Wehrmachtsfahrzeuge und Ausrüstung die nach 45 weiter genutzt wurden

    Barga schrieb:

    MG 42 als MG 1 mod. in der Bw.


    Um genau zu sein: Das MG 42 wurde in den 1950ern weiter unter der Bezeichnung MG 42 produziert und auch unter diesem Namen in die Bundeswehr eingeführt.
    Das Kaliber war (neben diversen weiteren Änderungen) bereits auf NATO-Standard (7,62 mm x 51) geändert worden.
    Weiterhin wurden auch Vor-1945-MG 42 umgebaut und in der Bundeswehr eingesetzt.

    Später (1960er) wurde dann das Nach-1945-MG 42 in "MG 1" umbenannt, die Vor-1945-MG 42 wurden im "MG 2" umbenannt.
    Die MG 2 gingen dann langsam aus der Nutzung, während die MG 1 weiter modifiziert wurden ("MG 1 A3") bis diese weiter umgebauten MG 1 ab
    1966 in "MG 3" umbenannt wurden. Das MG 3 wurde dann noch bis 1977 produziert - seitdem werden Restbestände "aufgetragen"...

    Gruß
    der Fernmelder
    Wehrmachtsfahrzeuge und Ausrüstung die nach 45 weiter genutzt wurden

    Der Eingangstext umfasst nur die vor 1945 gefertigten Geräte. Da fällt der schweizer G13 raus, denn der war ein geänderter Nachkriegsweiterbau. Hetzer hieß der auch offiziell nciht, der Name wurde an den Nachfolger, dem Jagdpanzer 38d vergeben. Aber das hat sich leider flasch eingebürgert. Vom Hetzer gab es nur 4 unfertige Prototypen.

    Also müsste man den Titel auf"...und deren Nachkriegsnachbauten" ergänzen. Ist Klugscheißerei, aber da sist das Leid der Historiker. ;)

    Die Jugo MG42 waren als MG 53 fast 1:1 Kopien, könnte man also unter das FGurndthema fassen.

    Man könnte noch die franz. Nachbauten vom Fieseler Storch nennen (MS500 bzw 505) oder die zahlreichen Wehrmachtsschiffe, die als Beuteteils bis indie 70er Jahre in diversen Marinen verwendet wurden.

    Nachbauten nach 1945, gerade verändert, gab es ja reichlich (Waldschlepper Ost, Kettenkrad etc)
    Ja, die Antworten fassen etwas weiter, je nachdem wie man die Ausgangsfrage ließt ... Sprache ist dabei leider nie eineindeutig... :D

    Wenn wir direkte Weiterentwicklungen als "Quasi-Nachbauten" sehen kann man auch den Maybach HL230 nennen, dessen weiterentwickelte Version als HL295 für die Franzosen gebaut wurde, ebenso die 7,5 cm KwK 42 des Panther. Auch die wurden in weiterentwickelter Form für Frankreich gebaut ...

    @Hetzer/JPz 38 (t)/G13: Das Thema ist ja eine Wissenschaft für sich ... Fakt scheint aber zu sein, dass bei der ersten Serie noch viele Teile inkl Wannen verbaut wurden, die vor Mai 45 hergestellt wurden und noch WAA Abnahmen tragen .... auch schein was dran zu sein, dass zur Reparatur im Werk stehende "ältere" Fahrzeuge im Zuge einer "Hauptinstandsetzung" zu G13 mutierten, im Zuge der Serie aber immer mehr Teile nachgebaut wurden, so dass die letzen G13 tatsächlich komplette Neubauten waren. DIe Umrüstung auf Diesel hat dann ein übriges getan....

    Da kommt man dan ganz schnell zu philosophischen Theman: Was ist "original" ...

    Jens
    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D

    Wir sind nicht gestört...wir sind verhaltensoriginell!


    "Die Bundeswehr- von Nato-Ziege und Co." - jetzt erhältlich!
    vs-books.de/

    Sehr viel hochwertige Elektronik wurde weitergenutzt.

    So z.B. die UHF-Richtfunkgeräte der Wehrmacht vom Typ DMG 5k (Deckname "Michael"). Zunächst auf Initiative der US-Militärregierung hin (um das zerstörte Telefonnetz möglichst schnell wieder zu reaktivieren), später noch intern von der Deutschen Bundespost für Dienstverbindungen (bis 1959!).

    ​Oder der Kurzwellenempfänger E52 (Deckname "Köln"). Er war z.B. noch lange Zeit bei der Seefunkstelle "Norddeich Radio" im Einsatz, da Nachkriegsentwicklungen mit vergleichbarer Empfangsleistung zunächst nicht zu Verfügung standen.

    Viele Grüße

    Marc
    Hallo,
    Dann dürfen wir auch die sogenannten Kriegsfischkutter und Schnellboote nicht vergessen.

    Die Kutter schippern ja selbst heute noch rum.

    genaues weiß ich leider nicht, aber die Hanseat II Heimathafen in Niendorf war in den 70igern schon ein Butterschiff in Travemünde und soll ein ehemaliges Patrouillen-/Schnellboot der Kriegsmarine sein. Der Rumpf und die Brücke sind noch weitgehend im Originalzustand, die Aufbauten hinten kamen erst später drauf.
    Gruß Stefan
    Zum Thema `Nachnutzung von Gerät´….: 2014 war ich in der Normandie in einem Museum in Colleville sur mer. Es befindet sich direkt an der Zufahrt zum amerikanischen Soldatenfriedhof. Dort sind erstaunlich viele Exponate der deutschen Verbände nach Art Diorama ausgestellt. Viele der Fahrzeuge haben in der Region die letzten 70 Jahre verbracht. Die Historie steht immer dabei und ist teilweise wirklich kurios. Dort wurde beispielsweise ein Halbkettenfahrzeug bis in die 70er Jahre in der Obsternte eingesetzt. Ein Kübelwagen stand in der Halle eines Bauunternehmers und wurde für Hoffahrten genutzt…
    Sehr interessant…
    Es sind zwar lediglich `Einzelschicksale´ in puncto Nachnutzung, deshalb passt es natürlich nur mäßig hier rein…
    Erwähnt wurde auch die Weiternutzung der HE 111 in Spanien. Weiß jemand wo noch (etwas dichter an Niedersachsen) solch ein Exponat steht? In der Familiengeschichte bin ich darauf gestoßen, dass mein Großonkel mit einer HE 111 bei Wunstorf abgestürzt ist…
    Das Flugzeug - zumindest die spätere Variante- würde ich schon gerne mal sehen…
    Hallo,

    ein Exemplar (wenn ich mich richtig erinnere auch ein spanischer Lizenzbau) war früher im Luftwaffenmuseum Appen (hab da meine Grundausbildung gemacht). Das ist umgezogen nach Berlin Gatow, d.h. das Flugzeug dürfte jetzt da stehen. Der wichtigste Unterschied zwischen der Ursprungsversion und den spanischen Maschinen ist, daß die Spanier britische Triebwerke (RR Merlin?) verwendet haben.
    Die He 111 war übrigens ursprünglich ein Verkehrsflugzeug der Lufthansa, ist erst später für mil. Zwecke modifiziert worden. Das weiß bloß kaum jemand...

    VG
    Andreas

    PS: in der Luftfahrtabteilung des Deutschen Museums München müßte auch eine sein.

    dd1lm schrieb:

    Die He 111 war übrigens ursprünglich ein Verkehrsflugzeug der Lufthansa, ist erst später für mil. Zwecke modifiziert worden. Das weiß bloß kaum jemand...


    Andersrum wird ein Schuh draus. Die HE111 wurde in einer Zeit entwickelt, als man militärische Entwicklungen zivil tarnen musste, Stichwort: Versailler Vertrag.
    Daher wurden die ersten Muster als Verkehrsflugzeuge bei der L H eingestellt. Der zweite und vierte Prototyp waren zivile Tarnversionen. Die LH hat dann auch 5 'Serienflugzeuge' bekommen.
    Konstruktiv wurde alles als Bomber ausgelegt. Es gab einen Bombenschacht, der von vornherein angelegt wurde. Diesen hat man dann als 'Raucherraum' gestaltet.
    Dieser Beitrag besteht aus 100% wiederverwendbaren Buchstaben und Wörtern aus weggeworfenen Emails. So braucht er wenig bis keine neue Buchstaben, und ist vollständig Digital abbaubar.
    Hallo,

    bei PzArtBtl 15 war in den 90er Jahren noch ein Artillerieentfernungsmesser aus Wehrmachtsbeständen
    im Gebrauch.
    Hatte so gar eine beige-farbene Lackierung.

    Nähere Infos bei Ofw Scherber.
    ​Der E-Messer war sein ein und alles.


    ...
    Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G