Interessante Hunde- bzw. Erkennungsmarke

      Interessante Hunde- bzw. Erkennungsmarke

      Habe folgende EKM abfotografieren können:



      Es handelt sich um die frühe Ausführung mit 8 Trennschlitzen.
      Diese Marke stammt nachweislich von 1963.

      Die letzte Zahlengruppe ist hier fünfstellig.
      Das interessante dabei ist, dass die letzte Stelle nachträglich gestempelt wurde.
      Das erkennt man an der kleineren 1 am Ende.

      Für die Zweifler unter uns hier noch der dazugehörige Bundeswehr Fallschirmspringerschein:



      Hier ist unten rechts die Folgenummer der Personenkennziffer mit vier Stellen eingetragen worden.
      In dem Dokument wurde die fünfte Stelle nicht nachgetragen.

      Es lohnt sich also bei den EKM genauer hinzuschauen :thumbup:

      Ein schönes Stück Zeitgeschichte, wie ich meine.

      Gruß
      Kai
      @ Kai
      Jepp!
      nettes Teil,
      was steht denn hinten drauf?

      Hab eine, da steht hinten Feld 5: A
      Feld 6: CDE rh-

      was das CDE soll?

      Gruß
      Bernd

      sorry dass ich kein Bild einstelle, das reduzieren ist -find ich- immer so mühsam.. :wacko:
      "Nur wenige sind es wert, daß man ihnen widerspricht"!

      Erkennungsmarkendetails

      Vielen Dank für die Aufklärung!
      Wenn man einmal genauer hinschaut, sieht man auch auf der von mir gezeigte EKM leichte Durchschläge von der Prägung auf der Rückseite.
      Bei meinem nächsten Besuch meines Schwiegervaters werde ich der Sache auf den Grund gehen und hier berichten.

      Wenn ich mir die Prägungen der gezeigten Marken so ansehe, scheinen nicht überall die gesuchten Prägewerkzeuge voranden gewesen zu sein.
      Dafür sind die Buchstaben zu sehr aus der Reihe.
      Bei der Marke menes Schwiegervaters ist dies deutlich zu sehen.
      Er sagte mir dazu, dass die Zahlen freihand gesetzt und eingeschlagen wurden.
      Weiterhin ist dort auch noch eine andere 1 (größer) verwendet worden.

      Die Marke gehört übrigens zum FschJgBtl 272 aus Wildeshausen.

      Gruß
      Kai
      Zum Thema schlagen von Erkennungsmarken hab ich folgende Annekdote:
      Waehrend meiner Grund Ende der 80er in Budel/NL im Lw- Ausbildungsregiment fragte mich eines Abends nach Dienst der Spiess ob ich "freiwillig" die Erkennungsmarken der ganzen Kompanie stempeln moechte.
      Ob das jetzt ne Ehre war, weil man das anderen nicht zugetraut hat, oder ein verkappter Diszi, who knows.
      Ich kann mich nur noch erinnern , dass ich auf jeden Fall den Rhesusfaktor einstempeln musste, ob andere
      Daten schon drauf waren weis ich nicht mehr. Ich bekam eine Liste mit allen Namen, PK Usw der ganzen Wehrpflichtigen und in einer kleinen Kiste den Schlagsatz.
      Nach den ersten Schlaegen die durchs ganze Gebaude droehnten war ich von einigen Kamerade umringt die mir entgeistert zusahen. Bei der Menge an Marken gab es natuerlich auch ein paar
      Fehler, die mit zwei Schraegstrichen ausge x t wurden, die richtigen Daten kamen dann daneben.
      Dass mit steigender Anzahl an Marken die Einschlaege schwaecher, krummer usw. wurden ist glaub ich nachzuvollziehen.
      Ob das in anderen Kompanien auch so gehandhabt wurde, keine Ahnung.
      Insoweit hab ich einen persoenlichen Bezug zu den Dingern
      Hallo zusammen,

      hier ein paar Infos:

      Der erste Erlass bezüglich Erkennungsmarken in der Bundeswehr, die heute noch getragen werden,
      stammt aus dem Jahr 1966. Die Größe variierte in der Anfangszeit zwischen 85 -75 x 55 - 45 mm.
      Im Feld 2 findet sich die Nationalität in Englisch „GE“ für Germany.

      Deutsche Marine
      Auch die Deutsche Marine verwendet weiter Erkennungsmarken der Bundesmarine.
      Mit der Neufassung vom Jahre 2007 wird nun das Nationalitätszeichen „DEU“ für Deutschland verwendet.
      Noch vorhandene Bestände mit „GE“ sind aufzubrauchen.


      Identifizierungshinweise der gültigen Erkennungsmarke
      Die Erkennungsmarke enthält insgesamt 10 Identifizierungsfelder.
      Feld 1 = nur auf besondere Anordnung BMVg
      Feld 2 = Nationalitätskennzeichen
      Feld 3 = Militärseelsorge (E = Evangelisch, K = Katholisch,
      O = Christlich Orthodox, ISL = Islamisch, JD = Jüdisch)
      Feld 4 = Personenkennziffer
      Feld 5 = Blutgruppe (A, B, AB, 0)
      Feld 6 = Rhesusfaktor (Rh+, rh– )
      Feld 7 = nur auf besondere Anordnung BMVg (Früher wurde hier die Vollschutz Impfung
      eingetragen. (T86) = Tetanus und Jahr der abgeschlossenen Grundimmunisierung
      Feld 8 = nur auf besondere Anordnung BMVg
      Feld 9 = nur auf besondere Anordnung BMVg
      Feld 10 = nur auf besondere Anordnung BMVg

      Die Eintragungen sind durch die mit dem Prägewerkzeug ausgestatteten Einheiten zu versehen.
      In Handarbeit ist jeder Buchstabe und jede Zahl einzuschlagen.
      Der Erkennungsmarkenrohling wird in die Vorrichtung gelegt und darauf eine Schablone verschraubt,
      so das nur die zu füllenden Felder offen bleiben.


      Liebe Grüße
      Jürgen

      Meine "älteste" BW-Erkennungsmarke

      Diese EK hab ich erst vor zwei Wochen für einen Euro auf'm Flohmarkt gefunden.
      Bislang meine "älteste" was das Geburtsjahr betrifft.
      Der Träger soll erst vor kurzem verstorben sein! Leider hab ich Depp nicht
      nach seinem Namen etc. gefragt.
      Vom Alter her muss der Träger als höherer Feldwebel-Dienstgrad oder Offizier bei der Bundeswehr
      angefangen haben. In der Anfangszeit gab es relativ hohe Höchstaltersgrenzen für den Eintritt.
      Bilder
      • Erkennungsmarke10.jpg

        55,19 kB, 800×512, 1.294 mal angesehen
      Durch das Thema angeregt, habe ich einmal meine vorhandenen Erkennungsmarken durchgesehen.
      Dabei kam diese zu Tage:



      Auf der Vorderseite ist hier nur das Feld 4 geprägt.
      Es fehlt in Feld 3 die Kennung für die Religion.

      Auf der Rückseite fand ich dann diese interessante Prägung:



      In Feld 5 ist das A für die Blutgtuppenzugehörigkeit eingeprägt.
      Im Feld 6 steht: "S Rh+" ud in zweiter Reihe darunter "E rh-" hmmm :?:

      Rhesusfaktor (Rh) positiv (+) ist klar.
      Aber was bedeuten die Großbuchstaben und die zweite Einprägung :?:
      Eine Fehlprägung schließe ich aus, da diese ungültig gestempelt worden wäre.

      Wer kann sich darauf einen Reim machen :?: :?: :?:

      Gruß
      Kai

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      Schriftgröße auf der Erkennungsmarke

      Weiß jemand genau, welche Schriftgröße auf den ovalen Erkennungsmarken zum Einsatz kam :?:

      Ich habe jetzt nämlich eine Prägeschablone, komme aber mit meinen 4mm (5/32")-Schlagstempeln nicht in die Aussparungen :S
      Falls vorhanden würde ich mich über eine Kopie oder Abbildung der entsprechenden Vorschrift freuen.

      Gruß
      Kai

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      Erkennungsmarke aus der Bucht

      Habe diese EKM aus der Bucht fischen können:



      was mich dabei interessierte war die Gewehrmarke, gegen die man auf der Waffenkammer sein G3 bekam.

      Doch der Reihe nach.
      Hier erst einmal die Erkennungsmarke mit der Vorderseite:



      Und hier die Rückseite:



      So sieht die Gewehrmarke dann im Detail aus:



      Das Ganze habe ich für 3,51 € incl. Porto schießen können.
      Eine schöne Ergänzung der Sammlung :thumbup:

      Gruß
      Kai
      Ja, dass ist bei den späteren Ausführungen so vorgesehen.
      Wenn der Träger dieser Marke mit 18 Jahren eingezogen wurde, ist er 1964 zum Bund gekommen.
      Zu der Zeit sind offensichtlich noch vierstellige Ordnungsnummern auf den EKM mit zehn Schlitzen vergeben worden.

      Das gehört schon so und ist original.

      Gruß
      Kai

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      Passend zum Thema Wehrpäße möchte ich hier das Thema Erkennungsmarken mal wieder mit ein bißchen Leben erfüllen.

      Dazu habe ich im VMBl 1960 (Ministerialblatt des Bundesministers der Verteidigung - Jahrgang 1960) folgendes gefunden:







      Demnach hat das BMVtdg mit Wirkung vom 30.Juli 1960 per Erlass die Erkennungsmarke mit Dosimeter durch die bis heute gültige Form ersetzt.
      Wie es so üblich war/ist, wird dort auch alles möglichst genau geregelt und vorgeschrieben.
      Bei den Übergangsbestimmungen wird auch klar geregelt, wie mit den alten Erkennungsmarken zu verfahren ist: "Alle Soldaten haben vorläufig die bisher an sie ausgegebenen Erkennungsmarken mit Strahlendosimeter (pers.) neben der neuen Erkennungsmarke zu tragen. ..."
      Die Schlussbestimmungen verweisen auch auf den vorherigen Erlaß vom 22.August 1957, der sich mit dem Vorgängermodell befasste. Der Erlaß wurde leider nicht im VMBl veröffentlicht.

      Über die Anzahl der Schlitze an der Bruchstelle lässt sich der Erlaß nicht aus. Dies wurde sicherlich separat in einer TL geregelt.

      Es herrscht somit aber Klarheit über das exakte Einführungsdatum der Erkennungsmarke.
      Das die Einführung nicht sofort passierte ist auch klar, dass ging so nach und nach. Dazu heißt es: "Dieser Erlaß tritt mit der Auslieferung der Erkennungsmarken an die Truppe in Kraft."

      Gruß
      Kai