Gelenkwelle VG zu Diff Vorderachse ausgeschlagen

  • So ihr lieben,

    Ich hatte ja bereits angekündigt dass ich meinen Puch so langsam durch-repariere ☺️

    Jetzt ist derzeit das Geräusch in Verbindung mit Vibration dran, georted an der Vorderachse.

    Lagerspiel eingestellt (danke Friedrich) kein Erfolg.

    Alles durchgefettet und diff-öl gewechselt -> kein Erfolg. Das war aber bereits grün/braun und dringend notwendig.

    Also etwas rabiatere Fehlerdiagnose und Gelenkwelle raus genommen.

    Geräusch und Vibration weg -> Erfolg.

    Diese überprüft und an der Diff-Seite im Kreuzgelenk ca. 1mm Spiel festgestellt.

    Frage: hat schon jemand nur das Kreuzgelenk rausgepresst/gewechselt?

    Gibt's da Teile? Oder gleich dem Gelenkwellen-service bringen?

    Lieben Dank und freundliche Grüße

    Matthias

  • …um was damit zu tun? Die Gelenkgabeln verbiegen? Die Lage zu Schrott zu zerpressen?

    Schau dir die Konstruktion genau an und schau ob du das so hinbekommst wie es ist.

    Viele Grüße Marcus

  • Die Gelenkzapfen müssen gesichert/verpresst werden nachdem diese zentriert montiert wurden. Danach wird die Gelenkwelle noch gewuchtet. Das ist Arbeit für Spezialisten. Ich kaufe meine Gelenkwellen im Austausch: Neuteil her, Altteil hin.

    Hier die ringsum angeordneten Verpressungen zur Sicherung. Es gab auch kurzfristig Kreuzgelenke mit Sprengringen als Sicherung im Zubehör. Das hat sich aber offenbar nicht bewährt.

    Gruß Jens

    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Servus Jens,

    danke dir für die Info - mit der Aussage von Marcus kann ich nichts anfangen.

    Konstruktiver Erfahrungsaustausch ist anders.

    Dann formulier ich es anders:

    Ich WILL es selber machen, das ist meine Einstellung, und frage daher nochmals - hat es schon jemand gemacht?

    Es gibt für alles Lösungen.

    Draußen ist es schon (Ganz ohne die Gelenkgabeln zu Schrott zu zerpressen).

  • Hier die ringsum angeordneten Verpressungen zur Sicherung. Es gab auch kurzfristig Kreuzgelenke mit Sprengringen als Sicherung im Zubehör. Das hat sich aber offenbar nicht bewährt.

    Das Sichern mit einem Sprengring ist nicht schlecht, dass Verpressen ist nur wesentlich günstiger in der Herstellung.

    Nur im Reparaturfall ist die Verpressung (die Kreuze nennt man Stanzkreuze) eher unpraktisch.

  • Also bei einem G würde ich das auch zu Elbe und Co. geben

    Früher bei meinem alten Jeep Grand Cherokee konnte man das selber machen Sprengringsicherung innen und genauso bei dem alten Toyota J6 , Sprengringsicherung aussen. Das hatte den Vorteil das die Zentrierung immer vorgegeben war.

    Bei einer Überholung der Antriebswellen werden ja nicht nur die Kreuzgelenke getauscht und die Wellen gewuchtet sondern es wird auch geprüft inwieweit die Schiebestücke ausgelutscht sind .Sollte das so sein, dann hast du in der Regel zuhause nicht die Möglichkeit das selber zu machen.

    Man benötigt zum Wechsel der Nadeltöpfe

    auch nicht unbedingt eine Presse ,obwohl die Sache damit einfacher geht.

    Dann wäre noch die Frage die Welle zu wuchten .

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:

    :barett-sch:

  • Auch auf die Gefahr diese Frage zu bereuen:

    Warum "muss" denn eine gewuchtete Welle wieder wuchtet werden?

    Die Kreuze sind symmetrisch, korrektes einpressen vorausgesetzt (ich hab sogar markiert wo der schmiernippel war).

    Denn, an der Welle wird "nichts" geändert.

    Abfetten hätte meiner Meinung nach schon einen größeren Einfluss auf die unwucht, als mein Projekt.

    Auch wenn ich sehe, wieviel Dreck und wachs an den wellen sind, kann ich mir nicht vorstellen das ein neues Kreuzgelenk die entscheidende Unwucht hervorruft.

    Friedrich: Danke für die Info mit den Schiebestücken, prüf ich direkt auch

  • Hi, wie hast du das prüfen können dass die Gabeln nicht verzogen sind? Du merkst es allerdings bei der Montage der neuen Kreuze ob die Gabeln in Ordnung sind.

    60t sind erheblich zu viel… das bewegt sich eher im Bereich von leichtem Druck mit einem Schraubstock.

    Da du die alten Verpressung hast auffräsen können wirst du es auch montiert bekommen.

    Du kannst die neuen Kreuze einbauen, zentrieren und neu verpressen oder Einstiche für Seegeringe eindrehen und dann mit Seegeringen sichern.

    Eine Unwucht der Welle ist nicht zu unterschätzen. Die Möglichen Schäden dadurch an VG und Achsen sind immens.

    Das Fett macht nichts aus, das verteilt sich gleichmässig.

    Viele Grüße Marcus

  • danke für deinen Kommentar, das ist sehr konstruktiv - freut mich :)

    Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt. 60T Presse heißt nicht, dass man diese benutzt.

    Das ist ein "Erbstück" sehr alt und mechanisch - aber sehr gut regelbar - ich habe zum auspressen anfangs nicht mal 1t benötigt, dass ging sehr geschmeidig.

    Hauptsächlich hat es mich gefreut sie zu benutzen.

    Aktuell warte ich auf das Ersatzteil - das maß ist 88x31mm (falls es jemand interessiert ,:) )

    Liebe grüße

  • Moin,

    Kreuzgelenk ist wieder montiert, ging gut.

    Als Montagehilfe hab ich die Gelenkteile erwärmt. Exakt gemittelt, Spiel überprüft, perfektes Ergebnis, gefettet, fertig.

    Schiebestück hat entfettet keinerlei Spiel, also wieder gefettet und montiert :smog:

    Jetzt habt ihr mir aber so ein schlechtes Gewissen gemacht, dass sie trotzdem zum wuchten geht.

    Hat jemand einen Tip Region 925...?

    Liebe Grüße

  • Das wird man spätestens beim Wuchten merken ob der Nuten vorhanden sind. Auf den Bildern sind keine zu erkennen. Vielleicht hat er welche reingedreht…hatte ich oben ja empfohlen.

    Viele Grüße Marcus

  • Vielleicht hat er welche reingedreht…

    Das ist aber sportlich so eine Kardanwelle quer in der Drehbank.

    Wenn ich mir anschaue wie nah die Enden der Sicherungsringe zueinander stehen glaube ich nicht das dort Nuten sind.

    Ohne fliegt der Kram sofort auseinander. Und dann ist die komplette Welle Schrott (und ggf. dann auch die Wuchtbank)

  • Mir hatte ein Gelenkwellenbauer eine Welle auf Sicherungsringe umgebaut. Ich denke da wurde ein neues Kreuz an die Welle geschweißt. Ich glaub nicht dass das nachträglich mit vernünftigen Aufwand geht.

    Klar: ohne Nuten fliegt alles auseinander. Das neue Kreuz zu verpressen wird an der nötigen Zentrierung scheitern.

    Viele Grüße Marcus

  • Also wenn dort jetzt wirklich keine Nut mit Sprengring oder verstanzung als Anschlag vorhanden ist so könnte man die Nadelbuchsen der Kreuzgelenke

    auch mit anerobem Fügeklabstoff dort arretieren. Z.B. mit Loctite 648 ...620...638...660 mit scherfestigkeiten bis 32 N/mm²

    Die Frage ist dann aber ob die Nadelbüchsen dann nicht spätestens beim nächsten Abschmieren mit Fett herausgedrückt werden .

    Ein mechanischer Anschlag verhindert das .

    Die Nuten für Sprengringe kann man nachträglich auch mit einer Fräsmaschine einbringen was meiner Meinung nach einfacher ist wie mit einer Drehbank

    Was spricht dagen die Kreuzgelenke auch wieder wie Original zu verstemmen ?

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:

    :barett-sch:

  • Jetzt könnte man hergehen und passcheiben auf die Stirnflächen der Nadelbüchsen symetrisch auflegen sodass Sie genau der Breite der gabeln entspricht. Darauf etwas grössere Scheiben als Anschlag und die rundherum anpunkten .....

    Die nadelbüchsen direkt zentriert anzupunkten ist die schlechteste Idee weil die sich garantiert verziehen und das gehärtete Lagermaterial seine Eigenschaften verliert

    Auf diese weise könnte man die Gelenke zentrieren und befestigen aber mit dem nachteil das da etwas mehr rotierende Masse aufgebracht wird .

    Grundsätzlich halte ich die verstemmten Krauzgelenke bei MB für keine gute Idee.

    Mein früherer Toyota J6 hatte da Sprengringe aussen ,was den Austausch der Kreuzgelenke sehr vereinfacht hatte.

    Der nachfolgende Jeep GC hatte die Zur Sicherung der Nadelbüchsen U-Bügel und in Richtung Kreuzgelenkmitte Sprengringe innen zur Arretierung der Nadelbüchsen am Gelenkstern . Austausch sehr einfach aber bstimmt nicht so robust wie bei Geschlossenen Nadelbüchsenohren.

    Jeder wie er es mag .


    Bei Ina gibts auch ein aufschlussreiches PDf über die verschiedenen Montageverfahren

    Bei MB wurde wohl das IPH Verfahren angewendet..

    zum nachlesen..

    https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.schaeffler.com/remotemedien/media/_shared_media/08_media_library/01_publications/schaeffler_2/api/downloads_13/api12_de_de.pdf&ved=2ahUKEwj_2I2WxrSQAxXYywIHHbNLH1IQFnoECBoQAQ&usg=AOvVaw3L22Lu7cI99WPVDyYaI-Hw

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

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