Bundeswehr Veteran, Reminder zum Antrag des Veteranenabzeichens!

  • Moin Moin,

    oder eher, ein freundliches Hallo in die Foren Community,


    einige von unseren Forenmitgliedern sind ja nicht nur Militär Fahrzeug Fans, der ein oder andere war ja auch mal beim „großen Trachtenverein“ und hat dort seine „Zeit“ in den Diensten des Deutschen Volkes abgeleistet. Teils mit sehr unterschiedlichen und eigentümlichen Erfahrungen und Erinnerungen.

    Nachdem vor einigen Monden ein ehemaliger Kanzler eine Zeitenwende ausgerufen hat, hat sich doch einige getan. Es gibt mehr medialen Auftritt der „Truppe“ und die Akzeptanz ist deutlich zum positiven gewandelt. Die letztlich geführte Diskussion über Wehrdienst ist da gefühlt nur die Spitze des Eisberges.

    Aber wenn alle ehemaligen mehr Flagge zeigen, ist es doch auch ein gutes Zeichen, oder?

    Hier auch die Umfrage wer eine militärische Vergangenheit hat… Link


    Aufgrund dieser Motivation wollte ich hier einmal „Werbung“ für das „Veteranen Abzeichen“ machen.

    Es ist eine gute „Art und Weise“ um Flagge zu zeigen, also sei dabei, zeige auch Du „Flagge“.


    Links:

    Homepage Bundeswehr zum Veteranen Abzeichen:

    Antrag auf das Veteranen Abzeichen - Link

    Wiki Eintrag Link


    Also, tragen wir das Veteranenabzeichnen mit Stolz und Würde! ;)

    MfG
    Falki ( m1009_smiley_gross.gif M1009 Driver)

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  • Hier gibt es auch noch was zu lesen zu dem Thema. Ich hatte auch schon mal darüber berichtet. Ich finde es eine gute Idee, dass es jetzt einen eigenen Thread dazu gibt.

    Grüße

    wo darf man das dann dran tragen?

    Hi, man darf es nur an ziviler Kleidung tragen. Nicht an einer regulären Uniform der BW, egal ob noch aktiv oder Reserve oder Inhaber einer allgUTE. Nur zivil. Das steht auch im Antrag drinne

    Das Ding ist nicht sooo groß, schätze im Durchmesser so wie ein 5 Cent Stück.

    Ist was für den Kragen eines Hemdes oder die Brusttasche.

    Das Thema Veteranenabzeichen haben wir vor Jahren (2019) schon ausführlichst diskutiert.

    ShroudShifter
    18. Juni 2019 um 08:06

    :ilseo:     :barett-ko:

  • Das Veteranenabzeichen gibts doch schon seit 2019 und das Thema gabs hier ja auch schon mehrfach ;)

    Aber grundsätzlich nicht verkehrt, wobei man bei Aktiven nichts positives erwarten sollte. In der Truppe und bei Ehemaligen, welche im Einsatz waren, wird das Veteranenabzeichen als Bundespin verspottet.

    Jede Medallie hat halt zwei Seiten.

    Schöne Grüße
    Falk

    :barett-gn:                        :ilsef:                                             :3D:

  • Ja, mir wr / ist bewusst, dass es dieses Thema in mehreren Threads und Diskusssionsverläufen schon einmal gegeben hat.

    Auch ist mir bewusst, das es 2019... also vor 6 Jahren "neu" war.

    Auch wenn es von aktiven Soldaten ggf. "belächelt" wird, es zeigt nach außen die Verbundenheit zur Truppe.

    MfG
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  • Auch auf die Gefahr hin, Argumente oder Statements zu wiederholen:

    Veteran ist ein großes Wort.

    Viele Kameraden unterscheiden auch zwischen Veteran und Einsatzveteran.

    Und zwischen bzw. unter Ms / Uffz / Offz gibt es auch verschiedene Sichtweisen. Und jede ist für sich völlig i.O.

    Ich kann verstehen, dass man sich schwer damit tut. Aber für mich geht das auch einher mit der gesamten Veteranenkultur, die bei uns doch noch sehr zögerlich gelebt und gesellschaftlich wertgeschätzt wird.

    Was ich eigentlich genauso wichtig, wenn nicht sogar noch notwendiger fände, ist das kürzlich in den Medien (mal wieder) andiskutierte Verwundetenabzeichen.

    Und das gerade deshalb, weil viele Wunden noch nicht verheilt, aber auch nicht sichtbar sind.

    Gruß

    :ilseo:     :barett-ko:

  • Es geht ja nicht nur um die "Veteranenkultur" wenn man das wirklich so nennen will. Es geht auch um den Umgang mit denehemaligen und den Reservisten. Meine Erfahrungen mit dem Reservistenverband waren sehr negativ und diese Erfahrungen haben Freunde gemacht mit denen ich gesprochen habe. WIr sind an einer Zeitenwende und die Truppe braucht dringend Leute. Aber da muss auf ganzer Front was getan werden. Angefangen von der Bezahlung der Soldaten der Öffentlichkeitsarbeit, der Struktur der Reserve, den Kasernen, der Organisation und dem Umgang mit Veteranen die im EInsatz waren und Ehemaligen. Das Veteranenabzeichen, ja ich trage es auch ab und an, ist halt herausgelöst nichts was die grundlegenden Probleme löst. Es ist eher ein trauriger Anfang dem nichts weiter gefolgt ist.

    Schöne Grüße
    Falk

    :barett-gn:                        :ilsef:                                             :3D:

  • Es geht auch um den Umgang mit den ehemaligen und den Reservisten. Meine Erfahrungen mit dem Reservistenverband waren sehr negativ und diese Erfahrungen haben Freunde gemacht mit denen ich gesprochen habe

    Es ist mit dem Reservistenverband wie mit der Kirche: beide Institutionen stehen oder fallen mit dem hauptamtlichen Personal vor Ort und dessen Engagement !

    Meine Erfahrungen waren durchweg positiv.

    Gruß Bernhard

  • Nun…

    Moin Moin liebe Foren Community und…

    Ach was… setzt Euch und holt Euch einen Tee oder Kaffee, denn der folgende Text ist länger als erwartet.

    :pfeif:


    Ich würde das „Veteranenabzeichen“ losgelöst von „Der Reserve“ sehen. Das eine ist ein Zechen der Emotionalen Verbundenheit, das andere ein unterschiedlich gut organisiertes und umgesetztes Konzept ehemalige Soldaten militärisch „fit“ zu halten, dass durch eine deutsche „Vereinskultur“ in teilen in grotesken Formen getrieben wird.

    Ich selber war 1996 – 1999 Soldat, und seit dem 01.01.2000 Reservist. Ich habe aber für mich immer unterschieden in Wehrübungen, Reservistenkameradschaft und Aktivitäten meiner Reservisteneinheit.Ich stelle grade fest, das ich das schon seit über 25 Jahren mache, ach du meine Güte. :wacko:

    Grade die teilaktiven Einheiten haben sich 2000 – 2006 (große Reform und Auflösung sehr vieler teilaktiver Verbände) verändert und kommen in der modernen Bundeswehr (ab ca. 2017) ganz anders daher.

    Hier liegt es imho immer daran, was kann man noch körperlich schaffen und was ist man bereit zu geben bzw. wie weit will (kann) man sich einbringen. Grade Teile dieser teilaktiven Einheiten – Merkmal Wort „Heimatschutz“ - wurden seit der der 2022 ausgerufenen „Zeitenwende“ extrem gepusht.

    Dann gibt es noch die über ganz Deutschland verteilte „Reservistenkameradschaft e.V.“ die seit je her besteht, ich kenne nicht einmal das Gründungsjahr. :rolleyes: Hier stimme ich meinem Vorschreiber zu, es ist wie in der Kirche und es gibt Kreisverbände oder Ortsverbände die richtig gut sind und wirklich atemberaubende Sachen machen, und es gibt eben auch tausendundeins negative Beispiele. Hier muss ich zugeben, habe ich mich persönlich immer etwas zurück gehalten, weil die Koordination und Organisation von gleichgesinnten Kameraden immer etwas schwer war und – gebe ich zu – ich auch von ein bis zwei Erlebnissen etwas abgeschreckt wurde.

    Als wenn das nicht alles schon chaotisch genug wäre, kommt noch der Behördenschimmel dazu. Um alles unter einen Hut zu bekommen muss man – im Jahr 2025 – einen ganzen Wald an Formularen ausfüllen. Dabei ist die „Unterhaltssicherungsbehörde“ schon 2019 den weg in das digitale Zeitalter gegangen... Grade beim Ausfüllen der vor der Wehrübung notwendigen Formulare und der in teilen „komischen“ Anforderung des PersABw denkt man sich oft, wollen die einen überhaupt?


    Das die aktive Truppe mal mehr mal weniger nett zu den Reservisten ist, ist bekannt. Oft hört man dann Worte wie „Hobbysoldat“ oder „Uniformträger“. Da liegt es dann an jedem selber, wie er damit umgeht. Mir persönlich war es bei jeder Wehrübung in der aktiven oder mit der aktiven Truppe zusammen wichtig, eben nicht als „Reservist“ erkannt zu werden.


    Jeder der aber heute noch sagt… Reserve ist mir zu wieder, denn das sind nur Hobbysoldaten, die tun nur so, machen aber nicht… verweigert sich der Realität und den Möglichkeiten. Es gibt eben solche und solche teilaktiven Einheiten. Mal mehr an der aktiven Truppe, mal weniger.

    Aber es gibt teilaktive Einheiten die im Grunde der aktiven Truppe – außer an der Einschränkung in Teilbereiche des Materials – in Nichts hinterherstehen.

    Ich persönlich bin froh, dass ich damals (2019) den Mut hatte, von einer Spiegelstelle in einem aktiven Btl auf eine Stelle in einet teilaktiven Einheit zu wechseln, da die Tätigkeiten dort mehr Verantwortung und Möglichkeiten gebracht haben, was von Beginn an nicht so zu sehen war.


    Aber das alles muss man – imho – getrennt von dem Veteranenabzeichen sehen. :)


    MfG
    Elektroman1975

    MfG
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  • Ohne vom 100stel ins 1000stel kommen zu wollen und weg vom Veteranenabzeichen, meine Erfahrung mit der Reserve:

    War Grenni und Hilfssani. Ich wollte in der Reserve gerne und habe vorgechlafen in den San-Bereich zu wechseln, weil ich da in meinen Augen mehr reissen kann, als mit 50+ bei den Grennis. Mal ordnete mich eine RK zu, die weder mit dem Einen noch mit dem Anderen zu tun hat. Jede Nachfrage wurde ignoriert, ich muss halt damit leben. Was soll ich in einer RK in der es nur um gemeinsames wandern und ab und an ne Schießübung geht?

    Unsere Resvere in D ist verglichen mit anderen Ländern ein Scherz, weil nicht präsent. Es werden Heimatschutzeinheiten gebildet, welche für den Objektschutz zuständig sind. Im Ernstfall sind die Objektschützer dann mit Eliteeinheiten wie Fallschirmjäger und Sonderkommandos konfrontiert. Ich muss keinem erzählen wie das aus geht.

    Zurück zum Thema:

    Das Veteranenabzeichen war eine gute Idee und ich habe es auch gleich bestellt, aber danach kam nichts mehr. Soldaten die im Einsatz waren um die kümmert man sich nicht weiter. Genau die hätten es aber am dringensten nötig und verdient.

    Der erste Schritt ist getan und nun fehlen halt weitere Maßnahmen. Mit dem Projekt Arminius redet man davon bis zu 3000 weitere Boxer zu kaufen. Schön und wer fährt die? Es fehlen Leute weil die BW nicht attraktiv ist, die Reserve ist es ebenso nicht. Hart ausgedrückt aber das ist die traurige Realität. Der "Bundespin" ändert da reichlich wenig, zumal jeder das Ding auch bei E-Bay für 15 Euro kaufen kann. Ein Witz.

    Schöne Grüße
    Falk

    :barett-gn:                        :ilsef:                                             :3D:

  • Ist OT, aber hilft ggf. dem ein oder anderen:

    Wie ich oben geschrieben habe… die Reserve in Deutschland ist ein wildes Konstrukt aus „Spiegelstellen“ in aktiven Verbänden, teilaktiven Einheiten / Verbände, der Reservistenkameradschaft.

    Wenn man wirklich nach dem aktiven Dienst „fit“ und „militärisch“ auf einem Stand bleiben will, muss man sich selber kümmern, denn ein anderer wird es nicht tun. Leider nicht einmal jetzt, wo man die Reserve „aufbauen“ will – übrigens schon seit 2022 -.


    Die RK ist so zusagen der Grundverein um das normale „Grundrauschen“ der Kommunikation mit zu bekommen. Ab und an, wenn man viel gesehen und Erfahrung hat, kann man auch an dem ein oder anderen interessanten Resie Wettkampf teilnehmen, weil man den kennt und weiß wann und wo er stattfindet.

    Eine Spiegelstelle ist eben das was sie ist, ein gespiegelter Dienstposten in einem aktiven Verband, auf den man aber nur mit den entsprechenden aktuellen und benötigten ATN’s kommt. Und natürlich belegt eine Einheit keine Spiegelstellen mit Reservisten Phantomen, die nie zu Übungen kommen oder nicht greifbar ist und / oder aufgrund des 90/5 des Arztes Nichts dürfen.

    Seit ca. 2018 gibt es nun auch teilaktive Einheiten die vor dem Dienstherrn mit so genannte „Dauerwehrübenden“ daherkommen. Dieses bedeutet, dass die teilaktive Einheit ein Büro, einen Flur oder einen Block in einer Kaserne hat, dort eine Kernzelle sitzt und Übungen und Wehrübungen vor- und nachbereitet.

    Dann gibt es reine teilaktive Einheiten… da war meine letzte Erfahrung das „HSchBtl 933 KurKöln“ in Köln, Aufgelöst am 28. Juli 2006. Das war immer von der Intensivität und der „Art und Weise“ mehr als bei der RK und weniger wie bei der Spiegestelle oder Wehrübungen in der aktiven Truppe. Wie es heute in den HSchBtl ist, weiß ich nur durch hören sagen…


    Aber wer es schafft… körperlich, mental und anhand seiner lupenreinen Polizeiakte in den teilaktiven Einheiten oder auf eine Spiegelstelle eine Beorderung zu bekommen, muss sich immerhin dann noch mit dem Amtsschimmel und dem Bürokratismus des PersABw auseinandersetzen…

    Aber laut meiner Erfahrung gibt es hier auf jeden Topf einen Deckel und wenn man eben körperlich die HIBA nicht mehr in 3:20 schafft, gibt es i.d.R. Bereiche in der man aktiv werden kann. Aber a) muss man selber Sie suchen und b) sind diese in der Regel nicht vor der Haustür.

    Hier hilft ggf. auch die neue App: Link

    MfG
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  • Es werden Heimatschutzeinheiten gebildet, welche für den Objektschutz zuständig sind. Im Ernstfall sind die Objektschützer dann mit Eliteeinheiten wie Fallschirmjäger und Sonderkommandos konfrontiert. Ich muss keinem erzählen wie das aus geht.

    Ja, OT…

    Natürlich wissen alle wie das ausgeht. Aber wenn – wie zwischen 2006 bis 2022 - keine Kräfte für sensible Infrastruktur vorgehalten wird, wissen wir ja auch wie es ausgeht. Und leider haben sich – allem Anschein – die Zeiten seit 2016 geändert und deutlich geändert seit Feb 2022.

    Ob das Konzept der HSch Verbände so aufgeht, kann ich nicht beurteilen. Ob es nicht aufgeht, wenn gar keiner mehr vorgehalten wird… liegt auf der Hand…

    Und damit halte ich mich jetzt auch aus den Diskussion „Sein oder Nicht sein… das ist hier die Frage“ zurück.

    ;)

    MfG
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