Spritverbrauch

    Spritverbrauch

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    Hallo,

    zum Thema Spritverbrauch könnte man hier sagen,
    das unsere Karren jenseits von Gut und Böse liegen.

    Aber darum geht es nicht.

    Es gibt eine Frage, die alle Autos betrifft:

    Gefordert: Eine Wegstrecke von A nach B (z.B. 2 km) mit Standardgeschwindigkeit zurückzulegen.

    Variante A:
    Maximal mögliche Beschleunigung auf 80 km/h.
    Danach Gasrücknahme zum 'Dahingleiten'.

    Variante B:
    Halbgas für moderate Beschleunigung auf 80 km/h.
    Danach nur noch Gas zum 'Dahingleiten'.

    Frage:
    In welcher Variante braucht man weniger Sprit ?

    Was ist unter realen Bedingungen zu erwarten ?

    (Es ist keine 'Fake-Frage'.)

    Ein paar physikalische Gesetzmäßigkeiten sind mir bekannt:
    - Die Rollreibung dürfte annähernd konstant sein.
    - Der Windwiderstand wächst quadratisch mit der Geschwindigkeit.

    Demnach müsste Variante "B" theoretisch besser sein.

    Aber bei Variante "B" braucht man mehr Zeit, mehr Motoreinsatzzeit.
    Also mehr Sprit.

    Was ist in der Praxis nun richtig ?


    ...
    Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „TDV“ ()

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    Moin. Hat der ADAC vor einiger Zeit probiert. Vatiante A war wohl besser - Erklärung damals: die Drosselklappe behindert den Ansaugquerschnitt. Ich verfahre übrigens nach Variante B.
    Grüße Marcus.
    ...wer für alles offen ist - kann nicht ganz dicht sein.

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    Moin,
    ich denke, erste Variante dürfte für Einspritzer besser sein.
    Vergaser wohl eher die Zweite.

    Der Borgward braucht am wenigsten Benzin wenn er einen Anhänger
    mitführt. Grund: Ich versuche nicht, mit den aktuellen Schüsseln mitzuhalten.
    Mit Anhänger beschleunige ich sehr gefühlvoll und lasse mich nicht
    "antreiben". Dazu noch ordentlich Strecke, möglichst gut ausgebaute
    Landstraße und 17l sind möglich.

    Mit meinem modernen Diesel fahre ich meist die erste Variante, da er so
    extrem früh sein Drehmoment hat. Nur das "Ausgleiten", so vor Ortschaften
    z.B. geht meist nicht, da die Fahrzeuge hinter mir meist erst auf Höhe des
    Ortsschildes abbremsen.

    Zweitakter mit Vergaser dürften da am besten was zu sagen können.
    Das dürfte die Zusammenstellung sein, wo der "Gasfuß" des Piloten
    am extremsten den Benzinverbrauch bestimmt.

    Wenn Du lange Weile hast, suche Dir eine passende Teststrecke und füttre Dein
    Fahrzeug per Schwerkraft aus einem kleinen Behälter.
    So kannst Du genau messen.


    Gruß
    Klaus

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Klaus“ ()

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    Klaus,
    wenn du vorne bist, dann bestimmst du, wie die anderen zu fahren haben. Moderne Diesel schalten im Schubbetrieb alle auf 0-Förderung, zumindest ab Euro 3. Und die schalten erst wieder ein, wenn denen Angst wird, dass sie abgewürgt werden. Also nach vorne schauen.
    Beim Diesel ist es so, dass bei Vollgas mehr Diesel eingespritzt wird als für die Beschleunigung sinnvoll erforderlich, insbesondere wenn der Turbo noch nicht genug Druck macht, was aber heute kein Thema mehr sein dürfte. Nicht ladedruckkompensierte Diesel dürfte es eigentlich nicht mehr neu geben.
    Beim Ottomotor alter Art ist es tatsächlich so, das mit voll offener Drosselklappe letztendlich weniger Sprit verbraucht wird, wenn man früh genug das Gas zurück nimmt, einfach, weil dann der Ansaugwiderstand geringer ist und damit die Füllung besser. Bei Einspritzmotoren, insbesondere bei modernen elektronisch geregelten Multipoint-Einspritzern, ist es eher besser, auf moderate Beschleunigung zu achten, weil die Motorelektronik eh nicht mehr einspritzt, als maximal für die gewünschte Beschleunigung geht. Also geringfügig unter dieser Grenze braucht etwas weniger, wenn auch nicht viel.
    Am meisten Sprit spart man, wenn man möglichst gleichmäßig fährt und das im möglichst hohen Gang, nicht zu vergessen, ausrollen lassen, also im Schubbetrieb und den Motor zum Bremsen einsetzen. Jede Bremserei vernichtet sinnlos eingesetzte Energie. Lass die hinter dir doch ins Lenkrad beißen.
    Gruß
    Wolf
    Oh, hoffentlich war das nicht zu kompliziert!

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    Hallo,

    KaiserJeep schrieb:



    Bei Einspritzmotoren, insbesondere bei modernen elektronisch geregelten Multipoint-Einspritzern, ist es eher besser, auf moderate Beschleunigung zu achten, weil die Motorelektronik eh nicht mehr einspritzt, als maximal für die gewünschte Beschleunigung geht. Also geringfügig unter dieser Grenze braucht etwas weniger, wenn auch nicht viel.



    Das würde also für 'moderne' Autos Variante "B" bedeuten ?


    ...
    Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G

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    arne,
    alles reine Nervensache. Mit meinen Militäroldtimern bin ich immer vorne. Und erstaunlicherweise regt sich inzwischen fast niemand darüber auf, auch aus dem LKW-Bereich. Ich mache inzwischen eher die Erfahrung, das die Leute Oldtimer akzeptieren und das auch irgendwie gut finden, das die alten Autos am Leben erhalten werden. Aber das ist natürlich nicht flächendeckend richtig. Es gibt - leider - immer noch irgendwelche geschrumpfte Kleinhirne, die meinen, dass ihr Vollgas in jeder Lage der einzig richtige Weg sei. Auch aus dem LKW-Bereich, besonders mit Kennzeichen mit gelben Grund (Achtung, es gibt mehrere Länder, die gelbe Kennzeichen verwenden).
    Z.B. in Frankreich geht das mit Oldtimern super entspannt, fast jeder LKW, der dich Überholt, hupt und Daumen oben. Die haben irgendwie ein anderes Verhältnis zu den Fahrzeugen. Nebenbei kommt ja noch dazu, das viele der jüngeren LKW-Fahrer irgendwie begriffen, das sie selber die alten Karren gar nicht mehr fahren können.
    Die PKW-Riege ist leider meist als nicht zurechnungsfähig einzustufen, in so weit gebe ich dir recht; erlebe ich jeden Tag auch mit dem PKW.
    Gruß
    Wolf

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    Frankreich ist raus,die haben die Geschwindigkeit doch gerade abgesenkt,
    80 Kmh da bist du mit Hänger voll im Fluss.
    Es ist halt wie wirs mal gelernt haben,Vollgas bis 2000 Touren und dann
    hochschalten.Da ändert auch nen digitales Gaspedal nicht viel.
    Und bitte keine Drehzahlausführungen deines Kaiser-Jeeps der
    bei 2000 schon Drehzahlende ist.
    Mfg Tc
    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

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    TC,
    keine 2000 Umdrehungen und Ende, sondern 3600 bei max. Leistung. Auch jeder Diesel REO dreht deutlich höher als 2000 Umdrehungen pro Minute bis zur M800 Serie. Wenn man keine Ahnung hat, dann besser die Schna..... halten.
    Wolf
    Mein Kaiser kann locker über 100 km/h, darf ich nur nicht.....

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    Und bitte keine Drehzahlausführungen deines Kaiser-Jeeps

    Was genau ,hast du da jetzt wieder nicht kapiert?
    Eine "Bitte" muss für dich wohl was ganz schlimmes sein?
    Mfg Tc
    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

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    Tc schrieb:

    Frankreich ist raus,die haben die Geschwindigkeit doch gerade abgesenkt, (Zitat Ende)

    Kleiner Irrtum. :thumbsup: Da hat der ADAC mal wieder in vorauseilendem Gehorsam etwas Panik verbreitet. :cursing:

    Z.Zt. planen die Franzosen, die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen von 90 km/h auf 80 km/h abzusenken. Da dort die Departements aber ein Wörtchen mitzureden haben (sie müssen nämlich all´ die neuen Schilder aufstellen und bezahlen), ist das aber noch nicht Gesetz. Ich bin kürzlich noch auf zweispurigen Landstraßen gefahren, die mit 100 km/h ausgeschildert waren!

    Gruß
    Rainer
    ... der mit dem Löwen :)

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    Naja,bei den vielen Schildern muss das ja dauern,man soll doch meist so mit 90
    am genügsamsten fahren, ausser man hat so nen Rennhobel der dabei noch im 2ten
    Gang ist.
    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen