Suche Informationen zum Thema Schneetarn Bundeswehrfahrzeuge

      Suche Informationen zum Thema Schneetarn Bundeswehrfahrzeuge

      Hallo Leute,

      passend zur Jahreszeit würde ich gerne mal ein Thema ansprechen und öffnen.

      Es geht um "Schneetarnung/Wintertarnung" an/auf Bundeswehrfahrzeugen. Zu diesem interessanten Thema finde ich leider nur "alte" Informationen sowie einen Film auf Youtube. Während meiner Dienstzeit von 2000-2012 habe ich es nie gesehen und es wurde immer als "Schnick-Schnack" abgetan. Dennoch, ein interessantes Thema. Jetzt was mich interessiert 8o

      1. wird es heute überhaupt noch angewand?
      2. gibt es dafür vorgeschriebene Schemas?
      3. Hat jemand Erfahrung mit "weißer Schlemmkreide" oder sogar der abwaschbaren Schneetarnfarbe 8010-12-171-8302
      4. geht die Umtarnfarbe hinterher wieder restlos ab oder bleibt da ein Rest wie beim Marschkredit den man mit Kreide auf die Seitentür geschrieben hat und für den Rest der Fahrzeuglebzeit lesen konnte
      5. Welche Truppenlösung gab es?

      Gerne Bilder aus alter oder aktueller Zeit :thumbsup: , wollte es am Kraka mal ausprobieren :P

      Gruß Fiedl
      Hallo,

      Wintertarn ist in der TDV 0037 geregelt.
      Das Fotos zeigt eindrucksvoll die Tarnwirkung, wobei hier nicht nur
      Anstrich zu sehen ist, sondern auch dass die Fahrzeuge beschneit
      sind - wenn ich das richtig sehe.

      Bei Panzerbär gibts es dazu Tarnschemen:

      panzerbaer.de/colours/a_relaun…_fz_anstrich_winter-a.htm
      Gruß

      Pi-jay



      "Man who dies with most toys wins!"


      Suche für Borgward B 2000 ganze Aufbauten, Blechteile insbesondere Türen
      für die Seite hinten und Kofferraum.







      In 12 Jahren haben wir einmal, Anfang der 90er, die Fz mit Schlemmkreide getarnt. So eine Sauerei, dass nachher wieder richtig sauber zu kriegen.

      In den letzten 20 Jahren habe aich nichts mehr dazu gesehen oder gehört. Die Fuhrparkservice-Fz dürfen laut Aussage meines ehem. Schirrmeisters nicht getarnt werden. Das Einzge, was ich auf Fotos meines Falli-Kollegen gesehen habe sind weißé Tücher zur Tarnung ,als die mal in Polen oder da rigendwo waren.
      Hallo Leute,

      die TDV 0037 habe ich leider nicht :wacko: . Was mich wundert ist, das es Vorschriften gibt, die keiner mehr umsetzt.
      Zum Thema "Schneetarn" sind uns aber andere Nationen/ Armeen weit vorraus.
      Eine neue Schneetarnuniform für die Bundeswehr soll es ja geben, aber für Fahrzeuge hmmm

      Dennoch ein sehr schönes Bild, hoffe es kommen noch ein paar mehr dazu.

      Gruß Fiedl
      Hallo Wolf,

      vieleicht könntest Du ja einen Auszug aus der TDV zitieren..... kommt das Weiß dazu oder wird braun weiß uberstrichen oder das schwarz .... hmmm

      Hier mal noch ein Bild mit "Wintertarnung" aus verschiedenen Epochen (Uniform) mit behelfsmäßiger "Abtarnung" mittels weißer Tücher 8o



      Gruß Fiedl
      Hallo,

      Pi-jay schrieb:

      Bei 3 Fleck Tarnanstrich wird meiner Meinung nach das Grün zu Weiß.
      :yes:

      Pi-jay schrieb:

      Bei Panzerbär gibt's dazu Tarnschemen:
      Genau da sind ja 3 Bilder mit verschiedenen Tarnschemen zu sehen :
      1. Bild :Ganz schick, aber voll daneben! An diesem 5-Tonner sind die schwarzen und die braunen Flecken weiß abgetarnt, Falsch
      2. Bild :Vorschriftsgemäß? - Nur die schwarzen Flecken sind abgedeckt. Falsch
      3. Bild :Vorschriftsgemäßer? - Mit abgedeckten grünen Flecken. Ja Richtig

      Hier habe ich noch ein altes Bild aus der gelboliven Zeit vom Winter 86 /87. Die Flecken wurden mit weißer Schlämmkreide aufgemalt, ohne ersichtliches Schema, einfach drauf :D


      Gruß
      Gerd
      Hier mal Bilder meines MAN 630
      Das dürfte 85 in Grafenwöhr gewesen sein.
      Wir mussten die Fahrzeuge mit Schlämmkreide einpinseln. ​Bestimmtes Schema gab es nicht. Einfach Flecken drauf gemalt.
      Das Zeug ging nur sehr schwer wieder runter. Das war jedesmal ein Kampf um den einzigen Hochdruckstrahler in der Batterie.







      Der auf dem VW Kübel und dem MAN 630 damals seine Führerscheine gemacht hat. :P
      Hallo,

      wirklich schöne Bilder mit der Emma im Schnee :thumbsup: .
      Ist die Schlämmkreide wirklich so schlimm ....... könnte man nicht auch Schlämm Kalk nehmen oder was anderes hmmm

      Ich denke mal in den 70èr Jahren durften die Soldaten noch kreativ sein. Heute verlangt das keiner mehr.

      Aber wie tarnt man ein olives (6014/6031) richtig wenn es keine "Flecken" gibt wie beim Flecktarn .....

      Gruß Fiedl
      Jetzt verlassen wir mal den Bereich der Mutmaßungen und sehen in die Vorschrift, OK? ;) :P

      Die Fahrzeugtarnung ist nicht in der TDv 037 geregelt, sondern nur der dauerhaft aufgebrachte Dreifarb-Tarnanstrich!

      Die Tarnung (auch von Fahrzeugen) regelte bislang die ZDv 3/710. Jetzt irgendeine neue "Regelung" mit einer Nummer, die sich sicher niemand merken kann :dev:
      Darin war festgelegt, dass der Führer vor Ort auf Grundlage der Größe der Schneeflächen festlegte, welche Farbflecken weiß überstrichen wurden. Es gibt also kein absolutes "falsch" oder "richtig" ohne Kenntnis der Umgebung.
      Übrigens in der letzten mir bekannten Version der ZDv wird nur noch mit Umtarnfarben und nicht mehr mit Schlämmkreide getarnt.
      Die Tarnung einfarbigen Wehrmaterials soll mit unregelmäßigen und unterschiedlich großen Fleckern erfolgen und, wie jeder Tarnanstrich, die Konturen auflösen.

      Noch was:
      Da es hier nicht um die Suche nach Material, sondern von Informationen zur Truppenpraxis geht, verschiebe ich das mal in den Bereich Militärfahrzeugtechnik
      :mod:
      Grüße von der Küste! Til

      Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
      Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

      Hallo Fiedl,

      mit KRAKA kann ich leider nicht dienen; dafür mit LEO 1 A4. Sinngemäß dürfte manches am KRAKA auch umzusetzen sein.....

      Zeitraum: ca. 1982-89 (mein Wirkungsbereich ;-))

      zunächst stand Schlämmkreide in "Alpina Weiß Eimern" zur Verfügung.
      die wurde geschmiert mit den Waschbürsten; das artete manchmal übel aus.



      dieses Geschmiere wurde mit zerrissenen Bettlaken am aufgerollten Tarnnetz ergänzt. (war auch wieder sehr leicht zu entfernen.
      Das Geschmiere konnte sehr hartnäckug sein).



      dann die Version gespritzt, mittels Unimog vom Wartungstrupp. Mit welchem Gerät keine Ahnung mehr. War jedenfalls mit Wasser verdünnte Schlämmkreide





      beachte die mit Laken abgedeckten Scheinwerfer.



      die gespritzte Ausführung war dann in Teilen noch bis zum nächsten Winter zu sehen. Ging nimmer runter...:-(

      Das Hauptthema hieß: "Kanten brechen". Es wurden die zu spritzenden Flächen mit Tafelkreide markiert damit der Spritzende klare Vorgaben hatte.

      Gruß
      Bernd
      "Nur wenige sind es wert, daß man ihnen widerspricht"!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „bghdh“ ()

      @ Markus,

      Danke! Freut mich wenn es gefällt!



      im Schnee liegt ein Blindgänger vom Nebelkörper.

      mkG
      Bernd



      im Sommer gabs statt Schlämmkreide mit Wasser angerührten Dreck der schwäbischen Alb (Münsingen).
      "Nur wenige sind es wert, daß man ihnen widerspricht"!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „bghdh“ ()

      Hallo Leute,

      alles super Bilder :thumbsup: . Da bekommt man auf jeden Fall gute Ideen.

      Werde mal fürs Kraka ein Tarnschema entwerfen, mal sehen was bei rauskommt. jedoch werde ich es mit normaler weißer Wandfarbe (Innenbereich) versuchen.
      Die lässt sich mit warmen Spüli-Wasser ganz gut wieder abwaschen 8o

      Schaut Euch mal dieses Video ab Minute 7:30 an, ganz interessantwie die "Kleinfahrzeuge" sowie das Krad getarnt wurden. Was auch ganz interessant ist, ist die Tatsache, dass es keine Schneetarnnetze gab und man sich im Wald mit "weißem Plastik/Folie oder Tüchern" die wahrscheinlich überall rumliegen, behelfen musste.
      Da hätte die Bundeswehr aber was von der Wehrmacht lernen können, aber bestimmt politisch verkehrt :wacko:




      Gruß Fiedl
      Hallo Leute,
      in den späten 70ger Jahren gab es bei uns (Badisch Sibirien) wohl die Hinweise auf Schneetarnmöglichkeiten, gefolgt von: Dazu haben wir aber kein Material, ist Engpass. Also nix mit Schneetarn. Zum Glück mussten wir nie bei Schnee ausrücken. Für andere Ortstarnoptionen waren wir schon vorbereitet, z.B. einseitig mit ziegelrot gespritzte Tarnnetze, natürlich illegal. Ich war bei der Inst, also wurde immer in einer Ortschaft Quartier bezogen. Und darauf musste man eben vorbereitet sein. Das kam dann auch schon mal vor, das die falsche Seite oben war, also noch mal. Hat aber prima funktioniert, weil ja z.b. die Luftaufklärer von der LW von unseren Eigenheiten eher nix wussten und das fränkische Stufenland halt auch nicht so genau kannten bzw. von der Größe der dortigen Scheunen nix wussten. Mit Google Earth geht so was natürlich nur noch begrenzt, weil die Grundkonfiguration der Höfe dort abgebildet ist. Und was irgendwo in einer Scheune unterziehen konnte, das verschwand natürlich darin. Nur möglichst nix draußen stehen haben, was aber bei den zu insttenden Fahrzeugen oft nicht gelang. Wenn du da mit dem Kran ran must, dann geht tarnen eben nicht.
      Gruß
      Wolf
      N.S.: Unser Küchenbulle (0bwohl ich das Wort für unseren Koch Uffz Sachs hasse.) hat auf Kompaniebesichtigung in Hammelburg mal zum Bataillonskommandeur gesagt: Wieso Tarnen, wenn die hier mit Infrarot rüberfliegen, dann finden die mich immer, bei der Abwärme, die meine Herde produzieren. Lichttarnung geht auch nicht, ich muss die Dachluken aufmachen. Ohne Licht kann ich nicht kochen. Und sie wollen ihr Essen ja pünktlich haben. Keine Entgegnung....
      Hallo,

      KaiserJeep schrieb:

      ...
      N.S.: Unser Küchenbulle (0bwohl ich das Wort für unseren Koch Uffz Sachs hasse.) hat auf Kompaniebesichtigung in Hammelburg mal zum Bataillonskommandeur gesagt: Wieso Tarnen, wenn die hier mit Infrarot rüberfliegen, dann finden die mich immer, bei der Abwärme, die meine Herde produzieren. Lichttarnung geht auch nicht, ich muss die Dachluken aufmachen. Ohne Licht kann ich nicht kochen. Und sie wollen ihr Essen ja pünktlich haben. Keine Entgegnung....


      bei meiner letzten Reserve-Übung 1989 (LTG 63 Hohn) sah das aber ganz anders aus. Da gab es ca. 1/2 h vor Mittagessen ABC-Alarm und wir saßen dann voll eingekleidet mit Maske vor dem langsam immer kälter werdendem Essen. Und einige hungrige Mannschaftsdienstgrade, die nicht warten wollten, wurden von einem Reserve-Offz voll zusammengeschiessen (Worte wie Befehlsverweigerung und Meuterei flogen durch die Luft).

      Bei einem Lehrfilm ist das sicherlich alles gut vorbereitet. Darf die BW aber so einfach bei einer Übung in Gebäude "einziehen", auch wenn es nur Scheunen sind. Allein das Bearbeiten der Wiese mit den KATs ist ja schon ein enormer Schaden, so was kann man doch eigentlich nur noch auf einem Truppenübungsplatz machen.
      Gruß Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „StefanH“ ()

      Stefan,
      klar, das war natürlich nicht so die übliche Umgangsform. In der Inst.- Erhaltungsstufe 3 ist dann doch vielleicht das eine oder andere etwas anders.
      Mit eurem Essen nach einem ABC-Alarm hättet ihr im Ernstfall sowieso nix zu essen bekommen, weil auch das Essen kontaminiert ist, je nach eingesetztem Kampfstoff. Und das hätte vor der Essensausgabe, auch wenn kalt, vorher mal festgestellt werden müssen. Also noch kälter.
      Du sprichst die KAT-Spuren an. Das war auch 1976 und 1977 schon eher ein Unding, so einen Schaden zu produzieren, auch wenn das damals noch ziemlich schmerzfrei bezahlt wurde, was viele Bauern auch ausnutzen wollten. Ein Nachspiel hatte das trotzdem immer. Ich bin über solche Dinge damals recht gut informiert gewesen, den die Prüfgruppe gehört zur Inst.-Führung und damit auch zur Kompanieführung und somit recht nah mit dem Ohr am Führungsgeschehen.
      Gruß
      Wolf