Mercedes W461 G 290 D lang niederl. Militär

  • Vielen Dank für die Ideen.


    Leider ist das Geräusch ein "richtiges" Zahnradratschen,

    als ob man versucht ohne zu kuppeln einen Gang einzulegen.


    Also leider keine Bagatelle.


    Ein VG bekomme ich alleine rein und raus und kann man sicher reparieren oder ersetzen.


    Die Achse macht mehr Arbeit beim Ausbau und die zu zerlegen dürfte meine Fähigkeiten mangels Kenntnissen überfordern.

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    Muss erst noch ein "paar" Dachziegel (noch 90m² von 120m² gesamt) verlegen.

    Dann werde ich nochmal Probefahrt machen, horchen, unters Auto krabbeln...und händisch ein paar Flansche drehen.


    Vorderachse hat bei mir keine Diff-Sperre verbaut, da Niederländer.

  • kann es sein ,das du beim Einlegen des Allrads den Hebel des VG nur nach vorne geschoben hast ?

    Da rastet das nicht richtig ein. Du solltest ihn dann nach rechts schieben, damit der vernünftig einrastet.

    diese mahlenden Geräusche können von ungleichmässigem Reifenverschleiss Vorne/ Hinten herrühren.

    Es kann auch sein, das die Flanschmutter vorne nicht korrekt angezogen ist. dadurch bekommt der Triebling vorne Spiel und kann im Differential nach innen wandern und dort mit dem Korb des Ausgleichsgetriebes kollidieren.

    Das war bei meinem Fahrzeug so, da hatte jemand gepfuscht und keine neue Flanschmutter benutzt und falsch gesichert.

    Die Dichtringe hatte man auch falsch verbaut. Zuviel Fett in den Schiebestücken drückt letztendlich auch auf die Flansche.

    Du kanns die Schmiernippel der Schiebestücke herausschrauben und die Achse be und entlasten. Altes und überschüssiges Fett geht dann gleich mit raus.

    Schneller gehts wenn du den kardan am Differential abflanschtst. Schiebestück mit körner an der Welle markieren .dann kann man das herausziehen, reinigen und prüfen.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

  • prüf am VTG mal die Flansche auf Spiel

    wenn du die Flansche selber meinst, die dürfen kein Längsspiel haben. in Rotationsrichtung muss die Achse ein Anlaufmoment aufweisen.

    Das gleiche gilt für das Vtg wegen der Kegelrollenlager. Man kann aber durch rechts/links drehen ein Spiel zu den Zahnflanken der Zahnräder erfühlen .

    eine weitere Fehlerquelle ist ein verspannstes VTG. Entweder ist die Befestigung locker oder die Gummiaufhängung ist nicht mehr in Ordnung.


    Grundsätzlich muss man aber sagen das bei eingelegtem Allrad plus Sperren der komplette Antriebstarang zu 100 % gesperrt ist und niergendwo ein Ausgleich stattfinden kann. Dann wird das schon mal lauter. Der Rückwärtsgang wird ja eher kaum bis gar nicht benutzt, ergo werden da auch nicht die zugehörigen Getriebeteile in Bewegung gehalten . Triebling und Tellerrad laufen entgegengesetzt zu ihrer Hauptdrehrichtung.


    Das war jetzt alles Klugscheisserei..



    Hoffen wir mal das beste und nur kleine Fehler...:daumenhoch: Das wird schon wieder..

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

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  • Moin,

    beim Schalten in den Allradantrieb reicht es den Hebel nach vorn zu schieben. Das geht auch während der Fahrt ohne Kupplungsbetätigung, empfohlen wird das aber nur bis ca 60 km/h.

    Wie ist es wenn du am VG die Untersetzung einschaltest? Schnanrt es dann immer noch?

    Schnittbild:

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Ich würde dann weiter so vorgehen:

    Ein Hinterrad hochbocken, Allrad einlegen und versuchen das Rad zu drehen.

    Wenn es sich drehen lässt liegt ein Defekt am VG vor.

    Mögliche Defekte wären das Allrad-Schiebestück und/oder die Mitnehmer auf dem Allrad-Zahnrad in die das Schiebestück eingreift.

    Eine weitere Möglichkeit wäre auch, daß das Schiebestück nicht kraftschlüssig einrastet und nur gegen die o.g. Mitnehmer gedrückt wird und das dieses schnarrene Geräusch verursacht. Die Gründe dafür zeigt dann eine Zerlegung des VG.


    Das ist jetzt aber nur das gern zitierte „Stochern im Nebel“

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Vielen Dank für die Tipps.

    Das Schnarren gab es auch unter "nur Hinterachsantrieb" beim Gas wegnehmen.


    Beim rückwärtsfahren im Allrad- modus (Egal ob mit oder ohne Untersetzung) war es dann extrem.

    Ich musste aber weiter durch den Dreck da durch....


    Hinterrad- Antrieb ist kraftschlüssig ohne ruckeln.


    Ob die VA im Allradmodus noch ebenfalls sauber kraftschlüssig angetrieben wird, muss ich testen.


    Muss mal sehen, wann ich mal die Woche dazu komme....zu zweit aufs Feld und probieren,horchen was geht und wann es schnarrt. Und dann aufbocken und kontrollieren....Flansch drehen und überprüfen- mit der losen Mutter ist ein guter Tip! Wäre mein "Fehlerwunsch" ersten Ranges.....


    Bei trockenem Wetter muss ich aber aufs Dach krabbeln- die Baustelle dauert auch schon wieder etwas länger...

    Ab Nieselregen liege ich dann auch gerne unter dem G....

  • So -schön wenn man auf Grund eines modernen Fahrzeugs der vom Volvo Händler gerne angepriesenen "Premiumklasse" (was gerade mit vollgesifften AGR Kühler und Ventil in der Werkstatt (nicht bei Volvo) zerrupft wird) den G als Alltagsauto fahren kann.....


    Die vorderen Scheiben-Bremsen (Scheiben, Steine waren rel. neuwertig, alles unauffällig) werden heiß....

    Vorher war alles OK- bis auf daß ich die Bremsflüssigkeit ordentlich und korrekt mit einem entsprechenden Gerät (wird aut.über den Bremsflüssigkeitsbehälter nachgefüllt) tauschte....

    Luft ist keine im System- da habe ich ordentlich und pingelig die alte Brühe rauslaufen lassen.


    Es werden beide Seiten warm...heiß....Bremsstaub auf den Felgen.

    Ich merke, daß nach dem betätigen der Bremse der G nicht mehr richtig frei rollt.


    Morgen nehme ich mir frei, bocke die VA hoch und schau nach.

    Da beide Seiten gleichmäßig betroffen sind.

    Vermutlich werde ich komplett hochbocken...um auch die HA zu prüfen


    Ob es hinten an den Trommeln warm wird, muß ich noch gleich testen....


    Als wenn....irgendwie der Bremsdruck nicht 100% abgebaut wird.....oder die Bremse ständig leicht Druck erzeugt.....

    Bremsschläuche etc. sieht alles TippiToppi aus- also nicht uralt und zugequollen.

  • Das einzige, was ich beim Erneuern der Bremsflüssigkeit geändert hatte, waren die Entlüfterschrauben....

    Bremsen sind von der Wirkung her wie vorher super...


    Was ich wohl wieder einmal bei dieser simplen Arbeit vermurkst habe....keine Ahnung....


    Morgen komplett aufbocken,alle 4 Räder/ Bremsen prüfen, Beläge zurückdrücken, zusehen ob ggf. ein dauerhafter Bremsdruck anliegt...sehr schön...

  • Den Effekt kenne ich...aber die Schläuche sind nicht uralt...und wurden vor ca. 3 Jahren erneuert...wäre ein Ding...

  • Moin,

    Räder abnehmen und die Bremsklötze auf Freigang untersuchen. Auf den Gleitnuten zwischen Bremsklotz und Bremssattel bildet sich gern Rost, der muß weg. Danach hauchdünn Kupferpaste (auf keinen Fall Mike Sanders! ;P) auf diese Gleitnuten auftragen.

    Falls sich in und an den Bremskolben/Bremssätteln Rost durch die alte „Plörre“ gebildet hat mußt du da auch noch 'ran.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Bin noch heil zu Hause angekommen


    Morgens nach dem Einparken und bremsen rollte der G nicht mehr auf der schrägen Parkfläche.

    Feierabend und er rollte wieder locker los...

    Gaanz sachte nach Hause...Motorbremse....Handbremse....so wenig Bremspedal wie möglich

    ..

    Der Bremsdruck hält sich eine ganze Weile etwas auf der Vorderachse...

    Der G rollt kaum noch.

    ..

    Hinterachse Bremse OK.


    Es sind vermutlich wirklich die Bremsschläuche zugequollen...


    Druck geht durch, aber nicht.zu 100% wieder zurück.


    Auf beiden Seiten vorne gleichmässig.


    Ist die einzig logische Erklärung....

    Morgen wird zerlegt und dann merke ich an den Entlüfterschrauben ganz schnell ob noch Druck drauf ist

    ..

    Nebenbei kann ich im aufgebockten Zustand das Getriebegeräusch besser lokalisieren.


    Danke für Eure Tips.

    Tippitoppi!

  • es ist auch möglich das die bremskolbendichtringe klemmen oder verrundet sind.

    Das bewirkt dann das die Kolben nicht zurückstellen.

    Im Notfall baut man die Bremssättel aus und entfernt die Bremskolben.

    Schon mal ist da feiner Dreck zwischen Kolben und Zylinder.

    gereinigt wird das ganze mit Bremsflüssigkeit und eventuell poliert ( z.B. Ceroxid) .

    Alles auf eigene Gefahr und mit Wissen und bedacht arbeiten.

    Reparatursätze sind hierfür recht preiswert.

    montiert wird das ganze dann wieder mit ATE-Bremskolbenmontagepaste


    oder man lässt die Sättel überholen.


    Im Bereich des Bremskraftverstärkers ist ein Prüfanschluss an dem man den Bremsdruck messen kann.


    Jens hat auchg den warscheinlichsten Fall beschrieben.

    Die Passgenauigkeit der Bremsklötze lässt mitunter zu wünschen übrig. Hann man mit einer Feile nacharbeiten

    Die Führungsflächen am Bremssattel sollte glatt und eben sein. Die kann man gut mit einem Schaber (z.B. Stechbeitel )

    aufbereiten.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

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  • Sonntag...Sonne.....Garage


    G aufgebockt und laufen lassen um das Schnatrende Getriebegeräusch zu lokalisieren...


    Es kommt so bis 1200 Umdrehungen vor.

    Bei höheren Drehtahlen ist es weg.


    Auch bei VG in N!!!

    Bei laufenden Motor druntergelegen....

    Es ist das Schaltgetriebe.......


    Kam Kardan und Getriebeflanschen kein Spiel feststellbar.


    Kraftschluss aber immer da.

    Naja..hätre schlimmer sein können.


    Jetzt Käffchen und dann Bremse.

    Wenigstens gibt es unter dem G keinen Sonnenbrand.

    Schönen Sonntag!

  • Hhmmm Eigen-"Ferndiagnose" lag daneben.

    Es sind doch nicht die Bremsleitungen, sondern feste Bremskolben- ganz klassisch.

    Obwohl es mich wunderte, daß nach dem Abstellen alles wieder rollte...lag dann wohl am abkühlen.

    Das ärgerliche ist, daß die ganze Bremsanlage eig. tippitoppi ist.

    Alle Leitungen sind vom Vorbesitzer erneuert worden.

    Bremssattel und auch die Kolbenflächen kein Rost oder Gammel...

    Alle Verschraubungen der Bremsleitungen lassen sich lösen ohne Ärger.


    Das nützt aber nichts, wenn der G während der Bastelei zu lange nicht bewegt wird und die Bremsflüssigkeit wässrig war.

    Hätte ich die gleich nach dem Kauf und vor dem Basteln gewechselt...


    Die Kolben konnte ich nur mit ziemlicher Gewalt zurückdrücken bei offenen Entlüfterventilen. Daher sind es nicht die Schläuche.


    Muss mal sehen, ob Rep Satz oder Austauschsattel....

  • Hast du die Militärbremssättel mit der Arretierung am Führungsbolzen ?

    Bei denen ist das eigentlich so gewollt das die vollständig schwer zurückgegen.

    Der Freigang wird da eigentlich durch das Spiel der Arretierscheiben bestimmt.

    Die zivilen Sättel haben das nicht.

    Erkennst du aber an diesen Nieten aussen am Kolbengehäuse https://www.hanshehl.de/tipp98-3.htm#b13

    Die Dichtsätze bekommst du mit und ohne Kolben

    https://www.autodoc.de/autotei…class-w461/936-230-ge-461


    Die Kolben einzeln

    https://www.autodoc.de/autotei…class-w461/936-230-ge-461

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