Schienenhalter fräsen oder drucken ?
-
-
Hi,
das Teil sagt mir leider nichts. Für einen 3D-Druck müssen mehrere Aspekte beachtet werden. Daher meine Fragen dazu:
Was wird daran befestigt? Wie/wo wird es befestigt? Welches Gewicht muss es aushalten? Welche Zugrichtung liegt am Schienenhalter an?
Am besten mit aussagekräftigen Bildern dokumentieren.
Gruß
Carsten
-
Hallo,
in die Löcher werden Kupferschienen eingefädelt.
Die Kupferschienen haben einen Querschnitt von 5x12 mm².
Vom Gewicht her müsste der Halter etwa 5 kg aushalten.
An den Enden wird der Halter mit Schrauben M5 auf eine Grundplatte geschraubt.
Mit je zwei von den Haltern werden 5 Kupferschienen in einen Schaltschrank hineingeschraubt.
...
-
Jetzt kann ich mir das gedanklich vorstellen.
Ausgehend von deinen ersten Maßangaben, und wenn das Gewicht von 5kg auf zwei von den Haltern verteilt wird, halte ich das für den 3D-Druck mit einem FDM Drucker und PLA-Filament für umsetzbar.
Und wie (fast) immer sage ich: Da kommt es auf einen Versuch drauf an.
Da die Halter in einem Schaltschrank verbaut werden sollen, gehe ich davon aus, dass dort (im Schaltschrank) keine UV-Strahlung oder besondere Hitze hineingelangen wird. Das Gleiche gilt für die eventuelle Erwärmung der Kupferleitungen. Das hätte sonst Auswirkungen auf die nachhaltige Verwendbarkeit. Zumindest bei PLA-Filament.
Wenn man ein Originalteil zur Hand hat und davon die Maße abnehmen kann, könnte man die Halter sicherlich auch kostengünstig im 3D-Drucker mit Filament nachfertigen. Soweit meine Beurteilung mit den vorhandenen Angaben.
In die rot markierten Stellen kommen die Kuperleitungen ?
Gruß
Carsten
-
Hast du ein paar Infos zum Hersteller? Vielleicht finde ich etwas im Lager.
-
Hallo,
über viele Stunden habe ich nach dem Hersteller im Internet gesucht.
War aber erfolglos.
Ja, in die rot eingekringelten Löcher werden die Kupferschienen gesteckt.
Im Original (liegt hier auf meinem Schreibtisch) kann man die Löcher größer rausbrechen. Dann für Schienen 10 x 12 qmm.
Die Maße kann man vom Originalbauteil abnehmen, oder im 3D-Scan ermitteln.
Was ist mit Schrumpfen nach einem etwaigen 3D Druck ?
…
-
...........
Was ist mit Schrumpfen nach einem etwaigen 3D Druck ?
Zumindest bei mir ist nichts jemals geschrumpft, was ich als Ersatzteil gedruckt habe. Für einen Kollegen habe ich vor ca. drei Jahren mal so Halteklammern gedruckt, welche die Seitenteile am Heizkörper halten. Da gab´s keine negativen Berichte drüber.
Diese:
Die Sache mit dem 3D-Scan im Heimgebrauch kannst du aller höchster Wahrscheinlichkeit vergessen. Nichts, was ich jemals ausprobiert habe, hat auch nur ansatzweise brauchbare Ergebnisse geliefert. Schau mal hier: Meine Erfahrung mit 3D-Scannern.
Ich denke nicht, dass sich da in den letzten vier Jahren viel getan hat. Ich gehe davon aus, dass die Kosten für ordentliche Hardware noch immer viel zu hoch für Hobbyanwender sind..
Wie gesagt halte ich das Projekt, die Schienenhalter mit Filament zu drucken für relisierbar.
Man müsste aber auch mal sehen, wie das fertig installiert aussehen soll.
Gruß
Carsten
-
Hallo,
wenn ich sowieso eine Zeichnung machen muss, dann würde ich mich auf die wichtigen Dinge beschränken.
Die zweite Ebene braucht der duplizierte Halter nicht haben.
Also habe ich mal in grün das dargestellt, was entfallen kann.
Die kleinen "Zungen" müssen in den Durchstecklöchern auch nicht sein.
Einfach 7 Löcher 5 mm x 12 mm, und fettich.
Und wenn ich etwas nachfeilen muss, weil die Löcher 2/10 zu eng sind, ist das auch kein Problem.
Was macht man mit den Vertiefungen ?
Im Original wollte man Kunststoff sparen.
Die Zeichnung mit oder ohne die Vertiefungen ?
Bei 8mm Materialdicke könnte man sich innen eine Wabenstruktur vorstellen,
und dann aussen glatt ?
Aussen dann 1mm oder 2mm dick ?
Wie konstruiert man sowas ?
.
.
...
-
-
Habe leider im Lager nichts gefunden.
Aber zum konstruieren würde ich das auf dem Millimeterpapier ausrichten, von oben fotografieren und bei fusion 360 als Bild hochladen. Dann passend skalieren und die Umrisse abzeichnen.
Wenn die Vertiefungen nicht benötigt werden, weglassen.
Beim Drucken würde ich es auch so ausrichten wie es auf dem Millimeterpapier liegt.
-
Wenn man alles weglassen kann, was du erwähnt hast, würde ich das Teil ungefähr so konstruieren:
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Konstruktion nach Augenmaß und nicht maßstabsgetreu
Die Vertiefungen würde ich mit einarbeiten, da sie wirklich Material und auch Druckzeit sparen würden.
Die Wabenstruktur (o.Ä) für die Füllung wird je nach Einstellungen automatisch erstellt. Außen wäre alles glatt. Mit den Einstellungen würde sich aber die Person auskennen, die das Teil für dich drucken würde.
Man muss natürlich alle Maße, Durchmesser und Abstände des Originalteils auf das 3D-Modell übertragen.
Ich mache das eigentlich immer so, dass ich die Maße abnehme und im Programm zum Erstellen gleich das entsprechende Teil damit erstelle.
Zum Erstellen des Druckteils nehme ich immer und ausschließlich Tinkercad. Andere Programme sind mir zu komplex. Da konnte ich mich bisher noch nicht einarbeiten
.Was du mit "Aussen dann 1mm oder 2mm dick ?" meinst verstehe ich nicht. Solltest du die Wandstärke meinen, würde ich duchgängig mit 2mm arbeiten.
Zum weiteren Verständnis verweise ich mal zu den foreneigenen Beiträgen: Grundlagen 3D-Druck und 3D-Druck Glossar.
Im weltweiten Netzt gibt es noch mehr und bessere Hinweise/Erklärungen, aber die Erklärungen sollten auch vornehmlich für Leute sein, die davon überhaupt garkeine Ahnung haben.
Gruß
Carsten
-
Hallo,
geile Animation.
Ja, ich zeichne das die Tage mal im Maßstab auf.
...
-
-
Hi TDV ,
ich habe dir mal wie besprochen eine Halterung nach deinen Anforderungen konstruiert und ausgedruckt:

Das originale Stück, welches du mir zugesandt hast und die "Kopie" schicke ich dir zurück.
Gruß
Carsten
-
Ich bin gespannt.
Dabei dachte ich, die Zeit der Ü-Eier hätte ich hinter mir gelassen.
…
-
-
Sieht interessant aus. Darf man fragen, was das werden soll? Und warum die Verschraubung verkehrtrum eingebaut ist?
-
Hallo,
na selbstverständlich darf man fragen.
Und hier gibt es auch Antworten.
Also, wie immer im Leben passieren Zufälle.
Einer dieser Zufälle war, dass ich einen Baustromverteiler im Stahlblechgehäuse für kleines Geld bekommen habe.
Der war zwar prima „in Schuss“, aber die VDE-Normen sind inzwischen weiter.
Damit man ihn guten Gewissens weiter nutzen kann, und ihn auch z.B. bei Treffen und Veranstaltungen verwenden kann, habe ich die Elektrik aufgehübscht.
Auf der linken Seite hatte er einen spartanischen Netzsnschluss in IP44.
Nun sitztzen da zwei Hensel - Gehäuse in IP56.
In den Gehäusen zusätzlich ein Hauptschalter und drei RCD‘s mit 30mA Fehlerstrom.
Derzeit im Typ A. Wenn nachfolgend Geräte mit FU angeschlossen werden, kommen die in Typ B.
Nun hat das vorhandene Stahlblechgehäuse aber nur beschränkt Platz.
Also muss man sich Gedanken machen, wie man das alles unterbringt.
Eine der Ideen war dann die Verschraubung „andersherum“ einzubauen.
Die Fläche für den Stromanschluss ist 50 cm hoch und 40 cm breit.
Die neuen Gehäuse sind 45 cm hoch.
Oben einen Zentimeter Luft, bleiben unten 4 cm. Nun sitzt aber unten auch noch die Zugentlastung für das Zuleitungskabel 5G16.
Also fiel die Entscheidung des umgedrehten Einbaus der Verschraubung.
Das hatte dann wiederum Auswirkungen auf die Architektur des Schienensystens.
Weil nun im Schrank alles ein wenig anders wird, ist die Typenprüfung vom einstigen Hersteller dahin. O.K. dann muss man eben die internen Kabel und die Wärmeentwicklung selbst berechnen, und eine eigene CE-Konformitätserklärung schreiben. So wird man dann zum „Hersteller“.
…
-
Hallo,
achso, die rechte Seite wird auch ein wenig modifiziert.
Die Schraubsicherungen werden getauscht in Leitungsschutzschalter. Die wiederum bekommen eigene Gehäuse.
Es werden 4 Stück Überspannungsschutzableiter (275 Volt) eingebaut, und drei LED‘s als Betriebsanzeige.
Die Steckdosen werden erweitert auf:
2 x CEE 5x32A
1 x CEE 5x16A
1 x CEE 3x16A
3 x Schuko
Aussen am Schrank wird eine Durchleitungssteckdose 5 x 63 A in IP 67 angeschraubt.
Damit man für den Kasten nicht immer einen Stromanschluss wie für ein Einfamilienhaus vorsehen muss, gibt es Adapterkabel von 32A zu 63A.
…
-
Hallo,
und nun noch die Fotos, damit man sich das vorstellen kann.
Original:
.
.
Links alt
.
.
Links jetzt
.
.
Oben und unten werden zusammengeklickt.
.
.
Links mit Klemmenverteilung
.
.
Das obere Gehäuse bekommt einen durchsichtigen Deckel,
und eine Berürungsschutzplatte auf den Abstandhaltern.
Im grauen Deckel vom unteren Gehäuse wird der Eaton-Hauptschalter eingebaut.
...
-
Jetzt mitmachen!
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!