US Anhänger M 416 mit festem Dach

      US Anhänger M 416 mit festem Dach

      Hallo,

      ihr kennt doch bestimmt noch die US Jeeps mit ihren Anhängern dran, wie sie noch bis in die 80er ??? Jahre in Deutschland rumgefahren sind, meistens hatten die doch so selbstgebaute Holzaufbauten drauf gehabt




      diese Variante weicht von den anderen ab, die läuft nicht spitz nach oben aus, war glaube ich so nicht original


      gab es dafür einen Einheitsbauplan damit das jede Inst- Einheit in der US Army nachbauen konnte oder war da jeder Army- Schreiner ein Künstler für sich und konnte seinen Fähigkeiten freien Lauf lassen hmmm
      Was für Material wurde dafür genommen ? Einfach Spanplatten, oder würde man heutzutage besser Siebdruckplatten dafür verwenden und wie wurde die Verbindung Aufbau zur Wanne gelöst ?

      Gruß
      Gerd
      Hallo Gerd,

      mogi schrieb:

      Aber mich würde es besonders interessieren wie`s die Amis damals original gebaut hatten.


      Ich Denke, das in irgendeinem PS Magazin mal eine Bauanleitung gab.
      So in der Art, wie die "Center Bow" Modifikation, das die Plane nicht durchhängt.
      surfacezero.com/g503/data/500/medium/trailerfix.JPG
      Wie bei den Amis üblich, war das jedoch dann bestenfalls eine grobe Vorlage, die dann ganz individuell bei der Truppe umgesetzt wurde und je nach den Erfordernissen, voneinander abwichen.
      Selbst in einem Zug, war meist kein Fahrzeug gleich. Besonders nicht, wenn es um "Add on´s" ging.
      Das ist auf der einen Seite für den "Motorpool" Restaurator ganz toll, weil man da viel machen kann, solange die Teile Zeitgenössisch sind, auf der anderen Seite aber auch zu Problemen führen kann.
      Ich würde auch Sperrholz nehmen, um für meinen M416 so einen Aufbau zu "Zimmern", wenn ich das machen wollte. (Habe jedoch noch kein Bild gesehen, das die das auch in Berlin gemacht haben)
      Die haben diese Aufbauten "einfach" zusammengenagelt und nicht wie wir Heute, aufwändig Konstruiert.

      Der Stefferl kann darüber (glaube ich) bestimmt genaueres Berichten.

      Grüße
      Frank
      Mal eine Anmerkung zu Siebdruckplatten: Immer wieder gerne genommen, jedoch nicht unbedingt zielführend. Die Beschichtung ist solange von Vorteil, bis sie beschädigt wird oder im eigentlichen Sinne verwendet wird (so wie sie ist als Oberfläche). Ansonsten ist es deutlich unangenehmer die Phenolharzbeschichtung zu leimen, lackieren usw.. Ich würde in einem solchen Fall immer Sperrholz, bzw. Multiplex vorziehen und einen vernünftigen Lackaufbau vornehmen.

      Oder aber gleich Alu oder sonstiges Metall nehmen. My2cents.
      Grüße aus dem Norden
      Claus

      Der frühe Vogel kann mich mal :sleeping: ...
      Hallo,

      @BBDE, ich dachte jetzt die sind in ganz West- Deutschland (und West-Berlin ) mit solchen Hard- Top Dächern auf den Anhängern rumgefahren. Das mit der Spanplatte was ich geschrieben hatte war natürlich mist, sollte schon Sperrholzplatten sein. Also " einfach " zusammengenagelt hmmm und nicht wie ich gedacht habe, eine schöne 3 Seiten Zeichnung angefertigt um immer wieder das gleiche Dach nachzubauen.
      Wie wurde das Holzdach dann befestigt ? Weiß das jemand

      @Nordic, werden im Anhängerbau nicht bevorzugt Siebdruckplatten genommen für die Seitenwände / Bordwanderhöhungen oder der Bodenplatte ? Bis jetzt habe ich aber noch niemanden negativ darüber reden gehört wenn einer ne beschädigte Beschichtung hatte, weiß nicht vielleicht juckts auch keinen von denen die ich kenne. Sind die nicht sogar widerstandsfähiger als mancher Metallboden vom Anhänger ?

      ... jetzt müßte man halt nur noch wissen ob der M 416 Anhänger von dem oben gezeigten Bild mit seinen Siebdruckplattendach und seiner schönen Lackierung noch aktuell so ausschaut, denn die Bilder sind vom Dezember 2009 ...

      Gruß
      Gerd
      Hallo Gerd,

      US Army ist nicht US Army.
      Auch wenn es für jede Schraube eine Vorschrift gibt, wurde es doch überall anders gehandhabt.
      Bei der US Army Berlin Brigade gab es z.B. bis zur Einführung des HUMVEE mitte der 80er Jahre, keine Fahrzeuge mit Tarnmustern.
      Da waren alle Fahrzeuge einheitlich Grün.
      Das 24087 Grün hier, war auch dunkler, als in "West"Deutschland, weil hier zu dem Grün etwas Schwarz beigemischt wurde.
      Die Farbe kam von der Firma Chemo Lack in Berlin Zehlendorf.
      Die M151A2, die in der Übergangszeit noch in Gebrauch waren, wurden auch nicht mehr in 3 Color Camo umgespritzt.
      Die letzten M151A2´er wurden hier bis 91-92 mehr inoffiziell auf dem Übungsplatz "Parks Range" benutzt und abgeritten.

      Der Aufbau, den Du Dir Nachbauen willst, steckt eigentlich nur Stramm in der Wanne.
      So kann man den Aufbau schnell abnehmen und wieder drauf setzen.
      Kommt es zu einem Überschlag oder einem anderen Unfall, zerfällt das Ding eh in seine Einzelteile.
      Sind an allen vier Ecken "Pfosten" an dem Aufbau, die bis zum Bodenblech vom Anhänger reichen, dann kann man den Aufbau auch bei wilder Fahrt eigentlich nicht verlieren.
      Wie schon geschrieben, mach es nicht zu kompliziert, dann passt das auch mit der "Authenzität".
      Was es bestimmt gegeben hat, ist, das zum Sichern des Aufbaus Haubenhalter vom M151 oder anderen Fahrzeugen genommen worden sein könnten. Wenn überhaupt.

      Die Farbe:
      Stumpfmatt sieht wenn es frisch gespritzt (oder was auch immer) wurde immer super aus.
      Nur bleibt das, wenn man sein Fahrzeug auch benutzen möchte nicht lange so.
      Die "Carc" Farben, die ich kenne hatten eine sehr raue Oberfläche, wo man jeden Kratzer und jeden Fleck drauf gesehen hat. Hat man daran rumgewischt, bekam man dann einen hellen Fleck. Ölt man das Auto ein, dann glänzt es, wird aber irgendwann wieder matt und man sieht wieder alle Stellen.
      Steht das Auto lange draußen in Regen und Sonne, sieht es auch nicht lange "frisch" aus.
      Mit normalem "Stumpf matt" Lack ist das nicht viel anders.
      Willst Du die 100%ige Optik, dann kommst Du daran aber nicht vorbei.

      Das MERDC Tarnmuster ist eines der schönsten, besonders als "Winter Verdant"
      Hätten die das hier in Berlin gehabt, hätte mein M151A1 das auch bekommen.

      Falls jemand andere Erfahrungen hat, nur zu.
      Denn meine Welt ist Grün! Oliv Grün!
      Oder besser nicht Stumpfmatt, sondern "Semigloss 24087"

      Grüße
      Frank


      @ Ewald:
      So mache ich das auch, wenn ich wo hin fahre, nur mit dem großen US Klapptisch.
      Nur wenn der Anhänger entladen wird und man am Tisch sitzen will, nutzt der dann als Planenstütze eher weniger.
      Und wenn der Anhänger mal länger draußen vor der Garage stehen muss, will ich nicht die ganze Zeit den Tisch im Anhänger lassen.
      Doch wenn man den Stützfuß umklappt und den Anhänger "schräg" stellt, dann läuft bei gespannter Plane das Wasser auch so ab, ohne das sich ein Teich bildet.
      Die originalen Ami Planen für den M416 sind jedoch so groß, das man mit "Häubchen" Laden kann und die Plane trotzdem ringsrum noch satt über den Rand zum Verzurren geht.
      Kommt halt auch auf die Plane an, die man, wenn man kein Hardtop auf dem Hänger hat, verwendet.
      Und ansonsten hat der M416 ja auch noch die beiden Stöpsel, die schon offen sein sollten, wenn der Anhänger draußen steht.
      Hallo Frank,

      ich habe keinen M416 Anhänger, aber mir haben diese Anhänger hinter den Mutt`s aus den 70er und 80er Jahren schon damals gut gefallen und ich wollte schon immer einmal wissen aus was und wie genau diese Dächer gefertigt wurden, habe es halt verpaßt als Kind da genau hin zuschauen ;( . Man sieht zwar heute auf Treffen noch relativ viel von den M416 Anhängern, doch mit einem original Hard - Top darauf wird´s schon eng.

      dd1lm schrieb:

      ich glaube, die Idee muß ich für meinen Graaf-Anhänger übernehmen.
      ... und so ein Dach lässt sich ja auch schön auf andere Anhänger übertragen ... :D
      mich wundert es jetzt ein wenig, das die Bundeswehr nicht so eine Dachkonstruktion für ihre 0,5t Hahn/ Graaf Anhänger nachgebaut hat ?

      Gruß
      Gerd
      Hallo,
      im Startbeitrag sind auch die Dachneigungen der
      Anhängerdächer unterschiedlich - oberes Bild unter 45° -
      zweites Bils 45° oder dem angenähert.
      Das 3.Beispiel gefällt mir am Besten wenns vielleicht auch
      nicht die authentischste Lösung ist, und etwas nach Sargdeckel aus-
      schaut.
      Ein Grund warum die Bundeswehr sowas nicht übernommen hat,
      könnte sein, dass sich diese 45° Dachflächen besser aufklären ließen.
      Sieht man auch auf den Fotos wie die Dachflächen das Licht
      reflektieren. Das hüpft einem ja förmich ins Auge. Eine Plane reflektiert
      in der Fläche weniger bis gar nicht je nach Material und Spannungszustand.
      Zum Material dürfte Sperrholz die zeitgenössischste Wahl sein. Multiplex
      gabs in den 60er noch nicht - auch keine Siebdruckplatten. Mit Sperrholz
      wurden damals auch viele Anhängerinnenausbauten gemacht - davor sogar
      Flieger.
      Gruß

      Pi-jay



      "Man who dies with most toys wins!"


      Suche für Borgward B 2000 ganze Aufbauten, Blechteile insbesondere Türen
      für die Seite hinten und Kofferraum.







      Hallo Pi-jay,

      das mit der Dachneigung könnte in der Tat etwas damit zu tun haben, das es sich vielleicht leichter aufklären lies, aber dann müsste es doch den Amis auch aufgefallen sein, trotz ihrer guten Tarnlackierung hmmm und sind trotzdem Jahrelang so rumgefahren.
      Das Sperrholz die zeitgenössischste Art für diese und andere Anhänger war oder ist dürfte klar sein, aber ich denke mal das der jetzige Sammler und Benutzer solcher Anhänger, das Dach wahrscheinlich eher etwas stabiler und komfortabler ( siehe 4. Bild ) bauen damit es länger hält. Ist ja schließlich privat für einen selber :D

      Gruß
      Gerd
      Hallo Gerd,
      ich glaube, dass die deutschen Militärstrategen schlauer sind
      als die Cowboys :dev:
      Und von der Materialwahl ist es natürlich nachvollziehbar wenn man
      für den Prviatgebrauch das haltbarste nimmt was geht.
      Könnte mir das Untergestell und die Beplankung durchaus auch aus Alu
      vorstellen.
      Gruß

      Pi-jay



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      Hallo Leute,
      ich bin aus Zufall in diesen Tread geraten und habe kaum so viel Spekulation und wenn und aber wo anders gelesen.
      Fakt ist: Im Manual für den M416 ist so eine Gestaltung für eine Deckel auch Ende der 70ger Jahre nicht vorgesehen. Das erste mir bekannte Fahrzeug, in dem Ply-Wood Aufbauten dokumentiert sind, ist die CUCV-Serie (TM 9-2320-289-xx). Vorher gab es das definitiv nicht im Rahmen der Vorschriften. Allerdings wurde bei der US-Army in den 50ger, 70ger und auch zu Anfang der 80ger Jahre alles nach Bedarf umgebaut wurde, will heißen, es wurde für die Einheit passend gemacht.
      M416 Anhänger wurden von den Amies gerne als halbwegs trockener Schlafplatz genutzt (wenn sie denn von der Körpergröße her passten). Die Deckel wurden aufgestellt, und dann konnte man einigermaßen komod aus den Bett krabbeln. Die Bauform war praktisch in jeder Einheit geringfügig erheblich unterschiedlich, auch wenn die voneinander kopiert hatten. Es hat wohl auch M416 Anhänger gegeben habe, auf die komplette "Wohnanhänger" drauf gebaut wurden. gesehen habe ich so was, aber leider kein Fotodokument. Solche Umbauten hat es wohl auch schon in Nordafrika bei der Legion gegeben...

      Ply-Wood = grobschnitzlige Pressspanplatte von mittelmäßiger US-Qualität, nach Formaldehyd stinkend und nicht besonders stabil, aber für 1 - 2 Jahre ausreichend.
      So als Gag nebenher: Bei der Berlin Brigade wurde sogar eine Ambulanz Hummer 2 Tragen zur Kommandozentrale für ein Feldartilleriebataillion umgenutzt. Fotodokumentation vorhanden.
      Gruß
      Wolf
      Moin Gerd,

      ich finde Deinen Anhängeraufbau spitzenmäßig - würde mich freuen, wenn wir einmal in Kontakt kommen könnten....

      Einen solchen wollte ich ebenfalls für meinen Anhänger für den Iltis verwenden....

      Schöne Grüße und noch einen schönen Abend,

      Philipp

      P.S..... Grüße natürlich auch in die gesamte Runde - hier....
      Hallo Philipp,

      Philipp HH schrieb:

      ich finde Deinen Anhängeraufbau spitzenmäßig

      Danke für dein Lob, aber ich muß dich leider entäuschen :

      mogi schrieb:

      ich habe keinen M416 Anhänger, aber mir haben diese Anhänger hinter den Mutt`s aus den 70er und 80er Jahren schon damals gut gefallen

      ..vielleicht kann ich dir trotzdem irgendwie behilflich sein, auch wenn ich keinen M 416 Anhänger habe ... :rolleyes:

      Schöne Grüße zurück
      Gerd







      Hallo Philipp,

      da hatte ich mich wohl etwas undeutlich ausgedrückt mit meinen Text zu dem Bild. Auf jeden Fall gehört das 3. und 4. Bild zusammen, ist vom selben Anhänger aus dem vom Wehrwolf gezeigtem Link " us-depot.de ". Wollte damit nur zeigen das es aus Siebdruckplatten gebaut wurde. Ja, so ein Aufbau könnte mir auch gefallen...

      @Pi-jay, Alu wäre auch eine Möglichkeit wie du schreibst, ich weiß jetzt nicht wie das preislich mit den Siebdruckplatten hinkommt. Könnte man ja mal durchrechnen ...

      KaiserJeep schrieb:

      ...geringfügig erheblich unterschiedlich...
      ah ja hmmm ... habe verstanden

      Gruß
      Gerd