Bandstacheldraht / S-Draht.
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bghdh -
3. Februar 2026 um 08:54 -
Unerledigt
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Anstatt einer Rechtsberatung durch Hobby-Google-Forumsjuristen empfehle ich, da es um Schießsport geht, eine Anfrage beim VDB: https://www.vdb-waffen.de/
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Nee, es geht um Gesetzes- und um Haftungsfragen.
Wenn sich ein Schützenverein an gültiges Bau- und Nachbarrecht (dabei geht es grundsätzlich um die Verhältnismäßigkeit, die Bauweise, und die hinweisende Kennzeichnung) hält, kann in der Regel von einem Ausschluss der Haftung ausgegeangen werden. So ein Zaun darf aber i.d.R. nie die erste Barriere sein, da das Übersehen (oder das nicht Verstehen) von einem Hinweisschild unverhältnismäßig schlimmere Folgen haben könnte als z.B. ein Hinweisschild "Achtung Videoüberwachung".
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Das ist jetzt ziemlich wirr und ohne Zusammenhang zum VDB...
Und der Schießstand war wohl nur als Beispiel gedacht, da könnte auch "Steinbruch" oder "Umspannwerk" stehen.
Es geht aber darum, ob wie immer wieder auf dem Klo behauptet, ein reales Verwendungsverbot oder Verwendungseinschränkungen für dieses (recht effektive) Zaunmaterial besteht. Den Beleg ist mir bislang jeder schuldig geblieben.
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Nur zum Verständnis:
Jahrzehntelang hatten wir keine Probleme. Neuerdings ist ein Disc Golf parcours in unmittelbarer Nähe installiert worden.
Jetzt wird trotz Warnschilder vermehrt der Zaun- sagen wir mal beschädigt- um an Fehlwürfe zu kommen. Diese werden von uns nicht unmittelbar, sondern zeitlich versetzt, wieder rausgelegt.
Das Problem haben wir nicht mit dem Nachbarverein, sondern mit deren externen Gästen/ die ja rund um die Uhr den Parcours nutzen können.
.....und es ist ja erst mal ein Gedanke zur Problemlösung unbefugter Zutritt während unseres Betriebs und Sachbeschädigung.
Also, Bau- u Nachbarrecht ist hilfreich. Danke!
Mir ging es darum ob solche Teile irgendeinem deutschen Gesetz unterliegen.
Bandstacheldraht hab ich mal an nem nichtmilitärischen Flugplatz gesehen
Bernd.
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Häufig haben Getränkemärkte etc. S-Rollen ums Leergutlager, wäre es verboten hätten die ständig Ärger.
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Meine Erfahrung ist, dass man das "Angstzentrum" der Eindringlinge stimulieren muss. Ich habe ein Grundstück mit Verbuschung, in dessen Nähe im Winter gerodelt wird. Kein Problem, habe selber Kinder, die da gerodelt sind. Aber es bringt folgendes mit sich:
Müll, Windeln, PET Flaschen, Kot, Urin... auf meinem Grundstück, inmitten der Büsche.
Freundliche Hinweise, einfacher Draht sowie Mülleimer aufstellen bringt gar nix.
Not macht erfinderisch und Notlügen salonfähig. Ein Warnschild mit Aufschrift, Symbol und Ausrufezeichen hat die Müllsünder bekehrt:
ACHTUNG ZECKEN !! FSME RISIKO !!
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Die dazu befragte KI ist der Meinung, daß Bandstacheldraht nur von Behörden und Unternehmen
verwendet werden darf, und nur zur Sicherung von Hochsicherheitsanlagen, kritischer Infrastruktur o.ä.
Dazu steht allerdings diametral eine Beobachtung von Sonntag - ein ortsansässiges Unternehmen
hat sein im Außenbereich liegendes Betriebsgelände (welches "nur" sehr viele LKW und
Stahlvorräte beinhaltet, also eher weniger dem Bereich der kritischen Infrastruktur zuzuordnen ist)
komplett umzäunt und oberhalb des Zaunes Bandstacheldraht angebracht, in einer Höhe von
ca. 2,50m - 3,00m. Sieht aus wie Fort Knox und gefällt mir sehr gut
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Pflanzt Schwarzdorn.
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Dankeschön! Genau das habe ich befürchtet und wurde bestätigt.
Deutschland, Gutland. Jeder kriegt recht nur nicht der Eigentümer.
Thema für mich geschlossen. Danke.
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Das Gerichtsurteil ist ein Einzelfall am Rand eines Sportplatzes. Machen, fertig.
Viele Grüße Marcus
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Dankeschön! Genau das habe ich befürchtet und wurde bestätigt.
Deutschland, Gutland. Jeder kriegt recht nur nicht der Eigentümer.
Thema für mich geschlossen. Danke.
Auch wenn das Thema erledigt ist, kann ich dazu noch von einem Fall aus meiner Region berichten.
Hier gibt es sehr viele ehemalige Kiesgruben die nach ihrer Nutzung wieder der Natur überlassen wurden. Dementsprechend haben sich dort sehr schöne und begehrte Naturobjekte gebildet. Und es sind einige der Seen in Privatbesitz. Einer dieser Seen befindet sich weit entfernt von Anwohnern. Der Besitzer hat sich dort eine Hütte und einen Bootssteg gebaut. Das komplette Areal ist eingezäunt und mit einem Tor versehen. Auch eine Beschilderung die auf Privatgrundstück und Betreten verboten hinweist ist vorhanden.
Und wie es nicht anders sein kann, auf Grund der Lage kam es schnell mehrfach zu Wandalismuss und Diebstahl, Partys wurden dort gefeiert und der Müll natürlich liegen gelassen. Darauhin hat der Besitzer das gesamte riesige Grundstück, ich schätze es sind ca. 2 - 3 Hektar, zusätzlich nach innen hin mit Natodraht gesichert. Das hat gut geholfen und es kehrte Ruhe ein. Der Natodraht wurde mit der Zeit schön von Buschwerk überwuchert und war nicht mehr sichtbar.
Bis sich ein Reh in dem S - Dracht verfangen hatte und elendig verendet ist. Das blieb zunächst unbemerkt. Bis ein Jäger auf der Pirsch, am Zaun vorbei kam und das Elend entdeckte. Der Waidmann zeigte den Vorfall an und der Grundstücksbesitzer bekam zur Auflage den S - Draht zu entfernen.
Na dann, herzlichen Glückwunsch. Es dürfte sich hier um einige Kilometer S - Draht gehandelt haben, die natürlich militärisch korrekt verlegt waren. Zwei Reihen nebeneinander und eine oben drauf. Ich weiß nicht, wie lange es gedauert hat das alles wieder aus der Botanik raus zu kriegen.
Ich vermute, man hat den Draht alle zwei bis drei Meter zerschnitten und den Bewuchs in Bodennähe abgesägt. Und dann mittels Osterfeuer das Metall vom Bewuchs getrennt.
Tja, so kann´s gehen in der besten BRD. Auch Tierschutz geht wohl vor Besitzrecht.
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Brombeerhecke. Erlaubt, relativ schnell wachsend und übel für Menschen. Da geht niemend durch. Es muss nur konsequent davor und dahinter regelmäßig gemäht und geschnitten werden.
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Das mit den Dornenhecken ist tatsächlich ein guter Einwand, hab das in Frankreich, in der Nähe von Dijon gesehen, die grenzen Ihre kompletten Weiden damit (und nur damit) ab.
Ich selbst besitze ein bescheidenes Grundstück an einem Wald, so mit Hütte, Keller, Brunnen und hatte auch regelmäßig ungebetenen Besuch...
Seit der Zaun mit Brombeeren und Schlehen "verstärkt" wurde ist Ruhe im Karton und die Jäger können mir auch nichts weil mein Grund zu klein ist um Jagdpacht zu erhalten, somit dürfen sie bei mir auch nicht jagen oder auch nur durch laufen
(ja bei uns in AUT ist das alles etwas anders) -
Ich kann Euch noch eine kleine Brombeer anekdote erzählen die mir selbst passiert ist: neben meinem früheren Gartengrundstück war eine Brache ( die heute bebaut ist ) und da wuchsen Brombeeren, ein ganzer Urwald voll. Mit dem Mäher hielt ich das Zeug zwar von meinem Garten fern, aber im Sommer, wenn die Beeren reif waren pflückte ich dort. Und ging vorsichtig etwas weiter hinein, und noch einen Schritt und dann trat ich wohl auf den falschen Ast, denn um mich hertum zogen sich die stacheligen Äste zusammen. Meine Frau musste mich ( unter viel Gelächter ) rausschneiden mit einer Astschere.
Was ich damit sagen will ist dass das Zeug mindestens so gut ist wie Natodraht, nur eben nicht verboten und es macht keine üblen Schnittverletzungen. Ich verstehe es voll dass man sein Eigentum schützen möchte, die Vorstellung dass ein Kind oder ein Jugendlicher im Draht verblutet finde ich jedoch gruselig. Und je nach Körperstelle liegt eine Arterie nicht tief ! Es reicht auch wenn nur eine Sehne gekappt wird dass es schlimm ist. Sollte sich so ein Bengel mal in Brombeeren verfangen wird er ( oder sie ) es überleben, in Zukunft aber daran denken.

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