Kippvorrichtung Fahrerhaus 1300L

      Kippvorrichtung Fahrerhaus 1300L

      N'Abend.

      Hab auf dem UCG Jahrestreffen eine interessante Konstruktion gesehen.
      Da hat jamand den Hubzylinder fürs Fahrerhaus dauerhaft montiert und die Pumpe samt Hydrauliktank auf der Pritsche montiert. Hierfür hat er die Hydraulikschläuche verlängert.

      Hat jemand hier sowas schon probiert? Risiken und Nebenwirkungen?
      Grüße aus dem Neckartal
      Daniel
      Hallo Daniel,

      ich weis nicht wie sich das im Gelände verhält, da das Fahrerhaus hinten auf einer Schwinge sitzt und sich somit zum Rahmen bewegen kann. Der Kippzylinder ist ja auch am Tritt und somit am Rahmen angeschlagen. Zwar besitzt der Zylinder oben ein "Langloch", aber ob dieses ausreichend Spiel hat möchte ich doch bezweifeln. Und warum immer das Zusatzgewicht mitschleppen für das eine Mal im Jahr?

      Gruß Lars
      Gruß aus dem schönen Schwabenländle :thumbsup:

      Lars
      Hmm... interessant. War das ein 1300L mit der BW-Vorrichtung oder ein anderes Unimog-Modell mit Eigenbau-Vorrichtung?
      Mit dem Besitzer hast nicht gesprochen und ihn nach seinen Beweggründen gefragt?
      Es gibt neuere Mogs, die haben die Kippvorrichtung gleich fertig montiert (ob als Standard- oder Zusatzausstattung weiß ich nicht),
      sowas hat dann vermutlich als Vorlage gedient. Aber ob es Sinn macht...? Wie Lars schon geschrieben hat: Wie oft kippt man das
      Fahrerhaus? Zudem - zusätzlich zu dem Verwindungsproblem: Ölbehälter auf der Pritsche und lange Hydraulikschläuche unters
      Fahrerhaus, das wäre mir zu viel Risiko. Irgendwann rumst mal Ladegut auf der Pritsche auf den Behälter und/oder die Hydraulik-
      Leitungen/-Anschlüsse, und dann hast ne Mords Sauerei und ggf. auch ein Problem, wenn das Öl in der Gegend herumsuppt...
      Fällt für mich persönlich in die Kategorie "kann man machen, muß man aber nicht machen" :D
      Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
      "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
      Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)

      I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)


      War ein Standard BW Mog und er hatte die normale Vorrichtung aus dem MES Satz verbaut. Hab leider kein Bild gemacht.
      Seine Beweggründe waren ganz einfach.
      Was nützt mir das Ding zu Hause wenn ich unterwegs für eine Kurze Reparatur das Fahrerhaus Kippen muss.
      So gesehen nachvollziehbar. Wenn ich das Ersatzteil hab und das Fahrerhaus nicht kippen kann, bin ich genauso aufgeschmissen wie ohne Ersatzteil.
      Wenn ich mich richtig erinnere ging ihm das mal so mit dem Anlasser.
      Die Angesprochenen Kritikpunkte sind mir auch schon durch den Kopf gegangen.
      Der Herr sah zumindest nicht so aus als würde er sein Fahrzeug im raueren Gelände bewegen.
      Aber laut seiner Aussage ist das kein Problem.
      Grüße aus dem Neckartal
      Daniel

      BrunoHH schrieb:

      Hinten an der Kabine mittig ist eine Öse da kannst du ein haken anbringen und in einer Hohen Halle/Scheune mit einen Fflaschenzug Arbeiten


      Kann man so machen, empfiehlt sich aber nicht. Ich kenne einen aus dem Forum hier (ohne Namen nennen zu wollen :D ), der hat das
      auch praktiziert, weil ja "nur mal schnell was zu machen war". Das Ende vom Lied: Das Fahrerhaus kam irgendwann über dem "Totpunkt",
      ist nach vorne gekippt und war war ziemlich böse verzogen, wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
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      Ja, da kenne ich auch einen Kameraden bei dem dies schief gegangen ist. Es gibt, so glaube ich, hier im Forum auch Bilder davon.

      Das Werkstatthandbuch (nicht die Tdv!) weist auf die Möglichkeit hin. Dabei ist dann ein Stahlseil mit einer bestimmten Länge (Länge steht auch im Werkstatthandbuch, steht mir aber gerade nicht zur Verfügung) am Rahmen und der Kabine anzuschlagen. Wie stark dann aber die Kabine in das Seil fällt ist mir nicht bekannt.
      Gruß aus dem schönen Schwabenländle :thumbsup:

      Lars
      Bei welchen Modellreihen gab es diese Sonderausstattung? Kann man das irgendwo rauslesen?
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      Hallo,

      mein U 4000 hat die hydraulische Hochstellvorrichtung ab Werk serienmässig dauerhaft montiert. Die Hydraulikpumpe dafür ist am Rahmen im linken vorderen Radkasten montiert. Durch die 4 Kühler und die komplexe Keilriemenspannvorrichtung dahinter ist der Motor von vorn überhaupt nicht mehr zu erreichen.

      Gruß

      Rolf