Im Zweitaktdunst der Volksarmee - MZ ES 250/1 NVA

      Im Zweitaktdunst der Volksarmee - MZ ES 250/1 NVA

      Und wieder mal ist mir da was zugelaufen...
      Ein MZ ES 250/1 Gespann Baujahr 1964 der Nationale Volksarmee, Fährt sich super, hat aber ein paar nicht ganz originale Besonderheiten...

      Es wurde ein 5Gang TS Motor verbaut, der soll auch erstmal drin bleiben, frei nach dem Motto "never change a running system" Außerdem wurde der Beiwagen mit einer Hydraulischen Bremse ausgerüstet, was das Fahrverhalten erheblich verbessert.

      Ich weiß, ich weiß... die Beiwagenfelge ist auch eine Zivilvariante aus Alu, ich habe aber noch einiges an Ersatzteilen dazu bekommen, unter anderem eine Stahlfelge. Der Umbau zum TS Motor hatte zufolge das, das Tacho ohne funktion ist, da hier die Welle an den Kettenkasten geht und nicht wie beim ES Motor ans Getriebe.

      Wer zufällig einen Kettenkasten und eine Tachowelle von der TS für mich über hat, würde mir hier einen großen gefallen erweisen... oder vielleicht eine gute Idee? ich lasse mich überraschen :thumbsup:
      Gut erhalten und vorallem sehr gemütlich ist der Beisitz

      Vielleicht hat noch jemand eine Idee wie ich herausfinde wo sie gelaufen ist, vorallem bin ich gespannt auf all jene die mir erzählen was ich noch zur komplettierung des Originalzustandes machen muss

      Vielleichtr gibt es hilfreiche Literatur zu dem Thema die mir Jemand Empfehlen kann, oder eine von vielen Listen? (Beladeliste, DV, etc.)

      Was Hat es mit dem Beiwagen auf sich? Gab es die Runde Haube nur für die Volksarmee oder war es eine Baujahr abhängige sache... ich kenne sonst den Beiwagen mit dem "T" als Haubenform...

      Fragen über fragen...

      Beste Grüße
      mit der Kraft der drei Kerzen
      Gianco
      Sehr interessante Gespann. Sieht mal gut aus. Und ich würde da erst mal nicht so sehr am Motor hadern, sondern versuchen den Tachoantrieb zum Laufen zu kriegen.
      Viel Spaß damit.
      Hatte auch schon mal die Idee, mir so was zuzulegen, aber auch eine MuZ Scorpion stand als Gebrauchsmotorrad auf der Liste.
      Gruß
      Wolf
      Ein sehr schönes, seltenes Gespann!

      Der Motor scheint mir recht gefrickelt...
      Der TS-Motor hat vorne keine Rahmenaufnahme, da die TS einen Zentralrohrbrückenrahmen hatte. Der Motor hing also vorne elastisch frei.
      Könnte es sein, daß der Vorbesitzer da einen TS- Zylinder auf einen ES- Block gesetzt hat? Oder ist die Rahmenaufnahme nachträglich angeschweißt?
      Apropos Zylinder: Der Kopf sitzt anscheinend nicht richtig, da sieht stark nach Undichtheit aus.
      Was den Beiwagen betrifft: Ich meine, die ersten Superelastik hatten diesen riesigen Kotflügel.
      Aber Du wirst von den Originalitäts- Gurus hier wohl noch jede Menge Wissen verabreicht bekommen.... :D

      Viel Spaß mit dem schönen Teil!

      Gruß,
      Uwe
      Schön!

      Kannst Du Gespannfahren?
      Wenn nicht, rantasten!
      Besonders intensiv nach den physikalischen Grenzen suchen und möglichst viel Gefühl dafür entwickeln!
      Das kann den Spaß am Objekt entscheidend verlängern.
      Ich weiß wovon ich da rede ....

      Grüße und viel Freude

      freddy
      "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

      freddy schrieb:

      Kannst Du Gespannfahren?
      Wenn nicht, rantasten!


      Auf der "überführungsfahrt" (vielleicht 10 km) hatte ich unter anderem den Originalmotor mit Getriebe und Getriebe und Getriebe im Beiwagen das verhielt sich recht ordentlich....
      Ich werde die ersten paar Wochen ein paar Gehwegplatten oder ähnliches im Beiwagen kutschieren, und diese dann nach und nach weglassen, ich denke damit gehe ich das ganze ganz gut an... oder hat da jemand einen guten Vorschlag?, meine bisherige Gespannerfahrung beschränkt sich auf den rechten Sitzplatz :whistling:

      Beste Grüße
      mit der Kraft der drei Kerzen
      Gianco
      Moinsen,

      Und wenn dann der Motor nicht mehr ölt mal an einem Gespannfahrtraining teilnehmen. Gabs immer beim BvdM.
      Ich würde mir vorher aber mal einen leeren Parkplatz suchen und so lange üben bis ich mit Seitenwagen in der Luft eine Platzrunde hinbekomme.
      Auf diese Weise lernst Du en passant wann er hochkommt.
      Ausserdem gabs von Edmund Peikert den "Leitfaden für Gespannfahrer".
      Sehr erhellend!

      Grüße, Rad-und Speichenbruch!

      freddy
      "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."
      Als ich meinen Beiwagen anschleppte, war das erste was mein Vater sagte: "Wenn Du Gespann fahren willst, musst Du damit auf zwei Rädern fahren können!"
      Also hab ich das Ding an die TS geschmiedet, bin zu ner selten befahrenen Straße gefahren und hab einen Nachmittag lang geübt, bis ich die 300m lange Straße dreimal am Stück auf zwei Rädern umrunden konnte.

      War das dann ein Spaß, den Beiwagen bei jeder sich bietenden Gelegenheit (rechts abbiegen) hoch zu nehmen, und erstmal da oben zu lassen, keine drängelnden Autofahrer mehr, alle hielten sie Abstand :dev:

      Also, vergiss die Gewegplatten, Du MUSST es kennen und am besten lieben, wenn der Beiwagen hoch kommt, dann gibts auch keine Panik, wenns mal unerwartet passiert, weil man ne Kurve zu schnell angegangen ist.

      LG,
      Kristian
      Ja, Gespannfahren hat was!! Auch auf zwei Rädern...nur muss man besonders aufpassen das es nicht das Hinterrad vom Mopped ist das zu weit hoch kommt...

      Und Glückwunsch zum seltenen Kratt! So viele Militärgespanne gab's ja nach 1945 nicht mehr in deutschen Landen....

      Jens
      Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D

      Wir sind nicht gestört...wir sind verhaltensoriginell!


      "Die Bundeswehr- von Nato-Ziege und Co." - jetzt erhältlich!
      vs-books.de/

      Ja, Gespannfahren hat was!! Auch auf zwei Rädern...nur muss man besonders aufpassen das es nicht das Hinterrad vom Mopped ist das zu weit hoch kommt...

      Und Glückwunsch zum seltenen Kratt! So viele Militärgespanne gab's ja nach 1945 nicht mehr in deutschen Landen....

      Jens
      Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D

      Wir sind nicht gestört...wir sind verhaltensoriginell!


      "Die Bundeswehr- von Nato-Ziege und Co." - jetzt erhältlich!
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      wenn ich mit stalins rache in die stadt (essen) gefahren bin,haben alle freiwillig abstand gehalten.erstens,weil das teil ein mordsgetöse gemacht hat,zweitens mit hängerkupplung ,reservekanister und klappspaten sah es irgendwie aus,als wäre da jemand auf dem weg zur front.obwohl ich das teil schon erheblich demilitarisiert hatte.denn die serienmässigen mg-halter hatte ich schon entfernt.aber vom klang wie eine harley für arme.............
      fahr am besten sonntags auf einen baumarktparkplatz und fahr kreise rechtsherum.du musst unbedingt ein gefühl dafür bekommen wann der beiwagen hochkommt.und bei welcher geschwindigkeit.als ich damals meine erste ural gekauft habe,war ich überzeugt,du warst kradmelder und kannst motorradfahren.die ersten 2km auf der ural,ich hätte fast pampers gebraucht.
      Ich war viele Jahre Solofahrer und dachte dann Gespannfahren ist ja ein Witz ! Habe mir dann auch solche Dinger besorgt und die erste Aktion war drei zerkratzt Geparkte Autos, ratsch ratsch ratsch mit dem Beiwagen lang geschrammt weil die Karre doch breiter war und zu Hause noch das Hoftor demoliert .
      Aber nach fast 20 Jahren Gespannfahren funktioniert das richtig gut !













      Übrigens möchte ich diese Gespanne bald verkaufen, bin ja nur noch mit dem Iltis unterwegs, man wird ja älter !

      Gruß

      Dietmar

      Rollt und rollt und rollt und rollt....

      Moin,

      Und wenn man genug rollt ist so eine Stolle auch mal ganz schnell weg!
      Zwei neue Pneus für Antriebsachse und Reserverad, zum glück geht es einfach mit dem richtigen Gerät ;)

      Rad abmontiert, in die Abziehmaschine eingespannt und den ersten Wulst von der Felge gezogen
      Danach den Schlauch entfernen
      Als nächstes den Zweiten Wulst von der Felge Ziehen
      Ein neues Felgenband lässt sich zwar nicht sehen,
      schützt aber den ebenfalls neuen Schlauch

      Einbau in Umgekehrter Reihenfolge

      Ersten Wulst über das Felgenhorn ziehen,
      den gepuderten Schlauch eintüddeln
      Den Zweiten Wulst übers Felgenhorn ziehen,
      noch mal schauen das der Schlauch nicht zwischen Felge und Reifen liegt
      und Luft drauf
      zu guter letzt bei der Montage des Antriebsrad Kette spannen und Spur einstellen


      Schick! Läuft und rennt :thumbsup:

      Beste Grüße
      mit der Kraft der drei Kerzen
      Gianco

      Heiße Sache!

      Auf dem Weg zur bergischen Rundfahrt ins schöne Wuppertal fing die Emme an zu tickern. Erstmal vom Gas runter, tickern wurde aber lauter, was zur folge hatte das mit der ohnehin schon bescheidenden Leistung nicht mehr viel zu reißen war. Ich suchte mir ein schönes Stück Wald am Seitenstreifen um mein Lager aufzuschlagen.

      Der erste griff galt der Zündkerze wir lachten und noch bevor ich das Lachen beendet habe musste ich erkennen: Das ist Aluminium was da an der Elektrode haftet...
      Schnell den Kopf runter genommen und gesehen das der Kolben sich an einem Leichtbautuning versucht hat :cursing: .

      Nach Unterstützung von ein paar Mitnthusiasten und freundlichem Winken einiger vorbeifahrender Milfahrzeugfahrer stand fest, bis zum MadDog schaffen wir es heute nicht mehr. Also den Gelben Engel gerufen und auf den Schlepper warten. Nach dem Beantworten wichtiger fragen am Telefon wie z.B. "Welche Reifengröße haben sie?" oder " Was für ein Auto ist denn ein MZ?" kamen wir doch noch von der BAB weg.

      Zuhause nahm ich den Zylinder runter und habe nach Rissen und ähnlichem ausschau gehalten, aber nichts finden können, auch die Kopfschrauben saßen sauber und fest hmmm.


      Die Überlegung war einen Übermaßkolben zu besorgen und den Zylinder aufbohren lassen, da der alte Kolben allerdings schon 71.00 (4. Übermaß) hat kommt es somit nicht mehr in frage.

      Heute habe ich mir die ganze sache mal genauer angesehen und da kam ich drauf... es war eine Boschkerze die verschraubt war, ich hatte diese irgendwann mal reingedreht und wusste nicht mehr warum... um mal zu zeigen wie drastisch das Problem war hier mal eine kleine Tabelle:

      Demnächst steht also erstmal die Instandsetzung an... Eines steht fest, den Fehler mache ich nie wieder :T
      Beste Grüße
      mit der Kraft der drei Kerzen
      Gianco