Ein Munga zugelaufen-1957er F91/4 LSHD

  • Nabend,

    wie das so ist, unverhofft kommt oft. Und so begab es sich in den letzten Wochen das mir ein Munga zugelaufen ist :D
    Nunja da ich schon lange meinem letzten Munga hinterher trauere konnte ich mir den nicht verkneifen, zudem hat er noch 2 Jahre Tüv und das H auf dem Kennzeichen.
    Hier mal ein Bild von 98/99...das erste Auto zum Führerschein :rolleyes:

    Juhuuu...endlich wieder ein vertrautes Bild :D

    Der allgemeine Zustand ist zwar verbastelt, aber die Grundzüge eines 57er Mungas sind noch zu erkennen. Am schlimmsten ist wohl die verbastelte Elektrik, gefolgt von einer Menge nötiger Blecharbeit. Das Hinterraddifferenzial tropft, das Getriebe singt lustig vor sich hin, der Auspuff besteht nur noch aus Fragmenten, die Bremsen ziehen einseitig...ein Munga eben :dev:

    Da aber noch das ein oder andere Projekt wartet werde ich den Kleinen erstmal weiter auffahren und nebenher nach Informationen und Ersatzteilen schauen :yes:

    Spurensuche
    Erstmal schauen welche Merkmale noch vom Orginalzustand über geblieben sind. Hier bin ich um jeden Tip und jede Info dankbar :top:


    Scheibenrahmen ohne Lüftungsklappe, der Halter am Scheibenrahmen für die RKL wurde leider mal abgeflext. Ein Satz Sonnenblenden befindet sich mit in den Ersatzteilen, ebenso die Spiegelhalter.


    Instrumente passend für die frühen Baujahre noch ohne die mungatypischen Makierungen, Fernthermometer leider völlig falsch. Ich tippe bei dem gezeigten Schaltern neben der Tankuhr mal auf die Schalter für SoSi bzw. RKL ??


    Auf dem Kotflügel links ist noch der Halter für die Starktonhörner, die Löcher darüber sehen aus wie die Löcher zum entsprechenden Lautsprecher.



    Auf dem rechten Kotflügel sind die Löcher für den Lautsprecher vorhanden aber so wie es aussieht noch verschlossen seit jeher. Der Kanisterhalter ist im Laufe der Jahre entfernt worden ;(




    Die Hecktraverse sowie der Reservekanisterhalter mit dem großen Loch in der Mitte deuten auf die Montage eines Geroh Kurbelmastes hin, dazu auch passend ein Deckblech wo früher die Stecker für das Antennengebimsel durchgingen...


    Bis auf ein Sitzkissen in Fehlfarbe und ein geschraubtes haben alle Sitze noch die Befestigungsschlaufen =)


    Im rechten Staufach befinden sich mehrere Löcher ehemaliger Kabeldurchführungen.


    Auf der Holzplatte über dem Tank sind noch verschiedene Halter und Kabelklemmen angebracht, ich denke mal hier war dann der Spannungswandler für das Funkgerät verbaut?!



    Ein Blick auf den Schaltplan verrät, hier war Orginal mal eine 12Volt / 300Watt Anlage mit Tonfolgerelais verbaut. Was im Motorraum noch zur Erstausstattung gehört vermag ich nicht zu sagen. Hier wären mal Bilder eines Vergleichfahrzeugs ganz praktisch :^: Momentan ist ein 1000er Motor verbaut, den 900er Motor gabs mit Kurbelwellenschaden lose dabei.


    Kann mir einer sagen welchen Zweck hier welches Relais hat hmmm


    Das Tarnleitkreuz ist ebenfalls noch vorhanden.


    Und da ist er wieder...kiloweise Unterbodenschutz :urg:
    Aber überall blitzt RAL7008 durch, selbst der Rahmen scheint mir ursprünglich mal in dieser Farbe gewesen zu sein.
    Somit würde ich mal auf einen ehem. FuKow vom LSHD/ZB/ZS tippen. Funkgerät müsste dem Baujahr und der Behörde nach ein BOS sein, vielleicht ein FUG7 :huh:

    Weitere sachdienliche Hinweise werden gerne entgegen genommen :D

    Beste Grüße
    Tim

    Suche Ford GPW Teile - Dachgestänge - Kupplungsglocke

    Suche meinen alten Munga Bj. 67 -Fahrgestellnummer 3039006327- wer weiss weiter???

  • Glückwunsch zur scheinbar vollständigen 300W Anlage :)
    der Runde Laderegler wurde nachgerüstet der Rest scheint noch original zu sein :)
    Sind 2 Batterien verbaut?
    wenn ja, ist auch das Schaltschütz vorhanden :)

    mfg PAtrick

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

    Einmal editiert, zuletzt von pipi (15. Mai 2014 um 23:55)

  • Macht doch nen ganz ordentlichen Eindruck. Sicher eine gute Basis!

    Vermutlich war in dem ein Fug7a drinn, das würde auch den Sitz in "Fehlfarbe" erklären. Das Fungerät war nämlich auf einem Gestell, anstelle eines Sitzes montiert.

    Bei meinem LSHD 4er war der Rahmen 6014 und an den sichtbaren Stellen in 7008 überlackiert....

    Wenn du Glück hast hat der Unterbodenschutz den Boden gerettet...

    Die "Lenkradschraube" ist nicht original, bei dem Baujahr weder für BW noch ZS Munga ;)

    Gruß
    Seba

    2 Mal editiert, zuletzt von MungaSeba (16. Mai 2014 um 08:30)

  • Der Tonfolgeschalter ist der aus Blech bis 58 gewesen mit der alten Ton Folge. Der muss auf jedenfall den Mast gehabt haben sonst währe der Kanister nicht auf dem Kotflügel. Durch Mast und Kanister ist der Lautsprecher nach rechts gewandert. Sonst links
    Gruß Kay

    tradition ist nicht das bewahren von asche sondern das weitergeben des feuers........................
    denken gefährdet die dummheit........................

    Einmal editiert, zuletzt von funkenmeister (16. Mai 2014 um 11:55) aus folgendem Grund: Gggg

  • Hallo Tim,

    ich bin gerade dabei, mich mit den Kabelsätzen und Kabelbäumen dieses Fahrzeugs (bzw. identischer Ausstattung/Typ) zu beschäftigen und würde sehr gerne diese für und in Originalausstattung nachfertigen. Die noch vorhandenen alten Kabelbäume sollten mir nach Erhalt und Überprüfung als Vorlage für die Fertigung der Neuteile dienen.

    Der Eigentümer des Munga4, der die nachgefertigten Kabelbäume verwenden möchte, kann wegen der sehr speziellen Ausstattung dieses Fahrzeugtyps an elektrischen Geräten ( u.a. zwei parallel geschaltete 12-Volt-Batterien mit entsprechender Regelung ) keine der Kabelbäume verwenden, wie sie üblicherweise bei BW-Fahrzeugen eingesetzt werden (gilt zumindest für die beiden vorderen Kabelbäume).

    Dieses Fahrzeug hat Scheibenwischermotoren mit Endabschaltung, weshalb die Versorgung über dreiadrigen Kabelsatz erfolgen muss. Daher ist auch im Bereich der Verkabelung von Armaturenbrett und Schalterpanel eine Änderung an den hier einzusetzenden Kabelsätzen notwendig.

    Für Informationen und Hinweise zu diesem Thema bin ich dankbar.

    Über den weiteren Stand der Arbeiten an diesen speziellen Kabelbäumen werde ich gerne berichten.


    Karl Hermann

  • So wie der Schaltplan aussieht hat der Munga für die Verkehrswarnanlage auch nur einen Schalter . Dieser hat drei Schaltstellungen. Aus, RKLEan/Horneintastung/ RKLEan Dauertonfolge.
    Also dürfte der eine Schalter richtig sein.

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  • Hallo,

    @ Kai: Der hat zwei Schalter!

    Vor dem Entstörer am unteren Rand des Schaltplans ist die Leitung vom Schalter aufgeklemmt. Der ist links , schlecht zu sehen ,ist ein Rostfleck davor.

    Neben dem Bremslichtschalter!

    Gruß

    Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von Löschknecht (17. Mai 2014 um 15:51)

  • MHHH

    dann kann er aber nur zwei Hörner haben und nicht wie sonst üblich drei.
    Dann ist das Stadthorn eines der Tonfolgehörner.

    JA JA

    Gruß nach Solingen und FFM

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  • Hallo Tim,

    ein Blick auf den Motor wäre mal hilfreich : Lichtmaschine, Verkabelung zum Regler und den Batterien. Das könnte bei der Klärung von ersten Fragen helfen.
    Ist aktuell noch die 12-Volt-Anlage (gemäß Schaltplan) vorhanden oder wurde auf 24 Volt umgestellt?

    Viele Grüße

    Karl Hermann

  • Nabend,

    heute endlich mal in die Garage gekommen und ein paar weitere Bilder gemacht :)

    Also verbaut sind 2 Batterien und so wie es aussieht war eins der Starktonhörnern auch gleichzeitig das normale Stadthorn. Leider wurden die Batteriefächer schonmal erneuert und dabei die Halter für das Tonfolgegerät entfernt...sofern das wie bei den späten Modellen vor der Batterie gesessen hat?!
    Momentan läuft der Munga auch auf 12 Volt allerdings befürchte ich ist von der orginal Verkabelug ist nichtmehr allzuviel über...viele Adern sind schon nachgezogen, umgeklemmt oder laufen gar ins Leere. Für nen neuen Kabelbaum würde ich direkt Interesse anmelden :]

    Hier mal ein paar Bilder vom Motorraum, Motor ist zwar ein 1000er aber Luftfilter etc wurde vom 900er Motor übernommen,
    Lichtmaschine ist eine BOSCH LJ/GKM300/12/1450 AR1...


    Hier nochmal der montierte Schaltplan im einzelnen:



    Beste Grüße
    Tim

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    Suche meinen alten Munga Bj. 67 -Fahrgestellnummer 3039006327- wer weiss weiter???

  • Hallo Tim,

    das sieht gut aus. Beide Batterien sind jetzt vollständig parallel geschaltet. Mit dem richtigen Kabelbaum bekommt man das schon hin und fehlende Ausstattungsteile (wenn gewünscht) kann man suchen und mit etwas Glück auch finden.

    Die Kabelbäume als Vorlage werde ich in Kürze erhalten, dann habe ich erstmal zu tun mit dem Prüfen, Ausmessen und Protokollieren. Ich bin zuversichtlich, daß die Mühe zu einem Guten Ergebnis führt, schließlich konnte ich in der Vergangenheit eine ganze Menge Erfahrungen sammeln.

    Viele Grüße

    Karl Hermann


  • Tja leider fehlt das schaltschütz
    bis auf den zusätzlichen regler der lima ist deim motoraum sonst abe rnoch ziemlich original

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  • Moinsen,

    mal wieder ein 57er.

    Wie schoen!

    Welche Fahrgestellnummer, Baumusternummer und Karosserienummer hat Deiner?

    Und Pipi: Da fehlt kein Schaltschütz. Der 12V-Munga braucht es nicht und besaß es folglich nie.

    Grüße

    freddy

    "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

  • Einspruch stattgegeben, Andreas.

    Jedenfalls sofern der werte Pipi sich auf das Funk-Schaltschütz bezog.

    Ich denke bei dem Begriff "Schaltschütz" zuerst an das für die Vorwiderstände der Anlassschaltung der 24V-Version.

    Grüße

    freddy


    BTW: Pipi, auf welchem Foto fehlt Dir das Funkschaltschütz?

    "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

    Einmal editiert, zuletzt von freddy (21. Mai 2014 um 09:11)

  • So wie ich das sehe, ist sowohl ein Funk-Schütz als auch ein Lima-Regler an der linken Seitenwand montiert (Anordnung in Fahrtrichtung).

    Dann gibt es bei dieser Fahrzeugausstattung eine ganze Anzahl an Entstörern ( nämlich 2 zur Sondersignalanlage/Tonfolgeanlage, einen zwischen Versorgungsleitung und den Zündspulen sowie 2 zwischen Funkschütz und Limaregler/Ladekontrolle ). Diese Entstörer scheinen jetzt nicht angeschlossen zu sein, zumindest fehlen die dafür notwendigen meist geschirmten Kabelverbindungen. Das ist zwar nicht "Original", aber wenn alles weitgehend funktioniert, kann man das ja übergangsweise so hinnehmen.

    Vielleicht kann man anhand der Klemmenbezeichnung des (vermeintlichen) Funkschütz dessen Vorhandensein nach Vergleich mit den Angaben im Schaltplan abklären? Laut Schaltplan müssten am Funkschütz die Klemmen 30/51, 85, 86 und 87 zu finden sein.

    Viele Grüße

    Karl Hermann

  • Nabend,

    ich werde mir die Elektrik am Wochenende mal genauer anschauen. Bei den Ersatzteilen waren auch eine Menge Relais und Schaltschütze, vielleicht ist ja da was passendes bei :rolleyes:
    Hat wer mal ein Bild von einem orginal Innenraum?
    Die bisherigen Erkenntnisse:

    Fahrgestellnummer 30505395
    Baumusternummer: folgt...
    Karosserienummer: folgt...
    Baujahr (geschätzt) 10/1957
    Erstzulassung 21.1.1959
    Elektrische Anlage: 12Volt 300Watt
    Motor: 900ccm / 29KW, Momentan 1000ccm verbaut

    Ausstattung:
    Grundfarbe: RAL 7008, gefunden an Rahmen,Achsschenkeln, Hi-Dif, Kardanwelle, Aufbau, Anbauteilen, Fensterrahmen, Heizung
    Merkmale: Bremstrommeln mit breitem Rand, Sitzpolster mit Halteschlaufe, Instrumente ohne "Mungamakierung", Reservekanister auf dem Kotflügel
    Tonfolgegerät, verm. Eisemann
    Geroh Kurbelmast 6m (75mm)
    Bos-Funkgerät, verm. FUG7 oder FUg7a (?)

    Beste Grüße
    Tim

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  • Hallo Solinger,
    vielleicht kann ich die bei deinem Problem helfen. Als Anlage sende ich dir 3 Bilder von einem 57er mit der alten Verkabelung. Das Auto habe ich komplett restauriert und die alten Kabel entstrippt
    aber die Originalbilder sind noch vorhanden.
    Vielleicht können wir uns austauschen - hier meine Handy-Nr. 0177/324 54 99 / Standort Duisburg

    mfg
    Peter Grotkowski

    Einmal editiert, zuletzt von krokoo57 (23. Mai 2014 um 15:30)

  • Hallo Solinger,
    vielleicht kann ich die bei deinem Problem helfen. Als Anlage sende ich dir 3 Bilder von einem 57er mit der alten Verkabelung. Das Auto habe ich komplett restauriert und die alten Kabel entstrippt
    aber die Originalbilder sind noch vorhanden.
    Vielleicht können wir uns austauschen - hier meine Handy-Nr. 0177/324 54 99 / Standort Duisburg

    mfg
    Peter Grotkowski

  • Nabend,
    danke für die Bilder, habe ich direkt mal mit meinem verglichen. Soweit scheinen die meisten Relais ja noch vorhanden zu sein, nur ein paar Unterschiede konnte ich doch feststellen...

    1- Hier ist bei mir eine runde Boschdose verbaut. Gibts da verschiedene Ausführungen oder hab ich lediglich was "falsches" drin. Könnte mir da wer die Boschnummer nennen :^:
    2- Dies könnte das ominöse Schaltschütz sein, bei mir fehlt es. Die Bohrungen dazu sind bei mir jedenfalls vorhanden.

    Ist das Tonfolgegerät wie bei den späten Modellen auch mit zwei Winkeln verschraubt?

    Ich habe gestern mal nach weiteren Nummen geschaut und bin auf folgendes gestoßen:


    Karroserienummer 5413


    Baumuster 88-3035-280056 was soviel bedeutet wie:

    Typ 88-3035 Auto Union Geländewagen Kübel 4 - Sitzer
    F91/4 (900 ccm) Ausführung Techn. Hilfsw.
    Elektr. Anlage 12 Volt 300 Watt
    Lackierung nach RAL 7008
    Wofür steht der letzte Zahlenblock ?(


    Beste Grüße
    Tim

    Suche Ford GPW Teile - Dachgestänge - Kupplungsglocke

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