Vielleicht für den einen oder anderen von Interesse: Der Flecktarnplan für den MUNGA, Stand Oktober 1984. Ich weiß nicht, ob dieser Plan schon einmal hier im Forum vorgestellt wurde. ![]()
Sehr häufig dürfte diese Flecktarnung nicht vorgekommen sein. In der aktiven Truppe wird es 1984 kaum mehr MUNGA gegeben haben, auch in den nichtaktiven / Geräteeinheiten nahmen sie zunehmend ab, außerdem wurde dort kaum auf Flecktarnung umgestellt.
Bei den Feldjägern wurden 1983 die letzten F 91/8 ausgemustert. Einer der Gründe war, das diese Fahrzeuge noch mit dem Funkgerät VRC 8 ausgestattet war, mit diesem Gerät war aber seit vielen Jahren niemand mehr neu ausgebildet worden, so dass es kaum mehr Reservisten gab, die damit umgehen konnten.
Mit am längsten dürfte sich der MUNGA in den Panzerabwehrzügen der Heimatschutzregimenter gehalten haben. Hier gab es pro Regiment zehn F 91/8 mit dem aufmontierten Leichtgeschütz (LGS) 106 mm. Diese Fahrzeuge wurden 1985/86 durch sieben Kanonenjagdpanzer pro Zug ersetzt.
Flecktarn-Plan für den MUNGA
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Ende 1985 stand in der Halle der InstAusbKp 605 in Boostedt noch ein 4er zu Ausbildungszwecken, wobei an dem aber mit Sicherheit schon jahrelang nix mehr ausgebildet wurde.
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Bei der letzten großen Versteigerung von Mungas im Depot Hesedorf waren damals erstaunlich viele Mungas in Flecktarnung im Angebot. Ich persönlich fand die Umsetzung auf der Stoffplane damals hässlich, es passte nicht zu dem Gesamtbild des Fahrzeugs. Die 8er mit Leichtgeschütz waren alle noch in oliv (6014) und teilweise in erstaunlich gutem Zustand. Vermutlich aus Geräteeinheiten, aus dem Depot direkt auf den Vebeg-Platz.
Gruß
24-volt -
Schön mein Bild von Fratzenbuch hier wiederzusehen.
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Man hätte auch fragen können.
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Hallo, wieso deins? Ist das nicht eine alte Vebeg Anzeige aus einer Zeitung?
Viele Grüße Marcus
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Hallo Sammler,
warum sollte ich Dich fragen, wenn ich aus meinem Archiv eine alte Vebeg-Anzeige fotografiere und in meinem Post verwende?
Gruß
24-volt -
Ich glaube es geht hier um den Flecktarnplan aus dem Eingangs Post. Dieser war die Tage bei Facebook in besagter Gruppe.
Streng genommen sieht da natürlich die Urheberrechtsfrage auch etwas schwieriger aus, da der Plan sicher nicht vom dortigen Verfasser entworfen wurde, sondern aus historischen BW Unterlagen abfotografiert.Es gibt eine eigene TDv mit einer Sammlung dieser Flecktarnpläne für diverse BW Fahrzeuge (die ich unter anderem auch besitze), daraus wird wohl auch das gezeigte Munga Flecktarn Schema stammen.
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Es geht in der Tat um den Plan. Man hätte wenigstens fragen können ob man mein Bild verwendet werden kann.
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MHi, dein Bild? Ist das nicht aus Bundeswehr Unterlagen? Hast du die Rechte an dem Dokument der Bundeswehr?
Viele Grüße Marcus
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Warum habe ich das Gefühl, das sich hier schon wieder was zusammenbraut ?
Aber warum wundert mich das nicht, in einem Land, wo es einen Plan braucht, um grüne Autos mit braunen, grünen und schwarzen Tupfen zu versehen. Kam denn keiner der Militär-Eliten auf die Idee, dass auch der einfache Soldat der Instandsetzungstruppe in der Lage gewesen wäre, grüne Autos mit bunten Tupfern zu versehen ? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch ein anderes Land außer Deutschland gibt, wo es so gehandhabt wird. ( Naja, die Schweizer vielleicht noch.)
Alle Welt redet seit Jahren von Bürokratie-Abbau, vereinfachte Wege, schnelleres, einfaches Arbeiten.
Die Bundeswehr fängt damit also nicht an.
Aber vielleicht gibt es ja eine geheime Kommission, eine interne Truppe, die mir als Zivilisten nicht bekannt ist. Und die mischen sich dann beim Manöver unter die Truppe und kontrollieren heimlich das Tarnmuster der Fahrzeuge.....
Und wenn nur ein Fleck nicht an seinem Platz ist, dann.....
Ja, wer wäre denn dann verantwortlich, der Fahrer, der Fahrzeugführer, oder der Kompanieführer ??? Und vor allem, was passiert mit dem dann ?
Fragen über Fragen, und ihr streitet euch hier um Bilder....
Gruß Jozi.
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Hi, das ist in anderen Armeen nicht anders.
Camouflage Paint Patterns
Viele Grüße Marcus -
Kam denn keiner der Militär-Eliten auf die Idee, dass auch der einfache Soldat der Instandsetzungstruppe in der Lage gewesen wäre, grüne Autos mit bunten Tupfern zu versehen ?
Doch, in der Anfangszeit Mitte der 80er, als der Tarnanstrich bei der Bundeswehr eingeführt wurde, hatte die Truppe den Auftrag, ihre vorhandenen Fahrzeuge (nach dem vorgegebenen Plan) selbst zu bemalen. Ein Schulfreund hatte als OG der Marine-Kfz-Inst. den Auftrag in seiner Fernmeldegruppe, das zu organisieren und mit seinen Kameraden dann umszusetzen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch ein anderes Land außer Deutschland gibt, wo es so gehandhabt wird.
Doch, schon in den 70ern in den USA. Es gab ein paar Verssuchsmuster, die verworfen wurden, aber eingeführt wurde der Fünffarbanbstrich "MERDC". Dafür gab es eine Vorschrift, wie das technisch umzusetzen war, eine Vorschrift, wie Beschädigungen zu beheben waren und mindestens 2 Vorschriften mit Tarnmustern aller bei der Armee eingeführten Fahrzeuge und Großgeräte.
Später wurde eine der Farben gestrichen und der Truppe überlassen, mit welcher der angrenzenden Farben diese sandfarbenen Streifen zu übermalen waren. Fast zeitgleich mit der Bundeswehr wurde der fast identisch konzipierte Dreifarbanstrich eingeführt.
Auch dafür gab es wieder eine umfangreiche Plansammlung
Aber vielleicht gibt es ja eine geheime Kommission, eine interne Truppe, die mir als Zivilisten nicht bekannt ist. Und die mischen sich dann beim Manöver unter die Truppe und kontrollieren heimlich das Tarnmuster der Fahrzeuge.....
Und wenn nur ein Fleck nicht an seinem Platz ist, dann.....
Das wohl nicht, aber der Einführung der Pläne gingen optisch-wissenschaftliche Untersuchungen voraus, die die Tranwirkung untersucht haben. Ich hörte mal von einer Aussage, dass eine Abweichung vom Tarnmuster um ca. 10 cm eine wesentliche Verschlechterung der Tarnwirkung zur Folge hätte.
Es gab natürlich auch nachlässige Umsetzungen und es hat keinen gejuckt. Zum Glück musste damals nie der Anstrich seine Wirksamkeit im Gefecht unter Beweis stellen.
Mit Beginn der Auslandseinsätze kamen dann Vorgaben über das Umtarnen des Anstriches mit sog. Umtarnfarben, die abwaschbar waren. Dabei wurde die Farbe der jeweilgen Umgebung berücksichtigt, auch Schnee und Wüstensand. Das war übrigens beim MERDC der Amerikaner schon zu Beginn eingeplant. Es gab da um die 10 Varianten für verschiedene Ecken der Erde. Die Aufgaben der US-Army waren eben auch andere als bei der Bundeswehr im Kalten Krieg.
Die Niederland hat ihre Fahrzeuge sehr ähnlich wie die Bundeswehrfahrzeuge lackiert. Bei gleichen Fahrzeugen der gleiche Plan. Mir liegen allerdings keine Pläne aus NL vor.
Die Dänen tarnen ihr sehr frisches Grün nur mit schwarzen Flächen. Keine Ahung, ob es da Pläne gibt.
Die oben erwähnte Schweiz ist bis in die Gegenwart bei den meisten Fahrzeuge einfarbig geblieben, aber Gefechtsfahrzeuge wurden ähnlich der Bundeswehr getarnt.
Dann gab es auch noch Pläne bei den Franzosen. Im selben Umfang, aber mit abweichenden Farbtönen.
Tarnung mit erkennbarem System gibt es auch in Schweden. Ich habe aber noch nicht erkennen können, ob die Fahrzeuge identische Muster haben.
Wichtig bei all den Plänen war, die Konturen aufzulösen, vor Allem an markanten Ecken.
Die Briten haben übrigens ihre oliven Fahrzeuge nur mit schwarzen Flächen getarnt und meines Wissens gab es da keine Vorgaben.
Also: keine unnötige Bürokratie, sondern aufgrund von Studien entwickelt und für wirksam erachtet.
Mir liegen übrigens Auszüge derartiger Sudien in Auszügen vor. Man hat sich das wirklich nicht einfach gemacht, um die beste Tarnwirkung zu erzielen.
Das Thema IR-Signatur usw. lassen wir mal raus. Nur ganz kurz: auch die Farbzusammensetzung ist nicht dem Zufall überlassen.
Bei den Klamotten ist es übrigens genauso...
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Hi, Dänemark hat auch Pläne. Soweit ich weiß ist da beim G schwarz wie bei uns, braun kommt nicht vor. Die Stoßstangen sind grün.
Australien hat das gleiche Muster wie die Bundeswehr aber andere Farben.
Viele Grüße Marcus -
Da sieht man mal wieder:
Man kann aus Allem eine Wissenschaft machen!

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Das kuriose ist, dass die TDv im Prinzio nach wie vor unverändert gültig ist.
Alle Vorschriften der Bundeswehr, die jetzt Regelungen heißen, wurden in eine ganz neue Struktur und Numerierung überführt und fast alle neu geschrieben.
Diese ist nicht nur inhaltlich identisch erhalten geblieben. Auch das Schriftbild und der gesamte Text wurden nicht angefasst.
Natürlich sind neueTarnpläne dazu gekommen, aber meines Wissens sind die alten immer noch gültig.
Dann wohl auch der Munga

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Da sieht man mal wieder:
Man kann aus Allem eine Wissenschaft machen!

Tarnung ist eine Wissenschaft: Farben, Formen, Struktur, Konturen, Geräuschentwicklung etc… denn Tarnung ist Schutz vor Aufklärung und damit Wirkung und nicht zufällig oder Selbstzweck.
Viele Grüße Marcus -
Tarnung ist eine Wissenschaft: Farben, Formen, Struktur, Konturen, Geräuschentwicklung etc… denn Tarnung ist Schutz vor Aufklärung und damit Wirkung und nicht zufällig oder Selbstzweck.
Viele Grüße MarcusBesonders Letzteres wollte ich auch gar nicht in Frage stellen!
Allerdings habeN ich/wir über die einfarbige Küchenemma immer ganz individuell (und an die Umgebung angepasst) ein Tarnnetzt geworfen und sind vom Vorgesetzten für die gute Tarnung gelobt worden. Zumindest von unserer Seite reiner Selbstzweck und völlig unwissenschaftlich

Aber das Wichtigste daran war ja: Trotz der Hochphase des kalten Krieges kam die Tarnung nie zum realen Einsatz! Und ich wünsche mir, dass das so bleibt

meint der Ludwig
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Hi, Dänemark hat auch Pläne. Soweit ich weiß ist da beim G schwarz wie bei uns, braun kommt nicht vor. Die Stoßstangen sind grün.
Australien hat das gleiche Muster wie die Bundeswehr aber andere Farben.
Viele Grüße MarcusJa, markantes Merkmal der dänischen Pläne ist, dass alle vier Ecken schwarz sind.
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