Taktisches Zeichen

  • Nabend zusammen,

    Ich habe mir vor längerer Zeit einen T3 der Bundeswehr zugelegt.

    Leider ist das taktische Zeichen nicht mehr gut zu erkennen und gesehen habe ich das so auch noch nicht. Vielleicht kann ja jemand weiterhelfen...

    Für mich steht dort:

    HptDp "ein pfeil"(?) Hon

    Vielleicht ein reines Depotfahrzeug?

  • Rechts neben dem Zeichen für Munitionsdepot steht "HOH". HOH stehen für das Munitionsdepot Hohenbrunn südlich von München.

    Dieses Depot wurde 1957 aufgestellt, wurde von 1965 bis 1975 als Korpsdepot 267 gefürt und wurde 1975 wieder Munitionsdepot. Hohenbrunn wäre allerdings im V-Fall wieder als Korpsdepot 267 dem II. (GE) Korps unterstellt worden. 1993 wurde Hohenbrunn dann zum Munitionshauptdepot, deswegen auch auf dem gezeigten Taktischen Zeichen die Bezeichnung "HptDp". Im Dez. 2007 wurde das Depot aufgelöst.

  • zur Klarstellung:

    Vielleicht ein reines Depotfahrzeug?

    Es geistert ja immer der Begriff vom "Depotfahrzeug" durch die Szene.

    Gemeint ist damit meist ein Fahrzeug, das nur in Depots vorgehalten, konserviert eingelagert und nie an die Trppe ausgegeben wurde.

    In den meisten Fällen ein reines Verkaufsargument ohne jeglichen Hintergrund.

    Viele Fahrzeuge haben irgendwo einen Stempel eines Depots in den Papieren, was aber wohl meist nur bedeutet, dass das das Fahrzeug vom Hersteller an ein MatDepot ausgeliefert und dann von dort an die Truppe geliefert wurde.

    Richtige Depotfahrzeuge erhalten natürlich nicht das Taktische Zeichen des Depots. In der Regel wird auch gar kein Y-Kennzeichen angeschraubt.

    Ich habe solche Fahrzeuge selbst gesehen.

    Dieses "Depotfahrzeug" diente sicher nur den notwendigen Transporten für den Depot-Betrieb. Also Personal-und Materialtransport.

    Eine Besonderheit hinsichtlich des aufgebrachten TZ:

    Man sieht hier, statt des bekannten Rechtecks, einen Kreis.

    Das bedeutet, dass es sich um eine ortsfeste Dienststelle handelt.

    Die rechteckiegen Zeichen bedeuten, dass es sich um eine Einheit handelt, die im Grunde ortsveränderlich ist.

    Z.B. kann das San-Rgt. seine Liegenschaft verlassen und an einem anderen Ort aktiv werden.

    Grüße von der Küste! Til :krad::renault:

    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

    :BGS-F:

  • Hallo, richtig. Wer die Haushaltssitzungen vergolgt wird sehen: es wird nicht über Bedarf beschafft. Durch Truppenreduzierungen hat es hier und da Umlaufreserven gegeben bzw. Material in nichtaktiven Einheiten zwischengeparkt.

    Eingelagerte Neufahrzeuge die dann neu ausgesondert werden gibt es nur in absoluten Sonderfällen zB wenn sich Beschaffung und Unstrukturierung überschneiden.

    Viele Grüße Marcus

  • In der Vergangenheit gab es schon einige Bestände an Material und eben auch Fahrzeugen, die nur eingelagert waren.

    Ich habe bei einem Händler in den 90ern mal eine ganze Reihe MB 1017A im gelboliv Originallack gesehen, bei denen erkennbar war, dass nie ein Kennzeichen angeschraubt war. Es waren auch noch Kleber des Herstellers an den Scheiben erkennbar.

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    :BGS-F:

  • Im Abrüstungsrausch ist da um 2000 herum viel verrücktes geschehen.

    Da habe ich nach Jahren ohne Kleinfahrzeug auch endlich einen Wolf für den Zugtrupp bekommen.

    Der war mit etwa 20kkm auf der Uhr praktisch noch unbenutzt.

  • Guten Abend zusammen,

    Vielen Dank für eure zahlreichen und ausführliche Hilfe!

    Da ich das Fahrzeug im Moment neu aufbaue (schweißen etc.pp), gibt es irgendwo eine Bezugsquelle für das Taktische Zeichen?

    Liebe Grüße

  • Für das taktische Zeichen kannst Du einfach selber eine Schablone herstellen.

    Das hat man seinerzeit in der Truppe auch nur selber improvisiert.

    Mach von dem Zeichen einen Ausdruck auf DIN4 Papier, ausschneiden und als Lackierschablone verwenden.

    Gruß Martin

    :mutt:

  • Das habe ich tatsächlich so auch schon überlegt. Wenn es besser zu erkennen wäre, würde ich das auch so machen aber nun ja, man erkennt es kaum noch

  • So in etwa sieht das Taktische Zeichen für das MunDepot Hohenbrunn nach 1993 aus.



    Für die Anbringung und die Ausführung (Schriftstärke usw. ) gilt die Anlage 5 der ZDv 1/11 - Taktische Zeichen.

       

  • ... danach habe ich schon lange gesucht.

    Jetzt kann ich für meine DoKa auch die Kennzeichnung wieder anbringen.

    Es zeichnet sich noch schwach an der Front ab ...

    ... und sollte dann mit den entsprechenden Maßen so werden ...

    Erste Kompanie des Nachschubbataillon 141

    Ich werde mir dazu wieder ein Folienabzeichen machen lassen.

    Gruß - Kai

    :BGS-F: BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK (GrenzSchutzKommando) Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft) :BGS-S:

    :BGS-B:

  • Erste Kompanie des Nachschubbataillon 141

    Das Nachschubbataillon 141 wurde 1994 durch Umgliederung und Umbenennung des Nachschub-Btl 801 als Teilaktives Bataillon aufgestellt, ab 2002 war das gesamte Bataillon nicht aktiv (Geräteeinheit).

    1997 gliederte sich das Bataillon in:

    1. StVersKp Karow,

    2. NschUmschlKp (teilaktiv) Boostedt,

    3. NschUmschlKp (nichtaktiv) Damsdorf,

    4. NschUmschlKp (nichtaktiv) Karow,

    5. NSchKp NVG/EVG (teilaktiv) Karow,

    6. NSchKp Mun Boostedt,

    7. NSchKp NVG/EVG (teilaktiv) Eggesin,

    8. NSchKp NVG/EVG (nichtaktiv) Karow

    Unterstellt war das Bataillon dem Logistik-Rgt 14, später dem Logistik-Rgt 97.

    Ab 2002 war der Mobilmachungsstützpunkt in Karow, Teile lagen in Boostedt und Beelitz.

    Das „Vorgängerbataillon“, das Nachschubbataillon 801, war 1991 aus dem Bataillon Materielle Sicherstellung 8 und dem Divisionslager 8 der NVA aufgestellt worden.

  • Klasse Recherche.

    Ich bin auch auf die erste Kompanie in Karow gestoßen.

    Da hat die DoKa mal ihren Dienst versehen.

    Dank dir für die detaillierte Aufstellung.

    Gruß - Kai

    :BGS-F: BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK (GrenzSchutzKommando) Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft) :BGS-S:

    :BGS-B:

  • Links könnte stehen "ALg", der stilisierte Trichter im Kreis steht für "Betriebsstoff" und rechts beginnt es mit einem "A"

    ALg - Außenlager, das waren meistens abgesetzte Lagerbereiche von Depots
    Zusammen mit dem Betriebsstoff-"Trichter" könnte es sich um ein Betriebsstofflager handeln.

    Mit "A" beginnend fällt mir als Betriebsstofflager eigentlich nur Amstetten auf der Schwäbischen Alb (Geislinger Steige) ein. Hier gab es schon seit Wehrmachtszeiten ein Betriebsstofflager der damaligen WiFo. Bei der Bundeswehr wurde in Amstetten u.a. eine Kanisterbefüllanlage eingerichtet.

  • Links könnte stehen "ALg", der stilisierte Trichter im Kreis steht für "Betriebsstoff" und rechts beginnt es mit einem "A"

    ALg - Außenlager, das waren meistens abgesetzte Lagerbereiche von Depots
    Zusammen mit dem Betriebsstoff-"Trichter" könnte es sich um ein Betriebsstofflager handeln.

    Mit "A" beginnend fällt mir als Betriebsstofflager eigentlich nur Amstetten auf der Schwäbischen Alb (Geislinger Steige) ein. Hier gab es schon seit Wehrmachtszeiten ein Betriebsstofflager der damaligen WiFo. Bei der Bundeswehr wurde in Amstetten u.a. eine Kanisterbefüllanlage eingerichtet.

    Dankeschön!


    Klingt plausibel. Ganz schön rumgekommen.

    Wenn er zuerst in Amstetten war und dann im Münchener Raum, macht ja irgendwo geografisch "sinn" .


    Erklärt auf jeden Fall auch den schlechten Zustand.

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