Auf Ketten in Deutschland unterwegs - ist das möglich?

  • Hallo, der holländische Club KTR plant eine Ausfahrt zum 70. Jahrestag des Kriegsendes und will dabei auch ein Stück durch Deiutschland fahren. Ist es in Deutschland irgendwie möglich, Kettenfahrzeuge mit oder ohne Kettenpolster auf deutschen Straßen fahren zu lassen oder wenigstens auf Feld- und Waldwegen?

    Müsen die dann auch versichert sein?

    Gruß
    Ingo

  • Ist das jetzt eine Fang- oder Spassfrage, oder meinst du es wirklich ernst? Im abgesperrten privaten Gelände geht alles, sonst nichts. Was aber alle anderen Spassbehörden in Deutschland zu nicht demilitarisiertem Kriegsgerät auch nur als Transport meinen ist eine ganz kurze Antwort.


    Gruß

    Andi

  • Wenn die in Holland ordentlich zugelassen wären, dann würde sich deine Frage "müssen die auch versichert sein" wohl erübrigen?

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hatten wir so ein Thema nicht kürzlich schon einmal? hmmm Ich glaube, da ging es konkret um gepanzerte Fahrzeuge. Das war aber hier nicht die Frage, oder?
    Gegenfrage: Wo sollte geschrieben stehen, daß das nicht geht?
    Wenn die Kettenfahrzeuge regulär zugelassen und versichert sind, nach den im EU-Ausland geltenen Regeln, dürfte dem eigentlich grundsätzlich nach StVO nichts entgegen stehen. Es gibt ja auch hier Kettenfahrzeuge mit ziviler Zulassung, z.B. Hägglunds.
    Ohne Kettenpolster ist sicherlich sehr problematisch, wegen der Schäden, die der Verursacher hinterher beseitigen muß.
    Natürlich sind KWKG und ähnliches mit zu beachten. Da könnte es bei der Einfuhr evtl. Probleme geben, je nachdem, wie die Teile ausgestattet sind..

    Vielleicht sollte der Verein im Vorfeld eher einen Anwalt bemühen, um verläßliche Aussagen zu bekommen und eventuelle Genehmigungen in der richtigen Form und Frist einholen zu können.

    Grüße von der Küste! Til :krad::renault:

    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

    :BGS-F:

  • Ich hatte es schon irgendwie so vermutet. ;)

    "Wird nicht einfach" halte ich dabei für eine deftige Untertreibung 8o

    Ich glaube nicht daran, daß sowas bei uns gelingen kann und schon deswegen nicht, weil es ein Präzedenzfall wäre, auf den sich andere berufen könnten.
    Trotzdem würde mich der Fortschritt der Bemühungen sehr interessieren.

    Grüße von der Küste! Til :krad::renault:

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  • Zitat

    Mit Halftracks und Shermans, die

    a) kein Kennzeichen haben werden
    b) keine Gummiketten, max. Kettenpolster haben werden
    c) nicht mal ansatzweise demilitarisiert sind. Maximal ist der Verschluss unbrauchbar gemacht.


    Dürfen die Holländer das überhapt im eigenen Land?
    Ich meine gehört zu haben, das in NL diesbezüglich
    mittlerweile auch ein anderer Wind weht :whistling:
    Bei einem Halftrack mit blau/weißer Oldie-Nummer
    kein Problem, aber schon beim Bren seh ich schwarz :nono:

    Ansonsten wird jede Deutsche Kreisverwaltung den
    Holländischen Einmarsch schon im Keim ersticken :dev::lach::weg:

    Gruss

  • Ja, das Thema hatten wir schon mal ...

    Versuchen wir das doch mal ohne Polemik und nähern uns dem Thema neutral an (ohne Gesetztesverweise):

    Nach Strassenverkehrsordnung etc pp. ist es grundsätzlich immer möglich, mit einem ordentlich zugelassenen und somit zumindest in Europa zwingend dann auch versicherten Fahrzeug am Strassenverkehr Teil zu nehmen und somit auch mit einem solchen Fahrzeug nach D einzureisen.

    Der Umgang mit nicht zugelassenen und somit i.d.R. auch nicht versicherten KFZ ist auch geregelt (Darf nicht am öffentlichen Verkehr Teil nehmen es sei denn es ist eine selbstfahrende Arbeitsmaschine....die muß´aber dann bestimmte Bedingungen erfüllen)

    Ebenso wie dei Frage der Zulassungsfähigkeit geregelt (Ketten KFZ ohne Gummipolster maximal x km/h (ich meine 6 km/h)

    Soweit so gut...

    Ebenso gilt aber auf deutschem Boden das KWKG, das recht exakt definiert, was man besitzen, transportieren usw usw darf, und zusätzlich die eine oder andere Ex- und IMportvorschrift (Aussenwirtschaftsgesetzt) in der steht, das "das Verbringen von dem KWKG unterliegendem Gerät" bestimmten Regularien unterliegt.

    Beziehen wir das auf die angefragten Objekte kann man die RÜckfrage so stellen:

    Unterliegen die fraglichen FZ dem KWKG ? Halftrack ggf. nicht (oben offen) Sherman sicher ...sofern nicht nachweislich nach deutschem Recht demilitarisiert. Wenn nein: ENDE der Überlegung. Eine Einfuhr halte ich für mehr oder weniger unmöglich.

    Sollte die Frage positiv geklärt sein: Sind die Fahrzeuge Heimat regulär zugelassen? Wenn nein ist das Fahrzeug mutmaßlich nicht versichert und darf mangels Versicherung etc auch nicht in den öffentlichen Strassenverkehr...

    Den Mangel kann man sicher durch eine rote Nummer beim Hafftrack lösen, ggf. auch bei einem Sherman mit gepolsterter Kette ... da der aber sicher nicht als Kraft- und Arbeitsmaschine mit einer V/max <6 km/h durch geht ist der mit Stahlkette m.E. dann auch raus..

    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl)  ;P


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  • Wuerde das ganze als Landmaschinen deklarieren,
    sollte kein Problem sein, da die meisten NL Sherman ja Maehdreschermotoren verbaut haben ;)

    Wenn die KWKG Huerden irgendwie behoben sind (was ich in diesem Falle nicht glaube), ist es eine Entscheidung der Kommune was die Ketten angeht, da die ja die Gasse wieder insten muessen.

    Gruss aus dem Saarland
    Rudi

    -

  • der hier:

    hat weder in belgien noch NL eine art straßenzulassung
    versichert ist er nur über die veranstaltungshaftpflicht des veranstalters
    die behörden, tatkräftig unterstützt von der tourismusstelle, gewähren die straßenbenutzung

    hier ein kleiner film:

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    sollte irgendwas in der richtung auf dt. seite der grenze stattfinden sollen, dann NUR wenn lange vorher die behörden ins boot geholt werden.

    auch wenn zB ein in england zugelassener road-legal "panzer" einreisen wolle, er nach deutschem recht demilitarisiert wäre und er seine grüne deckungskarte dabei hätte.... selbst dann könnte jeder deutsche amtliche bedenkenträger die fahrt nach $1 der stvo beenden: nämlich weil "Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird."
    deswegen müssen oldtimerveranstaltungen auch zwingend vorab angemeldet werden, weil sie ab (8?) fahrzeugen ja ein rollendes verkehrshindernis sein könnten...

    und ich will nicht wissen, was abgeht wenn in belgien einem sherman altersbedingt die eine kette reißt und das teil beim ausbrechen einen trupp flakhelferinnen mit HJ anhang plattwalzt :schweißen:

    ...alles an Ersatzteilen und Zubehör für den VW Iltis

    Tobias Drechsler
    Heylstr. 39-43
    63571 Gelnhausen
    info@iltisteile.com

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  • Hallo, ja, wird ein Stück Arbeit.
    Die Halftracks sind meistens mit blauem Oldie-Kennzeichen zugelassen.

    WSherman und Co, nee, weder zugelassen noch versichert noch irgendwelche Bleche rausgeschweißt. Macht mir auch Sorgen.
    Polizeibegleitung könnte man ja organisieren.

    Hatten in Holland kürzlich noch ne Ausfahrt mit 30 KM auf öffentlichen Straßen und 20 Kettenfahrzeugen. Ohne Polizei, nur durch eigene Motorräder abgesichert.

    Übrigens muss eine Ausfahrt ab 30 Fahrzeugen angemeldet werden, auch wenn sie nicht in Kolonne fahren und nur den gelichen Startpunkt und das gleiche Ziel haben.

  • Hallo Ingo

    Bevor hier mächtig gerätselt wird würde ich mal beim zuständigen Strassenverkehrsamt vorstellig werden .
    Dein Anliegen vortragen und dann wird man Dir schon sagen ob es geht oder nicht . Wenn ja , bekommst
    Du auch Informationen . Aber Fahrzeuge , die bei uns nicht zugelassen bzw versichert sind , werden es mächtig
    schwer haben . Bei solchen Veranstaltungen wird in einigen Bundesländern auch die Polizei angehört . Von da
    könnte es schon Probleme geben , wenn es abgelehnt wird . Andere können bzw dürfen nicht begleiten .
    Mach Dich schlau bei den zuständigen Stellen . Rätsel bringen nichts . Ggf. ist die ganze Vorarbeit hin , wenn abgesagt wird.

    Gruss H.-W.

  • Viel Spaß.

    Nach Bussum 2006 hatten wir mal Kontakt zur Landesregierung Niedersachsen aufgenommen zwecks Ausnahmegenehmigung.

    Geplant war mit 2 NL/B Fahrzeugclubs eine Tour wie in Bussum zu unternehmen, quasi als "Fortsetzung" zu Bussum. Die Tour sollte auf Nebenstraßen von Ibbenbühren quer durch nach Hoya (Weser), Rethem und ab nach Hamburg gehen. Nur Fz Marsch, Leute voll eingekleidet. UNglaublicherweise hatten wir als erstes die Ausnahmegenehmigungen für die Waffen bekommen, sogar für MG etc vom zuständigen Ministerium. Geschietert ist es an an Fahrzeugen und der Kolonnenfahrt an sich Halbketten mit Gummiketten waren kein Problem, Vollkkettenfahruege auch mit Gummiketten wurden sofort abgelehnt.

    So etwas wie Overloon 2012 wäre da völlig unmöglich, wo die 2nd Armour aus Enbgland mit 2 Sherman, Greyhounds, Halftracks und zig Jeeps und GMC quer durch Holland gerasselt sind...und wir sie 2 Mal auf öffentlichem Grund angegriffen haben...mit behördlicher Genehmigung natürlich.

    Schon eine reine Fahrzeugtour wie in Bussum ist ja schon scheinbar unmöglich.

    Bussum als Beispiel:

    Eine Möglichkeit könnte sein: Nur Radfahrzeuge, alle natürlich mit Zulassung, klar. Und eine Route abseits von Bundesstraßen, Autobahnen. Veranstaltungsverischeurng, Streckensicherung durch Polizei etc müssen leider sein. Alles eine Kostenfrage.

    Grüße
    Frank

  • Bei allen hin und her Überlegung die bisweilen hier genannt worden sind, scheint mir, dass vielen das Langzeitgedächtnis einen üblen Streich am spielen ist. :bye::bye:

    Oder habt Ihr alle vergessen das vor 17-18 Jahren dass Thema Kettenfahrzeuge in Deutschland durch Antwerpes den damaligen Regierungspräsidenten von Köln
    und dem schillernden Michael Fröhlich mit seinem zum Spaßmobil umgebauten mit Prilblumen verschönertem Hotschkiss Panzer beinahe alle Ex Behörden Fahrzeuge
    und natürlich auch alle Militärfahrzeuge die Betriebserlaubnis entziehen wollten.

    Das Thema war Wochenlang in allen Tagezeitungen und die Belagerung durch Fröhlich vor dem Amtssitz von Antwerpes war hierüber auch noch
    häufiger in den Nachrichten im TV.

    Wie viele Monate haben wir seiner Zeit gebangt, in einer Zeit wo das Wort Internet noch unerreichbar schien, das man uns die Betriebserlaubnis entziehen würde.

    Als Ergebnis dieser Belagerung stand dann fest, nie mehr eine Zuassung für Kettenfahrzeuge in Privatbesitz für den Straßenverkehr und erschwerte Bedingungen für die Zulassung von nur militärisch genutzten und produzierten Fahrzeugen.

    Altbestand wurde glücklicherweise nicht in die Verordnung mit einbezogen. :an::an:

    Weckt doch einfach die schlafenden Hunde und Bären die so schön in Ihrem Jahrzehnte langem Winterschlaf verweilt sind, nur damit und das sollte sich auch die evtl. Befürworter genau überlegen, ein Trupp optisch hochaufgerüstet zum Ende einer nicht glorreichen Ära den Sieger Status zelebriert und mit Kettenfahrzeugen egal ob mit oder Kettenpolster über die Straßen rollt.

    Neben vermutlich ungläubig dreinschauenden Beamten könnten sich auch noch irgendwelche Autonome am Straßenrand postieren und so richtig den Aufmarsch für sich und andere politische Gruppierungen nutzen.

    Damit wären dann Alle Anstrengungen der letzten Jahre unser Hobby der Öffentlichkeit besser zutragen zu können zu Nichte gemacht.

    Es ist etwas ganz Anderes wenn wir in die Normandie oder sonst wo hinfahren um dort mit andern gleichgesinnten an die Befreiung Europas von einer Diktatur erinnern.

    Das Vorhaben könnte eher Zündstoff geben und evtl. für uns alle Kontraproduktiv ausgehen.

    Gruß
    Dirk

    2 Mal editiert, zuletzt von arom461c (12. Dezember 2012 um 23:17)

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