Zylinderreparatur 6M2,4

      Hallo Arne,
      ich war ja schon eingeweiht - aber trotzdem
      alles Gute und so wie du es dir vorstellt
      Melde dich mal wenn du wieder zurück bist.
      Gruß

      Pi-jay



      "Man who dies with most toys wins!"


      Suche für Borgward B 2000 A/O FeKW :
      Leiter, Kabeltrommeln, Kofferraumausbau, Schubladen etc.







      es geht hinter den kulissen etwas weiter, was aber gleich ein gewisses problem aufwirft, daß es zu lösen gilt.

      es gibt keine hautlagerschalen mehr für die kurbelwelle, zumindest nicht im grundmaß.

      jetzt gibt es zwei möglichkeiten:

      1.ich habe maßlich passende mit schmiernut gefunden, allerdings sind diese nur 20mm breit, original 28mm. ich habe damit etwas bauchschmerzen, zumal die welle nur 4-fach gelagert ist und die lager bekannt fürs auswaschen sind.
      allerdings könnte der werkstoff inzwischen besser sein!?

      2.ein motorenbauer kann mir maßlich absolut identische besorgen, allerdings ohne schmiernut.
      ich müsste also die nut fräsen und zwei bohrungen einbringen. in der literatur wird nacharbeiten von dreistofflagern untersagt.

      ich tendiere trotzdem dazu, variante zwei zu testen und zu sehen, wie die schalen nach der bearbeitung aussehen.
      das macht natürlich ein werkzeug von nöten, um die schalen auf die maschine zu bekommen. vorteil, wenn dies einmal angefertigt ist: ich könnte euch danach relativ einfach mit den angepassten schalen versorgen :)
      Hallo Arne,

      zu den Lagervarianten kommt mir in den Sinn, dass Dir beim schmaleren 28% Breite fehlen.

      Vom Druckverlauf (über die Lagerbreite) gesehen vmtl. sogar mehr als es nur durch den Breitenunterschied zum Ausdruck kommt, da der Druckabfall am Rand bei beiden Lagern gleich ist. Du verlierst also genau dort, wo es weh tut: Von der Lagerbreite her gesehen im mittleren Bereich; im höheren Druck- und tragbereich. Ich wäre nicht überrascht, wenn der Druckverlust an die 40-50% ginge.

      Warum in der Theorie nicht nacharbeiten? Kann ich dort,wo es um Druck, Aufsetzen und Loslaufen in der Gleitzone geht verstehen - aber die Nut dient ja nur zum Öltransport.
      Beim Anfertigen und Einsetzen darauf achten, dass die Nut und die Bohrungen gleich Maße haben und in genau der Position wie die Oiriginallager sind. Sitzt die Nut verdreht, ändert sich auch die Lagerdruckverteilung!

      Viel Erfolg und: Gute Fahrt!

      Jürgen

      kristian b schrieb:

      Schicker ist natürlich ein passender, quadratischer Block, in der Mitte teilbar, mit Aufnahme für die Schalen...


      und genau sowas entsteht gerade.
      da ich keinen zugriff mehr auf die maschinen der firma habe, muss das ganze mit hausmitteln gemacht werden.

      das ausgangsmaterial


      ausgedreht ist er, nun kommen die schraubenlöcher rein, die das ganze später spannen.




      geht mitte der woche weiter...

      Wehrmann schrieb:

      Und gibt es dazu eine Geschichte?


      Vor über 20 Jahre für 300,- DM in einem bekannten Berliner Kleinanzeigenmagazin entdeckt und irgendwo im Berliner Norden aus einem Einfamilienhauskeller gezerrt.
      Leider verabschiedetet sich kurze Zeit später der originale E-Motor (noch einer in offener Bauart) mit Wicklungsschluß. Seit dem tut ein modernen Motor seinen Dienst.

      Nachteilig war (wohl auch nicht ganz original), daß die beiden Spindeln des Supports Rechtsgewinde hatten - man also linksdrehend zustellt, und das die Gewindesteigung nicht zur Skalierung am den Handrädern paßt.
      Verlangt etwas Konzentration - und öfteres Nachmessen - vom Bediener.

      Sonst für den Hausgebrauch aber ganz praktisch.

      Gruß

      Peter
      Das Rechtsgewinde passt schon.
      Hat meine auch und die wurde vor 1900 gebaut.

      Mfg Patrick
      Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
      Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

      Für mehr Integration von Bevölkerung mit Emissionshintergrund
      "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
      Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D
      weiter gehts...


      nach dem trennen der hälften muss der sägeschnitt ausgeglichen werden, also nochmal auf grundmaß drehen


      jetzt wird die verbleibende hälfte auf außenmaß gedreht.


      schale passt


      der deckel bekommt noch eine nut, damit später kein alu auf die schale "geschmiert" wird
      ungelernte denken beim begriff "sägen" ja auch allenfalls an nen ast oder von mir aus auch an die ehefrau, die neben ihnen liegt :D

      endspurt. da das ding ja öfter benutzt werden soll, habe ich für die löcher gleich bohrbuchsen eingesetzt.


      ergebnis.
      links original, daneben die neuen.


      ich darf somit verkünden, daß die zeit der nicht mehr lieferbaren lagerschalen vorüber ist :]
      das einzige was an den lagerböcken gemacht werden muss, ist die aufnahme für die nase reinfeilen. aber das bekommt je jeder selbst hin.

      Neu

      Klasse Arbeit!

      arne schrieb:

      ungelernte denken beim begriff "sägen" ja auch allenfalls an nen ast oder von mir aus auch an die ehefrau, die neben ihnen liegt :D


      das einzige was an den lagerböcken gemacht werden muss, ist die aufnahme für die nase reinfeilen. aber das bekommt je jeder selbst hin.


      Und Du meinst, die mit der astsägenden Gemahlin kriegen das hin, geschweige, haben die passende Feile? :D

      Neu

      mariosaar schrieb:

      Man berücksichtige bitte die blutigen Anfänger, also mich ^^


      Ich schätze fast, als blutiger Anfänger wirst Du allein niemals in diese Regionen gelangen. Also hast Du entweder jemanden dabei, oder gibst die Teile (oder besser das Teil = den Motor) jemanden der es kann.

      Arne wird sicher noch ein Foto mit nem bearbeiteten Pleuel nachliefern :)