Puch 230 24 V Radio Masseproblem? Startet ohne Natoknochen

  • Moin Zusammen,

    ein Freund hat mir ein ladenneues 24 V Radio Continental mit Freisprecheinrichtung in den Schacht im Armaturenbrett eingebaut. Plus (fliegende Sicherung) und Masse direkt an den Batterien. Soweit so gut, funktioniert alles prächtig.

    Nun habe ich zufällig festgestellt, dass ich ohne Natoknochen starten kann. Der Anlasser dreht hörbar schwächer aber er startet. Bei der Fehlersuche ist aufgefallen, dass das eingebaute Radio Masse schließt, also mit der einen Batterie gestartet wird, von der das "Radioplus" kommt.

    Fachlich unkorrekte Ausdrucksweise bitte ich zu entschuldigen, von Strömen habe ich keine Ahnung...:daumenrunter:

    Habt Ihr das gleiche Problem (gehabt) bzw. wo/wie habt Ihr eure Radios eingebaut?

    Freue mich über Lösungsvorschläge und wünsche allen einen schönen Sonntag!

    Besten Gruß aus Hennef

    Ralph

  • Hallo,

    ich würde erstmal schnellstens das Radio wieder abklemmen bzw. komplett ausbauen!

    Wenn der Hauptschalter wie bei BW-Fahrzeugen üblich die Batterie von Masse trennt, überbrückst Du ihn mit der Verbindung des Radios an Masse wie z.B. die Antennenleitungsabschirmung bzw. Gehäusemasse des Radios. Damit könnte der Anlasserstrom bei geöffnetem Hauptschalter über die dafür gar nicht ausgelegte Radioverkabelung nach Masse fließen und einen Kabelbrand verursachen.

    Das war hier 24V Mercedes Radio Truck Base Low auch schonmal Thema.

    Außerdem ist es mi Hinblick auf die unterschiedliche Belastung der Batterien nicht sinnvoll, die 12V an einer der Batterien abzugreifen. Es ist besser, einen 24V-12V-Spannungswandler vorzuschalten.

    VG

    Andreas

    Viele Grüße

    Andreas :el:

  • Servus Ralph,

    im Prinzip hast du das Problem schon selbst gelöst. :daumenhoch:

    Der NATO-Knochen trennt die Batteriemasse von der Karroseriemasse; dein Radio nimmt sich aber die Masse direkt von der Batterie und übergeht so den Knochen. Dadurch liegt an deinem Radiogehäuse permanent Batteriemasse an. Wenn nun dein Radio irgendwo Kontakt zur Karroserie hat (unddas hat sie in deinem Fall), überbrückst du den NATO-Knochen.

    Das große Problem ist jetzt bei dir, daß, wenn du den Anlasser betätigst, der ganze Strom über das Radiogehäuse läuft =O Daruch kann dir dein Radio verschmorren/zusammenglühen....:bye:

    In deinem Fall würd ich es so machen, daß man die Masse von der Karroserie abnimmt (Massepunkt o. ä.); Nachteil wäre eventuell jener, daß der Senderspeicher leer ist und du die Sender neu einprogrammieren mußt. Ist aber von Hersteller zu Hersteller verschieden; Blaupunkt z. B. hält die Sender, Pioneer nicht.

    Ich hoffe, ich konnte dir soweit helfen.

    ,:) Gerald


    edith sagt: Alexander und Andreas waren schneller...:pfeif:

    You can't wait until life isn't hard anymore

    before you decide to be happy.

    (Nightbirde 1990 - 2022)

  • Hallo Ralph,

    habe mir in ähnlicher Weise bei meinem TRM 2000 ein 12 V Radio abgefackelt, wobei es der Scheibenwischer war, der mal zufällig betätigt wurde.

    Da mir das ständige Senderprogrammieren absolut lästig war, hängt das Radio seit jetzt 6 Jahren an einer separaten kleinen Motorradbatterie, die wiederum über einen 24/12 V Spannungswandler geladen wird.

    Da Du aber ein 24 V Radio hast, könntest Du die Sender mit Hilfe einer zusätzlichen Batterie und eines 12/24V Wandlers halten. Das Laden müsste dann wiederum über einen 24/12V Wandler geschehen, wobei bei längeren Stillstandszeiten die Leerlaufverluste des 12/24 V Wandlers zu berücksichtigen wären.

    Eine andere Variante ist die zusätzliche Unterbrechung der + Versorgung des Bordnetzes oder aber

    "Finger weg von allen Verbrauchern/Geräten"

    solange der Knochen noch nicht umgeschaltet ist. Wobei mir diese Lösung eigentlich als zu gefährlich erscheint, vor allem, wenn auch andere Personen das Fahrzeug benutzen

    Gruß

    Hermann

    Gruß

    Hermann

  • Hallo Hermann,

    warum so kompliziert: nimm doch einfach zwei 12V-Batterien und schalte sie in Reihe. Dann hast Du die 24V und mußt nicht ständig wandlen. Eigentlich müßten die 12V7Ah-Akkus, die in jeder USV drin sind, dafür völlig reichen und sollten gut verfügbar sein.

    VG

    Andreas

    Viele Grüße

    Andreas :el:

  • Hallo Andreas,

    geb ich Dir recht, war wahrscheinlich zu sehr in meiner Lösung gefangen. Was er aber dann unbedingt machen müsste, ist der Einbau eines Trennrelais in die + Ladeleitung zu den beiden neuen Batterien, damit die anderen Gerätschaften nicht unbeabsichtigt über die Zusatzbatterien versorgt werden.

    Gruß

    Hermann

    Gruß

    Hermann

  • Hallo in die Runde, herzlichen Dank Allen für die konstruktiven Antworten!

    Da im Einbauschacht der Karosseriekontakt vom Radiogehäuse wohl kaum zu vermeiden ist, überlege ich nun, das Radio in einem eigenen Holz- oder Kunstoffgehäuse abgeschirmt, im Handschuhfach zu installieren.

    Hat den Nebeneffekt, dass ich keine Diskussionen mit dem Prüfer bei der H-Zulassung führen muss..

    Besten Gruß aus Hennef

    Ralph

  • Hallo,

    um nochmal auf das Ursprungsproblem zurückzukommen: eigentlich sollte es kein Thema sein, wenn das Radio mit der Fahrzeugmasse verbunden ist. Dann ist es bei abgeschaltetem Hauptschalter eben spannungsfrei und macht nichts. Das tun die anderen Verbraucher ja auch (z.B. alle Glühlampen der Beleuchtung haben ja Verbindung mit Masse). Problematisch wird es ja erst, wenn man z.B. für den Speichererhalt ein zusätzliches Massekabel direkt zur Batterie legt und damit den Hauptschalter überbrückt.

    Mit einem entsprechend alten Radio mit mechanischem Speicher dürfte sich das Problem eigentlich nicht darstellen. Vielleicht wäre das noch ein Ansatz, auch im Hinblick auf das H-Kennzeichen? Der werksseitige Einbauort wäre grundsätzlich mit der Einschränkung des fehlenden Speichererhaltes schon elektrisch OK.

    VG

    Andreas

    Viele Grüße

    Andreas :el:

  • Es gäbe da evtl. noch eine andere Lösung:

    Die Leistungsmasse des Radios an die Karosserie und für die Senderspeicherung eine dünne Leitung direkt an Batterie minus. Dann mal eine Strommessung durchführen, wie hoch die Aufnahme für den Stand by Betrieb ist und die Minusleitung entsprechend absichern.

    Oberste Regel:

    "Finger weg von allen Verbrauchern, solange der Knochen nicht drin ist"

    Falls Du das mal vergessen hast, müsste dann normal die Sicherung von wenigen mA rausfliegen.

    Was mich allerdings bei der ganzen Sache wundert, ist der Umstand, dass, Dir bei dem Starten nicht schon die vorhandene Masseleitung weggeschmort ist. so ein Anlasser zieht ein paar Ampere, vor allem beim Anlaufen!!!????

    Gruß

    Hermann

    Gruß

    Hermann

  • Falls der NATO-Knochen nur als reine Diebstahlsicherung gedacht ist, kann man ihn mit einer 8A-Sicherung überbrücken. Das Radio spielt dann und hält seine Sender. Auch Standlicht wäre möglich. Falls einer versucht, das Auto per Anlasser zu starten, fliegt die Sicherung und alles ist aus.

  • Problem ist gelöst. Wir haben die zweite 24v Steckdose im Motorraum "geopfert" und hier Plus und Masse genommen. Da die Kabel ja bis zur Batterie gelegt waren, war's quasi um die Ecke.

    Kein Massefehler mehr, Natoknochen tut, was er soll.


    Danke an Alle! Thread ist geschlossen:thumbsup:

    Besten Gruß aus Hennef

    Ralph

  • Zum Sendespeicher kann ich (noch) nichts sagen, hab dieses Ergebnis nur fernmündlich. Puch steht jetzt wegen eines anderen Problems in der Werkstatt.

    Ich trage das aber hier noch nach, sobald ich es getestet habe.

    Besten Gruß aus Hennef

    Ralph

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