Gerichte am Lagerfeuer

      Gerichte am Lagerfeuer

      Hallo Feldküchenfreunde,

      ich mache hier mal einen Beitrag auf, in dem ihr alles beitragen könnt, was die schmackhafte Zubereitung von Gerichten in am Lagerfeuer betrifft.

      Zum Thema Feldküche, BVB, Dutch Oven, Pfanne, schnödes Kochgeschirr und Sonstiges kann hier alles gerne gepostet werden.
      Bilder sind sehr willkommen und gerne gesehen

      Was habt ihr schon alles so im Feld gekocht?

      Ich fange mal an:

      Toskanischer Filettopf im Dutch Oven.

      Sehr schmackhaft. Dazu Reis.














      Quelle: Youtube
      ()


      Gruß
      Carsten
      Dutchen mach süchtig ^^




      mfg Patrick
      Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
      Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

      Für mehr Integration von Bevölkerung mit Emissionshintergrund
      "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
      Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

      Eher sonstiges ^^

      Das hier fällt eher unter sonstiges, habe leider nur dieses eine Bild.
      Die Rippchen (links oben im Bild) aus Hausschlachtung wurden von mir schön würzig eingelegt und doppelt im Bratschlauch verpackt. Dann bei der sog. Niedrigtemperaturgarmethode bis max 85 Grad in den Motorraum meines Borgi gepackt und bei 2/3 Drehzahl knapp drei Stunden bei entspanntet Fahrt entlang der Mosel gegart. Das Fleisch war so zart und saftig dass die Knochen durch sanftes ziehen zu entfernen waren.
      Dann noch kurz auf den Grill zwecks Farbe und Röstaromen, dazu feines Chili mit Kartoffeln und Mischgemüse.
      Die Dosenraviolifraktion hielt wohl öfters mal die Nase in meine Richtung.
      Bilder
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      Egal welchen Plan man hat, es gibt immer Änderungen
      Ganz einfach, es wird ein Feuer gemacht, welches den Boden (bei uns Ziegel) ordentlich aufheizt und Glut entstehen lässt. Nun kommt der Runde Bräter, gefüllt mit Fleisch (egal welches, aber möglichst am Knochen), Kartoffeln, Gemüse, etwas Olivenöl und Weißwein auf die heißen Steine und die Eisenglocke obendrüber. Die Asche um die Glocke lässt das ganze Luftdicht werden. Nun die Glut auf die Glocke und bei Wein, Weib und Gesang die Zeit verschreiten lassen. Nach einer Stunde wird mal geöffnet und alles umgedreht, nach einer weiteren Stunde kann gegessen werden.
      Zwischendurch wird nur für Nachschub bei der Glutdecke gesorgt.
      Alls bleibt extrem saftig und wird super lecker :top:
      Hallo,

      zum Thema Rippchen fällt mir auch noch was ein:

      Rippchen im Dutch Oven!

      Zubereitung:

      - Dutch Oven unten mit einer Schicht Bacon auslegen
      - Darauf noch ne Lage Paprikaringe und Zwiebelringe (habe die großen Gemüsezwiebeln genommen)
      - Die Rippchen stehend an den Rand des Dutch Ovens anlegen, zwischen Wand und Rippchen mit Zwiebelringen auskleiden
      - Immer abwechselnd eine Schicht Paprikaringe und Zwiebelringe zwischen die Rippchen legen, bis der Topf voll ist
      - Ca. 100 ml Schwarzbier in den Topf
      - Oben ordentlich Barbeque-Soße drauf
      - Für ca. 2 Stunden ab in die Glut und erstmal Prost!

      Ach ja, die Rippchen habe ich vorher mit Paprika und Ahornsirup bepinselt.
      War extrem lecker. Die Rippchen butterweich. Die Knochen sind fast von selbst herausgefallen.



      Der Dutch Oven ist voll


      Schön mit Oberhitze


      Nach einer Stunde mal reingeschaut


      Fertig


      Gruß
      Carsten
      Hallo Carsten,

      lecker, lecker nicht schlecht :top: und der Topf heißt DUTCH OVEN ? Eigentlich das selbe Prinzip wie beim Kristian seinen PEKA, Oberhitze-Unterhitze. Kann man dafür auch einen normalen Gulaschkessel nehmen oder geht das nur mit dem Topf und dem speziellen Deckel ?
      Wenn wir nur ein paar Leute draußen sind und kein Lagerfeuer gemacht werden darf, dann muß halt eine kleine Feuerschale herhalten für die Bratpfanne mit Kartoffeln, Speck und Zwiebeln


      oder Hähnchen am Spieß


      und sollten es doch mal mehr Leute werden, dann kommt schon mal der Spanferkel / Wildschweingrill zum Einsatz :D . Hier ein Frischling am Spieß



      Gruß
      Gerd

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „mogi“ ()

      Hey Gerd,

      schöne Snacks machst du da. Hab erst gedacht, da steckt ein Krokodil am Spieß :S . Und auf dem ersten Bild ist das, was immer geht:

      Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck.

      Hier mit Bratwurst:





      Zu deiner Frage:

      Ja, der Topf heißt Dutch Oven. Kannst du mal nach googeln.
      Das ist ein Gusseiserner Topf mit abschließendem Deckel. Meiner hat unten drei Beine dran (ca.4-5 cm), damit er über der Glut steht. Gibt’s aber auch ohne Beine.
      Der Deckel hat oben einen erhöhten Rand, damit die Glut nicht herunterfallen kann.
      Zudem ist auf dem Deckel noch eine, ähm – ich sag mal Öse – für einen Deckelheber mit dem man dann den Deckel abheben kann. Das Teil wird ja schließlich so heiß, dass macht niemand mehr ohne Deckelheber.

      Viele nehmen zum „Befeuern“ Grillbriketts. Die haben zwar eine lange Hitzeabgabe, ich bin dem bisher aber immer ausgewichen und bereite mir Glut aus Buchenholz.
      Da nebenbei eh immer ein Feuer brennt, habe ich auch keine Probleme, immer genug Glut zu haben.
      Außerdem finde ich das so kultiger für ein Lagerfeuer.

      Da der Dutch Oven aus Gusseisen ist, speichert er die Hitze sehr gut. Spätestens nach der dritten Ladung Glut läuft das Ding eigentlich von alleine.
      Überraschend war für mich zu Beginn, dass mir darin noch nie wirklich etwas angebrannt ist. Obwohl die Gerichte darin manchmal schon so eine Stunde ohne Umrühren schmoren.

      Meinst du mit Gulaschkessel die kupfernen Töpfe für Kesselgulasch?
      Das stelle ich mir nicht unmöglich, aber schwer vor. Denn die sind ja in der Regel sehr dünnwandig.
      Ich denke nicht, dass die dazu geeignet sind, direkt über der Glut, also fast im direkten Kontakt und so nahe an der Hitzequelle zu sein.
      Zumal man ja bei diesem Abstand, der gegen null tendiert, keine Möglichkeit zur Regelung der Kochtemperatur hat.
      Der Dutch Oven ist sehr dickwandig und verteilt die Hitze schön über den ganzen Topf/Deckel.
      Zudem passt das mit dem Deckel wohl nicht wegen dem fehlenden erhöhten Rand. Da würde wohl die Kohle/Glut runterrutschen.
      Obwohl ich meistens keine Oberhitze in Form von Glut auf dem Deckel verwende.


      Gruß
      Carsten
      Hallo Carsten,

      jawohl, Bratkartoffeln mit Zwiebel und Speck das geht immer :thumbsup:

      Ich habe mal den Dutch Oven gegoogelt. Hmm, da muß wohl etwas spurlos an mir vorbei gegangen sein. Den Namen habe ich so noch nicht gehört, bis jetzt auf jeden Fall und das obwohl dieser Topf, auch " Camp Oven oder Chuck wagon oven unter diesem Namen in den USA und in Australien seit dem 18. Jahrhundert sowohl zum Kochen als auch zum Braten und Backen über offenem Feuer verwendet wurde ". Wieder was dazu gelernt, Danke :bier:
      Mit Gulaschkessel meinte ich diesen hier :
      Original ungarischer Gulaschkessel mit passendem Dreibein

      Aber da hast du Recht, der Kessel hängt ja über dem Feuer und steht nicht drinnen, also nicht zu vergleichen mit dem Dutch Oven. Wir wollten uns ja eigentlich so einen Gulaschkessel zulegen, aber ich glaube da muss ich mit meinen Kumpels noch mal drüber reden :whistling: ...dann doch lieber ein DUTCH OVEN besorgen.

      Gruß
      Gerd
      Hallo Gerd,

      ja genau diesen Gulaschkessel meinte ich. Den gibts natürlich auch emailliert.
      Der ist aber eher was für über der offenen Falmme. Deswegen auch das Dreibein, was eine Höhenverstellung und somit Temeraturregelung zulässt.

      Wie du schon sagst, sicherlich nicht ganz mit einem Dutch Oven zu vergleichen.
      Ich würde dir einen Dutch Oven empfehlen, denn der ist wesentlich vielseitiger. Kochen, Backen, Braten, Schmoren. Alles kein Problem.
      Rede mal mit deinen Kumpels darüber.

      Gruß
      Carsten
      Beim foreneigenen Starklicht-Fuzzi :] gibts so nen Oven von Petromax gerade zum Adventspreis
      Wer also noch ein last-minute-Gschenkle für die Holde sucht ... :dev:
      Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
      "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
      Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)

      I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)


      Sieht ja so ähnlich aus wie ein Potjie. Der hat unten auch drei längere Beine, damit man ihn über der Flamme betreiben kann.
      Der Kesselboden ist bei dem unten ebenfalls abgerundet, damit die Flüssigkeit aus den Zutaten sich dort sammeln kann und es nicht zu schnell anbrennt.
      Für was ist denn der Klemmverschluss oben auf dem Schlesier? Steht der Kessel unter Druck?

      Zum Gericht:

      Uiuiui. Das scheint heftig zu sein. Ich sage jetzt mal - gehaltvoll - . Die Speckscheiben sind ja nicht von schlechten Eltern.
      In der Übersetzung zum Gericht steht: 1 kg gewöhnliche Wurst. Was sind denn in Polen gewöhnliche Würste? Könnten das (auf den Bildern) Krakauer sein?
      Und was ist "Vegeta"? Steht auch bei den Zutaten.

      Vielleicht probiere ich das Gericht (mit wesentlich weniger Speck) mal in meinem Potjie aus.

      Gruß
      Carsten


      ...Hehe! Die polnische Küche ist ja bekannt dafür, dass sie sehr kalorienarm und überwiegend vegan ist! ;)

      Also, der Topf ist mit dem Deckel nicht völlig luftdicht verschlossen, also kein Dampfdruckkochtopf. Wäre ja auch doof, so ohne Überdruckventil. Was der Grund für den Bügel ist, konnte ich leider noch nicht eruieren.

      Das Gericht ist aber wirklich extrem lecker.



      Die Wurst im Gericht ist etwa in der Art einer Krakauer, es gehen aber auch Mettenden oder zur Not Wiener oder Bockwürstchen.

      Den Schweinebauch nehmen wir so mager wie es geht, dazu kommen ja noch Schweinekoteletts und Rindfleischscheiben.

      Vegeta ist ein auch bei uns erhältliches "Universalwürzmittel": de.wikipedia.org/wiki/Vegeta ich kaufe es in einem kroatischen Laden oder in der METRO.
      Hallo Semjon,

      na der Kessel sieht ja mal richtig schwer aus, wurde wohl aus dem vollen geschnitzt :rolleyes: , was bringt den der auf die Waage ?

      ShroudShifter schrieb:

      Also, der Topf ist mit dem Deckel nicht völlig luftdicht verschlossen
      sieht aber so aus, als ob man mit den 2 Schrauben den Deckel fest verschließen kann, so richtig fest ?(
      ... die polnische Küche ist ja heftig deftig ..

      Gruß
      Gerd

      Hähnchenschenkel unter Gemüse

      Hallo,

      gestern Abend habe ich mal wieder meine Gartenkochstelle entfacht. Es gab :

      Hähnchenschenkel unter Gemüse.

      Mal wieder aus dem Dutch Oven. Sehr schmackhaft.

      Die Zubereitung ist denkbar einfach:

      - Hähnchenschenkel beidseitig im Olivenöl anbraten,
      - Gemüse oben drauf,
      - Deckel drauf
      - alles andünsten,
      - Deckel ab
      - umrühren
      - Deckel wieder drauf
      - warten
      - Zum Schluss nochmal Deckel ab und Flüssigkeit reduzieren (je nach Geschmack)

      So, oder so ähnlich. Zubereitungszeit (nur das Kochen) ca. 1,5 bis 2 Stunden.
      Man sollte bedenken, dass man durch das Kochen keine knusprige Hähnchenkruste erhält. Die Schenkel sind allerdings extrem zart und saftig geblieben.
      Es war so, dass sich das Fleisch beim Umrühren von selbst vom Knochen gelöst hat. Deswegen haben wir die Knochen am Schluss auch noch vor dem Verzehr aus dem Topf entfernt.


      Zutaten:

      - Hähnchenschenkel, 3 Stk. (1000g glaub ich)
      - Kartoffeln, 6 Stk, mittelgroß, (gewürfelt)
      - Zwiebeln 3 Stk., mittelgroß bis groß, (grob gehackt)
      - Paprika, 2 Stk. (auch grob gehackt)
      - Mais (eine Dose)
      - Möhren 6 Stk., mittelgroß, (dicke Streifen)
      - Salz
      - Pfeffer
      - Olivenöl

      Beim Gemüse hat man eigentlich die freie Auswahl. Ich hatte auch noch mit Champignons geliebäugelt. Mein Sohn mag die aber nicht.
      Vielleicht auch noch so zwei bis drei Tomaten. Egal. Da geht Einiges.


      Bilder:


      Erstmal den Topf vorheizen


      Hähnchenschenkel anbraten


      Gemüse dazu


      Umrühren


      Da sind die Knochen raus. Flüssigkeit reduziert


      Et voilà, bon appétit


      Gruß
      Carsten

      ShroudShifter schrieb:

      Bei meinen polnischen Schwiegereltern gibts eine Variante, den "schlesischen Feuertopf" - ein ebenfalls gusseiserner Feuertopf, der aber ein topfseitiges Dreibein und einen Klemmbügel für den Deckel hat:







      Mein Lieblingsrezept:
      grillowo.blogspot.de/2013/04/prazonki.html
      Auf Deutsch:
      translate.google.com/translate…Fprazonki.html&edit-text=


      Sowas will ich auch haben! Woher bekomme ich den Schlesischen Feuertopf? Ich fahre notfalls auch nach Schlesien (habe ich eh mittelfristig vor)
      Ansonsten: Schöner Themenstrang. Habe nur leider nie Fotos von meinen Kochaktionen. Die machen immer die anderen.
      Moin J.B.,

      die Töpfe bekommt man so wie ich sehen konnte, nur in Polen. ;,(

      Da der Versand von PL nach DE und umgekehrt echt schweineteuer ist, macht ein Selbstimport mehr Sinn. :whistling:

      Meine Schwiegereltern wohnen zum Glück nur 20 km hinter der Grenze (Schwedt / Oder).

      Ebay und eBay Kleinanzeigen ist in Polen kaum genutzt, dafür gibt es "allegro.pl".

      Die Töpfe heißen "kociołek żeliwny":

      allegro.pl/listing?string=kocio%C5%82ek %C5%BCeliwny