Einheitskoffer Verwendung

  • Gibt es eine deutlichere Aufnahme der Schrifttafel, die auf dem zweiten Bild in der rechten unteren Ecke zu sehen ist?
    Da steht irgendetwas von G ? /, was auf eine der Stabsabteilungen ( G 2, G 3) eines Divisions- oder Korpsgefechtsstandes hindeuten könnte.
    Das dritte Bild deutet auf eine von unten beleuchtete Mattscheibe in der Tischplatte hin, so etwas hat man auf den Gefechtsständen früher verwendet, um z.B. Auflegefolien für Karten zu erstellen oder zu vervielfältigen.
    Der Koffer könnte also von einem Gefechtsstandfahrzeug stammen (Divison- oder Korps, bis zur Einführung der M 577 auch Brigade), in Frage käme evtl. wegen der angesprochenen Vervielfältungsapparatur auch die aufklärende Artillerie oder die Toppgraphietruppe.

  • Hallo

    Normalerweise hat der Koffer an der Stirnseite zum Fahrerhaus eine Versorgungsnummer und die Bezeichnung des Rüstsatzes zur ursprünglichen Verwendung.

    Das weiße Schild auf dem Tisch weist höchstwahrscheinlich auf eine spätere Verwendung im Heimatschutz / KVK / BVK eines Landeskommandos hin. Das war in der ursprünglichen Verkaufsanzeige besser zu lesen wenn ich mich nicht irre.

    Gruß Bernhard

  • Ein Kamerad vom Topographie_Stammtisch meldet:

    "In der DivisionsKartenStelle und in den VermessungsGruppen gabs diese Koffer mit dieser Ausstattung (auch)".

    Bernd

    "Nur wenige sind es wert, daß man ihnen widerspricht!"

    und

    "Was man hat, braucht man nicht suchen/kaufen" ^^

  • Das weiße Schild auf dem Tisch weist höchstwahrscheinlich auf eine spätere Verwendung im Heimatschutz / KVK / BVK eines Landeskommandos hin.

    Den Grund für diese Vermutung kann ich nicht erkennen. Wie kommst Du auf diese Idee?

    Heimatschutz kann man sicher ausschließen, weil die erst jetzt nenenswertes Material bekommen sollen. Auch Waffen zum Schulschießen mussten die Heimatschützer bislang bei ihren Patenverbänden "erbetteln".

    KVK/BVK kann man sicher auch ausschließen.

    Diese Verbindungskommandos verfügen über eine IT-Ausstattung und sonst nichts.

    Sie sollen von den Kreisen und Städten, denen sie zugordnet sind, Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen, um ihre Zelle da aufbauen und betreiben zu können. Das läuft von Kreis zu Kreis sehr unterschiedlich gut.

    Von eigenen Fahrzeugen kann man nur träumen, selbst wenn es solche Antiquitäten sind.

    Eine Art Gefechtsstandsfahrzeug für KVKs, das dann einfach voll ausgestattet neben das Kreishaus gestellt wird, hätte natürlich einen gewissen Reiz. Eine festes, beheiztes oder klimatisiertes "Büro" in unmittelbarer Nähe des KatStabes ist für die Aufgabenerfüllung sicher sinnvoller.

    Grüße von der Küste! Til :krad::renault:

    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

    :BGS-F:

  • Hallo Til,

    Wenn du richtig gelesen hättest, dann wäre dir aufgefallen, dass es um die Originale

    VERKAUFSANZEIGE ging. ( die war auch hier verlinkt)

    Da hing das Schild noch an der Wand des Koffers und war gut lesbar! Daher meine Vermutung mit dem Zusatz „Wenn ich mich nicht irre.“

    Und ich habe mich geirrt.

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  • Heimatschutz kann man sicher ausschließen, weil die erst jetzt nenenswertes Material bekommen sollen. Auch Waffen zum Schulschießen mussten die Heimatschützer bislang bei ihren Patenverbänden "erbetteln".

    Sehe ich anders. Das mag für den Heimatschutz lange nach 1990 bei den Landeskommandos gelten, aber nicht für die die Zeit vorher. Es gab in der Heeresstruktur 4 (ab 1980)
    a) Heimatschutzbrigaden
    b) Heimatschutzregimenter

    a) Die Heimatschutzbrigaden, vor allem die der 6er Reihe (HSchBrig 61 bis 66) hatten deutlich weniger M 113 bzw. M 577 als Gefechtsstandfahrzeuge als die Brigaden des Feldheeres.
    Feldheerbrigade: 3 M 577, 10 M 113
    HSchBrigade 5er Reihe: 3 M 577, 2 M 113
    HSchBrigade 6er Reihe: 0 M 577, 1 M 113
    Also mussten die HSchBrigaden als Ersatz für die fehlenden Fü/Fu-Panzer andere Gefechtsstandfahrzeuge erhalten. Das waren dann die 5 to-Gefechtsstandkoffer, die bei den Feldheer-Brigaden freigeworden waren.

    b) Die immerhin 15 Heimatschutzregimenter des Territorialheeres, die mit annähernd 3.300 Soldaten pro Regiment fast Brigadestärke erreichten, hatten kein einziges gepanzertes Führungsfahrzeug, Auch hier liefen deshalb in der Stabskompanie des Regiments alte 5 t Gefechtsstandkoffer.

  • Prospero.

    Das ist natürlich richtig.

    Da weiter oben der Heimatschutz in einem Zuge mit KVK/BVK genannt war, bin ich von der aktuellen Ausprägug ausgegangen.

    Das hätte ich natürlich noch präsisieren können.

    Grüße von der Küste! Til :krad::renault:

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    :BGS-F:

  • Hat der von außen so 'ne Art von Tankdeckel drauf? Dann gehören da Antennenfüße samt den dazugehörigen Gummihauben drauf.

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...


    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Antwort eines anderen Kameraden:

    "Das war dann wahrscheinlich ein Gefechtsstandfahrzeug der Zelle MilGeo von der 1. Panzerdivision. Bei Übungen mit dem 2. Korps hatte ich das nicht da die Zelle MilGeo immer in festen Unterkünften war."

    Grüße

    Bernd

    "Nur wenige sind es wert, daß man ihnen widerspricht!"

    und

    "Was man hat, braucht man nicht suchen/kaufen" ^^

  • DAs hab ich noch gefunden.

    Als Kartenausgabewagen hatte der meines Wissens allerdings Schub/Einlegefächer für Karten. evtl. diente der Aufbau als Büro..

    Bernd

    "Nur wenige sind es wert, daß man ihnen widerspricht!"

    und

    "Was man hat, braucht man nicht suchen/kaufen" ^^

  • Hallo,

    Hat der von außen so 'ne Art von Tankdeckel drauf? Dann gehören da Antennenfüße samt den dazugehörigen Gummihauben drauf.

    Ja da hat er Deckel drauf! Habt Ihr da vielleicht ein Bild von mit den Antennen?

    um deine Frage mit einem Bild von den Antennen und der Gummihaube drauf zu beantworten, vom MAN Funkkoffer mit den Antennen habe ich kein Foto,

    aber ich denke mal das diese Öffnungen oben am Koffer genauso groß sind wie die vom Unimog Koffer ...

    (Bild ist vom panzerbaer.de )

    ... dann sollten diese Gummimanschetten so ausschauen

    rechts der abgeschraubte Verschlussdeckel vom Kofferdach

    und hier der Antennenfuß mit der aufgestülpten Gummimanschette

    Gruß

    Gerd

  • DAs hab ich noch gefunden.

    Als Kartenausgabewagen hatte der meines Wissens allerdings Schub/Einlegefächer für Karten. evtl. diente der Aufbau als Büro..

    Bernd

    Moin Bernd, wo hast Du das Bild gefunden?

    Der Koffer auf dem Bild ist genau der den ich habe! Kann man an dem kleinen Aufkleber in der Scheibe sehen! Darum wurde sicher auch die Seitentür zugemacht, und die Scharniere abgeflext, damit die Bordwände zu gehen!

    Gruß Alex

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