Anhängerfrage - Hubspindel für Kipper Lösung gesucht

      Anhängerfrage - Hubspindel für Kipper Lösung gesucht

      Hallo,

      ich habe mir vorgestern einen neuen Hänger zum transportieren von Kraka, Kübel und Co geholt.
      Interessantes Konzept > Einachser, gebremst mit 1,3t zGG und 100Km/h Zulassung.
      Der Hänger kann seine Plattform nach hinten auf die Straße kippen und wird serienmäßig mit einem Dämpfer gehalten.
      Beim Auffahren mit dem Kübel kippt die Ladefläche allerdings bevor die Hinterräder die Pritsche erreichen nach oben, offenbar kein Problem mit dem Schwerpunkt, sondern eines die horizontalen Kräfte auf die Anhängerkonstruktion betreffend, da die Pritsche bereits vor Erreichen der Last auf das Kipplager kippt.

      Im Netz habe ich ein Bild von einer sog. Hubspindel gefunden mit dieser man das Problem einfach lösen könnte.
      Da der Preis mit ca. 300,- völlig unakzeptabel ist, war der Plan sowas selber zu bauen.




      Hat jemand einen Konstruktionsvorschlag?
      Ziel ist es die Pritsche oben zu halten und dann langsam absenken zu können wenn das Fahrzeug drauf steht.
      Ich dachte schon an die Modifikation eines Wagenhebers oder Ähnlichem.
      Problem ist, dass die Pritsche beim Kippen einen leichten Radius beschreibt, daher muss die Hebevorrichtung an beiden Achsen drehbar gelagert sein.

      Grüße...

      Jay_Dee


      www.Militärlacke.de
      Rostschutzsysteme - Fluid Film Programm - Umtarnfarben - Oldtimerlacke - Sonderlacke - Zinklacke

      Dämpfer ersetzen bringt rein gar nichts und ist ja auch nicht steuerbar.

      Hydraulikzylinder ist eine tolle Idee, wird preislich aber sicher auch deutlich 3 stellig.

      Pneumatik - woher Druckluft nehmen?

      Kurbelstütze - wie sollte die befestigt werden damit sie wirken kann?



      Habe das Teil im Netz gefunden was ich brauche, das Prinzip gibt es doch sicher auch woanders, oder?


      Vom Prinzip würde die reine Spindel mit Kurbel ja ausreichen, die Mimik kann ich mir ja aus Flachstahl so bauen dass sie am Hänger funktioniert.
      Vorteil ist hier, dass die Spindel nicht irgendwo hinwandert, wo sie ggf. anschlagen könnte.

      Jay_Dee


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      Ich glaube das Wichtigste ist, wie er einen (wie auch immer gearteten) Heber konstruktiv sinnvoll an die vorhandenen Gegebenheiten montiert.
      Das Beispielfoto oben zeigt eigentlich einen tollen Lösungsansatz.
      Statt der gezeigten Hubspindel als zentrales mechanisches Bauteil kann man mit etwas Geschick z.B. die Hubspindel eines Stützrades (auf dem Foto weiter rechts) entsprechend modifizieren.
      Der Rest, also diese "Spreizgabel", ist mit entsprechender Fleißarbeit aus handelsüblichen Flacheisen, Winkeleisen usw. zu fertigen.
      Da sich hinterher das ganze Ding auch in sich spannungsfrei bewegen muss, ist Genauigkeit beim Fertigen sehr wichtig.
      Ist sicher viel Improvisation gefragt.
      Meine persönliche Meinung:
      Die 300,- Euro erscheinen auf den ersten Blick sehr teuer, aber rechnet man Material, Zeit und hinterher noch die Verzinkung, relativiert sich das Ganze recht schnell.
      Besonders, wenn die Fertiglösung ohne viel "Gebastel" an den vorhandenen Anhänger passt. Zumal man bei dem Fertigteil auch eine Gewährleistung erwarten darf.

      Ciao
      Snoop

      Hupps, mit Jay_Dee überschnitten
      Seitlich am hänger schwenkbare kurbelstütze montieren
      pneumatikzylinder einfach ausfahren ( Heck kippen) Ventil schließen
      rauffahren ( Hänger dürfte dann nicht mehr ( bzw nicht mehr ganz) zurückkippen
      Ventil öffnen Hänger kippt ganz zurück
      Druckluft könntest du auch mit einem einfachen 12 oder 24v kompressor erzeugen o
      Man nehme einen normalen Hydraulikwagenheber und
      Holzunterlagen um die richtige Hubhöhe zu erreichen.
      Der Wagenheber bekommt anstelle bzw. an die obere
      Druckplatte eine Öse angeschweißt.

      An die Kippritsche montiert man vorne mittig in Längsachse ein
      U-Profil (besser noch C-Profil) mit einem Schlitz mittig - in diesen Schlitz steckt man
      ein Flachmetallstück ebenfalls mit einer Öse die dann nach unten
      rausguckt. Bedeutet das U-Profil muss mit seiner Öffnung nach oben an den
      Anhänger. Gut fetten damits schön gleiten kann.

      So kann man dann die Kipppritsche abkippen.
      Dann den Hydraulikheber platzieren und hochpumpen.
      Dann die Ösen von Wagengeber und Öse im U-Profil verbinden.
      Öse muss jetzt im Schlitz am untersten Punkt sein.
      Last auf den Anhänger fahren - und sichern.
      Jetzt Wagenheber absenken die Öse wandert im Schlitz
      so wie der Wagenheber absenkt nach oben bis die Pritsche wieder
      in der Waage ist.
      Jetzt kann man den Wagenheber und seinen Unterbau wegnehmen
      und fertisch.
      Kosten:
      Wagenheber hat man also Null.
      U-oder C-Profil ca. 250 - 300 mm lang kauft man oder hat man.
      Der Rest sind Schrauben, Flachzeug für Schiebestück und Ösen
      fummeln.
      Also vielleicht 15-20 € Material plus die Arbeit.
      Gruß

      Pi-jay



      "Man who dies with most toys wins!"









      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Pi-jay“ ()

      oder einfach zwei kurze Auffahrrampen hinten an der Ladefläche einhängen. Dann drückt die Hinterachse des zu verladenden FZ die Hinterkante so lange nach unten bis das FZ verladen ist. Wenn die Abwärtsbewegung vorher einsetzt, fährst Du über die Rampen weiter wie beim normalen Autotrailer. Hat den Vorteil, dass am Ende des Auffahrvorgangs die Ladefläche waagerecht ist und am Anhänger nix rumgefrickelt werden muss
      Gruß vom Niederrhein
      Martin

      Jay_Dee schrieb:


      Vom Prinzip würde die reine Spindel mit Kurbel ja ausreichen, die Mimik kann ich mir ja aus Flachstahl so bauen dass sie am Hänger funktioniert.
      Vorteil ist hier, dass die Spindel nicht irgendwo hinwandert, wo sie ggf. anschlagen könnte.


      Etwas nach dem Bild nachzubauen halte ich auch für eine gute Idee. Teile bekommt man in allen erdenklichen Ausführungen bei Mädler, z.B. auch als Trapezgewinde: KLICK . Im Prinzip ist die ganze Mechanik wie ein Stützrad im Inneren aufgebaut, der gebremste Anhänger hat ja sogar ein Muster dabei, die Konstruktion sieht seehr ähnlich aus (gekürzt und Drehpunkte angeschweißt).

      Als zweite Variante kann ich mir einen Hydraulikwagenheber (Stempel) vorstellen, fest montiert in einem Hebelwerk, arbeitet dann in einer Art gegenläufiger Schere. Zum Heben pumpen, zum Ablassen eben den Wagenheber ablassen, ggf. mit einer Feder als Unterstützung. So nach dem Prinzip der einfachen Hydraulikpressen. Falls das nicht ganz verständlich ist kann ich sonst mal was malen.
      Grüße aus dem Norden
      Claus

      Der frühe Vogel kann mich mal :sleeping: ...
      Ich würde mir das Bild von dem 300 Euro Teil vergrößern, und an die Scheunenwand hängen.
      Dann würde ich mir für 15,- Euronen ein Stützrad kaufen, das Rad absägen, und hätte schon mal eine Spindel, oben mit Kurbel.
      Flacheisen und/oder Winkel werden besorgt, und dann würde ich das Teil nachbauen.
      Der Einwand, das sich das nur rechnet, wenn man die Bastelzeit als Spass verbucht, ist aber nicht von der Hand zu weisen.
      Ich würde mich also fragen, habe ich mehr Geld, oder mehr Zeit ?

      Gruß Jozi.
      Von den Lösungsansätzen halte ich nur den von Theomobil für Zielführend, da alle anderen beim Auffahren eine mechanisch Starre Verbindung verbindung ergeben und das Abkippen verhindern.
      Evtl. würde ich den Dämper gegen einen Gasdruckdämper tauschen.
      Man muss aber auch bedenken, dass mit allen Eingriffen in die Kippmechanik die Belstungen auf die Konstruktion erheblich größer werden.

      Dirk
      oder ganz unspecktakulär ein ganz einfaches vierkantrohr in der passenden länge, wo einfach unter der hohen seite gestellt wird um die abkippbewegung zu verhindern.
      wenn das fahrzeug verladen ist, nen gezielten tritt dagegen und gut ist. ;)

      ansonsten wenn ne etwas aufwendiger "bastellösung" sein soll, umbau eines Anhängerstützrades.
      müßte sich doch damit relativ einfach umsetzen lassen.
      Glück Ab

      Rat
      Danke für die rege Beteiligung!

      Der Hänger hat eine 2cm hohe Kante und die liegt abgelassen komplett auf der Straße auf.
      Da können keine Rampen o. Ä. eingehangen werden.
      Außerdem macht es ja einen Unterschied ob ich da mit dem Kübel oder dem Einsergolf drauf fahre (Gewichte).
      Weiterhin möchte ich die Möglichkeit haben, je nach Untergrund die Ladefläche nicht abzulassen (der Einser ist z.B. sehr tief / im Gelände ist es auch nicht verkehrt die Schräglage anpassen zu können)

      Ich habe mittlerweile herausgefunden dass die von mir oben gezeigte Spindel von der Fa. Algema / Karo ist.

      Die Idee mit dem abgesägten Stützrad hatte ich auch schon - mal sehen ob sich das einfach realisieren lässt.

      Jay_Dee


      www.Militärlacke.de
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      Die Wagenheber/ Stützradwinden überbrücken meiner Meinung nach nicht die erforderliche Höhe resp. ducken sich in Betriebsposition nicht niedrig genug zusammen.
      Ok, das Ding ist nun erworben - aber: ich fahre grundsätzlich zweiachsige Anhänger. Der Gedanke an ein aufgrund eines Reifendefekts abgeworfenes, unversichertes Sammelobjekt verursacht Gänsehaut...
      Zweitens: Ist am Anhänger eine Seilwinde angebracht - wenn ja, an der kippbaren Ebene oder an der Deichsel?
      Guck Dir mal die Konstruktion des folgenden Kippanhängers an:
      stema.de/stema_anhaenger_de_219.html
      Vielleicht mal bei STEMA fragen, was so eine Kurbelstütze kostet?
      Ich habe so eine Anhänger und finde die Konstruktion der Stütze ganz praktisch.
      Grüße von der Küste! Til

      Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
      Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

      Einen gebrauchten kleinen Hydraulikzylinder (evtl. Haspelzylinder eines alten Mähdreschers / Claas Matador) in der Bucht besorgen , ein Kugelhahn aus dem Baumarkt, ein Hydraulikschlauch und ein Ausgleichsbehälter (Ein kleiner Blechtank reicht). Leere Pritsche von Hand kippen, den Kugelhahn am Zylinder schließen, PKW auffahren, Kugelhahn langsam öffnen, Pritsche senkt sich und das Öl fließt zurück in den Ausgleichsbehälter. Keine Kurbelei einfach und betriebssicher und günstig in der Anschaffung.