Bremsenprobleme Defender

  • Bei unserem Defender Bj. 91 habe ich ein Problem mit der Bremse. Der Druckpunkt am Pedal ist nicht konstant und wandert. Besonders auffällig ist das seltsamerweise wenn ich ein Stück rückwärts rangiere ! Zumindest erscheint mir das in dem Fall immer besonders. Die Bremsleistung ist allerdings unauffällig und gut.


    Ich habe die komplette Anlage dreimal entlüftet und neu befüllt, zweimal konventionell per Pedal und das letzte Mal mit einem Druckgerät, der Hauptbremszylinder ist nagelneu und von Brembo, die Trommelbeläge hinten sind auch komplett neu, ebenso ein Bremszylinder ( den zweiten tausche ich auch noch ). Jedesmal war es kurzzeitig besser und wurde dann wieder schlechter. Als nächstes werden die Schläuche gegen neue Stahlflexschläuche getauscht.

    Habe ich irgendwas übersehen ? Kann der Bremskraftverstärker defekt sein oder eine Leitung undicht ?


    :mech:

    Ich suche immer Modellbaureste in 1:24 - 1:72 , insbesondere Droptanks und Aussenlasten in 1:32 !

  • Wenn etwas undicht ist merkst Du das entweder dadurch dass die Bremsflüssigkeit im Vorratsbehälter weniger wird oder Du siehst es bei einer optischen Inspektion des Fahrzeugs von unten.

    Wandert der Druckpunkt nur oder unterscheidet sich das auch von der Härte des Druckpunts ? Wir hatten hier im Forum doch neulich das Thema BKV bei einem Mercedes. In Deinem Fall kann das auch der BKV sein, nur ohne Auslösung einer Bremsung, sondern mit Ausfall der Unterstützung.

    Es kann auch am Unterdruck liegen, defekter Schlauch ( was durch Bewegung für das Symptom bei Rückwärtsfahrt sprechen würde ).

    Aber ohne wirklich am Fahrzeug zu sein ist es schwierig eine Diagnose zu stellen.

    Ach ja: Schöne Weihnachten.

    Gruß

    Wolfgang

  • Hast du die neuen Backen auch richtig eingebaut?

    Es gibt auflaufende und ablaufende Backen. Ich hatte das auch schon mal falsch montiert. Mir ist an den neuen Backen auch schon 2mal der Stift zum Nachsteller abgefallen. Hab dann auf Scheibenbremsen umgebaut. Hatte einfach keinen Bock mehr auf die Trommelbremse und das ständige nachstellen.

    Gruß Stefan

  • Flüssigkeitsverlust ist auszuschließen, der Pegel ist stabil. Mit dem Verdacht auf Undichtigkeit hatte ich auch die Luftleitungen im Blick.

    Die Bremsbacken sollten auch richtig moniert sein, ich vergleiche beim Einbau immer genau die alten mit den neuen für die korrekte Position . Da ist auch sehr wenig Spielraum, d.h. die Trommeln sind nicht verschlissen und bei falscher Montage müsste es Probleme geben die im aufgebockten Zustand und beim Einstellen direkt auffallen müssten. Nachstellen muss ich die relativ selten, ich fahre ziemlich Materialschonend und nicht sehr viel, Verschleiß ist auch immer deutlich spürbar durch längeren Weg und durch nachstellen sofort zu beheben.

    Ist ein defekter BKV nicht deutlich durch abfallenden Druck zu lokalisieren wenn ich das Pedal gedrückt halte ? Wenn der Druck da ist bleibt er auch stabil, lediglich nach Standzeit sowie beim Fahren nach einer Strecke ohne Bremsen muss ich durch Pumpen den Druckpunkt wieder erhöhen.

    :mech:

    Ich suche immer Modellbaureste in 1:24 - 1:72 , insbesondere Droptanks und Aussenlasten in 1:32 !

  • lediglich nach Standzeit sowie beim Fahren nach einer Strecke ohne Bremsen muss ich durch Pumpen den Druckpunkt wieder erhöhen.

    Moin,

    meinst du damit das du den Leerweg bis zum Druckpunkt durch Pumpen verkürzen kannst?
    Bei einer Trommelbremse ist es ja so, dass je größer der Luftspalt zwischen Backen und Trommel ist, desto größer auch der Leerweg. Die Backen müssen ja erst einmal an die Trommel geschoben werden.
    Wenn du nun schnell ein weiteres mal auf die Bremse trittst, dann wird dieser Weg kürzer, da die Federn es nicht schaffen die Backen in der kurzen Zeit wieder komplett zurück zu ziehen. Bremst du längere Zeit nicht, sind die Backen komplett zurück gezogen.

  • Wie bereits gesagt, an den hinteren Trommeln dürfte es nicht liegen, die werden ja per Hand nach dem Einbau justiert und das habe ich auch schon so oft gemacht daß ich da sehr sicher bin. Der freie Nachstellbereich bei den neuen Belägen ist immer sehr gering.

    :mech:

    Ich suche immer Modellbaureste in 1:24 - 1:72 , insbesondere Droptanks und Aussenlasten in 1:32 !

  • Ich hab mal ein ähnliches Problem beim Serie 2a gehabt. Da „fliegt“ da die eine Backe lose rum ohne mit ner Feder zusammengezogen zu werden. Der Vorbesitzer (oder dessen Mechaniker) hatte dann ne zusätzliche Feder eingebaut. Dadurch war der Pedalweg zu weit und man musste Pumpen.
    Das war nicht so als ich den Wagen bekam, erst als ich alles gut gangbar gemacht und wieder genauso zusammen gebaut hatte.

    Ich würd den Fehler daher an den Federn der Backen vermuten.
    Vor allem weil du genau da dran warst

    Gruß
    der
    Benzschrauber


    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Ich war überall dran ohne daß sich was geändert hat. Sieh oben . Es war vor den Reparaturen genau so Mist wie danach.

    :mech:

    Ich suche immer Modellbaureste in 1:24 - 1:72 , insbesondere Droptanks und Aussenlasten in 1:32 !

  • Naja. Man schaue immer da zuerst wo man zuletzt dran war. :lach:

    Hast du denn hinten die Bremse neu gemacht weil da das Problem war?


    Hast du mal nen Fotos von den Federn die die backen zusammenziehen?

    Gruß
    der
    Benzschrauber


    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • killnoizer: eins fällt mir noch ein, ist zwar selten, kann jedoch auftreten. Beim Kreis mit der Trommelbremse muss irgendwo ein sog. Bodenventil verbaut sein, entweder ist das am HBZ ( üblich ) oder in der Leitung nach hinten ( ganz selten, aber Du hast je nen Briten :D ). Dieses Ventil sorgt für einen Vordruck im System, müsste so um 0,5 bar sein, der ist dafür da dass die Kolben des Radzylinders immer am Backen anliegen, ohne den Backen dabei nach außen zu drücken. Wenn dieser Vordruck fehlt kann es auch zu längerem Prdalweg kommen weil Du erstmal die Kolben an die Backen bringen musst.
    Kannst Du relativ einfach prüfen mit einem Manometer dass Du anstatt des Enrlüfternippels anbringst. Dann siehst Du ja ob nach Druck und wieder entlasten des Bremspedals ein geringer Restdruck bleibt oder nicht.

    Gruß

    Wolfgang

  • Flüssigkeitsverlust ist auszuschließen, der Pegel ist stabil. Mit dem Verdacht auf Undichtigkeit hatte ich auch die Luftleitungen im Blick.

    Die Bremsbacken sollten auch richtig moniert sein, ich vergleiche beim Einbau immer genau die alten mit den neuen für die korrekte Position . Da ist auch sehr wenig Spielraum, d.h. die Trommeln sind nicht verschlissen und bei falscher Montage müsste es Probleme geben die im aufgebockten Zustand und beim Einstellen direkt auffallen müssten. Nachstellen muss ich die relativ selten, ich fahre ziemlich Materialschonend und nicht sehr viel, Verschleiß ist auch immer deutlich spürbar durch längeren Weg und durch nachstellen sofort zu beheben.

    Ist ein defekter BKV nicht deutlich durch abfallenden Druck zu lokalisieren wenn ich das Pedal gedrückt halte ? Wenn der Druck da ist bleibt er auch stabil, lediglich nach Standzeit sowie beim Fahren nach einer Strecke ohne Bremsen muss ich durch Pumpen den Druckpunkt wieder erhöhen.

    Wenn die Backen vor dir einer falsch montiert hat ist die wahrscheinlichkeit groß sie wieder falsch zu montieren. Der Unterschied ist ganz schwer zu erkennen. Dann liegen die Backen nicht richtig an der Trommel. Im Blacklandy Forum gab es mal ein schönes Bild. Ich konnte meine nicht mehr Nachstellenund hatte immer erst beim zweiten Treten volle Bremsleistung.

    Gruß Stefan

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