Rücknahme Kriegsdienstverweigerung, "Ausbildung für Ungediente"

  • So schlimm finde ich es jetzt nicht.

    DSGVO-Formulare gibts quasi überall, von Arzt bis Zentralfriedhof.

    Dass die BW niemanden haben will, der extremistisch und gegen die FDGO ist, ist gut so - entsprechende Nachforschungen müssen gemacht werden.

    Und was der Bewerber schon gedient hat, wo er hin will, etc. muss halt auch erfragt werden.

  • Hallo Kristian,

    alles klar, gut zu wissen! Der Papiertiger muss halt gefüttert werden. Wetten, in 10 Jahren fragen die das selbe nochmals ab weils wieder nicht im Computer landet.

    Ich find gut, dass dus machst und vor allem, dass es dir was bringt. Falls es wirklich mal zu einem Konflikt in der Zukunft kommen wird hoffe ich, dass wir entweder schon alle lange tot sein werden oder noch so jung, dass wir uns zur Wehr setzen können. Als 70 Jähriger möchte ich nicht im Winter in einem Unterschlupf Ausschau nach Dronen halten.

    Für den Ernstfall hast du jetzt vorgesorgt. So eine Ausbildung gibt auch Kraft und stärkt das Selbstvertrauen. Sie ist allemal hilfreich. Ich hab auf youtube einige Ausschnitte gesehen und es scheint, weil alle freiwillig da sind auch wirklich Spaß zu machen.

    Vielleicht kannst du ja ein wenig berichten und zeigen was ihr dort so macht. Wäre bestimmt spannend!

    Viele Grüße,

    Martin

    "Grüße vom Helmdoktor!"

  • Hallo Martin,

    immerhin werden meine Unterlagen elektronisch abgelegt, sie werden nicht irgendwo ausgedruckt, das wurde mir bestätigt. Da sind sie da schon mal weiter, als auf manch anderer Behörde.

    Tja und ob es „mir was bringt“? Das war bis zu Deinem Satz noch gar keine offene, laut gedachte Fragestellung in meinem Kopf. So seltsam das für manche klingen mag und es für mich auch 1998 klang: Ich will meinem Land dienen und hoffe dadurch, nie in einen kriegerischen Einsatz zu müssen.

    Aber damit wären an genau dem Punkt, dass ich meine Beweggründe garnicht erläutern wollte, darum höre ich hier damit auch wieder auf.

    Aber wenn ich nun drüber nachdenke, klar wird es auch mir was bringen und hoffentlich, neben viel körperlicher und geistiger Anstrengung, auch irgendwie Spaß machen.

    LG,

    Kristian

  • immerhin werden meine Unterlagen elektronisch abgelegt, sie werden nicht irgendwo ausgedruckt,

    Das ist bei der Bundeswehr tatsächlich ein riesiger Fortschritt. Ein guter Bekannter von mir arbeitet bei der BW in der Verwaltung, was ich von dem so höre, da sind wir noch vor der Steinzeit. Alles auf Papier, keiner hat Zugriff auf die Akten im Keller, scannen geht kaum weil es "Butterbrotpapier" ist. Und wenn es mal gescannt werden kann, dann bleibt alles lokal gespeichert und keine andere Dienststelle hat Zugriff auf die Daten, die müssen sich dann die Papierakte anfordern und erneut selber scannen. Falls möglich...

    Für mich in der heutigen Zeit die reinsten Horrorgeschichten und in keinster Weise nachvollziehbar.

    German by nature Irish by heart! 6456693bbw.gif

    Metkelterer zu Ennepetal 

    :barett-ko::käfer::presse:

       


  • Ich will meinem Land dienen und hoffe dadurch, nie in einen kriegerischen Einsatz zu müssen.

    Da fallen mir nur zwei Sätze ein:

    "Si vis pacem para bellum"

    "Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe."

    ,:)

    "Grüße vom Helmdoktor!"

  • Ich habe die letzten drei Beiträge gelöscht. Wie im ersten Beitrag geschrieben, will ich die Entscheidung hier nicht weiter erläutert und diskutiert wissen.

    Nur zum Abbinden, wenn ich dem "Land" dienen will, diene ich meiner Familie, meinen Freunden, der gesamten Bevölkerung - unabhängig davon, ob ich mit jeder staatlichen Entscheidung zufrieden bin. Das ist ein Teil der FDGO, die es zu verteidigen gilt.

  • Ich habe die letzten drei Beiträge gelöscht. Wie im ersten Beitrag geschrieben, will ich die Entscheidung hier nicht weiter erläutert und diskutiert wissen.

    Nur zum Abbinden, wenn ich dem "Land" dienen will, diene ich meiner Familie, meinen Freunden, der gesamten Bevölkerung - unabhängig davon, ob ich mit jeder staatlichen Entscheidung zufrieden bin. Das ist ein Teil der FDGO, die es zu verteidigen gilt.

    Hallo Kristian,

    ich habe die gelöschten Beiträge nicht gesehen aber wie so immer ist in so einer Entscheidung ganz viel politisches Sprengpotenzial. Ich habe deshalb auch das Gelöbnis ("und das Recht und die Freiheit") hinter den ersten Satz gestellt weil mir schon klar ist dass du keinen Fetzen Land oder nur eine bestimmte Gruppe oder ein politisches Verständnis verteidigen willst sondern die demokratisch-freiheitliche Idee und die Werte dieser Gesellschaft an sich. Dafür nimmt man es auch in Kauf, dass man auch für ein und den anderen Dödel, der davon profitieren könnte das Leben aufs Spiel setzt.

    Bei Spiegel ist gerade ein Interview zu sehen:

    Für Deutschland kämpfen? Pazifist vs. Bundeswehr-Veteran – Talk zur Wehrpflicht | DER SPIEGEL
    Wenn alle nur weglaufen, so wie der Kollege im blauen Anzug dann bleibt von dieser Idee einer freien Gesellschaft nichts mehr übrig und die Folgen sind dann zB. ein Riesenreich, dass von Kriminellen regiert wird, in dem sich alle ducken müssen. Als ehemaliger Bürger der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik (CSSR) weiß ich wie absurd das Leben dort war wenn man nicht mitgespielt hat. Da genügte nur ein dummer Spruch und man musste es mit der gesamten Existenz büßen. Mein Opa hat sich 1953 eine abfällige Bemerkung auf den damaligen Präsidenten Klement Gottwald erlaubt und wurde von Kollegen angezeigt, die alle voreinander Angst hatten, dass man später sagen würde wieso habt ihr den Ladislav nicht angezeigt? So war das eben. Man zeigte sich nicht aus Systemtreue an sondern aus Angst mit am Pranger stehen zu müssen. Und in den 50er Jahren wurde in der CSSR für Bagatellen noch der Strick rausgeholt.

    LG, Martin

    "Grüße vom Helmdoktor!"

  • Martin, lass es sein..

    Man kann auch alles zerreden .

    Solche Entscheidungen sind ganz persönlich . Wie man zu solchen Entscheidungen kommt und was für Beweggründe jemanden dazu bringen

    können unterschiedlich sein.

    Richtig ist aber das man seine Person, seine Familie , die Verwandschaft , und letztendes jede Gemeinschaft die ein friedliches Zusammenleben

    organisiert gewährleistet unterstützen und schützen muss. So funktioniert Gesellschaft . Und allen gehts dann besser.

    Ich schließe mich Kristian an .

    Die Kinder sind die Zukunft , dafür würde ich alles unternehmen.

    LG Friedrich

    Nachtrag

    Es gibt nicht weiter zu sagen

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:

    :barett-sch:

  • So, weiter gehts. Zuletzt fehlte noch mein Schulabschluss-Zeugnis. Das war leider nicht zu finden (brauchte ich zuletzt vor 24 Jahren und ist über mehrere Umzüge "verschwunden" ~{ ) und ich habe mir von der Stadt Dresden eine beglaubigte Kopie erstellen lassen (ein Glück war das dort archiviert, ist wohl nicht zwingend so :an: ). Das war die letzte Unterlage, welche beizubringen war, den Scan habe ich heute früh zum Heimatschutz gemailt und den Eingang schon bestätigt bekommen.

    Bin gespannt, wie es weitergeht.

    Tatsächlich wird ausschließlich das Schulabschluss-Zeugnis gewünscht, Berufsabschlüsse (auch als Ersatz zum Zeugnis) sind nicht gewünscht.

    Die Sinnhaftigkeit dessen ist IMHO fraglich, aber nicht zu ändern.

    LG,

    Kristian

  • Tatsächlich wird ausschließlich das Schulabschluss-Zeugnis gewünscht, Berufsabschlüsse (auch als Ersatz zum Zeugnis) sind nicht gewünscht.

    Die Sinnhaftigkeit dessen ist IMHO fraglich, aber nicht zu ändern.

    Ist meiner Meinung nach sogar gar nicht zulässig, bzw. nach heutigem Standpunkt bestimmt "diskriminierend". Wenn Du nach Deinem Schulabschluss eine Berufsausbildung machst und die Berufschule wiederum mit einem bestimmten Schnitt abschließt kann aus Deiner z.B. MittlerenReife ein Fachhochschulabschluss werden, usw. Der eigentliche Schulabschluss ist demnach nur ein Zwischenzeugnis auf Deinem Gesamtweg.

    Und ganz ehrlich, ich kann Deine Intension diesen Weg mir dem Heimatschutz zu gehen voll und ganz nachvollziehen, an diesem Beispiel merke ich jedoch ( an mir ) wie mein alter Widerstand wieder aufbricht, Institutionen gegenüber, die zu blöde, oder einfach zu starr sind, die Menschen richtig zu beurteilen und demnach einzusetzen. Das betrifft alle Bereiche, ich hatte immer Ärger mit Vorgesetzen die mittelmäßig waren und mich, bzw. auch andere gar nicht gesehen haben.

    Gruß

    Wolfgang

  • Heimatschutzregiment 5 Hessen mit Sitz in Ohrdruf / Thüringen - verstehe das wer will.

    Detlev

    2. BeobBtl 23 - Stadtallendorf

  • Es is ja zumindest in der Nähe . Bei den wenigen Liegenschaften kann man sich das manchmal nicht aussuchen.

    Zumindest liegt das auf/bei von einem Standortübungsplatz.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:

    :barett-sch:

  • Heimatschutzregiment 5 Hessen mit Sitz in Ohrdruf / Thüringen - verstehe das wer will.

    So ein Phänomen gibt es auch im Norden.

    Das HSchRgt 4 unterstand dem Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern, hat seinen Sitz aber im Schleswig-holsteinischen Alt Duvenstedt.

    Hier die Gründe:

    Die Regimenter sollten den Landeskommandos unterstellt werden, deren Kommandeur einen Generalsrang hat.

    Diesen haben die Kommandeure, wenn hohe Kommandos der Teilstreikräfte im Bundesland vorhanden sind. Im Falle von MVP das Marinekommando in Rostock.

    Die Aufstellung der Regimenter setzt unter Anderem die Verfügbarkeit von Liegenschaften und einen entsprechenden Personalkörper voraus.

    Das war wohl in MVP nicht gegeben.

    Beim HSchRgt 5 dürfte es ähnliche Gründe gehabt haben.

    Mittlerweile ist das aber schon fast wieder egal, da alle Regimenter der Heimatschutzdivision und damit dem Heer unterstellt wurden.

    Die Landeskommandos sind dabei nun also raus.

    Grüße von der Küste! Til :krad::renault:

    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

    :BGS-F:

  • Heute kam per Mail mal wieder ein Lebenszeichen vom Heimatschutzregiment 5. Interessanterweise ist die PDF im Dateinamen mit meinem Nachnamen versehen, obwohl es wohl ein allgemeines Schreiben ist. Keine Ahnung, ob die jetzt jedem Interessenten eine eigen PDF senden und warum.

    Ich habe mal die persönlichen Daten entfern, obwohl der Oberst sicher irgendwo in diesem Internet zu finden sein wird.


    Fazit: warten.

    LG,

    Kristian

  • Sehr informativ, offensichtlich schwant denen das jetzt alles ein bischen zügiger vonstatten gehen muss.

    Das ist dort keiner mehr gewohnt.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:

    :barett-sch:

  • Mal wieder was neues. Nachdem ich im März erfuhr, dass ab April der Heimatschutz Hessen für die Ausbildung Ungedienter zuständig wäre und ich dort hin alle Unterlagen sandte, nachdem mir die Kameraden dort den Werdegang erklärten, kam gestern folgende Mail:

    Okay :schulterzuck: also habe ich noch mal alle Unterlagen an diese beiden Mailadressen geschickt. Mal sehen, wie es weiter geht...

    LG,

    Kristian

  • Das deckt sich so ein bisschen mit dem Was man an Berichten und Reportagen zum Thema online findet.

    Die Truppe bzw. ihre Verwaltung ist völlig überfordert willige Reservisten / ungediente zu integrieren / auszubilden / auszustatten.

    Zeitenwende geht anders.

  • Da fragt man sich doch, warum der Heimatschutz Hessen die beim vorhandenen Unterlagen nicht direkt an das Streitkräfteamt weiterleiten kann.
    "Kunden"- freundliches Verhalten sieht anders aus. Kein Wunder, wenn dann so mancher Interessierte bei diesem verworrenen Bürokratismus wieder abspringt.

  • Da fragt man sich doch, warum der Heimatschutz Hessen die beim vorhandenen Unterlagen nicht direkt an das Streitkräfteamt weiterleiten kann.

    Mein Tipp:

    Datenschutz...

    :pfeif:

    Auch in den Regimentern und Kompanien läuft es zur Zeit offenbar nicht so, wie gewohnt.

    Es gab ja bisher Strukturen, die sich über die Jahre entwickelt haben, wobei es in jedem Landeskommando natürlich irgendwie unterschiedlich lief.

    Der Entwicklungsstand in den Landeskommandos war sicher recht unterschiedlich.

    Bayern hat z.B. als erstes ein Regiment gegründet und dem ganzen natürlich seinen Stempel aufgedrückt. Das war wiederum die Vorlage für den anderen Regimenter.

    Die neu aufzustellenden Regimenter und Kompanien wurden sicher so betreut, wie es im jeweiligen Land eben möglich war.

    Es macht auch einen Unterschied, ob ein Flächenland nur eine Kompanie hatte, oder ein Stadtstaat 2 mit weiteren 2 in Lauerstellung (Hamburg).

    Dazu wurden die Aufgaben natürlich den örtlichen Herausforderungen angepasst.

    Jetzt muss das Heer, bzw. das SKA, alles übernehmen und zwar für alle Regimenter und Kopmanien auf einen Schlag.

    Dazu mit einheitlicher Führung und Planung.

    Mich hätte ehrlich eher gewundert, wenn das sofort ohne Reibungsverluste funktioniert hätte.

    Grüße von der Küste! Til :krad::renault:

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    :BGS-F:

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