Ertüchtigung von Bundeswehr, Zivilschutz und Katastrophenschutz

  • Ich erinnere mich noch, in den 80igern, ich musste als Zivi im Rettungsdienst unterschreiben dass ich im Kriegs- oder Katastrophenfall eingezogen werde. Meine damalige Freundin ( Krankenschwester ) musste das damals auch.
    Damals wie heute: wenn unser Land angegriffen werden sollte stehe ich da. Die Frage ist ob die Verantwortlichen das gebacken bekommen.

    Gruß

    Wolfgang

  • Damals wie heute: wenn unser Land angegriffen werden sollte stehe ich da. Die Frage ist ob die Verantwortlichen das gebacken bekommen.

    Wir sind doch schon im Krieg, oder nicht ? Stichwort "Hybrider Krieg "- und da geht´s richtig ab !

    An die großen Panzerschlachten in der Lüneburger Heide oder Im Fulda GAP glaube ich nicht mehr. Effektiver sind die Drohnen, die können was - kosten nicht viel und sind in großen Stückzahlen produzierbar.

  • Im letzten Jahr gab es einen Aufruf im Radio, man solle Schutzräume dem Amt für Bevölkerungsschutz (BKK) melden, die Regierung möchte sich einen Überblick verschaffen. Ich arbeite an einem Flughafen, der einmal ein britischer Fliegerhorst war. Wir haben Bunker und unsere Liegenschaftsverwaltung hat diese dem BKK gemeldet. Von dort kam die Ansage, wir sollen die Meldung an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) richten. Die wussten mit unserer Information nichts anzufangen, wir haben aufgegeben. :alu:

    Meine Definition von Glück? Keine Termine und leicht einen sitzen (Harald Juhnke):verrueckt:

  • Wenn ich hier so drüber lese finde ich vor allem Kritik am Staat und was früher alles besser war.

    Jemand der Kritik äussert möchte oft eine Veränderung herbei führen, ohne jedoch selber die notwendigen Schritte zu tun.

    Im Falle vom Zivilschutz wären das Vorräte zu Hause, um ein paar Tage über die Runden zu kommen. Ich hab das sogar noch von meiner Oma gelernt, die bei dem Schneewinter 1978/1979 in Ostfriesland auf ihren gut gefüllten Keller mit Konserven verwiesen hat und ihren Holz / Kohleofen. Sie war ein paar Tage komplett eingeschneit und abgeschnitten.

    Über MREs oder Bundeswehr EPAs gibt hier im Forum mehrere Threads. Die kann man problemlos einlagern und hat dann für Unwetterereignisse, Stromausfälle usw vorgesorgt. Inzwischen gehört eine kleine Solaranlage dazu, um wenigstens Uhren, Handies und so weiter laden zu können.

    Nur mal so ein paar Anregungen dazu ...

    Mit dem Einmarsch der Russen rechne ich inzwischen nicht mehr, die haben immer noch genug mit ihrem Krieg in der Ukraine zu tun und vermutlich kaum Bock auf neue Abenteuer. Wahrscheinlicher sind aber Unwetter, Stürme, Starkregen, Schneekatastrophen, Überschwemmungen oder eventuell auch Unruhen + Proteste, wo man einfach mal nicht raus mag. Corona Lockdown - fällt ebenso in diese Kategorie. In dem Fall ist eine alternative Heizmöglichkeit, ein trotzdem gemütliches Zuhause und eine gut sortierte Vorratskammer dann die Rettung.

    Dafür kann jeder selbst sorgen, ohne auf den Staat oder irgend ein offizielles Konzept zu warten.

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: http://www.25u.de

  • Moin Moin,

    Das stimmt Chris! Da kann ich dir nur Recht geben.=)...

    Wie weng es akzeptiert wurde wenn ich zu meinen Bekannten und Verwandten sagte, das sie sich mal eine extra Dose Ravioli in den Keller stellen könnten,einen einfachen Gaskocher anschaffen, bisschen Wasser bevorraten...:schulterzuck:

    Keiner hat's gemacht. Viele haben sich, erschreckender Weise, auf den Staat verlassen und meinten der würde das schon richten :lach:...

    Das haben wir ja bei der Ahr Flut gesehen wie gut das klappt :schulterzuck:...und immer noch klappt :lach:....

    Beschämend!!!

    Ich als kleiner Jäger und Sammler sehe da für mich und meine Lieben nicht so das Problem im Falle X! Ich werde eher damit beschäftigt sein anderer Leute Begierlichkeiten abzuwehren :lol:...

    Ich bin auch noch so aufgewachsen mit dem Wissen das der Gewölbekeller voll steht mit Einmachgläser mit lecker Sachen aus dem Garten!:yes:...

    Für Vorrat haben die Generationen vor uns immer gesorgt,sobald es möglich war. Das Wissen darum daß es auch mal knapp werden könnte oder man hungern muss, hat allerdings so gut wie keiner mehr heute....

    Und dabei kann es so schnell gehen...zwei Tage ohne Strom und Deutschland liegt komplett am Boden! Wenn es überhaupt so lange dauert....

    Und das es so wenigen Menschen bewusst ist,ist das eigentlich erschreckende...:schulterzuck:...

    Sonnige Grüße

    Sascha

  • Wenn ich hier so drüber lese finde ich vor allem Kritik am Staat und was früher alles besser war.

    Nein, war es nicht. Wenn ich z.B. an Tschernobyl denke und wie die Behörden damals mit uns umgegeangen sind. Ich habe das noch sehr gut in Erinnerung, weil mein Sohn damals 6 Monate alt war.

    Es gibt ein Sprichwort dass wahrscheinlich jeder kennt: Wer einmal lügt, usw.... Nun, wie verhält es sich dann mit Institutionen, bzw. Menschen die in deren Auftrag ständig lügen oder neuerdings alternative Wahrheiten verbreiten ? Sag mir bitte einen Grund warum ein halbwegs klar denkender Mensch den Offiziellen überhaupt noch irgendwas glauben sollen ? Nur ein guter Grund und ich fange wieder damit an.

    Und ja, Vorräte habe ich auch. Das nennt man Eigenverantwortung. Das kommt in unserem Land auch zu kurz und ist meiner Meinung nach das Fundament für Freiheit. Die Menschen wollen Sicherheit und geben der Freiheit keinen Stellenwert mehr, weil sie ja anscheinend selbstverständlich ist.
    Ich habe ein kleines gelbes Schild an meinem Tor, siet auf den ersten Blich wie "Ausfahrt freihalten" aus, aber es steht "Freiheit aushalten" darauf.
    Es ist immer noch so dass viele Leute, wenn das Thema Vorsorge, Krise, usw. aufkommt, es gar nicht wissen wollen. Das sei negatives Denken muss ich ich mir immer anhören. Zeug aus der Verschwörungsecke, usw.

    Gruß

    Wolfgang

  • Diese private Vorsorge (Wasser ist übrigens extrem wichtig!) machen wir auch, soweit das in einer 3-Zimmerwohnung mit Minikeller geht. Was auch noch wichtig wäre: eine dauerhafte Schulung "Erste Hilfe und was tue ich, wenn das und das passiert". Und das könnte regelmäßig stattfinden, vom Kindergarten bis zum Altersheim.

  • Was auch noch wichtig wäre: eine dauerhafte Schulung "Erste Hilfe und was tue ich, wenn das und das passiert". Und das könnte regelmäßig stattfinden, vom Kindergarten bis zum Altersheim.

    Die Angestellten durchlaufen die Schulung regelmäßig.

    DrK/ASB/... auch in deiner Nähe bieten kontinuierlich EH-Kurse für jedermann an, meist zahlt das auch die BG des Arbeitgebers.

  • Hallo,

    das mit den Vorräten und den Möglichkeiten zur Selbstversorgung kenne ich seit Jahren nicht anders. In meiner Jugend so von den Eltern und Großeltern gelernt und dann als sehr sinnvoll beibehalten. Wir kommen schon mal eine ganze Weile mit den Vorräten aus. In meinen Augen müsste so etwas eher in einer Breiten-Veranstaltung regelmäßig den Leuten wieder in Erinnerung gerufen werden. Klingt jetzt ketzerisch, aber im sogenannten "Wehrkunde-Unterricht" wurden solche Verhaltensweisen den Schülern bereits nahe gelegt. Ebenfalls wurden da techn. Fertigkeiten geschult und geübt. Das war nicht nur, wie vielfach berichtet, "Rotlicht" von oben.

    Es wird aber mit solchen Konzepten sicherlich arge Probleme geben. Den Menschen wurde zu lange eingeredet, das es immer alles ohne Schwierigkeiten geben wird.


    Russe 469

  • Das war nicht nur, wie vielfach berichtet, "Rotlicht" von oben.

    Es wird aber mit solchen Konzepten sicherlich arge Probleme geben.

    Das ist nichts Rotes, nichts Neues und auch nichts Braunes. Das ist sinnvoll. In der Vergangenheit wurde es halt mißbraucht um ein Volk zu haben mit dem man zur Not, oder mit Absicht, einen Krieg führen kann.

    Ich wäre da voll dafür, techn. Unterricht, Fahren von div. Fahrzeugen, Überlebenstraining In- und Outdoor, usw. einfach deshalb um nicht so viel Wohlstandsdeppen zu haben. Sorry für das Wort.

    Gruß

    Wolfgang

  • Ich denke, die meisten die hier im Forum aktiv sind - insbesondere in diesem Fred - dürften in einer (lokalen) Krisenlage wohl weniger Probleme damit haben, mal ein paar Tage zu überbrücken...

    ...der andere Teil der Bevölkerung wird dann wohl erstmal das Handy in die Hand nehmen und die KI befragen, ob in der Nachbarschaft auch das Licht im Kühlschrank bei geöffneter Tür dunkel bleibt :P


    Zum Thema "MRE's einlagern" möchte ich anmerken, dass es im lokalen Handel etliche Regalmeter mit Tütensuppen, Raviolidosen & 5-Minutengerichten für kleines Geld gibt! Da braucht man weder auf Trekking-Tüten-Nahrung oder gar völlig überteuerte EPA's zurück zu greifen.
    3....4 Dosen Ravioli sollte man übers Jahr verteilt wohl nach Haltbarkeit sortiert umgewälzt bekommen, wichtig ist halt, sich dann beim nächsten Einkauf wieder mit "frischer" Ware einzudecken.

    Die Autoschlange ist die einzige Schlange, die das A****loch vorne hat!

  • Interessanterweise ist man als Overlander ständig darauf vorbereitet, komplett abgeschnitten unversorgt irgendwo zu stehen. Damit simuliert man den Katastrophenfall eigentlich dauerhaft, ist mir gerade so durch den Kopf gegangen.

    Hier an Bord sind neben zwei Kochmöglichkeiten (Gas + Elektro) viele Werkzeuge für Reparaturen, ne Elektro Kettensäge zum Holzfällen, eine schlagkräftige Reiseapotheke und mehrere Funkgeräte. Gefühlt ein halber Baumarkt. Plus die ganzen Vorräte. Das kann man auf gar keinen Fall 1:1 für zu Hause umsetzen, aber Wasserflaschen, ein Bistro Campingkocher mit Ersatzgasflaschen und ein paar MRE / EPA wären sehr lange lagerfähig und würden in eine grosse Reise Stofftasche passen.

    Kostenpunkt wäre so um die 100€. Würde wenig Platz zum lagern weggnehmen und man könnte so eine Notfalltasche problemlos schnappen und ins Auto wuchten.

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: http://www.25u.de

  • Mein Sohn hatte die Idee, und wir haben auch ständig einen gewissen Vorrat an haltbaren Lebensmitteln eingelagert.

    In den letzten 30 Jahren war das nicht nötig und wurde verdrängt.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:

    :barett-sch:

  • Ich glaube wir können es und gar nicht vorstellen wie es sein wird wenn alle, die sich mit dem Thema nicht auseinander gesetzt haben, durchdrehen. Ich meine das ernst, wie wird es wenn wir Essen und Trinken haben und um uns rum alle überschnappen. Vor vielen Jahren ist doch mal Bundesweit ein Handynetz zusammengebrochen, ich weiß nicht mehr ob Telekom oder Vodafone, nur für einen halben Tag und ich war entsetzt wie viele in meinem Umfeld kurz vorm kollabieren waren.

    Gruß

    Wolfgang

  • Ich denke, was uns in solchen Krisenlagen das Genick brechen wird, ist die allgemeine Übertechnisierung, die letztlich aber immer an der Stromversorgung hängt.
    Ich bin ja nun mit imzwischen Siebzig schon eines der älteren Semester in diesem Forum. Zudem stamme ich aus dem nördlichen Oberfranken, wo es früher extrem schneereiche und lange Winter gab. Aus meiner Kindheit und frühen Jugend erinnere ich mich an zahlreiche Stromausfälle im Winter, weil damals noch häufig mit Freileitungen gearbeitet wurde.

    Das war aber nie die große Katastrophe.

    Geheizt wurde auch in unserer Kleinstadt noch vorwiegend mit Holz und Kohle, die Küchenherde hatten einen Bottich an der Seite, wo es immer warmes Wasser gab. Wenn der weg war, wurde auf diesem Herd auch gekocht. Kühlschränke waren bis in die 1960er Jahre noch eher selten, man hatte einen Vorratskeller. Für die Not-Beleuchtung gab es in jedem Haushalt noch Kerzen und meistens auch noch eine Petroleumlampe.

    Die Bahn fuhr noch mit Dampfloks, in unserer schneereichen Gegend blieben die (roten) Uerdinger-Schienenbusse bei höherer Schneelage gerne stecken, also stand im Bahnbetriebswerk Hof eine 64er oder 85er Tenderlok unter Dampf bereit, um auszuhelfen. Zugefrorene Wagentüren, wie sie bei den S-Bahnen in München schon bei geringem Frost auftreten, waren damals auch kein Problem. Zum einen wurden die Türen nicht automatisch, sondern von Hand auf und zu gemacht, so dass ein Zufrieren gar nicht vorkam. Und wenn wirklich mal eine Tür gar nicht mehr aufging, so kam der Heizer von der Lok mit einer Schaufel voll glühender Kohlen, hielt die unter den Türgriff und die Tür war im Nu wieder aufgetaut.

    Ähnlich war es bei den Weichen, die heute ja auch immer wieder einfrieren trotz Weichenheizung. Damals hat man mit Manpower gearbeitet. Die Streckenwärter haben regelmäßig die Weichen von Schnee und Eis gereinigt, waren sie bereits eingefroren, hatten die Bahnarbeiter einen Gasbrenner in einer Rückentrage und tauten damit die Weichen auf.

    Ich will jetzt nicht gute alte Zeit verklären, es war alles deutlich primitiver wie heute, aber gerade deswegen unempfindlicher – ich meine, das trifft auch für die Menschen zu.

  • 85er Tenderlok

    Ich dachte, die gab es nur im Schwarzwald...

    Ich sehe das ganz genau so. Ich werde jetzt 60 und bin im Harz aufgewachsen. Daher hab ich überhaupt kein Verständnis dafür, daß bei jeder Schneeflocke gleich Katastrophenalarm ausgerufen wird. Zudem gibt es ja aufgrund der ständig herbeigeredeten Klimaerwärmung schon gar keine richtigen Winter mehr.

    Das ganze nennt sich dann Resilienz, wenn man mit solchen Situationen umgehen kann. Leider lernt die Jugend sowas nicht mehr, weil sie ja von Helikoptereltern nur in Watte gepackt werden. Wir sind in den 70ern nach den Hausaufgaben rausgeworfen worden und durften erst wiederkommen, wenn die Straßenlaternen angehen. Auch ein Miteinander, wie ich es als gerade-noch-Babyboomer kennengelernt habe, gibt es ja heute in der Jugend offensichtlich nicht mehr.

    Viele Grüße

    Andreas :el:

    Einmal editiert, zuletzt von dd1lm (24. Mai 2026 um 12:01)

  • Hallo,

    es ist ja gut zu sehen, wie viele hier noch das Bevorraten kennen. Ich denke da auch an einen anderen Aspekt:

    Bei den meisten hier geht es auch bei einem Ausfall der Versorgungen ne zeitlang ruhig und gemächlich weiter. Nur die, die immer an das Gerede vom:... immer alles da ! weiterhin glauben, stehen auf einmal vor unseren Türen und wollen ihren angeblichen Anteil haben. Kann ja schließlich nicht sein, das bei einigen Licht und Essen da ist und bei vielen anderen wandern sogar die Mäuse aus. Dieses Szenario bereitet mir da die meisten Sorgen.

    Russe 469

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