Frühe Uniformen der BW

      Hallöle, zusamm´,

      über den ersten Bundeswehrschlafsack bin ich auch schon länger am rätseln. In einer Ausrüstungsliste von 1960 war von einer Decke oder Schlafsack die Rede. Kein weiterer Hinweis.

      Ich habe einen US Schlafsack Mod. 1945. Das ist ein Schlafsack in Mumienform aus einem Wolldeckenmaterial (wie Loden) mit einem halblangen Messingreißverschluß. Werde morgen ´mal ein Bild machen.

      Hier ein Bazooka-Lehrgang in einem recht interessanten Anzug, 1956.



      Detail, beachte die Schuhe.

      Beachte das Marschgepäck.


      Servus der murkser
      Moin moin!

      Ein heißer Tip für alle, die sich hier so intensiv mit dem hochinteressanten Thema Bundeswehruniformen befassen:

      Ich hab heute das Buch "Von der Affenjacke zum Tropentarnanzug" von Walter Kunstwadl (Report-Verlag, ISBN-10: 3-932385-24-1, ISBN-13: 978-3-932385-24-7) in die Finger bekommen, nachdem ich es schon vor längerer Zeit in unserer Fachbibliothek vorbestellt habe.
      Es ist sehr gut gegliedert, reich bebildert (durchgehend farbig!), auf Hochglanzpapier gedruckt, umfaßt 232 Seiten und enthält sehr viele Hintergundinformationen, auch von Zeitzeugen.
      Ich werde es mir in Kürze selbst kaufen, denn soetwas gehört einfach in des Bücherregal eine Militärinteressierten.
      Der Preis liegt bei 36 Euro. Für mein Empfinden bei dieser Ausstattung und Qualität ein echtes Schnäppchen.

      @Feuerwehrmunga:
      Erster! Ätsch... :D

      Gruß Til
      Grüße von der Küste! Til

      Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
      Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

      Sind das nicht die Arbeitsschuhe mit Ledergamaschen?

      Interessant auch dass der Uffz. einen US Lochguertel traegt.

      Bei dem Rucksack scheint es sich um ein Modell mit einem metallverstaerktem Hueftteil zu handeln.
      Irgendwo habe ich sowas schonmal gesehen.
      Sieht auch so aus als waere da eine Decke an der Seite angeroedelt.

      Jay_Dee


      www.Militärlacke.de
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      Hallo zusammen!

      @ MURKSER
      Das ist das Tragegestell für den Rucksack, groß.
      Bilder dazu habe ich hier im Forum irgendwo schon mal gesehen.

      Die Stiefel sind die erste Ausführung der Bundeswehr.
      Hier hat JAY_DEE recht, es handelt sich um Schnürschuhe mit einer fest angenähten Ledergamasche, die auch zum Kampfanzug getragen wurden.

      @NAVIGATOR
      . . . na warte, bis ich wieder aus dem Urlaub bin . . . ;) ;(

      @ JAY_DEE
      US-Lochkoppel sind öfter auf Bildern zu sehen.
      Teilweise sieht man das bei deutschen Generälen heute noch.
      Habe aber noch nicht feststellen können, ob diese an Bw-Soldaten offiziell ausgegeben wurden.

      Liebe Grüße
      Jürgen
      Bitte nicht wegschmeißen!!!

      Vielleicht hast Du noch Sachen gefunden, die der Autor noch nicht wußte und die vielleicht für eine zweite Auflage interessant sind.
      Es sind zum Bsp. auch keine Bilder vom Takelpäckchen und der khaki-farbenen Marine-Arbeitsjacke enthalten. Auch die Militärpfarrer-Schirmmütze, die im WGAZ in Mürwik liegt, ist nicht erwähnt. Vielleicht auch etwas sehr speziell...
      Es sind zusammen 12 Seiten zum "Kampf-, Arbeits- und Feldanzug" bis heute, inklusive Fotos, in dem Buch.
      Das Kapitel "Die Uniformen der ersten Stunde hat auch 12 Seiten.
      Dann gibt es noch eine umfangreiche Einführung und einige Kapitel zu den Themen Abzeichen, Kopfbedeckungen, Schuhwerk (8 Seiten) usw.
      Es ist also alles nicht nur chronologisch, sondern auch nach Themen geordnet. Im ersten Moment etwas überraschend für mich, aber letztendlich ein gutes Konzept.
      Deine 17 Seiten zur ersten Ausführung klingen allerdings rekordverdächtig.

      Also Kopf hoch!

      Til
      Grüße von der Küste! Til

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      @ NAVIGATOR!

      Wegschmeißen? Nie im Leben!

      Hatte ich geschrieben 17 Seiten? Oh, mann, wie die Zeit vergeht.
      Bin jetzt bei 19 Seiten. Schriftgröße 12 und natürlich bebildert.

      Suche noch Infos über den Schlafsack, das Eßbesteck und Eßgeschirr
      und über Sachen, über die ich noch stolpern werde.

      Liebe Grüße, jetzt mache ich mich aber Urlaubsfertig.
      Bis in 15 Tagen im Netz!

      Jürgen
      Ich vermute ja, dass der Schlafsack der Polizei in den 50er Jahren sehr ähnlich war; wenn nicht sogar baugleich! Den habe ich hier noch. Filz mit braunem Reißverschluss. Kann somit auch als Decke genutzt werden. Bilder liefere ich nach :rolleyes:

      Olaf
      Wenn Du Dich manchmal klein, nutzlos, beleidigt und depressiv fühlst, denke immer daran:
      Du warst einmal das schnellste und erfolgreichste Spermium in Deiner Gruppe!
      Grüß´, euch,

      also, @Jay_Dee könnte es sein, daß du so eine Rückentrage mit einer gew. Ähnlichkeit zum A-Rahmen der WH, erst vor kurzem gesehen hast? Kann es in Korbach gewesen sein?

      @Navigator, werden in dem Buch auch Ausrüstungsgegenstände behandelt Wasserflaschen, Rucksäcke, Taschen, usw?

      Wird auch auf Feld- und Gebirgsjäger, ABC-Truppe, spez. Fliegermonturen etc. eingegangen?

      Also das US-Lochkoppel ist wohl in Andernach und danach noch eine Weile übergangsweise ausgegeben worden.

      Könnte das der erste Schlafsack der Bundeswehr gewesen sein?



      Diese Schnürstiefel mit angenähten Ledergamaschen, könnten das
      WW 2 Stiefel der US Army Panzerbesatzungen gewesen sein.
      ´Muß ´mal sehen, denke da war was.

      Tschööö der murkser
      Stimmt Wolfgang, da habe ich das Teil auch gesehen ;)


      Der Schlafsack sieht sehr interessant aus.
      Ich habe fuer dieses Thema mal einen eigenen Thread aufgemacht.

      Juergen, bei den Gamaschen dachte ich ehrlicherweise nicht an ein Modell mit angenaehten Stiefeln, sondern an den bekannten Arbeitsschuh mit Gamasche.
      Die Gamschen, welche normalerweise aus Segeltuch waren, gab es ja auch aus Leder.


      Habe hier 1 Paar Stiefel mit angenaehten Ledergamaschen, bin bis dato aber davon ausgegangen dass es Welche vom Franzmann sind....





      Bebilderte Ausfuehrungen ueber Ausruestung und Co. waeren natuerlich auch sehr interessant.
      Vielleicht kann man Dir ja dabei helfen indem man Beitraege ueber Gegenstaende verfasst, ueber die man sehr gut bescheid weiss?!
      Die packst Du dann mit in die Zusammenstellung, und wer weiss vielleicht wird ja noch ein richtiges Buch daraus?


      Freddy, wir sollten beim Roesselsprung mal richtige Fotos machen.
      Sowas waere fuer Juergens Buechlein genau das Richtige ;)

      Jay_Dee


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      Das Buch ist da, das Buch ist da!!! :K :K :K

      Murkser, der Stiefel ist demnach der sog. Knorpelschnürstiefel. "Er war der erste Kampfstiefel der BW. Die angenähte (!) Ledergamasche führte an der Nahtstelle zu Faltenwürfen und damit zu Druckstellen bis hin zu Sehnenscheidenentzündungen. Bereits im März 1956 wurde die Beschaffung eingestellt."

      Ich schließe mich jetzt mal mit dem Buch im Büro auf der Toilette ein.. 8)
      So, anbei einmal das Inhaltsverzeichnes des Buches (Von der Affenjacke zum Tropentarnanzug. Die Geschichte der Bundeswehr im Spiegel ihrer Uniformen und Abzeichen. Report Verlag):



      Til, nochmals vielen Dank für den Hinweis!

      Viele Grüße aus Dortmund,
      René.
      Ich schon wieder... :rolleyes:

      Waren die Abzeichen für Winkel und Doppelwinkel eigentlich eigene (zusammenhängende) Zeichen oder wurden die aus zwei Einfach- bzw. Doppelbalken gebildet? Stutzig macht mich dann allerdings, dass es (falls dies so wäre) an der Stoßstelle keinen Spalt gibt, der durch den Unterstoff der Einzelabzeichen entsteht...

      In dem Buch sehen sie wie eigene Abzeichen aus...

      Murkser, Navigator, FWMunga??? :D

      Danke und viele Grüße, :S
      René.
      Ich auch schon wieder :D

      Es gibt (gab) Tressen, sprich altgoldfarbene, goldene, blaue Streifen, die gefaltet auf einer Unterlage, die dem Stoff des Kleidungsstückes entspricht, vernäht sind.
      D.h. wenn ein Gefreitenstreifen benötigt wird (In der Fabrik), werden die Enden schräg umgeklappt und mit der Unterlage vernäht. Braucht man einen Winkel, so wird der Streifen in der Mitte um 90 Grad umgeklappt, die Enden ebenso und dann das ganze auf der Unterlage befestigt.
      Für Ober- und Hauptgefreite oder Oberfeldwebel/-bootsmann finden Tressen Verwendung, die entsprechend breiter sind und jeweils die erforderlich Anzahl gewebter "Trennstreifen" in der Grundfarbe (grau, oliv, blau, weiß usw.) enthalten. Das Falten und aufnähen funktioniert genauso.
      Das ganze wird natürlich maschinell vorgefertigt geliefert und dann in der Schneiderei jeweils nur noch Streifen, Winkel usw. kombiniert und aufgenäht.
      Bei Marineoffizieren werden die "Kolbenringe" direkt einzeln auf die Ärmel genäht, welche dafür an der Naht geöffnet werden müssen. Eine aufwändige Angelegenheit, die entsprechend teuer wird. Ein frisch beförderter Marineoffizier braucht so schon ein paar Monate mit höherem Gehalt, um diese Investition und die erforderlichen Fässchen wieder auszugleichen. Besonders schlimm wirds, wenn er auch noch eine neue Mütze braucht...

      Ich hoffe, das war hinreichend nachvollziehbar erklärt.

      Gruß Til
      Grüße von der Küste! Til

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      Hallo Til,

      das war sogar sehr nachvollziehbar erklärt =) Dankeschön!
      Aber ich habe wohl nicht ganz nachvollziebar gefragt ;) Ich meinte, ob solche Winkel aus zwei einzelnen Doppelschrägstreifen "zusammengesetzt" worden sind, oder ob das ein "eigenes", komplettes Abzeichen war:



      Viele Grüße,
      René.
      Original von Jay_Dee

      Und wieso haben die Jungs die Feldjacke unter der Filzlaus?


      Weil die KRATZT wie die Sau ? :D

      Ausserdem halte ich für wahrscheinlicher, daß es sich um ein Feldhemd handelt.

      Grüsse nach B

      freddy
      "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „freddy“ ()

      Original von Jay_Dee

      Roesselsprung mit Filzlaus? :D


      Ach. Jetzt auf ein mal ? :(
      Jetzt hätte ich ja die Uniform fast komplett...

      Trotzdemnichtkommenderweise, Wigbold
      Rengtengteng !

      + Mitglied der Mungahilfe +

      Trenne Dich nie von Deinen Illussionen und Träumen.
      Wenn sie verschwunden sind, wirst Du weiter existieren, aber Du hast aufgehört zu leben.
      Mark Twain
      @ René:

      War wohl doch so richtig deutlich, die Erklärung.

      Also: Stell Dir in diesem Falle einen Streifen altgold-oliv-altgold vor, der in der richtigen Länge von der Rolle abgeschnitten und in der Mitte so gefaltet wird, so daß aus dem Ganzen ein 90-Grad-Winkel entsteht.
      Die Enden werden dann so umgeknickt, daß die Kante parallel zum Mittelfalz verläuft (also 45 Grad bzw. 225 Grad zur Seitenkante der Tresse).
      Als praktisches Beispiel für die Arbeitsweise: Nimm einen Streifen Papier, und knicke ihn in der Mitte einfach um, so daß beide Schenkel parallel aneinander anliegen. Dann nimm den Tacker und setzte eine Klammer schräg (45 Grad) auf die umgefaltete Stelle. Dann auseinanderklappen und das Ergebnis betrachten: es entsteht ein 90-Grad Winkel! Enden umknicken und fertig. Das kann man bei beliebig breiten Streifen in genau der gleichen Weise machen.
      Dieses Gebilde, das schon genauso aussieht wie auf dem Bild, wird dann auf eine olivfarbene Unterlage genäht und so dem Schneider als fertiger Doppelwinkel auf oliv Unterlage geliefert.
      Bei einem Hauptgefreiten wird ein breiter Streifen (altgold-oliv-altgold-oliv-altgold) nur an den Enden abgeschrägt und dann auf die oliv Unterlage genäht. Fertig!

      Gruß Til
      Grüße von der Küste! Til

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