Puch 230 GE springt kalt nur mit Starthilfe an, warm ohne Probleme

  • Hallo in die Runde,

    vielleicht kann mir jemand weiterhelfen...

    Ich habe einen Puch 230 GE BJ 1991. Seit Herbst letzten Jahres wird das Kaltstartverhalten sukzessive schlechter, seit kurzem springt er nur noch mit Bremsenreiniger in der Zuluft an. Wenn er dann anspringt läuft er gut und relativ rund für 35 Jahre, er startet dann auch problemlos wieder so lange er warm ist. Das Problem trat gleichermaßen von minus 10 bis plus 30 Grad Außentemperatur auf.

    Er war jetzt bei einem befreundeten KFZ Meister.

    Kaltstartventil geprüft, i.O.

    Steuerzeiten geprüft, i.O.

    Drücke der KE Jetronic geprüft, nach Handbuch i.O.

    Interessant ist wohl, dass das Kaltstartventil zwar sauber spritzt wenn es per Schalter angesteuert wird, aktuell beim Startvorgang aber gar nichts macht... Wenn man die Stauscheibe 4 bis 5 mm runter drückt dann spritzt es ein...

    Für einen guten Rat wäre ich der Community wirklich sehr dankbar, wir sind gerade etwas ratlos, wenn er läuft, dann läuft er gut, nur angehen will er nicht so richtig.

    Vielen Dank für eure Hilfe.

  • Korrektur

    Nicht das Kaltstartventil spritzt ein beim betätigen der Stauscheibe...es sind Einspritzdüsen die durch Betätigung der Stauscheibe einspritzen.

  • Versuche doch mal, beim Sensor oder beim Steuergerät einen Widerstand anstelle des Sensors zu nehmen, bzw. messe den Widerstand des Sensors. Laut KI
    Kalt (ca. 20 °C): ca. 2.5 kΩ bis 3.5 kΩ

    • Handwarm (ca. 40 °C): ca. 1.0 kΩ bis 1.5 kΩ
    • Betriebswarm (ca. 80 °C): ca. 250 Ω bis 350 Ω
    • Heiß (ca. 90 °C): ca. 150 Ω bis 250 Ω

    Damit würde ich annehmen, dass das KE-Steuergerät bei einem Kabelbruch von arktischen Temperaturen ausgehen würde.

  • Hast du den Lufttemperatursensor unter dem Blechrohr zum Luftfilter geprüft ? wenn der nicht angeschlossen ist dann springt er auch nur wiederwillig an

    https://www.puch.at/de/produkte-er…ber-ansaugrohr/

    Soeben geprüft, die Kabeltülle ist zwar im Knick defekt, die inneren Kabel sind jedoch gut und ohne Scheuerstellen. Der Sensor sitzt ganz schön wackelig, aber das passt (leider) so weit, das wird es nicht sein, außer der Sensor wäre defekt, der scheint aber schon ein Mal getauscht worden zu sein, sieht nicht aus wie 35 Jahre alt


  • Genauso hat der Kühlmitteltemperatursensor einfluss auf die Kaltstartanreicherung und die Kaltstartdüse


    Hast du den Lufttemperatursensor unter dem Blechrohr zum Luftfilter geprüft ? wenn der nicht angeschlossen ist dann springt er auch nur wiederwillig an

    https://www.puch.at/de/produkte-er…ber-ansaugrohr/

    Soeben geprüft, die Kabeltülle ist zwar im Knick defekt, die inneren Kabel sind jedoch gut und ohne Scheuerstellen. Der Sensor sitzt ganz schön wackelig, aber das passt (leider) so weit, das wird es nicht sein, außer der Sensor wäre defekt, der scheint aber schon ein Mal getauscht worden zu sein, sieht nicht aus wie 35 Jahre alt

    Geh einfach nach der Prüfanweisung vor . Prüfen geht durch messen . Das gilt für beide Sensoren. Und hoffen wir mal das du nicht an der CO-Schraube was geändert hast.


    Messe auch die Leitungen zum Steuergerätestecker . Am besten geht das mit 2 Personen und einem Multimeter.

    Ansonnsten fallen mir pinkelnde Einspritzdüsen ein sowie zu niedriger Kraftstoffdruck durch verschlissene Kraftstoffpumpen .

    Kraftstoffilter könnte auch Clocked sein .


    Der Geber Ansauglufttemperatur A0095426817 kostet bei Mercedes ca. 25€

    Temperatursensor | A0095426817

    FAE33503

    FAE 33503 Ansauglufttemperatur-Sensor, – DAPARTO


    Sensor Kühlmitteltemperatur A0065423417 ist auch nicht zu teuer

    006 542 34 17 BEHR THERMOT-TRONIK, FAE | 0065423417 im AUTODOC Shop

    Temperatursensor | A0065423417

    Bilder

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:

    :barett-sch:

    Einmal editiert, zuletzt von HuffDuff (8. Juli 2026 um 15:50) aus folgendem Grund: 4 Beiträge von Friedrich mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Alle Messungen nach Betriebsanleitung wurden durchgeführt, auch das Fehlerprotokoll abgearbeitet, jedoch ohne Ergebnis, sprich es war alles i.O. wie es in der Betriebsanleitung beschrieben ist...

    Darum frage ich hier, die Betriebsanleitung hilft leider nicht mehr weiter oder wir suchen beim Falschen...

  • Messe auch die Leitungen zum Steuergerätestecker . Am besten geht das mit 2 Personen und einem Multimeter.

    Ansonnsten fallen mir pinkelnde Einspritzdüsen ein sowie zu niedriger Kraftstoffdruck durch verschlissene Kraftstoffpumpen .

    Kraftstoffilter könnte auch Clocked sein .

    Kraftstoffpumpe und Filter neu, Einspritzdüsen ausgebaut und angesteuert, 1A Spritzbild laut KFZ Meister

  • Dann müsste er ja ganz normal laufen....

    Irgenwas habt ihr übersehen. Habt Ihr die Unterdruckv

    Ist das Ansaugsystem dicht . Ansauggehäuse des Mengenteilers(Gummi) ohne Risse ?Eventuell die Unterdruckvererschlauchung an der Drosselklappe vertauscht . Sind die Temperaturventile(Weiss) noch in Ordnung ?


    Habt ihr alle Zündungskomponenten geprüft ?

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

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    Einmal editiert, zuletzt von HuffDuff (8. Juli 2026 um 15:51) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Friedrich mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Also, wenn ich das richtig verstehe:

    • wenn man ein Signal auf das Kaltstartventil gibt, spritzt es Kraftstoff. Wenn man den Motor kalt startet, spritzt es jedoch nicht. Ich gehe davon aus, Du hast es nicht bei 40°C Außentemperatur versucht (+20 °C: ca 1–2s, > 35°C: 0s)
    • Der Tempsensor funktioniert, zeigt die richtigen Widerstandswerte an

    Ich denke, Ihr habt die Kabel von Sensor und KSV gemessen und auch festgestellt, dass das KSV kein Signal erhält. Dann bliebe ja eigentlich nur der Thermozeitschalter bzw das Signal vom Anlasser an diesen übrig. Ich habe jetzt nicht in den Schaltplan geschaut, aber vielleicht verfolgst Du dort mal die Kabel und schaust, ab wo Du das erwartete Verhalten findest

  • Hallo,

    die Wiederstände der Kabel wurden alle gemessen und für gut befunden.

    Den Thermozeitschalter können wir mangels Wiederstandswerten in der Betriebsanleitung nicht messen, bzw. nicht beurteilen.

    Da sowieso eine Motorrevision ansteht da er mitterweile gaz schön leckt nach 35 Jahren steht die Frage im Raum, die meisten Schalter gleich mit zu erneuern.

    Frage: hat jemand eine gute Adresse um den Mengenteiler komplett revidieren zu lassen? Also mit Staubscheibe und so weiter? Mein Kfz Meister sagt dass man das zum Spezialisten schicken muss, da man da viel vermurksen kann und da hat er meins Erachtens nach Recht. Man findet einige Anbieter im Netz, aber Google Bewertungen vertraue ich nicht so gerne...

    Wir hoffen dass nach der "großen Hafenrundfahrt" das Problem des schlechten Anspringens auch erledigt ist...

    Vielen Dank für eure Tips und die Unterstützung

  • Frage: hat jemand eine gute Adresse um den Mengenteiler komplett revidieren zu lassen? Also mit Staubscheibe und so weiter?

    Du hast eine PN

    mich würde auch eine gute adresse für solche spezialthemen interessieren. :)

    "Der gute Geländefahrer fährt langsam durch unbekanntes Gelände. Unerwartete Hindernisse lassen sich leichter erkennen und bewältigen. Durch falsches Fahrverhalten entstandene Schäden können einen langen Fußmarsch zur Folge haben."

  • Ich beziehe mich mal auf Post 1:

    Bei meinem Puch hatte ich ein ähnliches Verhalten. Der Fehler lag an einem defekten Überspannungsschutzrelais, welches keine Betriebsspannung für den Spannungswandler, der die Betriebsspannung für das Motorsteuergerät erzeugt, zur Verfügung stellte.

    Vielleicht konnte ich helfen.:)

  • Also das Steuergerät muss schon angeschlossen sein!

    Das kann man ja an der Diagnosesteckdose feststellen.

    Durch ermitteln der Fehlercodes lassen sich so einige Fehler durch das Impulsverfahren ermitteln.das geht z.B. mit einer Leuchtdiode als optische Anzeige oder mit einem analogen Multimeter

    Hier am Beispiel eines W124

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