Hallo Fahrzeugfreunde,
gerne werde ich hier ein wenig von (m)einer Restauration eines Tempo-Matador 1400 BGS, in Wort und Bild, zum Besten geben.
Natürlich unter dem Aspekt, dass es zur Unterhaltung beitragen kann. Ich würde mich logischerweise über einen Erfahrungsaustausch sowieso immer freuen (auch ich habe regelmäßig „Fragen über Fragen“), hauptsächlich, wenn ich mal wieder etwas in all seine Bestandteile zerlege.
Ein etwas älteres Fahrzeug besitzt natürlich die Gabe, Dinge verbaut zu haben, von denen heutzutage Teilweise noch nie jemand gehört hat und/oder wozu es, wenn überhaupt, in irgendeinem Schlummerkasten Informationen zu gibt. Ersatzteile sind bei manchen Baugruppen sehr rar, bei einigen Teilen einfach gar nicht mehr zu bekommen. Hier ist einfach ein Austausch mit einem großen „Schwarmwissen“ unbezahlbar. Da ich vor meiner Anmeldung hier im Board schon einige Beiträge mitverfolgt habe, nehme ich dieses Board als genau solch eine Wissensgemeinschaft war. So ist auch direkt der Gedanke zur Anmeldung entstanden.
Zusätzlich zum Tempo Matador würde ich möglicherweise noch das ein oder andere an Informationen aus der Tempo-Fahrzeug-Welt hier mit einbringen können.
So nun habe ich Euch (erst einmal
) genug zu getextet.
Ich würde, um es schlüssig zu halten, nochmal kurz das Fahrzeug zeigen:
Tempo Matador 1400 BGS , Hersteller: Tempo Werke in Hamburg Harburg (Vidal & Sohn) , Baujahr 1956 , Er verfügt über brutale 34 PS mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ;-). Im Okt. 89 hat das Fahrzeug letztmalig auf eigener Achse am Straßenverkehr teilgenommen und wurde vorläufig stillgelegt (abgemeldet).
Der Tempo Matador BGS mit dem Glashochdach war ein Sondermodell des Tempo Matador und würde in kleiner Serie für den Bundesgrenzschutz gefertigt.
Hier im Bild stand er (der Rote) in Holland bei einem VW-Oldtimer-Dealer versteckt in der hintersten Ecke. Lange wurde dort versucht das Fahrzeug an den Mann zu bringen. Scheinbar hat sich keiner getraut, einer musste sich erbarmen ![]()
Im Oktober 2023 war es dann soweit. Fahrzeugtransport war organisiert. Ab nach Holland, alles aufladen, eine Übernachtung und wieder zurück ins Wendland. Zusammen mit dem Fahrzeug war es möglich einen voll funktionsfähigen Motor passend zum Fahrzeug mit zu verhandeln (ein echter Glücksfall).
Mann kann sich direkt die Frage stellen, warum ein BGS Fahrzeug die Farbe rot besitzt (wen hat da denn, und vor allem was, geritten?). Das Fahrzeuginneren (Fahrerraum sowie unter der Fronthaube) ist alles noch im original BGS grün. Soll in der geschichtlichen Recherche zum Fahrzeug aber dann doch absolut schlüssig sein.
Das Fahrzeug wurde nach dem Einsatz beim BGS bei der Feuerwehr in Groß Gleidingen zum Einsatz gebracht und entsprechend farblich angepasst.
Und weil es immer wieder schön ist noch ein paar Eindrücke des Fahrzeugs beim BGS:
Bilder aus „beim-alten-bgs“ (Instandsetzungskraftwagen Tempo Matador).
Linkes Bild : "Im Einsatz". Da rechts hinter die Seitentür die Flaschen für das Schweißgerät stehen sind hier scheinbar die Schläuche zum Reparatur-Fahrzeug ausgelegt und es wird womöglich gerade etwas geschweißt. Rechtes Bild : Beim Aufbau / Abbau vom Anbauzelt.
Bilder aus dem „Ausrüstungsverzeichnis für I-Trupp-KFZ“ zum Fahrzeug.
Und so soll er (laut meinem persönlichem Plan) dann auch mal wieder aussehen. Vollkommen im Original Zustand.
Ich bin ja schon eine Weile am Fahrzeug und der Instandsetzung/Restauration bei, bin aber immer noch guter Dinge und vor allem "bester Laune"
. Ziel der Fertigstellung ist spätestens 2028.
Gerne werde ich noch das ein oder andere an Restaurationsverläufen, kleinen Problemchen und auch erzielten Erfolgen posten.
Grüße Michael