U1300L und Winterräder

  • HalliHallo!

    Leider bin ich nicht wirklich bei der Suche schlau geworden, deswegen frage ich mal so in die menge rein.

    Meine PS22 auf dem Unimog in 12,5r20 fahren sich nicht mehr ganz so angenehm und sind auch schon gute 10 Jahre alt, laut DOT Nummer. Deswegen bin ich auf der Suche nach Alternativen. Leider habe ich in meinen Papieren nur die Größe 12,5r20 eingetragen, aber ich finde in dem Format nichts was ich in Zukunft auch im Winter fahren dürfte, also das leidige Thema mit dem "Alpine" Symbol.

    Ich fahre ganzjährig mit dem Mog und möchte einen guten Kompromiss finden der idealerweise so bei aller Eignung für die Straße auf keinen Fall die Geländenutzung verhindert. Also quasi die eierlegende Wollmilchsau der Unimogbereifung. Mir ist klar dass es keinen Idealreifen für alle Situationen geben wird, im Zweifelsfall hat die Geländetauglichkeit Vorrang.

    Es gibt wohl ein paar Alternativen in größeren Formaten, aber ich bin mir nicht sicher wie sich das mit H-Kennzeichen, Kapazitäten des LS3 Lenkgetriebes und Zulassung verhält.

    Deswegen wäre ich froh wenn ich hier von euch etwas über eure Erfahrungen und Lösungen hören könnte. Oder einen Schubs in die richtige Richtung via Link... :D

    Danke schon mal im Voraus,

    Alex

    Ich habe keine Ahnung, aber wahnsinnsviel Spaß! :thumbsup:

  • Das Kuriose ist ja, dass z.B. Michelin den XZL mit "hervorragenden Eigenschaften für den Winterdienst" beworben hat, aber dieser Reifen kein Alpine-Symbol hat.

    Auf diesen Widerspruch angeschrieben, habe ich leider nie eine Antwort bekommen.

    Schaut man auf der derzeitigen HP, kann man sogar bei der Reifensuche sogar "für den Winter geeignet" anhaken, bekommt aber dann nur Reifen mit M+S Kennzeichnung angezeigt.

    Ich fürchte, bis das Thema Alpine-Kennzeichnung bei Nutzfahrzeugreifen - speziell bei den für uns interessanten Größen - durch ist, wird noch ein Weilchen vergehen.

    Gruß

    Peter

    Ess Ju Wie

  • Das sieht ja dann schon mal positiv aus. Und im restlichen Europa, bis auf die Schweiz die die Schnebergflocke haben wollen, wird eher auf M+S bestanden, welche ja verfügbar sind...

    Weiß ja nicht ob ich da einen neuen Thread aufmachen soll, aber was denkt ihr zum Thema größere Reifen auf dem Mog mit 14er Bereifung? Eigentlich sollte das ja kein Ding sein, da ja auch anscheinend serienmäßig verwendet, aber man liest ja doch immer wieder dass so ein LS3 da überfordert sein könnte. Und ein neues LS6 wird ja in Gold aufgewogen...

    Ich habe keine Ahnung, aber wahnsinnsviel Spaß! :thumbsup:

  • Ich hab 365/80 R20 Conti MPT 81 (14,5 R20) seit zwei Jahren montiert. Bisher keine Probleme.

    Es gibt eine entsprechende Freigabe von MB, kann ich dir gerne als Kopie zukommen lassen.

    Vorteile:

    • bei gleicher Geschwindigkeit etwas weniger Drehzahl

    • deutlich gefälligere, weil bulligere Optik ;)

    Nachteile:

    • Anpassung des Tacho notwendig

    • originale Gleitschutzketten können nicht mehr verwendet werden

    • evtl. erhöhte Belastung von Lenkung, Vorgelege, Achsen, usw. - ob das bei

    den 5.000 km im Jahr, die ich fahre, was ausmacht, weiß ich nicht, bisher

    hab ich zumindest noch nix von bemerkt.

    • der originale Platz fürs Reserverad reicht anscheinend nicht für die größeren Reifen

    aus - wobei es Mogler gibt, die sagen, daß abgefahrene 365/80 irgendwie dann doch

    reinpassen sollen. Ich habs nie probiert, fahre als Reserverad die alte Größe spazieren.

    Alleine kriegst das Rad eh nicht gewechselt, von daher grad egal.

    Einmal editiert, zuletzt von Gandalf (7. Januar 2019 um 13:38)

  • Hallo Alex!

    Meinst du 14.5 R20 (große Mogreifen) oder 14.0 R20 (KAT Reifen)?

    14.5 R20 bzw 365/80 R20 bin ich zwei Jahre auf meinem U1550L mit OM366LA gefahren. Mit den 11x20 "Super" Felgen stehen die hinten 3cm unter der Ladefläche raus, vorne waren sie genau bündig mit dem Schutzblech. Kurz: man besaut sich permanent die ganze Karre von oben bis unten. Bei den BW U1300L Standard Felgen scheints aber zu passen.

    Natürlich muss die Servopumpe mehr arbeiten.

    Beim Wechsel auf 14.5 drehte der Keilriemen von meiner LS6 öfter durch (lenken auf griffigem Asphalt bei langsamer Fahrt z.B. oder im Gelände). Die 12.5 vorher funktionierten auch so. Musste den Riemen nachspannen, dann ging's. Nur um zu verdeutlichen, dass da viel höhere Kräfte wirken.

    Den größten Nachteil hat Gandalf allerdings vergessen: die schönen 136 TurboPS fühlen sich nicht mehr danach an. Plötzlich konnten die Wölfe bergauf mit mir mithalten. Absolutes NoGo. ;)

    Größere Reifen sind schwerer und ggf. schlechter aus zu wuchten. Wenn dein Mog kein Parkinson Patient ist, sind die Chancen höher, dass er's wird.

    Weil die Nachteile überwogen, hab ich die Reifen nach 2 Jahren wieder verkauft und fahre jetzt 335/80 R20 (12.5 R20) wobei ich sagen muss, ein moderner MPT Reifen in dem Maß wieder viel größer wirkt als ein alter Militärpneu (Nato BW oder Uniroyal Profil) in dem selben Maß.

    Grüße

    Pitter

    PS: M+S haben meine Reifen und sind von Anfang 2018, von daher haben die Bestandsrecht.

    Einmal editiert, zuletzt von Pitter (7. Januar 2019 um 16:20)

  • Den größten Nachteil hat Gandalf allerdings vergessen: die schönen 136 TurboPS fühlen sich nicht mehr danach an.

    Plötzlich konnten die Wölfe bergauf mit mir mithalten. Absolutes NoGo. ;)

    Ganz einfach: aus unerklärlichen, aber durchaus erfreulichen Gründen habe ich diese Problem nicht, deshalb

    vergessen :dev: Allerdings wird sich das bei Alex mit seinem Sauger durchaus auswirken, stimmt.

    Bei mir sind die Reifen auf den Standard-Felgen montiert, da steht nix raus (würde bei uns in D auch Mecker vom

    TÜV-Onkel geben :nono:), folglich wird auch nix eingesaut. Alles schick. Die größeren Reifen sind ja auch nur 30mm

    breiter. Ich gehe mal davon aus, daß sich die zusätzliche Breite symmetrisch nach innen und außen verteilt,

    d.h. die Reifenflanke ragt 15mm weiter raus. Das ist nu nicht unbedingt die Welt.

    Auch ansonsten kann ich keine der sonstigen von Pitter genannten Nachteile bei mir bemerken - meine Reifen

    laufen erfreulicherweise sehr ruhig. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich die Reifen so wieder montieren.

  • Ich glaube das Reifenwechselargument ist für mich das ausschlaggebende. Ich bekomme alleine die 12,5er gut gewechselt, auch wenn ich mir nochmal was basteln muss wie ich das alte Rad bequemer in die Raeserveradhalterung gewuchtet bekomme. Ich glaube nicht dass ich das mit den 14,5ern hin bekomme...

    Ist ja alles gut und schön, aber notfalls muss man auch alleine zurecht kommen müssen...

    Ich habe keine Ahnung, aber wahnsinnsviel Spaß! :thumbsup:

  • meine Reifen

    laufen erfreulicherweise sehr ruhig. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich die Reifen so wieder montieren.

    Hey!

    Meine liefen auch sehr gut rund. Muss aber nicht immer der Fall sein. Mehr Masse kann halt auch mehr hoppeln. ;)

    Meiner ist ja auch kein Parkinson Patient, aber grade bei den U1300ern ist das ja scheinbar öfter der Fall.

  • Zur Winterräderfrage kann ich leider nichts beitragen, aber zur Frage der Umbereifung erlaube ich mir mal eine Meineung.

    Ich glaube hier waren nicht 14.00 gemeint sondern wie vor vermutet die 14,5 R 20 Reifen als grosser Bruder der 12,5 R 20. Ich fahre die Räder seit einigen Jahren und glaube mir ein Urteil erlauben zu dürfen.

    Die allererste Frage, die sich jeder stellen sollte ist die nach dem persönlichen Einsatzzweck. Fahre ich viel Langstrecke oder mehr Kurzstrecke und Gelände.

    Grössere Räder allgemein bedeuten immer eine höhere Belastung für den Anstriebsstrang, beim U 1300 insbesondere des Getriebes. Daher wurde im Zuge der Umstellung auf den OM 366 auch das Getriebe geändert. Das packt damit 650 Nm Eingangsdrehmoment (UG 365) im Gegensatz zum vorher verwendetetn Getriebe UG 340 mit 400 Nm. Grössere Räder bedeuten aber auch einen Kraftverlust am Rad. Da hilft eine Vernünftige Revision mit etwas Feintuning und Serienoptimierung an der Einspritzpumpe und den Fünflochdüsen. ZB sind die Fünflochdüsen des OM 366 auch im 352 verwendbar. Da war in der Vergangenheit der leider verstorbene Kollege Schramm eine gute Hilfe, ein Fachkundiger Einspritzpumpendienst sollte das aber auch helfen können.

    Ich kann so mit dem Mog im LKW Verkehr mitschwimmen und das auch mit aufgerödeltem Koffer.

    Abgesehen von gelegentlichem durchrutschen des Keilriemens habe ich am Lenkgetriebe noch keine Auswirkungen gemerkt. Aber man sollte LKWs eh nicht im Stand lenken. Bei langsamer Fahrt ist das für Fahrer und Technik erträglich.

    Räder wechseln ist bei den 14,5ern keine Problem für mich, obwohl ich eher die Figur eines Marathon Läufers habe. Ich positioniere das Rad vor der Nabe und semtze dann zwei Stangen zum Hebeln unter. Habe ich von alten Hasen gelernt und würde ich auch bei 12,5ern machen.

    Das grössere Ersatzrad passt nicht mehr an den originalen PLatz (dafür sollte man die Konstrukteure heute noch den Hof fegen lassen), aber beim Mog sollte sich ein Platz auf der Pritsche finden lassen.

    Ein Forum mit viel technischem Verständniss ist das Unimurr Furom. Dort driftet man aber häufig in technische Feinheiten ab, die es manchmal schwer machen den Beiträgen zu folgen.

    Alles in allem kann man wohl sagen, dass die Entscheidung der Ubereifung eher eine Glaubensfrage ist.

    Dirk

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