Ertüchtigung von Bundeswehr, Zivilschutz und Katastrophenschutz

  • Letztendes sind wir auch mit Bevorratung nur relativ wenige Tage überlebensfähig .

    Nicht jeder hat einen bewirtschafteten Garten oder ähnliches

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:

    :barett-sch:

  • Hallo Zusammen,

    ich finde es wird mittlerweile schon viel in Sachen Kats gemacht. Viele Landkreise schaffen Betten, Generatoren, Tische/Bänke usw. an. Und da ist nicht nur das THW gefragt, viele Feuerwehren sind da auch unterwegs.

    Was mich nur nervt, diese Vielfalt bei der Feuerwehr. 16 Bundesländer, 16 verschiedene Gesetzte usw. Das müsste wie bei THW vereinheitlicht werden. Eine Linie Fahrzeuge und gut.

    Ich Persönlich finde es sollten auch viel mehr die Lebensmittelgeschäfte mit eingebunden werden. Diese müssten alle ab einer gewissen Größe ein Notstromaggregat verpflichten vorhalten müssen. Auch müsste man eine Bezahlkarte für Krisen entwickeln die ohne Bargeld und ohne Internet auskommt.

    Was viele Leute noch nicht verstanden haben (und das war immer schon so auch in den 70-80er) Dass der Staat nur begrenzt für die gesamte Bevölkerung helfen kann. Jeder muss sich Gedanken zur Selbsthilfe machen, das beste Beispiel finde ich, ist das Hochwasser oder Starkregen. Hier meint jeder die Feuerwehr muss kommen und Keller auspumpen oder das Haus am besten noch durchputzen. Das ist eigentlich nicht die Aufgabe der Feuerwehr, hier hat jeder Hausbesitzer eigentlich selbst dafür zu sorgen und dass am besten auch kein Wasser ins Haus kommt. Da gäbe es noch mehr Beispiele. Klar werden die Einsätze im Bereich der Feuerwehr immer mehr, gerade mit Sachen die unnötig sind und wenn man den Kopf zum denken benutzt, sehr schnell selbst gelöst bekommt.

    In meinem Haus habe ich damals bei der Renovierung/Umbau die Verteilungen (habe ein 2 Familienhaus) so umgebaut, dass ich Teile vom Haus auf Notstrom über die PV Anlage versorgen kann (nur das nötigste). Sollte die PV Anlage nicht reichen (im Winter zB.) kann kann ich mehrere Tage über ein Stromerzeuger (2kw Gas/Benzin betrieben). Das ganze wird ab und an auch geübt, mit Bebilderter Anleitung auf Papier, das meine Frau das auch ohne mich aufbauen kann. Derzeit überlege ich ob ich noch einen Trinkwassertank in den Keller stelle der sich bei einem Netzausfall (länger als 30 Minuten) selbst füllt. Ob ich das mit dem Tank überhaupt umsetzte weiß ich noch nicht. Vorräte sowie Kochmöglichkeiten (ohne Strom) sind auch vorhanden.

    Ja, es ist schade dass man viele Zivilschutzanlagen damals aufgegeben hat, aber das jammern nutzt nix, man muss nach Vorne gucken und das beste draus machen. Manche Anlagen sind ja noch betriebsbereit, manche wurden geräumt und alles verschenkt.

    Ich bin gespannt was von den Milliarden die der Bund jetzt beschlossen hat in den Gemeinden ankommt.


    Gruß Mixer =)

    Mixer_2000(ät)web.de

  • Hallo,

    es ist ja gut zu sehen, wie viele hier noch das Bevorraten kennen. Ich denke da auch an einen anderen Aspekt:

    Bei den meisten hier geht es auch bei einem Ausfall der Versorgungen ne zeitlang ruhig und gemächlich weiter. Nur die, die immer an das Gerede vom:... immer alles da ! weiterhin glauben, stehen auf einmal vor unseren Türen und wollen ihren angeblichen Anteil haben. Kann ja schließlich nicht sein, das bei einigen Licht und Essen da ist und bei vielen anderen wandern sogar die Mäuse aus. Dieses Szenario bereitet mir da die meisten Sorgen.

    Russe 469

    Man darf halt nicht noch Werbung machen - der gut gefüllte Vorratskeller, die Kochmöglichkeit und die Wasserkanister gehen niemanden im Umfeld etwas an!

    Detlev

    2. BeobBtl 23 - Stadtallendorf

  • Entgegen mancher Einstellung kann man seine Mitmenschen aber dazu anregen gewisse Vorbereitungen zu treffen.

    Das kann jeder ,auch wenn da in erster Linie Klopapiervorräte erdacht werden.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:

    :barett-sch:

  • Ja, da hast Du völlig recht. Dann musst Du in den Keller ziehen, im EG die Fenster nach innen schlagen dass die Vorhänge rauswehen können und zetrümmertes Mobiliar vor Dein Haus legen. Dann denken die Plünderer dass schon geplündert wurde. Oder Du hast Waffen, aber da schreiben wir hier nichts.

    Gruß

    Wolfgang

  • Zum Thema Bevorratung:

    Es gibt eine ganz einfache Methode, Vorräte anzulegen, ohne auf teure Notfallnahrung zurückzugreifen:
    Von den Gütern des regelmäßigen Bedarfs (egal, ob Lebensmittel, Hygieneartikel, usw.) werden bei
    anstehenden Einkäufen immer mehr gekauft und eingelagert, so lange, bis genügend Vorräte für einen
    Zeitraum X bereit liegen. Danach werden neue Einkäufe dann normal getätigt und ebenfalls bevorratet,
    aber halt immer zusätzlich zu der erweiterten Lagermenge. So liegen dann halt zehn Dosen Wurst und
    fünf Deos im Regal statt ein oder zwei. Hier muß hier dann nach dem Fifo-Lagerprinzip (first in, first out)
    das Zeug innerhalb des MHD-Zeitraums verbraucht werden.
    So ist sichergestellt, daß man im Fall der Fälle das hat, was man immer benutzt, und daß umgekehrt
    das Zeug auch verbraucht und nicht wie so vieles Dosenzeug (welches nur für schlechte Zeiten daliegt
    und nie gegessen/genutzt wird, weil man es ja eigentlich gar nicht so wirklich mag und die Notsituation
    einfach nicht eintreten will) irgendwann entsorgt wird.

  • Nur ein klarer Verstand wird sich auf die jeweilige Situation anpassen können.Keine Situation ist und war die Gleiche.

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  • Ich denke, was uns in solchen Krisenlagen das Genick brechen wird, ist die allgemeine Übertechnisierung, die letztlich aber immer an der Stromversorgung hängt.
    Ich bin ja nun mit imzwischen Siebzig schon eines der älteren Semester in diesem Forum. Zudem stamme ich aus dem nördlichen Oberfranken, wo es früher extrem schneereiche und lange Winter gab. Aus meiner Kindheit und frühen Jugend erinnere ich mich an zahlreiche Stromausfälle im Winter, weil damals noch häufig mit Freileitungen gearbeitet wurde.

    Das war aber nie die große Katastrophe.

    Geheizt wurde auch in unserer Kleinstadt noch vorwiegend mit Holz und Kohle, die Küchenherde hatten einen Bottich an der Seite, wo es immer warmes Wasser gab. Wenn der weg war, wurde auf diesem Herd auch gekocht. Kühlschränke waren bis in die 1960er Jahre noch eher selten, man hatte einen Vorratskeller. Für die Not-Beleuchtung gab es in jedem Haushalt noch Kerzen und meistens auch noch eine Petroleumlampe.

    Die Bahn fuhr noch mit Dampfloks, in unserer schneereichen Gegend blieben die (roten) Uerdinger-Schienenbusse bei höherer Schneelage gerne stecken, also stand im Bahnbetriebswerk Hof eine 64er oder 85er Tenderlok unter Dampf bereit, um auszuhelfen. Zugefrorene Wagentüren, wie sie bei den S-Bahnen in München schon bei geringem Frost auftreten, waren damals auch kein Problem. Zum einen wurden die Türen nicht automatisch, sondern von Hand auf und zu gemacht, so dass ein Zufrieren gar nicht vorkam. Und wenn wirklich mal eine Tür gar nicht mehr aufging, so kam der Heizer von der Lok mit einer Schaufel voll glühender Kohlen, hielt die unter den Türgriff und die Tür war im Nu wieder aufgetaut.

    Ähnlich war es bei den Weichen, die heute ja auch immer wieder einfrieren trotz Weichenheizung. Damals hat man mit Manpower gearbeitet. Die Streckenwärter haben regelmäßig die Weichen von Schnee und Eis gereinigt, waren sie bereits eingefroren, hatten die Bahnarbeiter einen Gasbrenner in einer Rückentrage und tauten damit die Weichen auf.

    Ich will jetzt nicht gute alte Zeit verklären, es war alles deutlich primitiver wie heute, aber gerade deswegen unempfindlicher – ich meine, das trifft auch für die Menschen zu.

    Ja, früher lief das alles. Und heute können keine Züge mehr fahren, wenn an der Oberleitung eine Eisschicht ist.

    Die Mehrheit der Menschen hier sind total "verweichlicht" worden. Und darum im Krisenfall hilflos ausgeliefert. Andererseits auch völlig dessinteressiert, was Krisenvorsorge angeht. Ich merke das wenn das Thema mal zur Sprache kommt, an den Reaktionen.

    Dieser Zustand ist vermutlich auch so gewollt. Sonst könnten bestimmte sinnvolle Dinge ja auch im Schulunterricht vermittelt werden.

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

  • Man darf halt nicht noch Werbung machen - der gut gefüllte Vorratskeller, die Kochmöglichkeit und die Wasserkanister gehen niemanden im Umfeld etwas an!

    Ja genau so ist es! Allein schon aus Selbstschutzgründen. Wer seine Krisenvorbereitungen nicht geheim hält, der spielt "Russisch Roulette" und kann sicher sein, das er im Krisenfall unliebsamen "Besuch" bekommt. Dazu kann schon die falsche Müllentsorgung führen. Menschen die man glaubt zu kennen, lernt man dann u.u. nochmal ganz anders kennen.

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

  • Das MHD bei Konservendosen und im Glas eingekochtes wird total überbewertet!

    Das hat hauptsächlich einen gesetzlichen Hintergrund, das der Hersteller für die angegebene Zeit eine Qualitätsgarantie geben muss. Und dient als Nebeneffekt eher der Umsatzförderung, durch den psychologischen Effekt der Angst.

    Konserven und eingekochtes sind ewig haltbar, vorausgesetzt unbeschädigt, dicht und richtig gelagert. Was nach vielem Jahren passieren kann, ist lediglich ein schwächerer Geschmack der Lebensmittel.

    Also Geld sparen und nicht gleich alles wegwerfen, sondern erstmal testen: Aussehen, Geruch, Konsistenz, Farbe, Geschmack.

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

  • Ich bin gespannt was von den Milliarden die der Bund jetzt beschlossen hat in den Gemeinden ankommt.

    Wahrscheinlich alles. ( In Ukrainischen Gemeinden ).

    Man muß aufstehen, bevor man sich wiedersetzen kann.

  • Es kommen doch keine Plünderer. Da kommen nur die lieben guten Umfairteiler, die sich selbst um nichts gekümmert und nichts sinnvolles getan haben, aber sich als so wichtig betrachten, dass ihnen gegenleistungslos der größte Anteil zusteht.

    Vorsicht ! Beiträge können Ironie und Sarkasmus enthalten. Sie sind für seichte Gemüter und zu nah am Wasser gebaute Menschen nur schwer zu ertragen. :heuldoch:

  • Bin beim beim NDR über eine interessante Nachricht gestolpert. Demnach rüstet eine Tankstelle gerade ein Notstromaggregat nach, um bei Stromausfall die Pumpen der Tankstelle weiter betreiben zu können.

    Blackout im Katastrophenfall? Diese Tankstelle hätte noch Strom
    Wenn der Strom ausfällt, geht plötzlich nichts mehr. Keine automatischen Türen, keine Kassen, aber auch keine Pumpen. Im Katastrophenfall kann das zum Problem…
    www.ndr.de

    Sicherlich würde man den Sprit auch ohne Pumpen irgendwie da raus kriegen, aber ich finde das ganze sehr vorausschauend. Angewandter Zivilschutz, ohne Verzögerung oder Improvisieren Polizei und Feuerwehr oder den THW weiter versorgen zu können.

    Chris, unterwegs als selbstironischer Blogger & Abenteurer, im DAF T244 ex-british Army 4x4 Truck. Reiseberichte und mehr: http://www.25u.de

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