• Immer wieder schön, hier was neues aus Deinem Bestand zu sehen! Vielen Dank! :G

  • Um das Thema trapezförmige Zeltbahnen für´s erst abzuschließen, hier die Variante vom Österreichischen Bundesheer a.d. Jahre 1991:

    In Größe und Ausführung, ähnelt die Zeltbahn vom ÖBH stark der Zeltbahn der Deutschen Bundeswehr. Auch die Knopfreihen passen zusammen. Der größte Unterschied besteht im verwendeten Material.
    Dieses ist die bisher erste und einzige, hier vorgestellte Zeltbahn, die ganz aus wasserdicht beschichtetem Polyamid-Gewebe hergestellt ist.

    Die Zubehörtasche ist aus dem gleichen Material wie die Zeltbahn. Die Zeltstab-Segmente und die Häringe sind aus Leichtmetal.

    Heimat ist da, wo dir die Todesanzeigen etwas sagen

    Ottfried Fischer

    2 Mal editiert, zuletzt von murkser (3. Mai 2006 um 23:15)

  • Details wie Pflegehinweise, Hersteller "Konfektion KRAML 1991" und die genieteten Knöpfe der ÖBH Zeltbahn.

    Eine Nutzung als Regenumhang ist bei dieser Zeltbahn nicht vorgesehen.

    Heimat ist da, wo dir die Todesanzeigen etwas sagen

    Ottfried Fischer

  • Unverzeihlich! Beinahe vergessen....

    hätte ich die so beliebte und oft praktizierte Nutzung der Bundeswehr-Trapez-Zeltbahn als Regenumhang. Bitte schön, Modell "Rumpelstielzchen".

    Hier ein überaus seltenes Einsatzfoto:

    Ja, wenn man so etwas exotisches sehen will, dann muß man bei den Pionieren nachschauen.

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    Ottfried Fischer

  • es scheint den ansprüchen zu genügen... die arme werden dabei durch diese schlitze rausgesteckt und werden nass?

    und besonders beim pio mit mütze links hinten sieht man wie modisch das ensemble wirkt

  • Ja, das ist der Nachteil von Poncho und Regenumhang.

    Unterhalb vom Knie und an den Armen wird´s naß.

    Für einen richtigen Regenschutz sind Anzüge und lange
    Regenmäntel besser.

    Heimat ist da, wo dir die Todesanzeigen etwas sagen

    Ottfried Fischer

  • Über die Zeltbahnen aus Russland, der DDR und den anderen Ländern des ehemaligen Ostblocks habe ich nur sehr wenige Informationen.

    Wenn jemand zu den im folgenden vorgestellten Stücken weitere und/oder bessere, bzw. richtigere Angaben machen kann, dann möge er/sie dies bitte tun.

    Das Grundmodel für diese Bauart von Zeltbahnen stellt wohl diese quadratische (180x180 cm) Zeltbahn dar.

    Bei der Zeltbahn rechts auf den Bild müßte es sich um ein Zeltbahn aus der Sowjetunion, aus der Zeit des 2. Weltkrieges handeln.

    Die linke, nur zur hälfte ausgebreitete olivgrüne Zeltbahn ist beinahe baugleich mit dem sandbeigen Exemplar, rechts. Wobei die olivgrüne Zeltbahn wohl in den 1980er Jahren gefertigt wurde.

    Charakteristisch für all diese Zeltbahnen sind die in einer Ecke eingearbeiteten Tunnelzüge zur Verwendung als Umhang. Entlang des Tunnelzuges der den Schulterbereich einschnürt ist der Zeltbahnstoff doppelt ausgeführt. Die gegenüberliegende Ecke, welche beim Umhang auf dem Boden schleifen würde, wird mit einem Knopf (hier als Holzknebel-Knopf) hochgehängt. Bei der jüngeren Variante sind die Knebel-Knöpfe aus Kunststoff. Die vier Eckösen sind als Lederverstärkungen (alt) und als Metallösen (neu) ausgeführt.

    Hier sind in der Kapuzenecke noch schwach zwei Stempel zu erkennen, die aber leider nicht mehr lesbar sind. Dazu die Kapuzenzugkordel.

    Heimat ist da, wo dir die Todesanzeigen etwas sagen

    Ottfried Fischer

    2 Mal editiert, zuletzt von murkser (2. Juni 2006 um 10:15)

  • Oben eine russische Zeltbahn aus dem Jahre 1988 mit Holzknöpfen, Metallösen und Schulterzugband. Zu erkennen ist auch, daß auf der Rückseite zwei Koppelösen angenäht sind. Der obere Stempel ist ein Kontrollstempel des Verpackungspersonals. Der untere Stempel trägt Bestell- und Seriennummern und das Herstellungsdatum.

    Ein Unterscheidungsmerkmal zu den Zeltbahnen z.B. der KVP/NVA ist, daß die russischen Zeltbahnen nur ein Armloch aufweisen.
    Diese russische Zeltbahn mit den dunkel-oliven Kunststoffknöpfen ist 1990 hergestellt worden.

    Heimat ist da, wo dir die Todesanzeigen etwas sagen

    Ottfried Fischer

  • Im Amöbentarn gab es auch Uniformen als Trageversuche. Ich habe das mal in einem alten schwarz,weiß bebilderten Buch über BW Uniformen gesehen und jemanden der mit einer solchen Jacke in den Wald spaziert ist. Leider hatte ich keine Zeit mit meinen Auto anzuhalten. Bei der BW war ein Stuffz. dessen Bruder auch mal so einen Anzug erworben hatte. Den gab er aber nicht her. Mehr weiß ich leider auch nicht darüber.

  • Sicherlich nicht. Wie das Amöbentarn aussieht ist Dir ja sicherlich bekannt! Also was soll das? Ich habe selber seit Anfang der achtziger mehrere Zeltbahnen davon zu Hause und auch einen entsprechenden Helmtarnbezug auf einem FJ Helm. Da ich das Tarnmuster sehr gelungen finde, war ich übberrascht dieses bei einem bekannten in seinem Buch als Uniform wiederzufinden. Und noch vielmehr als besagte Person bei Braunschweig genau mit einer solchen Jacke in Begleitung seines Hundes im Wald verschwand. Dies ist aber schon mehr als 10 Jahre her. Ich bin davon ausgegangen vielleicht hier irgendwelche Informationen austauschen zu können. Aber wenn man hier nicht ernsthaft diskutieren kann, dann tut es mir leid um die Möglichkeit die ein Forum eigentlich bietet.
    MfG
    Oliver Jentsch

    Einmal editiert, zuletzt von O.J. (2. Juni 2006 um 16:41)

  • Okee, Okee, lieber @O.J.

    dann sind es also Amöbentarnanzüge gewesen.

    Ich habe solche noch nicht gesehen.

    Hast du schon einmal so einen Anzug gesehen wie ich ihn vorhin vorgestellt habe?

    Hätte ja sein können, daß eine Verwechslung vorliegt.

    Hast du das Buch noch zur Hand? Kannst du davon ein Bild einstellen?
    Wie war der Titel von dem Buch? Autor?

    Servus der murkser

    Heimat ist da, wo dir die Todesanzeigen etwas sagen

    Ottfried Fischer

  • Hä, was hast du denn für ein Problem? Toller Einstand deinerseits würde ich sagen...


    An Murkser: weiter so, sehr interessand was du hier machst. Kann es sein, daß die BW-Dackelgarage im Laufe der Jahre etwas gewachsen ist? In meine BW-Version hat mein Feldbett reingepasst, in meine neue Ami-Garage nur noch mit schräg stehenden Stangen.
    Überdachtes Feldbett nennt man dann sowas :)

    Laut diesem Bild müssten die Zelte ja gleichlang sein, nur die "Spitzen" sind länger.

  • Was heißt toller Einstand. Ich find den Beitrag über die Zeltbahnen ja auch total ok. Da muss ich den murkser ja auch richtig für loben. Und weil es so interessant ist hab ich es mir ja auch angesehen. Und ich habe selber einige Zeltbahnen aus unterschiedlichen Epochen und sammele schon seit über 20 Jahren. Nur hab ich neben der Bemerkung das es Amöbentarn nur als Zeltbahnen und Helmbezüge gab den Einwand gebracht dass ich dieses Muster auch schon auf Bildern als koplette Uniform und an einer Person die eine Jacke davon trug gesehen habe. Und dafür muss ich mich doch nicht veralbern lassen. Vielmehr sollte man sich zu diesem Thema mal kurzschließen und herausfinden was es seinerzeit damit auf sich hatte. Neben den Tarnbezügen für die FJ wurde ja nur noch Zeltbahnen und das wahllos an verschiedene Truppenteile ausgegeben. Zu meiner BW Zeit hatten wir welche im Zug die dieses Tarnmuster als Zeltbahn hatten. Und wenn man mal ehrlich ist, wozu soll man ein Tarnmuster entwickeln wenn dieses nur für Helmbezüge und Zeltbahnen eingesetzt wird. Ich will hier keinen verärgern und hoffe nicht falsch verstanden zu werden.

  • Naja, O.J. Deine Bemerkung ueber Murksers Hose war schon etwas seltsam, und nicht gerade konfliktvermeidend.
    Wieso Du Dich deswegen auf den Schlips getreten fuehlst, kann ich nicht nachvollziehen, denke aber dass Du nicht direkt davon ausgehen solltest dass der Murkser Dich veraeppeln will.


    Er wollte sicher gehen dass Du das Muster auch nicht verwechselst.
    Ein einfaches "nein es war definitiv der Amoebentarn" haette vielleicht auch gereicht meinst Du nicht?


    Falls Du mich mal mit einer Amoebentarnjacke in den Wald rennen sehen solltest, so kann ich Dir sagen dass meine Jacke zwar aus den 50igern ist, aber trotzdem damals aus einer Zeltbahn gefertigt wurde ;) .

    Ich habe einige Planen wo der Rotanteil sehr heraussticht.
    Dieses Muster sieht aus der Entfernung und der Bewegung dem schweizer Leibertarn (Alpentarn) schon ziemlich aehnlich.

    Wer koennte beweisen dass es damals wirklich diese Trageversuche gab?
    Die BW muss doch ein Archiv ueber solche Sachen haben.


    Murkser, die von Dir gezeigte Hose halte ich fuer einen Fake.
    Vor einiger Zeit tauchten viele Hemden in diesem Tarnmuster auf.
    Diese Hemden hatten auch eine Versorgungsnummer und ein BW uebliches Herstellerschild drauf.

    Ein Sammler wies mich darauf hin, dass die Versorgungsnummer aber mit Der des aktuellen Feldhemdes (aeh, nee heisst ja jetzt Feldjacke, oder?) gleich ist.
    Diese Labels sind wohl wie die Hemden Kopien aus China.

    Wieso auch dieser Tarn, wenn der Flecktarn in seinen Variationen schon ziemlich gut ist?
    Das waere ja ein Rueckschritt.
    Oder wollte die BW etwa den Dschungelkrieg ueben? ;)


    Habe so ein Hemd zu Hause, und kann er gerne mal fotografieren.


    Gruss...

    Jay_Dee


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  • Hallo liebe Leute,

    sicher besteht die Möglichkeit, daß es ´mal einen mehr oder weniger umfangreichen Trageversuch mit Uniformen in dem Amöbentarn gegeben haben könnte. Denkbar wäre auch eine Kleinserie, gefertigt aus Zeltbahnen, auf quasi privater Initiative eines Truppenführers.
    Spekulieren kann man da allerhand.

    Ich habe darüber keine Information und habe auch noch nie ein Uniformstück dieser Art gesehen.

    Ich kenne in dieser Tarnung die Zeltbahn, den Stahlhelmüberzug und Überzüge für die Helme der Hubschrauberpiloten (PAH) der Heeresflieger.

    Zu der scheckigen Hose: Ich habe kein Referenzstück in Händen. Ich habe davon schon einmal Abbildungen von Hemden/Jacken in diesem Muster gesehen mit der gleichen Information dazu wie zu der Hose.
    Zeitlich liegen beide Info-Inputs einige Jahre auseinander.

    Was das eigenartige Design dieser Tarnung betrifft, halte ich bei der Bundeswehr alles für möglich.

    Servus der murkser

    PS ´Hätte da noch eine Variante anzubieten:

    Heimat ist da, wo dir die Todesanzeigen etwas sagen

    Ottfried Fischer

    Einmal editiert, zuletzt von murkser (3. Juni 2006 um 15:06)

  • Hallo Leute,

    dem Ein- oder Anderen sicher schon bekannt, aber ich setz es trotzdem mal hier rein:

    Die Abbildung stammt aus dem "Taschenbuch für Wehrfragen" Festland-Verlag, Bonn Juki 1956, also aus den Gründungsmonaten der Bundeswehr.

    Wir sehen: Sowohl der Tarnanzug als auch die Zeltbahn waren fertig gestaltet als sie zur Truppe kamen. Irgendwer im Amt Blank hat die Entscheidung zu den Mustern gefällt und den Kram dann so in Auftrag gegeben.

    Anzug BW-splittertarn, Zeltbahn "Amöbentarn". Da bei Beiden einr Hintergrund aus einem Splittertarnmuster vorliegt und "nur" der "Überdruck" sich ganz wesentlich unterscheidet, ist davon auszugehen, daß man dem sich bewegenden Soldaten eine andere Tarmung geben wollte als dem sich nicht bewegenden Zelt. Die Wendbarkeit der Zeltbahn kommt noch dazu. Bei den meisten Verwendungen als Jacke oder Hose fällt das Wenden wegen der Taschen etc. ja aus. Daher wäre es nicht allzu sinnvoll einen beidseits bedruckten Stoff für Kampfanzüge zu verwenden.

    Worauf will ich hinaus?

    Ich glaube, daß es wenn überhaupt, Trageversuche und Prototypen mit amöbentarn-Jacken/Hosen nur vor dem Juli 1956 gab. Danach war das Thema doch für viele Jahre durch. Und mit dem Verschwinden der Tarn-Kampfanzüge und dem Erscheinen der oliven Moleskinuniform noch viel mehr.

    Oder täusche ich mich da?

    Ich würde daher ohne weitere Quellen zu kennen dem Jay_Dee beipflichten und nehme ebenfalls an, daß es sich um "private" Initiativen handelte, die hier und da Experimente im Jacke-Hose-Bereich hervorbrachten.

    Wenn allerdiings mal irgendwo ein Stück einseitig bedruckte Amöbe auftaucht sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Dann würde auch ich an eine offizielle Anzugherstellung in amöbentarn glauben.


    BTW und nicht völlig OT, da ja auch Zeltbahnmaterial verwendet wurde: Der FJ-Helmtarnbezug! Ich hab auch einen aus dem amöbentarn-Zeltbahnstoff. Wurden die einheitsweise aus dort vorhandenen Zeltbahnen bei der Truppe produziert, wie Jay in einem anderen thread annahm, oder wurden die zentral beschafft aus Bahnenware hergestellt? In der "Soldat und Technik" die René besitzt habe ich neulich noch ein Bild gesehen, daß noch eine andere Helmtarnung bei einer Falli-Einheit zeigte. Weiß jetzt nicht mehr ob woodland oder BW-Splittertarn. Müsste man nochmal nachschlagen. Fakt ist aber: Alle dort gemeinsam abgebildeten Soldaten trugen das gleiche Muster.

    Grüsse

    freddy

    "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

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