Epic Road 66 & more. Ein halbes Jahr unterwegs in den USA

  • ICE / Politik ist hier in den USA weder ein Tagesthema noch hat man da irgend welche Berührungspunkte. Das wird alles von den Medien nochgepusht und spiegelt meiner persönlichen Erfahrung nach absolut nicht die Realität vor Ort wieder.

    Überall Waffen und Amo - das kommt schon eher hin.

    Aber vor allem sind die USA ein geniales Reiseland mit unendlich viel Natur, Platz für alle, massig Stellplätzen für die Nacht und ausgesprochen höflichen, neugierigen, aufgeschlossenen Leuten. Ich kann es nur empfehlen und die Einreise ist mit ESTA / 90 Tagen für uns denkbar einfach.

    Chillige Zeiten in Alaska daher ...

    In Valdez gesehen, aktuell landet hier sehr oft Fisch auf dem Teller.

    Ein alter Eisenbahntunnel, nicht fertig gestellt. Ganz offiziell wegen einer Meinungsverschiedenheit + Schiesserei unter den Arbeitern :P:staun:

    Unsere DAF + Hymer ML570 Wagenburg. Die meiste Zeit bin ich ja allein unterwegs. Aber zwei der beiden Camper kenn ich schon länger und es war super die beiden wieder zu treffen. Typische Beschäftigung: erst mal alles reparieren was kaputt ist ...

    Mikroschalter im Wasserhahn. Wie kann man mit einem 1A Mikroschalter eine Pumpe anmachen, logisch dass das kaputt geht. Hatten wir nicht. Leider ein eher spezieller Schalter, also wieder alles zusammen bis die Teile besorgt sind ...

    Uwe und Melanie waren seit Wochen mit eine kaputten Truma Heizung unterwegs. Die geht nun auch wieder, verschmortes Kabel gefunden und in einer gemeinsamen Anstrengung den Fehler E653H zurück gesetzt, was super kompliziert war.

    Wie kann man als Hersteller eine Sperre in eine Heizung einbauen die in Weltreisefahrzeigen landet, die dann nur der Kundendienst in Deutschland freischalten kann ? Be-knackt und wir haben es ge-knackt.

    Langzeit Reisen bedeutet oft: alles mögliche unterwegs reparieren können ...

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: http://www.25u.de

  • Wie habt ihr das denn geschafft, ein paar mehr details würden mich schon interessieren. Habe selbst auch eine truma combi d6. Auslesen eines fehlers geht mittels blinkcode, aber zurücksetzenhmmm

    Gruß

    Hermann

  • Das war vergleichsweise komplex. Du brauchst sowohl die Truma Software, die nicht öffentlich zugänglich ist als auch ein Kabel um mit der Heizung zu sprechen. Das ist ein Kabel von USB auf Seriell TTL und auf LIN.

    Hab darüber einen eigenen Artikel fertig, ist noch nicht ganz fertig. Schau ab Sonntag in meinem Blog vorbei.

    Falls du diskutieren möchtest würd ich jedoch einen eigenen Thread vorschlagen, da dieses Projekt sehr anspruchsvoll ist.

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: http://www.25u.de

  • Weitere Reiseeindrücke, aber auch ne ganz konkrete Frage.

    Aber erst Mal ein Gletscher Bild ...

    Wenn man keinen Bock hat 150$ für eine Tour zu bezahlen und statt dessen einfach die Drohne losschickt. Gratis.

    Hab inzwischen meinen ersten Elch (sogar mit Nachwuchs) fotografiert. Unten am Fluss beim Goldwaschen (0,01 Gramm)

    Reparaturen unterwegs ! Damit könnte ich locker einen weiteren Thread füllen. Dauernd geht was kaputt. Entweder einem selber oder anderen. Anstatt weiter nach Palmer oder Anchorage zu fahren hab ich gestern erneut angehalten um einem Motoradfahrer zu helfen. Problem: Reifen platt.

    Grosses Problem: Reifen platt bei einem Reifen mit Schlauch.

    Situation vor Ort, soeben angehalten.

    Es hat sich als extrem kompliziert herausgestellt, den Reifen überhaupt von der Felge runter zu bekommen. Auf dem Bild sieht man, dass der Biker links im Bild einen kleinen Schraubenzieher mit blauem Kopf verwendet hat: wie sich dann herausgestellt hat war der kaputte Schlauch innen nicht nur mit Loch vom Nagel, sondern ziemlich zerfetzt.

    Wir hatten kein gutes Werkzeug. Mein dicker Schraubenzieher rechts war da schon besser, mit rund geschliffenen Kopf, aber wir haben den neuen Schlauch beim Einbauen dann trotzdem kaputt gemacht.

    Hauptproblem war, den Reifen von der Felge runter und wieder rauf zu kriegen.

    Meiner Meinung nach wäre das nur mit Maschinen in einer Werkstatt möglich gewesen, wir haben es mit Flacheisen und letztendlich einem Verlängerungsrohr ohne gute Technik probiert, letztendlich ohne Erfolg.

    Gibts da Tipps ? Oder Werkzeug, was einem diese Sache unterwegs erleichtert oder überhaupt möglich macht ?


    Der eigentliche Verursacher :

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: http://www.25u.de

  • Für mich sieht es so aus, als wenn der Reifen noch auf der Felgenschulter liegt, auf der gegenüberliegenden Seite müsste der Reifen zusammengedrückt werden, damit die Flanke tiefer rutschen kann, nur dann habt ihr genug Spiel um den Reifen über das Felgenhorn zu bekommen.

    Gruß
    der
    Benzschrauber


    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Genau so wie Adeeas es sagt. Den Reifen rund herum vom Felgenhorn lösen - klebt hier und da - und mit beiden Füßen auf den Reifen hocken. Dann lässt sich der Reifen besser über das Horn heben.


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl)  ;P


    26830070ux.jpg,:) 26830071zt.jpg

    37732156eq.jpg

    "Alle Bände sofort erhältlich! Zu beziehen direkt bei VS-Books"
    :bumod: Hier geht es zum VS-Books Shop :bumod:

  • Für mich sieht es so aus, als wenn der Reifen noch auf der Felgenschulter liegt, auf der gegenüberliegenden Seite müsste der Reifen zusammengedrückt werden, damit die Flanke tiefer rutschen kann, nur dann habt ihr genug Spiel um den Reifen über das Felgenhorn zu bekommen.

    Genau so sehe ich das auch.

    Ich möchte hier nicht klugscheissern, aber feldmäßige Reifenmontage kann eine quälerei sein. Vor allem wenn man nicht das richtige Werkzeug und die richtigen Hilfsmittel zur Verfügung hat. Die Benutzung von Schraubenziehern führt erfahrungsgemäß zu 95% zur Beschädigung des Schlauches, wenn vorhanden.

    Montierhebel mit schön abgerundeten Ecken und Kanten sind unbedingt erforderlich. Zur Improvisation tun es auch zurecht geschnitzte Hartholzstöcke aus der Natur, auch ein oder zwei Schraubzwingen sind hilfreich um die Reifenflanke unten zu halten. Ersatzweise wenn vorhanden, das zweite Fahrzeug vorsichtig zum runterdrücken der Reifenflanke benutzen, indem man es auf die Flanke fährt, oder einen entsprechend schweren Stein. Wagenheber wenn zur Hand geht auch, wenn man nach oben hin einen Gegenhalt hat z.B. Felsvorsprung, zweites Fahrzeug, einen umgestürzten Baum, eine niedrige Brücke ect. was oder wie auch immer, der Fantasie sind ja keine Grenzen gesetzt. Aber immer schön vorsichtig damit man keinen zusätzlichen Reifenschaden produziert.

    Und natürlich "Flutschi", man weiß ja ohne Flutschi tut´s weh :öl::witz: . Optimal natürlich Reifenmontierpaste. Ersatzweise kann mit Spülmittel, Seife, Fett, Duschgel improvisiert werden. Wenn gar nichts von dem verfügbar ist, tut es im äußersten Notfall auch Motorenöl. Aber in dem Fall unbedingt beim nächsten Reifenservice anhalten und alles wieder demontieren und vom Öl befreien, den Öl kann den Reifen kaputt machen. Was lebensgefährlich ist, wenn er sich bei höherer Geschwindigkeit verabschiedet.

    Ich habe das zweimal mit meinem Unimog erlebt. Unvergesslich im absolut negativen Sinne ! :schwitz: :deck:

    So, ich habe fertig.

    Allzeit gute Fahrt, wünscht Tom.

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

  • Ahh ich seh schon, da ist gestern einiges schief gelaufen. Aber deswegen schreib ich ja, um Fehler zu analysieren und dazuzulernen.

    Super Input von euch, top !

    - Ich hätte super stabile Kabelbinder dabei gehabt, um den Reifen zusammen zu pressen. Nicht daran gedacht, hab ich inzwischen in einem YT Video entdeckt. Insgesamt gibt es zu Motorrad + Schlauch Reparatur aber wenig Youtube Material. Wie man Durchstiche bei Schlauchlosen repariert wird dagegen oft erklärt.

    - Sowohl Reifen Montagepaste als auch Spülmittel waren an Bord. Ich hab weder daran gedacht noch hat der Franzose danach gefragt.

    Ich hatte tatsächlich daran gedacht, den Reifen mit neuem Schlauch mit dem LKW runterzudrücken anstatt Werkzeug zu verwenden. Oder mit dem Wagenheber Druck ausüben von oben während man gegen die Achse von LKW drückt oder sowas.

    Haben wir gestern nicht realisiert. War aber auch eine sehr dynamische und leicht hektische Situation.

    Montierhebel pack ich auf die Einkaufsliste, der Franzose hatte exakt einen dabei und ich Null.

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: http://www.25u.de

  • Hektisch ist immer doof. Kannst du dich erinnern wie wir mit Marcus zusammen den Reifen an deinem Roller gefixt haben? Einer drückt zusammen und der zweite hebelt auf der anderen Seite... Ein bis zwei ( verschiedene ) Montierhebel kriegst du in deinem Fahrzeug auch noch unter, unsere haben alle runde Kanten.

    Am Fahrrad sind Continental Reifen übrigens auch immer extrem eng.

    :mech:

    Ich suche immer Modellbaureste in 1:24 - 1:72 , insbesondere Droptanks und Aussenlasten in 1:32 !

  • Beitrag von hermann (6. August 2026 um 20:27)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (6. August 2026 um 20:34).
  • Zum aufziehen ist bei mir ein entsprechend grosser hammer die erste wahl. Damit lässt sich der reifenwulst stück für stück über den felgenrand schlagen, wenn man diese technik beherrscht. Bei motorradreifen sollte man eher einen gummihammer benutzen, um weder reifen noch felge zu beschädigen.

    Gruß

    Hermann

  • Moin,

    nur mal so ins Feld gefragt: War der Gute Biker auch etwas passend ausgerüstet?

    Ein Rookie oder schon mal unterwegs, evt hilft auch zuvor zu Hause Trockenübungen zu machen.

    Aber wer da Oben bei Euch unterwegs ist ist das selbstredend?

    Weiterhin Gute Fahrt und Danke-

    Frank

  • Moin Frank.

    Bitte kläre eine alten Mann mit Bildungslücken mal auf, was ein ROOKIE ist. hmmm  :denk:

    Tom grüßt dich aus der Reha.

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

  • Er hatte einen Ersatzschlauch dabei, schon mal nicht schlecht. Und er kam aus Argentinien, hatte daher die komplette Südamerika Route hinter sich. Der Reifen hätte auch nur noch 250km bis Fairbanks halten müssen, dort sollte das Motorrad verkauft werden.

    Ich hatte Erfahrung mit diversen Fahrrad, eRoller Reparaturen die alle einen inneren Schlauch haben. Speziell den Schlauch beim eRoller flicken ist echt anspruchsvoll, da geht der Reifen ebenfalls nur ganz schwer raus. Bei der Gulschkanone letztens in Vancouver war der sehr alte Reifen trotzdem eher gut zu zerlegen bzw abzuziehen.

    Insgesamt war die Situation sehr dynamisch. Es kamen Sprachbarrieren dazu und in dem Fall ist mehr Hektik + es passieren mehr Fehler. So wie bei mir, komplett vergessen das Gummi flutschig zu machen mit den Mitteln die dazu eigentlich reichlich an Bord waren. Bergungen oder Reparaturen am Abend sind zeitlich auch eher ungünstig.

    Vormittags sind die Leute viel besser motiviert, gemeinsam etwas zu unternehmen.

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: http://www.25u.de

  • So ich hab aufgerüstet:

    Auch in Hinsicht auf Reparaturen, die mich selber noch erwarten. Den eRoller trifft es öfter Mal mit irgend welchen Metall Spänen oder nadelförmigen Fremdkörpern.

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: http://www.25u.de

  • Anchorage hat man schnell durch, hier gibt es nicht viel zu sehen oder zu erleben. So mein Eindruck, der natürlich auch täuschen kann. Der Flughafen mit den Wasserflugzeugen soll noch gut sein, den schau ich mir morgen an. Ansonsten gibts hier ein paar Museen, nette Cafes, an einem Tag hat man alles gesehen.

    Daher war die Flugschau hier eine nette Abwechslung und der Andrang entsprechend. Die Airbase hatte eingeladen, doch seht selbst:

    Endlich drin und im Geschehen. Es gab krasse Einlasskontrollen - für Ausländer. Foto, Finderabdruck, Durchsuchung ...

    War auch das erste Mal dass mich tatsächlich jemand nach Facebook / Instagram gefragt hat. Ich hab mit Begeisterung auf mein Blog verwiesen, hoffentlich krieg ich so ein paar mehr Follower zusammen.

    (Ironie ...)

    Da hätte der DAF t244 auch rein gepasst, muss ich mir mal merken für später.

    Die Flugshow war schon cool, sowohl Dogfight mit alten Propeller Maschinen auch auch eine Demonstration aktueller Technik.

    F-22 Raptor ? Wisst ihr sicher besser.

    Die Veranstaltung war vor allem für Familien und Kinder ausgelegt.

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: http://www.25u.de

  • Bild 5 : " New World Order " - Typisch Cowboys. :daumenrunter:

    Bild 7 : Die Klimafuzzis wären " entzückt " bei so viel Grobstaub in der Luft. Dat Luischen hätte Schnappatmung. :mimimi: :heul::thumbsup-blue:

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!