine vorbehalten.
      Hier eines der wenigen noch vorhanden Dienstgrade, die auf dem
      Kampfanzug / Feldanzug der Marine getargen wurden.
      Man beachte den oliven Grundstoff.
      Diese Dienstgrade gab es auch mit oliven statt blauen Mittelstreifen.



      Beim Heer waren diese Streifen auf dem Feldanzug,
      wie bei Dir zu sehen, in silber.

      Nun jetzt zu Deiner Frage.
      1. Das ist kein Gold, sondern Bronze.
      Die ersten Dienstgrade an der Dienstuniform wurden beim Heer in Bronzetönen geliefert.
      Und nun passt natürlich wieder der Hintergrund.
      Demzufolge Heeres- oder Luftwaffenabzeichen.



      Liebe Grüße
      Jürgen
      Hallo Leute,

      War heute bei mir in der Nähe im Bw - Shop um mich für den Rösselsprung II auszurüsten. Dort hängt noch eine Jacke für die Filzlaus, die Größe weis ich gerade nicht aber wer daran Interesse hat schreibts hier rein und ich fahr rüber und hol das Ding. Kohle auslegen und das kratzbürstige verschicken ist nicht das Thema.

      Grüße Thomas
      Grüße

      Thomas
      Hallo René!

      Die richtige Bezeichnung ist nicht bronze sondern: altgold.
      Übriggeblieben aus den Anfangstagen ist die Farbe altgold beim Heer nur noch bei den Kragenumrandung für Unteroffiziere mit Portepee zur Ausgehuniform.

      Eine altgoldfarbene Aufsteckschlaufe / Litze wurde jetzt eingeführt
      für den Dienstgradzusatz Fw (Feldwebelanwärter).

      Dienstgrade auf beiden Seiten:
      Erste textliche Erwähnung in dem ZDv -Vorläufer der Anzugordnung,
      Stand: 01.02.1956.
      Da steht auf der Seite: Heer und Luftwaffe, Dienstgradabzeichen, Mannschaften, einfache und gehobene Unteroffiziere
      >>Abzeichen auf beiden Ärmeln<<

      Liebe Grüße
      jürgen