Ausländische Firmen im Dritten Reich... Wie war das?

  • Hallo Gemeinde.

    Eine Frage stellt sich mir von Zeit zu Zeit, also jetz mal raus damit:

    Im dritten Reich gab es ja auch ausländische Firmen, die in Deutschland produzierten. Zum Beispiel Ford und GM (Opel). Zu Friedenszeiten ja kein Problem. Aber wie verhielt es sich, als diese Länder mit Deutschland - auch ganz offiziell - im Krieg waren? Das deutsche Militär wurde ja trotz dem beliefert.

    Waren diese Firmen beschlagnahmt / verstaatlicht oder so etwas? Oder haben die Mutterkonzerne Geschäfte und Gewinne mit dem Feind gemacht?


    Schönes Wochendend...

  • Also mal ganz vorsichtig was ich darüber weiß, die Geschichte ( die Wirkliche ) wird ja rückwirkend vom Sieger geschrieben.

    Beide US Konzerne hatten deutsche Tochtergesellschaften, das heißt dass die damalige Deutsche Regierung das Sagen hatte was produziert wird im Krieg. Die Gewinne gingen jedoch auch an die Mutterhäuser. Man kann also sagen dass Ford und GM daran verdienten dass GIs im Krieg an Deutscher Rüstung zu Schaden kamen. Und auch fett an den dort verheizten Zwangsarbeitern verdienten. Nach dem Krieg bekamen sowohl Ford als auch Opel (GM) finanzielle Entschädigungen für Kriegsschäden durch Bomben.

    Gruß

    Wolfgang

  • Also soweit ich weis war die Kriegszeit die einzige in der Opel und GM mehr oder weniger getrennt waren. Ich habe mal gehört das GM aber nicht dagegen vorgegangen ist und hat sich nach dem Krieg einfach wieder zusammengeschlossen. Ob die daran mitverdient haben wage ich zu bezweifeln.

    --- Mitglied der Militärfahrzeughilfe ---

  • Also soweit ich weis war die Kriegszeit die einzige in der Opel und GM mehr oder weniger getrennt waren. Ich habe mal gehört das GM aber nicht dagegen vorgegangen ist und hat sich nach dem Krieg einfach wieder zusammengeschlossen. Ob die daran mitverdient haben wage ich zu bezweifeln.

    Ich bin davon überzeugt das die zu 100% daran mitverdient haben.

    Interessanterweise sollen die Entsprechenden Werke im Krieg auch nicht so massiv bombadiert worden sein. Ein Schelm der böses dabei denkt. :dev:

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

  • Also mal ganz vorsichtig was ich darüber weiß, die Geschichte ( die Wirkliche ) wird ja rückwirkend vom Sieger geschrieben.

    Beide US Konzerne hatten deutsche Tochtergesellschaften, das heißt dass die damalige Deutsche Regierung das Sagen hatte was produziert wird im Krieg. Die Gewinne gingen jedoch auch an die Mutterhäuser. Man kann also sagen dass Ford und GM daran verdienten dass GIs im Krieg an Deutscher Rüstung zu Schaden kamen. Und auch fett an den dort verheizten Zwangsarbeitern verdienten. Nach dem Krieg bekamen sowohl Ford als auch Opel (GM) finanzielle Entschädigungen für Kriegsschäden durch Bomben.

    Richtig, die Sieger schreiben die Geschichte, aber nicht die Wirkliche.

    In kriegen geht es auch immer um unvorstellbar hohe Geldsummen. Da wird dann auch gerne in Kauf genommen, das die eigenen Kräfte zu Schaden kommen. Krieg ist pervers !

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

  • Ohne die Zusätze für Flugzeugbenzin das selbst noch während des Krieges über Umwege aus den USA gejliefert wurde wahre der Luftkrieg nie so lange für das Reich möglich gewesen . Da hab’s mal nen Gute Doku auf NTV oder DMAx drüber . Das genau diese Scheinheiligkeit der Sieger dokumentierte . Wie die US Firmen auf beiden Seiten verdient e

  • Tetrahylblei. Vermarktet von der Stanard Oil ( Esso/Exxon). Die haben an die IG Farben geliefert. Auch know how zur Herstellung, nicht nur Material.

    Man kann auch sagen dass die US Firmen am Aufbau der Deutschen Luftwaffe beteiligt waren. Natürlich nicht für Geld, das war reine Nächstenliebe 😉

    Gruß

    Wolfgang

  • Also soweit ich weis war die Kriegszeit die einzige in der Opel und GM mehr oder weniger getrennt waren. Ich habe mal gehört das GM aber nicht dagegen vorgegangen ist und hat sich nach dem Krieg einfach wieder zusammengeschlossen. Ob die daran mitverdient haben wage ich zu bezweifeln.

    Ich bin davon überzeugt das die zu 100% daran mitverdient haben.

    Interessanterweise sollen die Entsprechenden Werke im Krieg auch nicht so massiv bombadiert worden sein. Ein Schelm der böses dabei denkt. :dev:

    Das stimmt so nicht. Das große Opel Werk in Brandenburg wurde so gründlich pulverisiert, das die Blitz Fertigung komplett stoppte. Da mußte dann sogar Mercedes Opel Blitz bauen, natürlich mit grollen.Das nagelneue Werk wurde nie wieder aufgebaut. Zum Thema, mitverdienen im Kriege : Krupp hatte im ersten Weltkriege das Patent auf einen Granatenzünder. Den haben die Briten in Lizens nachgebaut, natürlich auch im Kriege. Nach dem Krieg haben die Briten brav die Lizensgebühren für jeden auf deutsche Landser verschossenen Zünder bezahlt.

    Herr Renault, der die Wehrmacht mit unmengen von hochwertigen Lastwagen versorgt hat, hat die auch alle bezahlt bekommen, und die Kriegsschäden an seinen Werken auch.

    Der Atlantikwall in Frankreich ist nicht etwa durch irgendwelche Zwangsarbeiter gebaut worden, sondern durch die OT, die französische Baufirmen beschäftigt hat. Mit Bezahlung natürlich.usw, usw

  • Der Atlantikwall in Frankreich ist nicht etwa durch irgendwelche Zwangsarbeiter gebaut worden, sondern durch die OT, die französische Baufirmen beschäftigt hat. Mit Bezahlung natürlich.usw, usw

    Fisch : auch wenn Du mit Deinem Post zum Teil recht hast, es klingt etwas zynisch was Du da über den Atlantikwall schreibst. Durch wen wurde er sonst gebaut wenn alle abkömmlichen arbeits- und wehrfähigen Männer im Kriegseinsatz waren ? Und Zwangsarbeit und Bezahlung widersprechen sich nicht, nur dass die Bezahlung nicht an die Arbeiter sondern an deren "Besitzer" geht. Es ist Sklavenarbeit, nichts anderes.

    Und wenn ein Opelwerk eingeäschert wurde kann es auch ein sog. Kolateralschaden sein, die Piloten haben ihre Ziele nicht immer 100% getroffen, vor allem wenn die Flak zu stark war, dann haben sie einfach abgeworfen und sind zurück. Insgesamt ist es schon so dass Ford und GM weniger abbekommen haben. In Brandenburg wurden Panzer, Stahl und Sprengstoff von verschiedenen Firmen produziert, was ich natürlich nicht weiß ist wie weit die auseinder waren und wie das aus 4000m Höhe aussieht...

    Gruß

    Wolfgang

  • Der Atlantikwall in Frankreich ist nicht etwa durch irgendwelche Zwangsarbeiter gebaut worden, sondern durch die OT, die französische Baufirmen beschäftigt hat. Mit Bezahlung natürlich.usw, usw

    Fisch : auch wenn Du mit Deinem Post zum Teil recht hast, es klingt etwas zynisch was Du da über den Atlantikwall schreibst. Durch wen wurde er sonst gebaut wenn alle abkömmlichen arbeits- und wehrfähigen Männer im Kriegseinsatz waren ? Und Zwangsarbeit und Bezahlung widersprechen sich nicht, nur dass die Bezahlung nicht an die Arbeiter sondern an deren "Besitzer" geht. Es ist Sklavenarbeit, nichts anderes.

    Und wenn ein Opelwerk eingeäschert wurde kann es auch ein sog. Kolateralschaden sein, die Piloten haben ihre Ziele nicht immer 100% getroffen, vor allem wenn die Flak zu stark war, dann haben sie einfach abgeworfen und sind zurück. Insgesamt ist es schon so dass Ford und GM weniger abbekommen haben. In Brandenburg wurden Panzer, Stahl und Sprengstoff von verschiedenen Firmen produziert, was ich natürlich nicht weiß ist wie weit die auseinder waren und wie das aus 4000m Höhe aussieht...

    Also eines scheint mir bei diesem Thema aus heutiger Sicht, wohl Fakt zu sein. Das was ich in der Schule vor ca. 48 Jahren im Geschichtsunterricht lernen musste, hatte mit den wahren Hintergründen des 2. WK nichts zu tun. Es zielte vielmehr darauf ab, ein gewisses Schuldbewusstsein zu erzeugen. Damit will ich hier nichts entschuldigen oder verharmlosen, was damals von einigen Deutschen im Krieg verbrochen worden ist. Aber über die Hintermänner und Drahtzieher die es finanziert, eingefädelt und kräftig dran verdient haben, wurde uns nichts vermittelt. Warum wohl ?

    Ich hoffe das sich so eine riesen Scheiße niemals wiederholt. Auch wenn heute einige Politikerdarsteller in Deutschland so tun, als hätten sie die Geschichte und ihren Amtseid sowieso, vergessen. Und es gar nicht abwarten können, das es wieder los geht. Sollen sie selber kämpfen gehen und uns in Ruhe lassen!

    Meine Meinung.

    Tom

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

  • Ford hat auch gut mitverdient. Und es ist ja auch kein Geheimnis, welche Gesinnung Henry Ford hatte. :urg:

    Das steht zwar im Widerspruch zueinander, Siegermächte vs. Nazi-Deutschland, aber Reiche werden durch Krieg immer noch reicher. :urg:

    :ilseo:     :barett-ko:

  • Ford hat auch gut mitverdient. Und es ist ja auch kein Geheimnis, welche Gesinnung Henry Ford hatte. :urg:

    Das steht zwar im Widerspruch zueinander, Siegermächte vs. Nazi-Deutschland, aber Reiche werden durch Krieg immer noch reicher. :urg:

    Reiche werden durch Krieg immer noch reicher. :urg:

    So ist es.

    Bei uns sagt man, Sprichwörtlich: Der Teufel scheisst immer auf den größten Haufen !

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

  • " - gleichzeitig lieferten die Ford-Werke in Deutschland massenhaft Armeefahrzeuge an die deutsche Wehrmacht. Etwa ein Drittel ihrer Lkw stammte von Ford."

    Das hätte ich jetzt nicht vermutet.


    Quelle

    Henry Ford und die Nazis
    Unternehmer, Wohltäter - und Hitlers Vorbild: Der amerikanische Autofabrikant Henry Ford revolutionierte nicht nur die Fließbandproduktion, mit seinem…
    www.spiegel.de

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