Eine Hobbywerkstatt entsteht...

  • Hallo,

    sehr schwieriges Thema.

    Der Putz darf schonmal nicht fester sein, als der Lagenmörtel.

    Da kommt fast nur eine MG1 mit Luftkalk infrage.

    Da kann man dann aber nix andübeln, und krumm bleiben die Wände auch.

    Also mal drüber nachdenken, den alten Putz abstemmen und eine Vorsatzschale mit Fermazell anbauen.
    Dabei wegen der Feuchtigkeit CrNi-Stahl-Schrauben verwenden.

    ...

    Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G

  • ich hab mein altes Mauerwerk (Ziegel ca. 1937 gebaut)
    von innen mit OSB Platten verkleidet und darauf ReGips-Platten verschraubt.

    Da das Mauerwerk insgesamt nur einlagig ist, aber alle paar Meter so ein doppelter Pfeiler eingemauert ist
    habe ich in den dünnen Bereichen der Wand dann auch gleich noch isoliert.

    Da bin ich eigentlich mit zufrieden.

    Hier mal ein Bild zur Verdeutlichung:

    Im gleichen Ordner hab ich auch dies hier gefunden:

    wollt ich euch nicht vorenthalten!
    Alte Männer und Arbeitssicherheit! ;,(

    auf die Frage was das denn soll kam die Antwort:
    "der Stecker war kaputt und ich hatte keinen den ich aufschrauben konnte! :T

    Besser mancheiner arbeitet nur unter Beobachtung! :lol:

    Gruß
    der
    Benzschrauber


    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Hallo Andreas,
    von Innendämmungen halte ich nicht so viel, möchte ich lieber vermeiden.

    Hier mal zwei Fotos:

    Ein Klick macht Sie größer und man kann das Ausmaß erkennen.
    Die Lüftungsschlitze werden auf jeden Fall geschlossen.

    Ein weicher, buckliger Putz würde mich jetzt nicht stören, sofern er nicht mehr in dem Ausmaß vor sich hin rieselt. Lange Dübel kann man ja einplanen.

    Die Steine sind Bruchsteine, sicher aus einer örtlichen Quelle, gefühlt "hart wie Granit" (von daher war das Bolzenschubgerät dafür leider eine Fehlanschaffung...)

  • ...ich würde glaube ich keinen Putz verwenden; hätte immer die Angst dass er sich nicht mit dem Mauerwerk verbindet und der Putz nur eine "Eierschale" ist.

    Mir würde eine vorgesetzte, hinterlüftete Trockenbauwand besser gefallen.

  • Moin,
    der letzte Vorschlag hört sich extrem gut an.
    Die Mauer ist ja dick genug, es stört ja nur das rieseln.

    Ich habe grade Geld in die Hand genommen um eine alte Optik zu haben
    und alte Backsteine gekauft.
    Diese werden auch aufwendig geschnitten, damit sie als "Riemchen" an
    der Wand halten, bei mir die Küche.
    Also, in so fern ist so eine rustikale Wand grade eh in.
    Und viel zu schade zum verstecken.
    Vorgebaute Konstruktionen haben auch das Risiko
    der Feuchteschäden.

    Gruß
    Klaus


    Mustertafel, obwohl bei wiederverwerteten Baustoffen
    die Streuung sehr groß ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von Klaus (17. November 2017 um 13:48)

  • Wenns rieselt, dann doch eher wegen feuchtigkeit.
    Vielleicht sollte man die erstmal messen?

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hallo,
    also losen Putzbestandteile müssen runter.
    Ich würde eine große Topfbürste nehmen.
    Dann alle Löcher die nicht sein sollen verschließen.
    Alle Wandfflächen mit Draht (Hasendraht reicht) abspannen.
    Befestigung mittels Schlagdübeln - man sieht ja noch die
    Fugen und kann die eigentlichen Steine meiden.
    Dann mit einer leichten Zementschlämme vorspritzen und danach
    mit einem reinen Kalkmaschinenputz (z.B. Schaefer-Kalk) mit leichter
    Körnung verputzen.
    Den Putz von abziehen bzw. von Hand glätten. Am nächsten Tag
    frisch mit dem Schwamm und/oder Kleisterbürste leicht feucht bearbeiten
    und die gewünschte Struktur heraus arbeiten.
    Das kann man dann auch noch tagelang weiter tun um
    z. B.um kleine normale Schwundrisse wieder zu verschließen.
    Verzichten würde ich auf Putzeck- und/oder Abziehschienen
    der Putz soll ruhig der Maueroberfläche folgen, und die nicht brett-
    eben sein, dann bleibt das Ambiente erhalten.
    Nach der Trocknung kann man den Putz noch mit einer Silikatfarbe
    anstreichen. Die Silikatfarbe verkieselt mit dem Putzuntergrund und macht
    die Oberfläche stabil und abwaschbar, und man kann die Farbe sofern gewünscht
    tönen, oder auch mit verschiedenen Farbtönen arbeiten, oder umlaufend einen Meter
    hoch eine dunklere Farbe verwenden und und ....
    Des ganze Aufbau bleibt dampfdiffusionsoffen, d. h. die Wand kann atmen, je nach
    Jahreszeit von innen nach außen oder umgekehrt.
    Alle harten absperrenden Vorsatzschalen als Alternative sind da eher problematisch.
    Man sieht halt den unkrollierten Holraum mit all seinem Schmoder/Feuchtigkeit
    dahinter nicht.

     Gruß
    Peter

    "Man who dies with most toys wins!"




  • Hallo Kristian

    Tolles Projekt. Mit alten Mauern kenne ich mich etwas aus. (Wir bauen gerade das fünfte Althaus mit Naturmaterialien aus) Nachdem du den Boden nachhaltig versiegelt hast, wird dir in den Mauern etwas Feuchtigkeit aufsteigen. Mein Vorschlag, wie Pi Jay schon sagte einen Putzträger aufbringen. Dann allerdings keinen Zement, sondern nur einen leichten Kalkputz. Darauf eine Lamperie (Holzverkleidung mit Hinterlüftung) anbringen. Solltest du eine Heizung vorsehen, eine Leitung in Bodenhöhe anbringen.

    Frohes schaffen wünscht Ewald d. Ä

  • Genial!
    Eine Bodenplatte eingebaut, die seinesgleichen sucht und die Hütte fällt auseinander.

    Tschuldigung Kristian, den konnte ich mir nicht verkneifen.

    Gruß Rudi (Maurer-und Betonbauermeister

    Oldtimer fahren ist wie fliegen.
    Nur nicht so schnell, aber genauso laut. 8)

    Das Glas ist nie halbleer sondern immer halbvoll. (Denke immer Positiv)

  • Naja die Hebebühne steht ja auf dem Boden und da muss alles fest sein, sonst sackt die ja vielleicht noch ab. Vom Befestigen eines Kranes am Gebälk sollte vielleicht Abstand genommen werden.

  • Genial!
    Eine Bodenplatte eingebaut, die seinesgleichen sucht und die Hütte fällt auseinander.

    Tschuldigung Kristian, den konnte ich mir nicht verkneifen.

    Gruß Rudi (Maurer-und Betonbauermeister

    Woran machst Du fest, dass “die Hütte“ zusammenfällt?

    Da der Boden fest eingeplant war, habe ich keine Veranlassung gesehen, mich um die Wände zu kümmern, bevor ich mich nicht mit einem Fahrgerüst
    ordentlich bewegen kann.

  • Hi, ich würde das so wie oben beschrieben machen: verputzen und Silikatfarbe. Bei mir sah das deutlich bröseliger aus, hält zum Teil schon über 10 Jahre...und der Putz ist immer noch fest. Wenn es runter kommt: neu verputzen.
    Grüsse Marcus

  • Hallo,

    na, wenn der Bauherr keine Vorsatzschale akzeptiert,
    dann bleibt nur ein Kalkputz.

    Das mit dem Hühnerdraht erinnert so ein wenig an Tunnelbau.

    Es wird immer ein Problem der Haftung (im mechanischen Sinn) bleiben.

    Vorspritzen mit Zementmörtel auf dem gereinigten Untergrund ist nicht schädlich.

    Nur, es darf eben kein Zementputz (Eierschale) aufgebracht werden.

    Als zweite Variante gibt es dann noch die brutale Variante:
    - Wand innen reinigen (mech. Drahtbürse)
    - Schalung 50 cm hoch, 14 cm vor die Wand stellen
    - Mattenbewehrung
    - Beton
    - Schalung 1/2 Meter höher
    - Beton
    - usw.

    Das nennt sich dann Kletterschalung

    Hinterher hat man eine superebene Wand, an der man sogar Regale andübeln kann.

    ...

    Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G

  • könnte man nich auch einfach so lassen, außer vielleicht nem antibröselanstrich und dann lieber für zu verdübelnde sachen die dübel da setzen , wo es geht bzw wandtechnisch klug wäre und dann einen zwischenrahmen bauen, an dem man das letztlich anzubringende teil später befestigt.

    erscheint einigen evtl umständlicher, aber vielleicht ists, je nach dem was du da alles befestigen möchtest, unterm strich einfacher und kostengünstiger. schließlich machste mit metall da drinnen, dann haste schweißgerät und flex. was brauchste mehr für solche zwischenrahmen...

    der gedanke kam mir vor dem hintergrund, daß die wand nich grade werden soll. so sparste dir das verputzen nämlich ganz und die wand ist trotzdem nicht grade ;) und mit antibröselanstrich bröselts auch nicht mehr so.

    als alternative zum dübel gibts doch auch so bodenankerklebemörtel oder wie der heißt, den spritzt man aus der kartusche ins bohrloch nachdem man so n metallsiebschlauchstück ins loch stopft, danach gewindestange rein.

    alternativ dazu könnte man solche montagerahmen komplett durch die wand bohren und außen mit nem gegenanker, blech mit loch oder sowas, konstruieren.

    sowas gibt eine gewisse grundstabilität zum montieren von hängenden regalen oder dergleichen.

    vielleicht wäre auch n gedanke, rechteckige räume oben rum mit nem u-eisenprofil als so ne art Sims auf stehenden winkeleisen in den ecken auszustatten und von da ausgehend ständerwerke bis auf den boden zu führen , an denen man dann wandregale und sowas befestigt. geht natürlich dann auch für kabelkanäle.

    so umgeht man bröseligen mörtel ganz praktikabel find ich, sieht allerdings n bißchen aus wie ne werkstatt mit überrollkäfig ;)

    [SIZE=7]greetz wurstpfeife[/SIZE]

  • Ich finde den letzten Vorschlag von Wurstpfeife gar nicht übel. Eventuell nicht in ganz so Brutalem ausmaß das man den Gesamten Raum damit ausstattet. Aber wenn ich jetzt die Wahl hätte, würde ich, alleine schon um die Wand nicht beschädigen zu müssen, folgendes vorziehen.

    Ich würde mir Arbeitsplätze Schaffen. Zum Beispiel Bremsenprüfstand braucht ja ne Anzeige, und vermutlich auch etwas Zubehör, dafür vielleicht ein Regal, das kann ich am Boden verankern. Schon mal nix an der Wand.

    Reifenmontage und schlüssel und Handwerkzeuge will ich vielleicht am Lochblech aufhängen. Dann kaufe ich im Baumarkt Pfostenschuhe zum Aufschrauben. z.b. 40x40 oder 60x60. die Grundplatte ist meist so 100x100, darin sind 4 Löcher, darauf ist ein 4kant Rohr geschweißt. Davon schraube ich 2 Stück auf den Boden. Zwei Vierkant Stahlrohre, oder auch 4 Kant Holzbalken hinein, verschrauben, und zwischen die zwei stehenden Balken kommt nur das Lochlech geschraubt. Mit ner Verstrebung zwischen den Holzbalken ist das ganze hoch belastbar. Und du bist vollkommen von der Wand weg.

    Wenn du die Arbeitsplätze so nach und nach einrichtest, könntest du einen Kabelkanal, oben drauf laufen lassen, unter der Decke hängend. und du könntest am jeweiligen Arbeitsplatz einfach mit einem Rohr nach unten Leiten. So wird es in etlichen Industrie anlagen doch schon Jahrzente gehandhabt.

    Und das einzige was du brauchst, ist ein Stabiler Boden, den solltest du ja jetzt bald haben :)

    o This is Schäuble.
    L_/ Copy Schäuble into your signature
    OL to help him on his way to Überwachungsstaat.

  • Vor die Wände, um die es hauptsächlich geht, wird später ein Palettenregalsystem gestellt (das gesamte rechte U). Ich möchte nicht, dass es dahinter in aller Ruhe vor sich hin rieselt. Und ob ein Nachverfugen am Ende nicht mehr Zeit kostet, als der Verputz, ist noch die Frage.

    Und was was an die Wand muß, bekomme ich da schon fest, ohne komplizierte Rahmenbauten.

    Klakputz scheint mir das Mittel der Wahl zun sein. Danke!

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