Bundeswehrkalender aus den 1970´er und 1960´er Jahren

      Januar 1966

      Gruppenführer inmitten seiner Soldaten während einer Rast


      Das war es :thumbsup:
      1966 hatte der Kalender noch keinen "erklärenden und ausschweifenden" Text auf der Rückseite.
      Auch der Fotograf wird nicht genannt.
      Wir können uns also voll auf das Bild konzentrieren.

      Gruß - Kai
      JANUAR 1966

      Untersuchung in der Nuklearmedizinischen Abteilung des Zentrallazaretts der Bundeswehr in Koblenz


      Hier ist noch schön der "alte" Dienstanzug mit dem grauen Diensthemd zu sehen und die dazugehörigen Schulterklappen mit den altgoldenen, noch flachen Dienstgradabzeichen.
      Interessant ist auch die Größe der medizinischen Apparaturen.

      1966 war das alles moderneste Technik und auf der Höhe der Zeit.
      Da kann man einmal sehen, welch rasante Entwicklung wir durchgemacht haben.

      Gruß - Kai
      JANUAR FEBRUAR 1966

      ​Die Artillerie ist ausgerüstet mit Raketen, Haubitzen und Kanonen, die auf Selbstfahrlafetten schnell beweglich sind.
      Das Bild zeigt die Montage eines Sergant-Flugkörpers, der eine Reichweite von etwa 140 km hat.


      Interessant ist zu sehen, dass die "Filzlaus" in den Sechzigern durchaus getragen wurde und wohl erst später in den Lagern, bzw. dem Spind als Reserve verschwand.
      Wir werden diesem Kampfanzug noch öfters in diesem Kalender begegnen.

      Gruß - Kai

      stiwa schrieb:

      Interessant ist zu sehen, dass die "Filzlaus" in den Sechzigern durchaus getragen wurde und wohl erst später in den Lagern, bzw. dem Spind als Reserve verschwand.


      Dieser Anzug wurde auch in den 1970ern noch getragen - zumindest in Ausbildungseinheiten. Ich hatte im IV. Quartal 1976 meine Grundausbildung bei der damaligen Feldjägerausbildungkompanie 760 in München, Kronprinz-Rupprecht-Kaserne, gefolgt von der Vollausbidung als Feldjägeranwärter im I. Quartal 1977. Wir sind noch brav mit dieser Art Feldanzug ins Gelände gezogen.

      Grüße
      Jörg
      ... Danke für die Rückmeldung.

      Beim BGS hatten wir auch eine Filzlaushose zum Einsatzanzug mit der Sumpftarnjacke.
      Das war die unbeliebteste Hose bei der ganzen Ausstattung.
      Wenn man ins Schwitzen geraten war, und das soll im Gelände vorkommen, war der Stoff total unangenehm auf der Haut.
      Deshalb haben unsere Gruppenführer vor der Geländeausbildung empfohlen eine lange Unterhose drunter zu tragen.
      Das war zwar noch wärmer, aber das üble Scheuern und Jucken blieb aus.
      Einige mussten dies natürlich erst selbst durch Erfahrung lernen :D

      Ich nehme an, dass es bei der Bundeswehr ähnlich war.

      Gruß - Kai

      stiwa schrieb:

      JANUAR 1966

      Untersuchung in der Nuklearmedizinischen Abteilung des Zentrallazaretts der Bundeswehr in Koblenz


      Hier ist noch schön der "alte" Dienstanzug mit dem grauen Diensthemd zu sehen und die dazugehörigen Schulterklappen mit den altgoldenen, noch flachen Dienstgradabzeichen.
      Interessant ist auch die Größe der medizinischen Apparaturen.

      1966 war das alles moderneste Technik und auf der Höhe der Zeit.
      Da kann man einmal sehen, welch rasante Entwicklung wir durchgemacht haben.

      Gruß - Kai


      Ich selbst bin in den 80er Jahren im BWZKh gewesen und kann nur sagen, die waren hervorragend ausgestattet.

      Detlev
      2. BeobBtl 23 - Stadtallendorf
      Zum Januar-Bild:

      wer selbst schon mal zur Untersuchung iun der Nuklearmedizin war, weiß, worum es in dem Bild ging. Allein die "Strahlenkanone" von Siemens würde mir Angst machen, wenn man heute so meine Schilddrüse ausmessen wollte. Damals aber wohl Stand der Technik. Da ist mir der heutige Ultraschall schon deutlich lieber.

      Gruß, Wolf
      Hallöle,

      dieses Woll-Stöffchen war früher in verschiedenen Farben und Ausführungen gebräuchlicher Uniformstoff bei vielen Behörden.
      Hat man Uniformstücke in deutlich getragenem Zustand, die schon des öfteren gewaschen worden sind, dann ist das Material auch
      angenehmer zu tragen.
      Übrigen gab es da ja auch die "Unterhose, lang, Sommer". Wie lässt sich diese von der langen Winterunterbüx unterscheiden?
      Was mich an dem Anzug mehr stört sind diese knirschigen, eingebauten Nässeschutz- Folien.

      Servus der murkser

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „murkser“ ()

      Aus den 60er Jahren kenne ich nur Unterwäsche aus dünner und beidseitig glatter Baumwolle, teilweise auch Feinripp (handelsüblich). Erkennbar sind die alten Stücke an den Größen: 45, 48, 51 und 54 - teilweise mit Zusatzbezeichnung “lg” für lang.
      Heutzutage werden für Unterwäsche Größen wie 4, 5, 6, 7 und 8 verwendet.

      Detlev
      2. BeobBtl 23 - Stadtallendorf
      Til,
      es kommt immer darauf an, wie man das wäscht. Im Wollwaschgang passiert nix, es wird schön weich und kuschelig. Im Kochwaschgang wird das zur verfilzten Panzerplatte. Ursprünglich war das Material für Handwäsche handwarm vorgesehen. Wer das missachtet hat, der hatte halt ein Problem. Die alten Ausbilder bei der Marinejugend wussten das halt noch. Viele von denen hatten ja auch noch vor 45 in der Marine gedient und waren dann 57 wieder in die Marine eingetreten.
      Gruß
      Wolf
      Moin Wolf.
      Du als "Filzlausverfechter" warst wohl nie mit dem Ding im Gelände.
      Da kommt man ins Schwitzen und das Material saugt sich voll Schweiß, Wasser und Dreck.
      Dann wird der "Stoff" von ganz alleine zur "Panzerplatte".
      Und die Pfützen, in denen man volle Deckung zu nehmen hatte, wurden vorher nicht von den Gruppenführern mit Wollwaschmittel präpariert ;)

      Im täglichen Kasernendienst machte der Anzug natürlich keine Probleme, aber vom BGS kenne ich die Filzlaushose halt nur aus dem Gelände.
      Und da ging es immer sehr ruppig und schlammig zu.
      Selbst im Sommer kannten die Ausbilder die Panzerspuren, die so tief waren, dass sie immer Wasser hielten.
      Und dafür taugt das Material aus meiner eigenen Erfahrung wirklich nicht.
      Warum sonst ist man wohl auf den "Moleskinanzug" als Kampfanzug umgeschwenkt :?:

      Das bitte ich bei aller Euphorie für die "Filzlaus" zu bedenken.

      Gruß aus dem Norden - Kai
      Hallo Leute, speziell Kai,
      doch, ich habe die Filzlaus auch im Einsatz getragen, z.B. bei der Kompaniebesichtigung im September 1977 in Bonland (für die, die es nicht wissen, Übungsplatz Hammelburg in der Rhön). Es war nass, kalt, äußerst unangenehm, ungeheizte Gebäude, schlafen auf den Fußboden. 2 mal Moleskin waren durch, also blieb mir nur noch die Filzlaus. Die war warm, trocken, grade zu kuschelig. Und nicht von irgendwelchen Vorbesitzern vermurkst. Wohl auch wegen der Größe.
      Nein, ich war damit nicht im Gelände, nur durch S-Rollen gestiegen, Wache gelaufen, Feind dargestellt im Häuserkampf. Außer, das ich auch noch als Fahrer tätig sein durfte. Mit Koppelklappergestell und 1,97 m Körpergröße wird jedes BW-Fahrzeug richtig eng. Die Filzlaus war hinterher ziemlich dreckig, stellenweise durchgeweicht, inzwischen auch ziemlich schwer wegen der Wasseraufnahme, aber immer noch wärmer als Moleskin. Zugegeben, die eingenähten Nässeschutzteile, die waren schon blöd und lästig. Da muss einem bei der Beschaffung der Gaul durchgegangen sein. Wenn das Zeug nass ist, dann hilft auch der Nässeschutz nix mehr, weil der Körper das trocknen muss im Zweifel. Die Einlage stört da nur. Ach fällt mit grade ein, im März 1977 habe ich zumindest die Filzlaushose zeitweise getragen, meist Abends, weil die einfach wärmer war als Moleskin auf dem SchadMat Sammelplatz, für den ich verantwortlich war.
      Gruß
      Wolf
      FEBRUAR 1966 (13.-19.)

      ​Der Sport in der Bundeswehr ist vor allem auf Breitenarbeit ausgerichtet. Wettkampftage, oft auch mit Beteiligung befreundeter Nationen, sind Höhepunkte sportlichen Geschehens in der Bundeswehr.


      Auf dem Bild ist ein Angehöriger der GebJgBrig 23 im alten Schneetarnanzug zu sehen, der sein G3 auf dem Rucksack geschultert trägt.
      Auch die alten Skistöcke aus Bambus sind bemerkenswert.
      Bei den Handschuhen könnte es sich um die Drei-Finger-Überhandschuhe handeln.

      Gruß - Kai