Die ewige Schrauberei

  • Okay, dann werde ich da Mike Sanders Fett reinpusten. Und da ich ehh keine Schafe mag wird da auch nicht mit gespart. Womit reinige ich die Spritzpistole anschließend? Reicht heißes Wasser oder besser mit Verdünnung?

    Grüße Klaus

  • Moin,

    irgendwann im letzten Jahr hatte ich mir einen Reed-Tauchrohrgeber von VDO zugelegt und wollte den passend für meinen Kunststofftank machen.

    Jetzt hat das mittlerweile Formen angenommen.

    Nachdem ich mir das enstprechende Material (alles Edelstahl A2) besorgt hatte bin ich damit an die Drehbank gegangen um etwas Passendes herzustellen.

    Die Flansche sind Ronden 4mm stark und 80mm im Durchmesser. Für die durchzuführenden Rohre, 50x2 das im Durchmesser größere und 38x1 schlankere Rohr habe ich die entsprechenden Löcher gebohrt und gedreht.


    Das im Durchmesser größere Rohr muß mit 6 Schließwarzen versehen werden, die Ronde hat eine Aufnahme für einen O-Ring als Dichtung.


    Für die Entlüftung und das Kraftstoffsaugrohr habe ich passende Öffungen hergestellt.



    Im dünneren Rohr(38x1mm) wird der Reed-Tauchrohrgeber montiert. Damit das Anzeigeninstrument nicht kollabiert (ungedämpft den Füllstand je nach „Wellenschlag“ im Tank anzeigt) muß man dafür sorgen, das der Kraftstoff gemächlich ein- und ausströmt. Dazu habe ich an der bodenseitigen Zentrieröffnung 2 kleine Erweiterungen angebracht.


    Im oberen Bereich soll die Luft beim Betanken zügig entweichen können. Dazu sind dort 3 8mm-Bohrungen. Für die Befestigung des Gebers habe ich Stehbolzen auf die Ronde geschweißt.


    Die Luft kann im oberen Bereich durch das Entlüftungsrohr über den Tankstutzen entweichen. Das Kraftstoff-Ansaugrohr(8x1mm) passt saugend-schraubend zwischen die beiden Rohre und definiert den Platz für die zu entweichende Luft. Dieses Rohr habe ich auf der Rohrbiegemaschiene passend gebogen.


    Das Entlüfterrohr hat einen Durchmesser von 12x1mm und passt auf den serienmäßigen Entlüfterschlauch.


    Heute ist alles lediglich aneinandergestöpselt, morgen wird es verschweißt.


    Gemacht hab' ich das nur weil ich's kann und ich nicht bereit bin den Preis für das Originalteil zu bezahlen. Den Kosten-/Nutzeffekt habe ich dabei einfach ausgeblendet. Falls der Geber einmal defekt sein sollte kann ich den ganz einfach erneuern. Der kostet nur einen Bruchteil der immer teurer werdenden Original-Ersatzteile.

    Durch das verwendete Edelstahl vergammelt mir das Teil nicht wie der völlig zerbröselte originale Geber. Und das VDO-Teil ist aus Edelstahl und Kunststoff. Damit das Anzeigeninstrument den korrekten Befüllstand anzeigt hat mein Nachbar einen passenden Widerstand eingelötet. Die Reserve-Anzeigenleuchte ist entfallen. Damit kann ich prima umgehen.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

    Einmal editiert, zuletzt von JottKa ()

  • Moin,

    da ich im Tiefbau selbstständig bin und kein sich langweilender Rentner mach' ich das bislang lediglich für mich. Aber ich werde das Teil noch optimieren/vereinfachen und versuche dann eine Datei für eine CNC-Fräse erstellen zu lassen. Wenn man die Arbeitsschritte automatisiert kann ich darüber nachdenken eine Kleinserie aufzulegen oder das auf Bestellung herzustellen.


    Sehr zeitintensiv war die Herstellung aus den oben gezeigten Teilen die in die Tanköffnung anstelle des originalen Tankgebers eingepasst werden:

    Feilen, frickeln, fluchen. :mech:

    Falls ich den oberen Teil aus einem Stück fräsen lassen kann und lediglich die Anschlüsse für Saugrohr und Entlüftung oben und das Aufnahmerohr für den Reed-Geber mitsamt dem Ansaugrüssel anschweißen muß, wäre das wesentlich weniger aufwendig herzustellen.


    Ich habe da jemand an der Hand der eventuell so etwas maschinell umsetzen könnte.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Moin,

    ich habe mit meinem Mann an der CNC-Bearbeitungsmaschine gesprochen und wir haben meinen Prototypen vermessen und beratschlagt wie man das Ganze kostengünstig gestalten kann.

    Wir machen ein Aufnahmeteil für den Reed-Geber als Versuchsobjekt aus einem Aluminiummaterial das den Anforderungen entspricht. Dieses Aluminiumteil wird dann eloxiert um die Korrosionsresistenz zu gewährleisten.


    Geplant ist, daß der Geberwert vom Original-Kombiinstrument des Wolf oder G den Befüllstand (wie bei meinem Prototypen) korrekt anzeigt. Das wird dann so ausgeliefert. Nur die Warnleuchte für die Reserve entfällt. Umgehen kann man das allerdings indem man das Tankanzeigeninstrument von VDO für diesen Reed-Geber verwendet. Dann wird die Warnleuchte bei 10% Restbefüllung durch eine integrierte rote Warnanzeige unter dem VDO Firmenzeichen angezeigt.

    Dieses Rundinstrument hat einen Einbaudurchmesser von 52mm und entspricht der Analoguhr im G oder dem verdeckten Einbauloch im Wolf-Cockpit mittig zwischen dem Tacho und dem Kombi-Instrument.


    Hier noch ein Foto von der Schweiß-Küche meines Bekannten der mir meinen Prototypen heute per MIG verschweißt hat

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Moin,

    heute erfolgte der Test für den Tankgeber am Fahrzeug. Bei den beiden Leitungen des Reed-Gebers ist es egal welches Kabel an Masse und welches an die Tankanzeige angeschlossen wird.


    Voll



    Leer



    knapp 3/4


    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Moin


    ...ich hab zugegeben nicht alles gelesen, Asche über mein Haupt...


    wie realisierst du denn Reserveanzeige...


    beste Grüße


    kirk


    Respekt...wenn es interessiert, wenn sich bei dem konventionellen Tankgeber die widerstandsdrähtr verabschiedet haben. Der kann sich für glaube 10€ neuen von Hans Hehl senden lassen....ich hab das mir übersenden lassen, da man so ein kurzes Stück nicht mal eben so bekommt. Ich wüsste nun nicht woher...

  • ....es wir auch nicht klappen, weil 0 bei dem neuen Geber höher liegt, man könnte noch einen extra Reed Kontakt spendieren um den leuchtmelder zu nutzen...


    nur so ne dumme Idee...


    Beste Grüße


    Kirk

  • Der neue Geber sitzt


    Kraftstoff-Vorlauf und Entlüfterrohr angeschlossen, 20 ℓ Diesel in den trockenen Tank eingefüllt, vorgeglüht....

    und die Kiste sprang auf Schlag an. Beim Warmlaufen hab' ich mir erstmal etwas gegönnt :bier:

    Dann die Bremsprobe auf dem sandigen Hofplatz. Die Bremsen hatte ich ja auch auseinander, aber die Bremsen ziehen gleichmäßig.

    Jetzt noch ein paar Kleinigkeiten an der Elektrik erledigen und dann ab zur HU.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • wie realisierst du denn Reserveanzeige...

    Das zu dem Reed-Geber gehörige Anzeigeninstrument von VDO (52mm Durchmesser) kann man „programmieren“ und bei der gewünschten Restmenge (in %) leuchtet die Warnleuchte im Instrument auf. Von Haus aus ist das auf 10% voreingestellt. Das Instrument ist bestellt und kommt demnächst mit seinem Kumpel für die Kühlwassertemperatur.

    Ich stehe nicht so auf diese Kombiinstrumente, bin mehr der Typ „eine Anzeige für eine Aufgabe“.

    Da ich mir sowieso den Hals verrenken muß um die Geschwindigkeit und den Kraftstoffvorat abzulesen — das Lenkrad ist permanent im Weg — baue ich die Instrumente dort ein wo bislang der Radioschacht und der Aschenbecher waren.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Moin,

    die Vereinfachung der Elektrik gestaltet sich schwerer als gedacht. Aber die LED-Kennzeichenleuchte ist wie vom Hersteller des Fahrzeugs vorgesehen auf die Sicherung des rechten Rücklichts gelegt. War ein zeitraubendes Gefrickel da ich neue Leitungen von vorn nach hinten im Innenraum eingezogen habe.


    Die einseitige Anbringung nur einer Leuchte ist vorschriftenkonform bei dieser Kennzeichenform.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!