Zweitaktöl dem Diesel hinzufügen

      Zweitaktöl dem Diesel hinzufügen

      Hallo Wölfe,

      mir hat man empfohlen Zweitaktöl zum Diesel hinzuzufügen.

      Der heutige Diesel wir auf die neuen Dieselmotoren abgestimmt und ihm wird Schwefel wegen der Abgasnormen entzogen. Dieser ist aber für eine gewisse Schmierung notwendig, zwar gibt man Aditive hinzu, aber nur in Abstimmung auf neue Motoren. Experten sagen, dass es für alte Dieselmotoren besser ist, etwas Zweitaköl oder Aditive dem Diesel beizumischen.

      Nachfolgend der Link zum Bericht, wobei auf alte Motoren am Ende eingegangen wird.
      Fazit: bei alten Motoren ja, bei neuen nicht.

      Was haltet Ihr davon, der Motor soll noch ruhiger laufen und eine bessere Verbrennung haben.

      Grüße
      Andreas

      matsch-und-piste.de/zweitaktoe…sinnvoll-oder-schaedlich/
      Oha... momenterl, wartet doch noch kurz, ich hol´ mal eben Kaffee und Kekse, scheint ein unterhaltsamer Nachmittag zu werden :dev:
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      Der ruhige Lauf könnte auch davon kommen das sich die Zündwilligkeit bei Zugabe verändert und der Motor dadurch „leiser“ läuft. Die Frage ist halt ob die heute viel Zündwilligeren Diesel einen Nachteil auf die Vorkammer haben weil sie früher das Gemisch zünden bzw. durch Zugabe wieder später.. Ob das aber wirklich einer Beantworten kann der nicht den Zugriff auf umfangreiche Technik hat ist fraglich. Nur vom Hören ist das schwierig. Im Zweilfel tausch Vorteil gegen Nachteil und umgekehrt.
      Bei dem Link den Andreas beigefügt hat (im ersten Beitrag) steh, warum er mit Öl leiser läuft und welche eventuellen Auswirkungen das hat. Wenn man den Artikel gelesen hat, bleiben eigentlich keine Fragen mehr offen. Die Fachleute mit denen das Interview geführt wurde haben alles ziemlich detailliert erläutert.
      Ich habe noch nie gehört/gelesen das sich 2-Taktöl negativ auf den Zündzeitpunkt auswirkt. Allerdings kenne ich ein paar Leute, die es heute aus bitterer Erfahrung rein tun, nachdem im gesamten Kraftstoffkreislauf Messingspähne war, weil die Einspritzpumpe gefressen hat (Renault).
      Den oben genannte Bericht kannte ich nicht, aber meinen Diesel hat es nicht geschadet, und der Wolf hat ja auch keinen modernen Motor.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Thomas-Stgt“ ()

      Thomas-Stgt schrieb:

      Ich habe das bei meinem „alten“ Diesel immer gemacht, er lief dann wesentlich ruhiger. Schäden tut es auch neuen Dieselmotoren nicht....
      gruss
      Thomas

      Bei neueren Modellen wäre ich vorsichtiger wegen der feinen Einspritzdüsen und der Hochdruckeinspritzpumpe.Nicht , das da jemand "dicke Backen" macht :/
      Beim Wolf gebe ich auch 2 -Takt Öl ohne bedenken bei.
      Vorab,
      ich habe es noch nie probiert, werde es aber mal versuchen, weil "Probieren geht über Studieren".
      Aber ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wie ein Dieselmotor durch das Öl im Kraftstoff weicher verbrennen soll.Durch das Absenken der Cetanzahl müsste der Zündverzug normalerweise zunehmen, was üblicherweise zu einem eher harten, nagelnden Verbrennungsablauf führt.

      Gruß aus dem Vogelsberg

      Hermann
      Bei der Bundeswehr und NATO gibt es ja auch das Single-Fuel-Konzept bei dem Flugturbinenkraftstoff auch für Dieselmotoren genutzt wird. Da kommt zur Verbesserung der Schmierfähigkeit und Cetanzahl dann als (Spezial-)Additiv S-1750 dazu, keine Ahnung was das genau ist. Alternativ nur zur Verbesserung der Schmierfähigkeit geht da auch Zweitaktöl o-1177, ca. 1l auf 100l Kerosin (Petroleum).
      Gruß Stefan
      Mein Pickup ,29 Jahre 380 tkm Verteilereinspritzpumpe
      Kollege sein 200D 500irgendwastausendkilometer
      Reiner Diesel von der Tanke ohne Probleme mit der Einspritzanlage.
      Bis jetzt kommt mein 2 Taktöl in die Hercules.
      Beim Common Rail würds vielleicht sinn machen wegen der Pumpe,aber die Abgasnachbehandlung Verträgts dann nicht.
      Privat kommt mir im PKW Bereich schon seit Jahren nur Benziner in Betracht.
      Is dann wohl eine Glaubenssache.
      gruss nobi
      Saurer macht lustig
      Allerdings dient das nur zur Schmierung der Antriebsnockenwelle und der Rollenstössel, die Hochdruckelemente werden nur durch Diesel geschmiert. Deren Lecköl gelangt dann in den eigenen Ölvorrat der Pumpe und verdünnt das Öl, dass man deshalb in regelmässigen Abständen wechseln sollte.

      Ich schätze mal, dass eine geringfügige Beigabe von 2 Taktöl evtl. nix schaden wird, aber in unseren Breiten unnötig ist. Wird der Anteil zu hoch, dann ist wahrscheinlich die Viskositätszunahme sogar eher kontraproduktiv, da weniger Schmierstoff durch die engen Spaltmaße der Pumpenstößel und Düsennadeln gelangen dürfte.
      Nicht zu vergessen, der grösser werdende Zündverzug.....
      Probieren werd ichs trotzdem mal, rein interressehalber wg. dem Motorlauf...

      Gruß

      Hermann
      Hallo Leute,
      es begab sich aber zu der Zeit, als das -22° Diesel Zeug eingeführt wurde. Meine Einspritzpumpe hat angefangen, Geräusche zu machen. Deshalb fragt ich bei den Motorenprofis beim Daimler, genauer im Motorenwerk bei Benz in Mannheim nach. Die Spezialisten sagten mir: Mach es wie früher, einen Liter billigstes Motorenöl auf 100 Liter Diesel. Außerdem hat auch das schlechteste Motorenöl eine höhere Cetanzahl als das beste verfügbare Diesel. Das gleiche wurde mir kaum 5 Tage später von den Dieselfutzis von John Deere in Mannheim bestätigt mit dem Hinweis, das insbesondere Verteilerpumpen anfällig sind. Die "alten" Blockpumpen mit eigenem Ölhaushalt sind da eher unempfindlich. Aber Schaden tut es nicht, auch da hin und wieder mal was an Öl dazu zu tun.
      Seit dem fahre ich alle Diesel mit der Zumischung von ca. 1:100 auch bei den Common Rail meines Alltagsautos. Und die Einspritzanlagen sind alle schön leise und machen entgegen der Erwartung der Werkstatt keine Probleme. Nach Aussage der Werkstatt würde mein Kangoo längst eine neue Hochdruckpumpe brauchen, meine fühlt sich aber immer noch wohl.
      Gruß
      Wolf
      Servus,
      also beim Wolf kippe ich seit ich ihn habe immer 0,5l Addinol in den Tank; im März fahre ich zum TÜV, mal sehen was die Abgaswerte dann machen.
      Bei meinem Audi (3.0TDI von 2010) hatte ich bei ca. 120.000km das Problem, dass der Differenzdruckgeber des AGR-Systems ab&zu eine Fehlermeldung gebracht hat, trotz viel Autobahn und obwohl ich seit zweieinhalb Jahren nur Diesel ohne Bio-Anteil tanke (kostet bei meiner freien Tanke nur 5ct mehr).
      In der freien Werkstatt meines geringsten Misstrauens hat mir der Altgeselle gesagt, dass sie öfter dick zugekokste AGR-Schläuche hatten, und ich soll doch erst mal 2-Taktöl zu probieren, bevor man was zerlegt oder wechselt. Gesagt, getan, beim Tanken immer 1:200 zugemischt, und bis jetzt (Stand 145.000km) keine Fehlermeldung mehr, und falls die Schläche wirklich verkokst waren, sind zumindest keine größeren Brocken bis in den Partikelfilter gekommen, sonst hätte der gemeckert.
      Gruß,
      Florian

      "Das heißt Anhänger, den Hänger haben Sie in der Hose!" (Zitat Fahrlehrer, KFZAusbZ Dillingen)
      Hallo Leute,
      das verkoken der AGR ist ja nicht unbedingt ein neues Problem, auch nicht in Zusammenhang mit Bioanteil. Es gab da mal einen LKW-Hersteller, der hat Biodiesel offiziell freigegeben und das intern nach 14 Tagen widerrufen, weil der AGR-Kühler mit Biodieselruß zusetzt (und nicht zu reinigen ist). Schaden in der 2000 Euro Klasse.
      AGR-Ventile können auch bei Ottomotoren verkoken, auch wenn Ottomotoren eigentlich keine Ruß produzieren sollten. Machen die aber doch, zusätzlich mit Verbrennungspartikeln, die es ja bis Euro 6 offiziell auch nicht gab. Nur produziert jede Verbrennung organischer Brennstoffe zwangsweise auch Partikel, weil die Verbrennungstheorie das gar nicht anders zu lässt. Es ist immer was dabei, was nicht richtig verbrennt und daher Partikel produziert, vor allem aus der Kurbelgehäuse Entlüftung kommt was, was nicht in die Verbrennungsrechnung rein passt. Die geschlossene Kurbelgehäuseentlüftung ist aber Vorschrift.
      Gruß
      Wolf
      ja, die Verbrennungspartikel...
      vielleicht ist das 2-Takt in der Lage, die Rückstände im AGR-System "aufzulösen" und abzutransportieren. Meine Motorsägen und Kleinmotoren zumindest sehen innen immer sauber aus. Bisher scheint das beim Diesel auch zu funktionieren.
      Vor allem die Benzin-Direkteinspritzer produzieren ja eine Menge Feinstpartikel, die das AGR-System zusetzen oder hinten rauskommen.
      Unsere Professoren für Verbrennungsmaschinen haben uns das schon Anfang 2000 erzählt, aber trotz Hinweisen interessierten die Partikel keinen, weil man die nicht sieht, im Gegensatz zum Dieselruß. Dass sie gefährlicher sind, stellt man jetzt ja hoch entrüstet und öffentlichwirksam erneut fest.
      (OT: Gut, man hat auch gelernt, dass der Anteil an Feinstaub von Kupplung, Bremsen und Reifen höher ist als der vom Motor - Zitat damals: "Wenn das die Grünen mal merken, schreiben sie uns Partikelfilter für die Reifen vor". Und was macht die Post kaum 15 Jahre später...?)
      Gruß,
      Florian

      "Das heißt Anhänger, den Hänger haben Sie in der Hose!" (Zitat Fahrlehrer, KFZAusbZ Dillingen)