Motor von 8.224 weigert sich, kurz nach dem Starten richtig rund zu laufen.....

  • Hallo in die Runde,

    bin seit kurzem Besitzer eines MAN 8.24, ehemals Feuerwehr und und habe ihn zum Wohnmobil umgebaut.

    Der Motor hat leider ein blödes Verhalten:

    Springt super gut an und läuft auch im Leerlauf ganz normal. Gibt man aus dem Leerlauf heraus langsam Gas , fängt er fürchterlich an, grau/weiß zu qualmen und läuft ausserdem dabei unrund. Lässt man ihn ein paar Minuten im Leerlauf ohne Gasgeben laufen, verschwindet das Verhalten und er läuft ganz normal.

    Habe durch Aufdrehen der Einspritzleitungen versucht herauszufinden, ob man es einem einzelnen Zylinder zuordnen kann. Ergebnis: Nein

    Beim Filterwechsel habe ich festgestellt, dass die Vorförderpumpe defekt war. Meine Vermutung ging daher in Richtung "Luft im System"

    Die Enttäuschung war gross, als auch mit neuer Pumpe das Problem geblieben ist.

    Der Motor läuft ansonsten wirklich super, nahezu rauchfrei und nach 1000 km kein Ölverbrauch feststellbar, alles kein Vergleich mit dem Renaultmotor aus dem TRM 2000.

    Meine Frage daher:

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und die Ursache gefunden?

    Ich selbst denke gerade daüber nach, ob ein Rückschlagventil in der Saugleitung Abhilfe schaffen könnte.

    Gruß

    Hermann

  • hermann 26. Februar 2026 um 09:36

    Hat den Titel des Themas von „Motor von 8.224 weigert sich kurz nach dem Starten richtig rund zu laufen.....“ zu „Motor von 8.224 weigert sich, kurz nach dem Starten richtig rund zu laufen.....“ geändert.
  • Moin,

    ein Rückschlagventil wird nicht helfen. Wäre Luft im System würde er erst gar nicht anspringen bzw. im LL dahinrumpeln.
    Bei Grau/weiß würde ich auf unverbranntem Diesel tippen. Da läuft einer nicht richtig mit solange ihm noch kalt ist.
    Wie hast du den Test an den Einspritzleitungen gemacht? Bei LL-Drehzahl oder im Qualmfall?
    Was hat der Motor denn für eine Laufleistung?
    Hast du schon mal einen Systemreiniger dazu gegeben? Oder mal 50L Shell V-Power verfahren.

  • Bei Grau/weiß würde ich auf unverbranntem Diesel tippen. Da läuft einer nicht richtig mit solange ihm noch kalt ist.

    Das war ja auch meine Vermutung. Ich habe den Test logischerweise direkt nach dem Starten durchgeführt.

    LL, Leitung auf und dann Gas gegeben. Wäre es auf einen Zylinder zurückzuführen, hätte das Phänomen nach Abschalten entsprechend weg sein müssen.

    Es gab auch ein paar Mal das Verhalten, dass er plötzlich nicht mehr anspringen wollte. Mit Starpilot kam er dann langsam zum Laufen.

    Meine erste Idee ging in Richtung Abschaltventil bzw. Zündschloss, da die Spannung am Ventil während des Startvorgangs auf ca. 14 V gesunken war. Beides habe ich erneuert, keine Veränderung. Auf der ersten Tour habe ich einen Liter Systemreiniger auf 300 l Diesel mitverbrennen lassen.

    Nach der ersten Übernachtung hatte ich am nächsten Morgen das Gefühl, dass es besser geworden ist. Steht er allerdings mehrere Tage rum, ist alles beim Alten.

    Beim Filterwechsel waren die Filter beim Abschrauben nur ca. 75 % gefüllt, es muss also irgendwie Luft im Spiel sein. Meine Hoffnung ruhte deshalb ja auf der Vorförderpumpe. Die sorgt ja mit iherm Tun für Überdruck bis zum Eingang Verteilerpumpe. Ohne die Pumpe muss die Flügelzellenpumpe den Sprit aus dem Tank saugen und kann dabei natürlich irgendwo Luft mit reinziehen.

    Theoretisch hätte das Alles irgendwie gut zusammengepasst, die Praxis allerdings führt mich gerade vor..........

    Der Tacho ist bei der Feuerwehr bei knapp 18000 km stehengeblieben. Der Motor hat gut 1600 Betriebsstunden, davon über 300 h im Generatorbetrieb

    Gruß

    Hermann

  • Der Motor hat gut 1600 Betriebsstunden

    Wenn man mal von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h ausgeht, dann wäre es 80.000 km.
    Nur mal um ein Gefühl zu haben um das in km zu sehen.
    Ich würde mir mal die ESD vornehmen und abdrücken. Ist das Spritzbild schlecht kannst du drumherum alles erneuern und es ändert sich doch nichts.
    Vielleicht bei der Gelegenheit auch mal die Kompression messen. Dann weißt du das auch direkt.

  • Hallo Alexander,

    danke für die Tipps. Das habe ich alles natürlich auch schon ins Auge gefasst. Allerdings ist der Ausbau der Düsen schon ein bischen Arbeit und meine Hoffnung ist immer noch, dass hier im Forum irgend jemand dasselbe Problem hatte und mir eine einfache Lösung "zuwirft"

    Gruß

    Hermann

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