Achskugel, was meint Ihr?

  • [...]

    Und was ist auf dem rechten Bild so verrostet auf dem Achsträger?

    sitzt da nicht die feder mit entsprechender aufnahme/ teller?

    dem achskugelgehäuse neue dichtungen verpassen, dann sollte nicht so viel fett nachkommen. was soll an einer achskugel kaputt gehen? sind die nicht von werk aus "rau"? oder sind die werksseitig so glatt wie karosserieblech? hab das gerade nicht mehr im kopf.

    gruß

    mathias

    "Der gute Geländefahrer fährt langsam durch unbekanntes Gelände. Unerwartete Hindernisse lassen sich leichter erkennen und bewältigen. Durch falsches Fahrverhalten entstandene Schäden können einen langen Fußmarsch zur Folge haben."

  • Ab Werk eher wie verchromt. Und in der Tat, auf dem Achsträger ist ein rostiger Federteller, zumindest beim Schweizer scheinen die verchromt zu sein.

    Ich habe ein paar zusätzliche Bilder erhalten und Fragen dazu


    Laut Verkäufer soll man die Riefen kaum mit dem Finger spüren. Man sieht in den nicht abgestreiften Bereichen aber auch Rostkrater. Scheint also mal eine Weile trocken gewesen zu sein.

    Fragen:

    1. Sollen die Riefen tatsächlich so fein sein, sollte das doch eigentlich max etwas mehr Fettverlust verursachen, richtig?
    2. Wie penibel sind Prüfer denn üblicherweise beim H Kennzeichen? Ich denke, mit der Achskugel sollten die weniger Probleme haben, wie sieht es mit der rostigen Lenkstange darunter aus? Würde so etwas bzgl H-Kennzeichen bemängelt werden?
    3. Und ist eine Feder in dem Zustand wie unten ok oder bruchgefährdet mit dem Rostpunkt auf der 4 Umdrehung bzw dem unteren Ende? Und für H ok? Federaufnahme unten muss neu, das ist klar.

    Eigentlich soll man lieber teurer und besser kaufen, aber die Konfiguration ist recht selten und für mich interessant. Wobei ich den Preis hier auch schon sportlich finde. Da es ein 300GD ist, sollte er H-tauglich sein, sonst wird es mit der Steuer schmerzlich

  • stell die fragen 2. und 3 mal deinem prüfer, der das ganze abnehmen soll. dann hast du nahezu gewissheit.

    eine antwort aus einem forum ist in diesem fall üblicherweise nicht hilfreich.


    auf dem bild wirkt es so, als sei die achskugel werksseitig kein glatter karosseriestahl. macht insofern auch sinn, da das fett in den unebenheiten besser haftet, als auf glattem stahl. weiter wprden dann ein paar riefen durch rost- oder was auch immer eingearbeitet- meienr meinung nach der grundlegenden funktion keinen schaden bereiten. allenfalls kann es sein, dass die dichtung an den stellen mit riefen schneller verschleißen (vermutung).


    wenn der vordere federteller schon so aussieht, kann man sich ggf. schon denken, wie das häuschen (hinterachse, karosserieaufnahmen, stoßdämpferkonsolen hinten) an den bekannten stellen aussehen könnte (sofern ebenfalls nicht frühzeitig etwas gegen den rost unternommen wurde, so wie am federteller).

    "Der gute Geländefahrer fährt langsam durch unbekanntes Gelände. Unerwartete Hindernisse lassen sich leichter erkennen und bewältigen. Durch falsches Fahrverhalten entstandene Schäden können einen langen Fußmarsch zur Folge haben."

  • Du kannst zumindest die Schraube rausdrehen die von außen zu sehen ist und wenn das Fett schwarz ist besteht der Verdacht dass der Faltenbalg des Gelenks kaputt ist. Das Fett sollte hell sein. Aber gut, wer weiß wann zuletzt das Fett gewechselt wurde.

    Prinzipiell hast Du recht, eine genaue Diagnose ist erst nach Demontage möglich. Ich habe bei meinem eine böse Überraschung erlebt, da war alles durch, die Gleitbüchse im Achsrohr, durch das Spiel ein defekter Simmerring dass Öl in die Kugel gelaufen ist ( und auch Wasser rein ), der Faltenbalg hing in Fetzen und alles war ein übel riechendes Gemisch welches beim Abziehen der Kugel in meinen Schuh getropft ist, bzw. runtergefallen, das war auf einer Bühne.

    Wenn Du zerlegst und die große Dichtung erneuerst, es gibt sie in zwei Ausführungen, geschlossen und offen. Die Offene hat eine kleine Krampe zum sichern. Beschütze das Ding, hebs gut auf. Der Sternenhändler wiegt sie in Gold auf...

    Gruß

    Wolfgang

  • Die Offene hat eine kleine Krampe zum sichern. Beschütze das Ding, hebs gut auf. Der Sternenhändler wiegt sie in Gold auf...

    Ich bin zwar kein Händler aber habe noch eine solche nagelneue & unbenutzte Krampe abzugeben 8]

    Erfahrungswert: Die offene Dichtung hält auch ohne diese Krampe.

    Schwierig wird es erst bei den Distanzstücken für die Einstellung der korrekten Vorspannung für die beiden Achsschenkellager (die man sinnvollerweise bei Arbeiten an der Achskugel gleich mit erneuert). Da sind nicht mehr alle Stärken lieferbar.

    Gruß Jens

    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Der Wolf hat Achskugeln ohne Beschichtung, die zivilen konnte man mit verchromten Achskugeln ordern.

    Wenn du die Motor- und Getriebenummer sichtbar lässt kannst du die Fahrgestellnummer auch lesbar lassen. Das lässt sich zurück schlüsseln.

    Viele Grüße Marcus

  • Es ist sinnvoll die Achskugel zu demontieren und auch innen alles zu reinigen und die Lager zu inspizieren.

    Austretendes Fett am Abstreifring ist normal wenn das nicht raus tropft .Sollte da öl austreten ist die abdichtung zu Differental erneuerungsbedürftigRostige Oberfläche der Kugel kann man mit Schleifpapier glätten.

    Die gelben Abstreifringe werden über die Zeit im Durchmesser grösser und sollten erneuert werden.Ebenso das Gleitlager und der Wellendichtring im Achsrohr . Bei Verwendung der alten Abstreifringe kann man versuchen diese in heissem Wasser zu kochen und diese etwas zu schrumpen indem das darin aufgenommene Fett ausgekocht wird. Ich habe in der Radnabe wasserfestes blaues Radlagerfett verwendet .Das eignet sich auch gut für die schmierende Abdichtung des Abstreifrings. Das neigt nicht zum absetzen von Öl aus dem Fett. Für die Zentrierung der Antriebswelle und Ermittlung der dafür nötigen Distanzscheiben kann man sich eine Lehre drehen lassen .Vorgehen nach Wartungshandbuch .Die Zentrierung ändert sich nicht solange die Werksmässig ist. Aber wer weiß das schon. Also die Bleche kennzeichnen und genau so wieder verbauen.

    Faltenbälge der Antriebswellen kann man auch gleich mit erneuern , weil preiswert .

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:

    :barett-sch:

  • Man kann das Fett IN der Kugel auch ganz weglassen, siehe hier:

    https://julianehehl.de/w463/tipp21b.htm#b92

    https://julianehehl.de/w463/tipp101-3.htm#b14

    Das schreibt Juliane , verhindert dann aber kein Eindringen von Wasser mehr.

    Ein gutes Werkzeug wäre ein Nadelentroster und Phosphorsäure zum Entrosten der Teile. und Dann konservieren

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    :barett-sch:

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