• Ich denk mal, die Verdichtung ist nicht ausschlaggebend, denn das hat nach meiner Ansicht etwas mit Klopffestigkeit bzw. Oktanzahl zu tun.

    Vielleicht könnte man hier einen Klopfsensor einbauen, der über ein Steuergerät dann mittels eines Stellmotors die Zündung etwas zurücknimmt, will heissen den Verteiler verdreht. :D :D

    :# :#

    Grüße
    Christian


    :wolf:               :u-1300:

  • Nein, im Ernst, ich fahre ihn nun definitiv MIT Zusatz, falls ich mal einen Kopf in die Finger bekomme, könnte ich ja mal versuchen, die Härtegrade der Sitzringe herauszufinden.

    Grüße
    Christian


    :wolf:               :u-1300:

  • Zitat

    Original von kristian b
    andreas, wäre der bleiersatz noch zur oktanzahlsteigerung gedacht, könnte ich das nachvollziehen. da man heute aber benzin mit bis zu 100 oktan kaufen kann, hat das imho damit nix zu tun...

    Hmmm, was war zuerst da?
    Die Henne oder das Ei?

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war es so, daß die ersten Zusätze von Blei zur Erhöhung der Klopffestigkeit des Sprites gedacht waren.
    Daher konnte man die Verdichtung erhöhen als es diesen Sprit (Super?) gab.
    Nebenbei schonte der Zusatz von Blei auch die Ventilsitze, die daher auch bei hoher Verdichtung in Standardmaterial beibehalten werden konnte.
    Nach dem Wegfall der Bleizusätze muß nun also ein Zusatz rein, der die herkömmlichen Ventilsätze schützt.

    Tja was sagst du nun zu diesem Märchen?
    Hört sich doch schlüssig an, oder?

    Nun darfst du noch mal versuchen das zu widerlegen. :D

    Gruß
    der
    Benzschrauber


    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Damals haben einige Cleverles richtig dick Knete mit den Horrorgeschichten gemacht. Es wurden in alle möglichen Motore gehärtete Ventilsitzringe eingesetzt. Und alle Anderen fahren wohl noch heute ohne Motorschaden. Oder hat damals jemand mal Metallablagerungen oder Veränderungen an den Sitzen gesehen? Das war damals Lehrmeinung - muß ja aber deshalb nicht richtig sein. Schließlich war die Erde auch mal ne Scheibe!!
    Gruß otan03

  • Aral hatte damals einen Sprit "Aral bleifrei". Der war zwar nicht hundertprozentig bleifrei. hatte aber im Vergleich zu anderen Benzinsorten nur einen ganz ganz geringen Bleianteil.
    Die wären doch damals in die Pleite gerutscht wenn ihr Sprit zu Motorschäden geführt hätte.

    Gruß otan03

    Ganz oben steht auch noch was - ist ein bischen hochgerutscht.

    Einmal editiert, zuletzt von otan03 (29. September 2006 um 14:32)

  • Das mit den Motorschäden sehe ich ein bisschen anders, der "Schade" tritt ja wenn dann in Form von erhöhtem Verschleiß der Sitzringe auf.

    Ein plötzlicher Motorschaden dürfte das wohl nicht sein.

    Und wer hat denn damals schon daran gedacht, auf so etwas zu schauen.

    Früher sind auch viele Leute an Schwindsucht gestorben, weil man es nicht besser wusste, hätte man nachgeschaut, wären ganz andere Tatsachen ans Licht gekommen.

    Grüße
    Christian


    :wolf:               :u-1300:

  • Ich erinnere ja nur an die damaligen Horrorvoraussagen daß es Zigtausende von Motorschäden geben wird.
    Aber Irgendjemand wird mir hier ja endlich mal erklären wie damals bei der Verbrennung in den Brennräumen METALLISCHES BLEI entstanden ist, daß sich dann bei den entsprechenden Temperaturen und Strömungsgeschwindigkeiten durch den Druck der Ventile auf die Ventilsitze auch als Blei ablagert.
    Aber bitte nicht wieder - das habe ich damals gelernt - das hat schon mein Meister immer gesagt - .
    Also ran an den Bücherschrank und mal vielleicht einige Formeln aus dem Chemieintericht raussuchen.
    Übrigens: ich bin durchaus lernfähig.
    Gruß otan03

  • Hi Leute,

    hab etwas gegoogelt :

    chaoschemiker

    quote:Warum ARAL wieder einen Rückzieher machte, entzieht sich meiner Kenntnis


    Vermutlich war der schnöde Mammon der Grund.
    Das "Blei" diente eigentlich gar nicht zur Schmierung der Ventilsitze, sondern zum hochsetzen der Oktanzahl. Geschmiert hat das Zeug übrigens noch nie, sondern man vermutet(e) das es das aufeinanderknallen der Ventile auf den Sitz etwas abpuffert, da das Molekül eine Form hat die das begünstigt. Die verwendete Substanz dafür hies Blei-tetra-ethyl* und war wegen des riesigen Bedarfs der Mineralölindustruie spottbillig. Heutzutage nimmt man zum hochsetzen der Oktanzahl tertiär-Butyl-methyl-ether** (MTBE) und dem fehlt diese "puffernde" Eigenschaft vollständig. Der MTBE war übrigens früher schweineteuer und ist heutzutage wegen der riesigen Abnahmemenge spottbillig.

    *) Blei-tetra-ethyl ist übrigens falsch geschrieben. Ich hab nur diese Form gewählt, damit ihr wisst wie man es ausspricht. Eigentlich wird es so geschrieben: Bleitetraethyl

    **) Wie oben. Richtig: tert.-Butylmethylether


    gefunden in : http://www.motor-talk.de/time7/b2005/c12/d2/e873392/z7

    Vielleicht ein Lösungsansatz, ich werde mal weiter suchen.

    Grüße
    Christian


    :wolf:               :u-1300:

  • Na ist doch schon wunderbar. Danke.
    Ein großer Hersteller wirbt auch heute noch für den Bleiersatz mit der " Ventilschmierung". LM! Also wer seine Ventile schmieren will, immer rein mit dem Zeug.
    Gruß otasn03

    Einmal editiert, zuletzt von otan03 (30. September 2006 um 11:43)

  • ´n Abend allerseits,
    hab zum Geburtstag den Nachdruck "Die Kraftahrzeuge und ihre Instandhaltung 1961" (Heel-Verlag) geschenkt bekommen. Darin steht über den Bleizusatz im Benzin: "...Ein weiteres Mittel zur Erhöhung der Klopfferstigkeit st die Verwendung von Klopfbremsen, das sind besondere Metallverbindungen, aus denen bei dem hohen Druck und der Temperatur im Verbrennungsraum das Metall als außerordentlich feiner Staub ausfällt und mit seiner großen Oberfläche die Erhitzung hemmt. Am häufigsten wird Blei-tetra-äthyl (siehe auch tdchris) als Klopfbremse verwendet..."
    Im KFZ-technischen Taschenbuch von Bosch steht unter "Klopfbremse": Die wirksamsten Antiklopfmittel sind organische Bleiverbindungen (Tetraethylblei TEL und Tetramethylblei TML)...
    Von der Zweitaufgabe als Ventilschmiermittel oder als Dämpfung der Ventilsitze konnte ich noch nix finden!
    Bis denne
    Gerald

    You can't wait until life isn't hard anymore

    before you decide to be happy.

    (Nightbirde 1990 - 2022)

  • Da ich nun ja auch einen Mog habe und in dem beim aufräumen ein Fläschchen von dem Bleizusatz gefunden habe, hole ich den Fred mal wieder aus dem Keller.

    Was hat sich seit 2006 getan? Sind Motoren ohne Zusatz kaputt gegangen? Da inzwischen das "Super" genau so viel kostet wie "Normal" (und ich persönlich der Meinung bin, daß es "Normal" Benzin schon seit geraumer Zeit gar nicht mehr gibt, sondern in beiden Erdtanks der selbe Saft bunkert!) tanke ich eigentlich nur "Super". Das hätte ja schon mal eine höhere Oktanzahl. Trotzdem noch Bleizusatz rein? Oder wie beim Kübel: nur jeden 4. Tank (Kann ja nicht schaden!)

    Oder einfach ganz weglassen?

    Der auf dem VW Kübel und dem MAN 630 damals seine Führerscheine gemacht hat. :P

  • Hallo zusammen,

    ich verwende im Mog und im Kübel den Bleizusatz, frei nach dem Motto: "Es kann ja nicht schaden"

    Finanziell schmeißt mich das Fläschen, ich glaube es kostet ca. 8 Euro (?), auch nicht aus der Bahn, bei dem was sich der Mog so wegzieht. Komme trotzdem einige Monate damit aus.

    Wirklich nachvollziehen kann ich nicht, daß sich Blei an den Ventilen absetzt und dort dämpfend wirken soll.

    Blei wird ja schon bei geringen Temperaturen flüssig, wie soll sich da ein film auf einem heißen Ventil bilden?, wie dick soll der Film sein um eine dämfende Funktion ausüben zu können? Der Bleifilm müsste ja auch rundum gleichmäßig verteilt sein um die Funktion des Ventils nicht zu beeinträchtigen...

    Na ja, je mehr ich darüber nachdenke... hmmm

    Meine 8jährige Tochter weiß auch daß es keinen Weihnachtsmann gibt, legt aber trotzdem einen Wunschzettel für Ihn hin...

    ...und aus dem gleichen Grund benutze ich auch den Zusatz weiterhin :lol:

  • Mmh,

    Öl ist schon bei Umgebungstemperaturen flüssig und soll einen Film bilden....

    Ich glaube ich werde trotzdem weiter dran glauben....


    Michael

    ___________
    435 Pritsche
    404 Fuko in Fleckentarn
    404 TroLF in RAL 6014 ;)
    404 TLF8 in RAL3000 (Fehlfarbe?)

    411 von der STOV

    ...

    461.311 von der Norwegischen Armee

  • Hallo

    Da gibt es in jedem Oldie Forum hin und wieder heiße Diskussionen.

    Erstens denke ich das die Suppe nicht so heiß gekocht werden sollte wie die Hersteller meinen. Schon gar nicht bei den Laufleistungen und Belastungen unserer Oldies.

    Aber und das ist entscheiden für uns. Das Zeug ist so billig das es sicher schlimmere Arten gibt sein Geld zu verbrennen. Also rein damit in den Tank.

    Oktanzahl Erhöhung braucht hier keiner. Das jemand seinen Mog zum Zündungs klingeln bringt halte ich für recht unwahrscheinlich weil alle Mil. Benziner eigentlich so eingestellt sind das Sie jede Suppe fressen die irgendwie brennt. :rolleyes:


    Gruß

    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von mogdriver416 (20. Dezember 2008 um 09:05)

  • Moin,

    habe mal den ganzen Fred hier durchgearbeitet. Soweit mir Ulli dies mal erzählt hat (und der hat sich viel mit sowas beschäftigt, führte schließlich ja sogar noch bis zum Gas) ist die Stellungnahme von DC, daß der Motor auch ohne Bleizusatz freigegeben sei, dann aber die Wartungsintervalle für das Nachstellen der Ventile zu halbieren seien. Dies spricht eigentlich für die Aussage von Henne, die weiter oben steht.

    Deswegen kippe ich das Zeug rein.

    Was könnte also ohne passieren? Die Ventile arbeiten sich weiter in den Kopf ein und werden dadurch bei Nichtbeachtung der Intervalle ohne Nachstellen vielleicht undicht. Führt das dann eventuell zum Motorschaden?

    Also die paar Cent habe ich noch über, Ventile habe ich aber auch schon selber eingestellt....

    Interessant das mit der Oktanzahl, wo es momentan ja kein Normal mehr gibt treibe ich diese ja mit Super und Bleiersatz in für den M180 gigantische Höhen. Vielleicht kann ich den Sprit ja jetzt wirklich verdünnen. Was käme dafür in Frage? :D

    Michael

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  • Hallo

    Interessant das mit der Oktanzahl, wo es momentan ja kein Normal mehr gibt treibe ich diese ja mit Super und Bleiersatz in für den M180 gigantische Höhen. Vielleicht kann ich den Sprit ja jetzt wirklich verdünnen. Was käme dafür in Frage?

    Nein aber man könnte mit dem Zündzeitpunkt experimentieren und dem Motor vielleicht noch ein Tütchen Spritzigkeit entlocken.

    Gruß

    Thomas

  • Moin,
    als Antiklopfmittel braucht man MTBE für den M180-Motor bestimmt nicht. Nirgends ist aber eine richtig befriedigende Beschreibung von der Wirkung verbleitem Benzins in einem Motor zu finden. An Ventilschmierung glaube ich nicht so richtig und größere Bleiablagerungen im Motor schaden auch eher, Zündkerzen und Auspuff halten ohne Blei im Benzin auch wesentlich länger.
    Gruß Stefan

  • Zitat

    Nein aber man könnte mit dem Zündzeitpunkt experimentieren und dem Motor vielleicht noch ein Tütchen Spritzigkeit entlocken.

    Kann ich mir bei dem niedrig verdichtenden Motor von der BW nicht so recht vorstellen, daß in dieser Richtung Potential ist....

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