Die Borgward - Vorderachse

  • Der untere bolzen hat sich durch den hohen Axialdruck nach unten (Fahrzeuggewicht) in die Schmiernut der unteren Anlaufscheibe eingearbeitet
    was bei dem oberen Bolzen nicht der fall ist.
    Dadurch ist dieser Ring den du meinst entstanden da an dieser stelle der Schmiernut kein Verschleiß und Reibung zustande kommt.

    Gruß Andre

  • Moin.
    Schließe mich pipi, arne und Andre an: Gnadenlos eingelaufene Gleitfläche, da lange und gründlich gelenkt und dabei auf das teure teure Fett verzichtet wurde.

    Da ist kein ganz sicher kein eingelegter Ring!
    Wenn doch ess ich ihn auf, vorausgesetzt er ist schmackhaft eingelegt worden.
    Also nicht ohne Fett!
    Denn Fett ist ein guter Geschmacksträger ! 8)


    Grüße
    freddy

    BTW: Das heuir könnte mein erster von einem Moderator gelöschter Beitrag werden. Ich rahm ihn mir schonmal ein.

    "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

  • Nee, ist doch lustig, Freddy. Und so viel steht fest, du musst den Ring nicht essen.

    Werner, CFW Borgward war ein Mann, der unnötige Ausgaben hasste. Deshalb haben z.Bsp. viele LKW`s die gleichen Achsen.
    Wäre es sinnvoll, an einem Achsschenkel zwei verschiedene Ringe zu verbauen ?
    Wo es doch billiger und einfacher wäre, oben und unten die gleichen Ring einzusetzen.

    Ansonsten haben die Vorredner alles gesagt.

    Gruß Jozi.

  • Hallo Jozi,
    hatte mich auch schon gewundert, das hätte ja nicht gepasst. Verwunderlich ist nur, dass ich keinen Abrieb gefunden habe, daher die Frage. Nunja, da ist noch Arbeit drin. Danke für die Antworten.

    Gruß
    Werner

    Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt

  • wenn du jetzt neue bolzen verbaust:

    du sagtest, es wäre kein höhenspiel vorhanden gewesen. eigentlich müsste das spiel exakt die höhe des eingelaufenen ringes haben.
    falls nicht, könnte es nämlich sein, daß jemand früher schonmal pass-scheiben beigelegt hat, weil er spiel festgestellt hat und zu faul war, der sache auf den grund zu gehen. das geht ja ohne achsschenkel zerlegen.

    packst du diese nun mit neuem bolzen rein, klemmt die geschichte! also lieber nochmal genau kontrollieren.

  • Ok,
    danke für den Tipp. Habe morgen noch ein bisschen Reinigungsarbeit vor mir und werde das mal ales kontrolliern, wenn alles sauber ist. Vielleicht jabe ich das Höhenspiel ja nur nicht gesehen, weil ich mich auf die Simeringe konzentriert habe. Passscheiben habe ich jedenfalls keine gefunden.

    Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt

  • Moin Werner,
    wenn da keine Messingblech_Unterleger am oberen Bolzen waren, dann hat ein Vorbesitzer das Höhenspiel einfach eliminiert indem er die Distanzbleche weggenommen hat.
    Wenn Du die neuen Bolzen einbaust, müssen die Schrauben eben handfest angezogen werden, bis das Höhenspiel auf Null ist.
    Dann den Spalt zwischen der Platte des Achsschenkelbolzens und dem Achsgehäuse mit der Fühlerlehre ausmessen und entsprechend dicke Distanzbleche dazwischen setzen.
    Dann Bolzen festziehen. Das Höhenspiel muss auf Null bleiben; die Bolzen dürfen aber nicht klemmen.

    Gruß aus HL

    Andreas

    Regen ist mein Offroadisiakum

  • Die Winterpause an der Zeitkapsel gibt mir die Zeit für andere Dinge.
    So z. Bsp. die Ersatzteil-Gewinnung für Namibia.
    Nach der letzten Reise war ja nun klar, dass ich Achsstummel brauche.
    Schnell ist eine Vorderachse zerlegt, und was ich da heute entdeckte, will ich euch nicht vorenthalten.
    Damit dann alles irgendwie beisammen ist, stell` ich das mal in den schon existierenden Beitrag.

    Diese Achsstummel waren das Ziel der Schrauberei.

    Klar ist, das die anderen Ersatzteile natürlich eingelagert werden.
    So sollte natürlich auch die zweiteilige Achswelle ins Regal wandern.

    Bis mein entzündetes Auge auf dem verzahnten Ende haften blieb :

    Hat jemand sowas schon mal erlebt / gesehen ?

    Ich hätte ja eher gedacht, das bei exorbitanter Belastung die äußere Kappe zerstört wird.

    Aber die war völlig intakt.

    Borgi verblüfft mich immer wieder.

    Gruß Jozi.

    Einmal editiert, zuletzt von Jozi (3. Dezember 2016 um 22:23)

  • Wow! Eine solche Verformung würde ich bei so einem Teil nicht erwarten....da ist wohl die Materialwahl nicht ganz so wie vom Konstrukteur gedacht gewesen....um es zu erklären ist mein Werkstoffkunde Schein etwas zu alt...

    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl)  ;P


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  • die hinteren steckachsen kennen wir ja ...aber das hab ich auch noch nie gesehn !
    vor allem wundert mich dass es eben nicht abgedreht sondern so weit "verdreht" ist ...

    da müssen ganz schöne kräfte am würgen gewesen sein

    danke für s zeigen

    stephan

    Und es nimmt kein ENDE :schweißen:

    :H::T

  • Ja, aber normal ist das Material solcher Wellen so hart, das es bei Überlast durch Schock oder Dauerbelastung in einem Gewaltbruch mündet und nicht in elastischer Verformung....da wäre es mal interessant eine rot/weiss Prüfung zu machen....

    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl)  ;P


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  • Moinsen.
    Den Bereich elastischer Verformung hat das Stück hinter sich.
    Wir treffen es im Stadium der plastischen Verformung an.
    Material passt nicht zu Querschnitt und Beanspruchung.
    Da das Ding im kalten Krieg zur Welt kam, tippe ich auf Sabotage an der Werkbank.
    Es kann aber auch sein, dass die Ingenieure die Oberhand über die Produktion bereits an die Kaufleute abgegeben hatten.

    Grüße

    freddy

    "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

    Einmal editiert, zuletzt von freddy (4. Dezember 2016 um 15:32)

  • Ich glaub hier har man auf das Vergüten des Materials vergessen...

    mfg Patrick

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

  • da wäre es mal interessant eine rot/weiss Prüfung zu machen....

    Jens, wie geht die rot/weiss Prüfung ?

    Sabotage oder vergessen zu härten will ich mal ausschließen.
    Die Bohrung mit dem Gewinde um die verzahnte Mitnehmerscheibe mit der Achswelle zu verbinden geht genau bis zu der Stelle, die da verformt wurde, bei Vollmaterial wäre wahrscheinlich nichts passiert.

    Wie könnte es passiert sein?
    Nach meiner Vorstellung nur so : Ein Fahrer, dem, nun, sagen wir mal, das Auto nicht so am Herzen lag, brettert durchs Gelände. Als der Vorderwagen mit zuviel Schwung über einen Hügel geht, heben die oder das Vorderrad ab, der Faher merkt nichts, bleibt auf dem Gas, wodurch das frei drehende Rad gut beschleunigt wird. Als der der Vorderwagen wieder landet, wird es abruppt gestoppt.
    Eine andere Version ist für mich nicht oder nur schwer vorstellbar.

    Gruß Jozi.

  • <p>sagt die verdrehrichtung nicht genau das gegenteil? von welcher seite ist die antriebswelle denn???, wenn links, dann mu&szlig; sich das rad gedreht haben, ohne da&szlig; die welle das wollte und wenn rechts, dann umgekehrt, oder verbritzeln mich da meine entz&uuml;ndeten gehirnzellen?</p>

    <p>&nbsp;</p>

    <p>zur risspr&uuml;fung mit rotem eindringzeuch und wei&szlig;em entwickler mit fremden worten:</p>

    <p>http://www.karldeutsch.de/KD_GENERAL_Kno…e_PT_DE_M1.html</p>

    und bei dem farbeindringverfahren immer den zum system gehörenden kram, also auch etwaige reiniger verwenden, wegen der abstimmung der komponenten untereinander.

    bei uns auf der firma lassen die immer ca ne halbe stunde einwirken

    [SIZE=7]greetz wurstpfeife[/SIZE]

  • ....da wird auf das gründlich gereinigte Teil eine Spezialfarbe aufgebracht und einwirken gelassen (damit das dünnflüssige Zeug durch den Kappilareffekt in Risse gesogen wird)....nach einer Zeit wird die Oberfläche abgewischt. Dann ein Entwickler aufgetragen. Dieser sorgt dafür das in Rissen verbliebene Farbe "sich zeigt" und so vorhandene Risse markiert....

    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl)  ;P


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  • Ich glaub hier har man auf das Vergüten des Materials vergessen...

    mfg Patrick


    Hallo Jozi,

    Super Lehrobjekt, solang nichts gerissen und nur plastisch verformt,
    bring das Teil zum Vergüter.
    Der kann Dir sagen ob überhaupt Güte drin war und ggfls kann er es reparieren (vergüten)

    Gruss
    Kajo

  • Den Bereich elastischer Verformung hat das Stück hinter sich.
    Wir treffen es im Stadium der plastischen Verformung an.

    Ich sag ja, verdammt lang her die Werkstoffkunde ... da hast Du 100% recht. Nur elastisch wäre ja wieder "zurückgeplöppt"... :P

    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl)  ;P


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