Gerichte am Lagerfeuer

  • Moin,
    das sieht wirklich lecker aus.
    Und nach dem Verzehr, kann auf der noch
    vorhandenen Glut leckere Schmankerln
    grillen sofern überhaupt noch jemand Hunger
    hat. Aberso ein Röstibrot mit gebackenem Käse
    geht eigentlich immer :O)

  • Gestern war wieder Peka-Zeit. Dieses Mal wollte ich einen Krustenbraten probieren.
    Den Braten habe ich allseits (außer auf der Schwarte) mit Pfeffer, Salz und Paprikapulver gewürzt und 2,5h ruhen lassen.
    Er kam mit der Schwarte nach unten in die Pfanne und die Beilagen wurden darum verteilt: Zucchini, Aubergine, Möhren, Paprika, rote und weise Zwiebeln und oben drauf Kartoffeln. Dazwischen Knoblauch und Gewürze, alles gesalzen und gepfeffert. Ein halber Liter Weiswein.







    geht gleich weiter...

  • Zwischendurch wird Feuer gemacht. Gut eine Stunde lass ich es vorher brennen, damit sich die Ziegel ordentlich erhitzen. Dann wird das Feuer zur Seite geräumt, die Pfanne kommt in die Mitte, der Deckel drauf. Glut auf den Deckel, und, ganz wichtig, Asche um den Deckel herum um einen Luftabschluss zu erreichen.






  • Nach gut einer halben Stunde öffne ich den Deckel, die Kartoffeln haben schön Farbe genommen, der Braten auch, die Schwarte hat im Weinsud geköchelt. Nun wird der Braten gedreht und die Schwarte rautenförmig eingeschnitten. Nun kommt der Deckel wieder drauf.





  • Zwischendurch nochmal geöffnet und mit nem Bratenthermometer den Garpunkt kontrolliert. Nach insgesamt einerStundeFünfzehn waren 75 Grad Kerntemperatur erreicht und die Schwarte herrlich kross (sieht auf dem Foto schwärzer aus, als sie war, sie war tiefrbraun und lecker).




    Das Fleisch war zart, die Beilagen und Brühe lecker!


    Guten Appetit!

  • Das Fleisch war Schweineschulter mit Schwarte, sogar ein Stempel war drauf :P


    Das Feuer brennt permanent neben der Peka um für genügend Glutnachschub zu sorgen, die 120cm Feuerschale macht das problemlos möglich.


    Von den ursprünglich 2,5kg Fleisch blieb bei fünf Erwachsenen nix übrig...

  • Vielen Dank für den Beitrag und die detaillierte Kochanleitung, Kristian.
    Jetzt sieht man auch mal den Aufbau deiner Feuerschale mit den Ziegelsteinen.


    Das sieht ja mal richtig geil schmackhaft aus. Ich brauche Urlaub und Brennholz.


    Denke gerade darüber nach, mir auch mal so einen Paka-Topf-Dings oder wie auch immer zuzulegen.


    Gruß
    Carsten

  • In Kroatien findest Du das Pekazubehör auf fast jedem Markt. Ich werde mir nochmal eine größere Glocke mitbringen, um etwas mehr Raum zwischen Glut und Pfanne zu bekommen, gerade für solche Bratengeschichten wäre das besser. Aber das sind eben Erfahrungswerte, die es zu sammeln gilt...

  • Hallo Leute,


    ich habe heute mal wieder den Schweizer BVB angefacht.


    Es gab:


    Linsen, Rezept R 387 aus dem Reglement 1650-92-d vom Januar 1993.


    Gekocht habe ich auf dem üblichen BVB mit einem kleinen und einem großen Rost.Den Adapter habe ich selber gebaut. Damit kann man den kleine über den großen Rost und umgekehrt verwenden.


    Das Originalrezept ist ausgelegt für 100 Personen:



    Da wir niemals so viele Personen sind, habe ich die Zutaten in etwa durch 10 geteilt und noch etwas angeglichen.

    Meine abweichenden Rezeptangaben:


    Zwiebeln 250g
    Knoblauch 4 Zehen
    Möhren 190g
    Sellerie 150g
    Lauch 130g
    Lorbeerblätter 4 Stk
    Nelken 4 Stk
    Tomatenmark ca. eine halbe Tube, 100g



    Dazu habe ich noch ein paar Wiener Würste und Knacker reingeschmissen.


    Bilder:
























    Für den Adapter von der großen auf die kleine Kochkiste und umgekehrt lege ich noch diese Bilder nach:

















    Ein kleines Video vom Kochen hier:


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    Gruß
    Carsten

  • Genial. Aber eins hätte ich zu bemängeln:


    Es wird immer nur gepostet wenn fertig gekocht und gegessen wurde. Für die Zukunft möchte ich vorschlagen bzw beantragen dass zum erstellen eines Beitrags andere Beitragsersteller dieses Freds zur Vorabnahme des Beitrags, des Kochwerkzeugs sowie der Zutaten und schlussendlich auch zur Verköstigung des Endproduktes geladen werden damit der zukünftige Beitrag auch genehmigt werden kann.
    Vielen Dank für die Zusammenarbeit
    ^^

  • Also ich bin gerade tatsächlich mehr an dem Kocher interessiert ^^ bist du zufrieden mit dem ? ...........


    Tag Christian,


    Ab wann der sich lohnt? Ich denke, der lohnt sich schon für mich alleine. Ich meine für mich und meine Frau, manchmal sind die Kinder noch da.


    Man hat allerdings reichlich Nahrung produziert. Der Kocher ist ja für die Truppenverpflegung ausgelegt. D.h. für große Portionen. Wie gesagt sind die Rezepte für 100 Mann/Frau ausgelegt.
    Man kann die Zutaten auch nicht unendlich runterrechnen, denn sonst ist schnell nichts mehr im Kochkessel.
    Das Ding hat ja ordentlich Hitze. Wenn vom Kochkesseln nur noch der Boden bedeckt ist, verdampft das alles nur bzw. brennt an.

    Deswegen bin ich auch ganz froh, dass ich neben der 25L Kochkiste noch die kleine 15L Kochkiste habe. Da verteilen sich die Zutaten nicht so sehr.
    Und nicht zuletzt ist die Reinigung wesentlich einfacher als bei der 25L Kochkiste.

    Zufrieden bin ich auf jeden Fall mit dem Kocher. Ich mag ja eh fast alles, was mit flüssigem Betriebsstoff läuft und faucht, Wärme macht und/oder leuchtet.

    Beim ersten Dichtigkeitstest habe ich gemerkt, dass mein BVB undicht ist. Und zwar an dem Drehgelenk zwischen Benzintank und dem Arm für die beiden Brenner.
    Das Teil, was man herunterklappt. Da tropfte ordentlich Benzin heraus.


    Ich wollte das Teil erst zurückschicken, habe mich aber dann an die Problembeseitigung getraut.
    In dem Drehgelenk ist eine längliche Gummidichtung. Die habe ich mit technischer Vaseline eingefettet. Seitdem läuft der BVB dicht und zuverlässig.
    Nur mal so als Tipp, denn mir konnte damals niemand einen Rat geben, wie ich das Teil wieder dicht bekomme. Denn die Dichtung scheint fest mit dem Rest verbunden zu sein.

    Was man neben dem BVB noch braucht sind: Kochkiste (Wärmebehälter und Kochkessel), Pfanne, Rost.
    Ich empfehle zwei Roste übereinander zu verwenden. Denn bei der Heizleistung spricht man von 8 KW je Flamme. Da kann das Kochen schon stressig werden, wenn man so nahe über der Flamme brutzelt.

    Aus den oben genannten Gründen empfehle ich zudem die kleinere 15L Kochkiste. Die ist allerdings über die üblichen Plattformen in Deutschland schlecht bis gar nicht zu bekommen.
    Ich bin dann letztendlich direkt in der Schweiz über meinen schweizer Bekannten fündig geworden. Dazu braucht man dann auch den kleinen Rost (für die 15L Kochkiste, nicht für den schweizer Bekannten) ;) .
    Die Pfanne gibt es allerdings nur in der großen Ausführung für den Rost der 25L Kochkiste. Zumindest sagt das mein schweizer Bekannter. Der hat ne riesige Sammlung an schweizer Militärtechnik, Ausrüstung und Uniformen.
    Eine kleine Pfanne hat er noch nie gesehen, meint er.

    Lange Rede, kurzer Sinn:

    Ich mag das Teil und empfehle es. Auch für wenig Personen kann man damit gut kochen. Die Rezepte aus den Reglements sind abwechslungsreich und schmackhaft.
    Und ist es nicht auch das Flair, was einem Freude an dieser unüblichen Art der Speisenzubereitung beschert?


    Ich wusste auch bisher noch nicht, dass Knollensellerie zu so zahlreichen Speisen passt.
    Weiß ich erst, seitdem ich mal aus den Kochbüchern für den BVB gekocht habe.


    Die Wartungsarbeiten halten sich auch in Grenzen. Allerdings zerlege und reinige ich die beiden Brenner nach jedem Gebrauch.
    Das ist aber mit dem beiliegenden Werkzeug, was übrigens von hoher Qualität ist, schnell und unkompliziert erledigt.
    Danach alles schön einölen und wegpacken.



    Gruß
    Carsten

  • Zum runterrechnen der Personen, bzw Mengen nutze ich die kostenlose Handy App REZEPTOR
    Schweizer Rezepte aus der Militärküche
    Rechnet Anzahl der Personen, genaue Einkaufsliste (Zutaten) und Kalorien
    Und natürlich haufenweise Rezepte :thumbsup:

    Der auf dem VW Kübel und dem MAN 630 damals seine Führerscheine gemacht hat. :P

  • Ich nutz den BVB ja auch selten, leider, denn er hat doch zu oft einfach zuviel Power, aber wenn ist er genial. Immer Einsatzbereit, auch wenn er ein Jahr gestanden hat.
    Und er muss ja nicht mit dem Originalzubehör (wobei es ja eig schon dazugehört) verwendet werden, man kann sich auch so behelfen mit Abstandhalter und Töpfen.
    Falls noch wer einen will, ich hab nochn BVB übrig ...

  • Zum runterrechnen der Personen, bzw Mengen nutze ich die kostenlose Handy App REZEPTOR..........



    Ja, die App ist nicht schlecht. Ich kenne die und möchte sie auch nicht schlechtreden.
    Es gibt viele Rezepte. Zudem werden einige Abwandlungen zu den Originalrezepten beschrieben.
    Für das normale Kochen ist die App gut geeignet.

    In den Reglements für den BVB gibt es jeweils Rezepte, die speziell auf den BVB abgestimmt sind.
    So ist es mitunter nicht unüblich, dass dort „Vorkochzeiten“ angegeben werden.


    Z.B. in dem Rezept für das Ragout (ähnlich Goulasch) ist eine Vorkochzeit von 40 Minuten angegeben.
    In 40 Minuten, da möchte man mir zustimmen, bekommt man kein Rindfleisch zart. Vorwegnehmend: Der BVB ist kein Schnellkochtopf.
    Die eigentliche Garzeit, damit das Fleisch schön zart wird liegt dann im „Verpacken“ in die Kochkiste und dem anschließendem 3-stündigen Abwarten. Erst da wird alles gargekocht.


    Hintergrund:


    Die Mahlzeiten werden/wurden in relativ kurzer Zeit (beachte hier: Vorkochzeiten) in der dezentralen Feldküche vorgekocht und in die Kochkisten verpackt.
    Erst auf dem Transportweg zur Truppe garen die Gerichte letztendlich durch und kommen gegart dort an.
    Dazu wurde auf den Kochkisten die Zeit des Verpackens notiert, damit die Truppe weiß, wann das Gericht durchgegart ist.



    Die Zubereitung auf dem BVB unterscheidet sich damit, wenn auch nur ein wenig, vom herkömmlichen Kochen.

    Gruß
    Carsten

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