Kurbelgehäuseentlüftung

  • Hi zusammen,

    hab beim schmöckern im Netz folgenden clip gefunden.

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    da sieht man bei einer Einstellung von rechts am rechten Ventildeckel eine mutmaßliche Kurbelgehäuseentlüftung die zum Auspuff geleitet wird,

    ..und als ich so in meinem Gedächnis nach Vergleichen kramte, viel mir auf, daß ich nur Rohre, die vom Ventildeckel in die Umwelt ragten, und Leitungssysteme, die die Kurbelgehäuseluft in die Ansaugluft umleiten, dort vorfand, aber nirgends hab ich je gesehn, daß das Kurbelgehäuse in den Auspuff abgeleitet wird.

    Wenn ich so drüber nachdenke, ist es eigentlich so ne Art verbessertes Rohr vom Deckel nach außen, da entstehendes Kondensat oder gar Tropfen nochmal nachgegart werden und somit das Fahrzeug mit erhöhter Wahrscheinlichkeit Gas- oder Dampfförmig verlassen und es deswegen keine Öltropfen aufm Boden gibt.

    Was übersehe ich, warum finde ich diese Bauart nirgends ?


    ahja, anhängenderweise:
    Beim Ural ´drei iks sowieso´ hab ich mal bemerkt, das vom Zyklonfilter der gesammelte Staub durch ne Abgasunterdruckleitung in den Auspuff gesaugt wurde. Hat nichts mit obigem zu tun, ist aber auch ne Bauart ( die evtl gesteigerten Sinn zu machen scheint und ) die man sonst schwerlich findet...

    [SIZE=7]greetz wurstpfeife[/SIZE]

    Einmal editiert, zuletzt von wurstpfeife (29. Januar 2017 um 12:32)

  • <p>Die Sache mit der Staubabscheidung aus dem Luftfilter in die Abgasanlage ist kein Sonderfall bei Ural. Das wird bei Fahrzeugen , die in staubiger Umgebung arbeiten oft gemacht. Unsere Radlader von Volvo haben so ein System. Bei M&auml;hdreschern habe ich das glaube ich auch schon gesehen.</p>

    <p>&nbsp;</p>

  • Hallo
    Die Ableitung in den Auspuff hat eigentlich keinen Sinn, außer dass der Dreck auf der Straße landet. Normalerweise wird das Kurbelgehäuse in den Luftfilter entlüftet. Ich kann mir nur vorstellen, dass bei erhöhter Abgastemperatur ein kleiner Würstchengrill entsteht. Wie es die Hotroder gerne haben. An der Befestigung der Würstchen wird er noch arbeiten müssen.

    :dev: Heisser Gruss Ewald d. Ä.

  • Ich wollte bei meinem Audi mal eine offene Kurbelgehäuseentlüftung einbauen. Sprich einen Ölabscheider mit Rücklauf in die Ölwanne und oben auf dem Abscheider einen Luftfilter. Darf man in Deutschland so nicht weil die Gase der Verbrennung zugeführt werden müssen zwecks Emissionen... Das Problem haben ja heute konzeptbedingt viele Direkteinspritzer die dadurch unter Verkokung leiden da sich hier die Gase und Ölreste im Ansaugtrakt festbrennen. Deswegen soll in Zukunft eine Mischung aus Direkt und Saugrohr Einspritzung Einzug halten.
    Wenn man das in den Auspuff verlagert dürfte der recht schnell wie der von einer Zweitaktmaschine aussehen.
    Ich finde das der Partikelabscheider vom Wolf im Luftfiltergehäuse seinen Dienst ganz gut verrichtet. Außerdem hätte ich nur ungern im Luftfilterkasten noch mehr Unterdruck als unbedingt nötig. Kostet beim Saugdiesel nur Leistung.

  • Ja das war zugegeben ein wenig blöd geschrieben.

    Der Unterdruck bezog sich rein auf das Luftfiltergehäuse bzw die Verbindung zur Abgasanlage.

    Die Saugrohreinspritzung rein auf Benziner da es beim Diesel keinen Sinn machen würde.

    Wenn man man jedoch die Köpfe abnimmt sehen die ähnlich belastet aus. Beim Diesel sind nur mehr Rußpartikel über das AGR vorhanden.

    Wir haben gerade erst einen 530D (E60) und einen 535i (F10) sauber gemacht. Ein Wunder das die Dinger überhaupt noch 200 gelaufen sind (Serviceintervalle eingehalten und Laufleistung beide unter 120.000km sowie wenig Kurzstrecke). Der einzig visuelle Unterschied war das der
    Grind im Diesel Kopf durch die Partikel von der Konsistenz her trockener war.

    Ob sich dieses ganze Theater mit der Abgas- und Emissionsnachbehandlung wirklich so lohnt ich weiß ja nicht. Glaube eher das sich 1000 mini Partikel einfach leichter einatmen lassen als 10 große. Kratzt dann evtl nicht so im Hals.

    Evtl schickt mir ein Freund die Bilder dann kann ich sie hier mal einstellen.

  • diese Fotos wären sicher interessant, immer her damit.

    jedoch nochma kurbelgehäuseentlüftung.
    wenn ich die funktion der kurbelgehäuseentlüftung richtig verstehe, geht es ausschließlich um überdruck durch an den kolben vorbeigelangtes verbrennungsgas.

    wenn dem so ist, wird sicher auch einiges an abgastypischen inhaltsstoffen neben den das motoröl verdunstenden oder verbrennenden effekten durch dieses am kolben vorbei gelangen, mit in die kurbelgehäuseentlüftung gelangen und dort bei entsprechendem temperaturunterschied kondensieren und dieses feiste leder bilden, was es da so gibt 8)

    wenns nu aber möglichst wenig gekühlt in den auspuff gelangt, müsste da nciht zumindest der abgasanteil und der anteil verbrannten motoröles unsichtbar verpuffen und der tröpfchenförmig vorhandene ölnebel und ganz eventuell unverbrannter kraftstoff als gas oder nebel mit dem heißen abgas ebenfalls unkondensiert aus der maschine austreten ????


    ..und nochma abgasnachbehandlung.
    ich erinnere mich an früher, wo ich deutlich empfindlicher auf smog und abgase des straßenverkehrs, mit einem brennen in den atemwegen zB, reagiert hab, das hab ich heute kaum noch bzw ändert sich das bild, da gelegentlich merkwürdige übelkeitserzeugende plastikautos in einer vollgasphase den übelsten dreck ausstoßen.

    welche vatiante für das überleben der menschheit schädlicher ist, vermag ich nicht zu beurteilen, würd mich aber auch im ergebnis interessieren. wenn also einer was weis, immer raus damit :)

    [SIZE=7]greetz wurstpfeife[/SIZE]

  • Servus mitanand,

    ich hab an 2 meiner PKW eine offene KGE verbaut. Eine mit Rücklauf in die Ölwanne und eine ganz offen. Der ganz offene ist ein TFSI der jetzt auch noch eine Wasser-Methanol Einspritzung bekommen hat, um die Ablagerungen die durch die interne Abgasrückführung entstehen (nurch durch Ventilüberschneidung im Kaltstart) zu reinigen und die Ansaugluft nach Ladeluftkühler zusätzlich zu kühlen. Habe auch schon einen Anschluss hier liegen, den man in das Hosenrohr schweissen kann, analog zum ersten Beitrag. Sind diese Abgase im Hosenrohr, so ist das System nicht mehr ganz offen und die Dämpfe werden zumindest im Hosenrohr noch etwas verbrannt.
    Den Anschluss gibts beim Turbozentrum Berlin, kann man sich aber auch selber bauen.

    Eine Wasser-Methanol-Einspritzung kann man im übrigen auch bei jedem Diesel einbauen. Bei meinem (getunten) TFSI hats eine Menge gebracht. Die Temperaturmessung der verdichteten Luft vor Drosselklappe ergab, das ich ca. 5 Grad unter Aussentemperatur war... Könnt ihr euch bestimmt vorstellen wieviel das dann in Leistung und Drehmoment ausmacht.

    Gruß Michi

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