• ...das Teil hatte ich nicht als Tacho erkannt.

    Da bist Du nicht der einzige :) Mein Vater hatte in der UdSSR seit 1975 bis 1989 einen GAZ-67B. Damals natürlich nicht als "Spielzeug" sondern als Alltagsfahrzeug. Ich habe mit 15 darauf das Autofahren gelernt und auch viel bei Reparaturen geholfen. Als ich den Führerschein hatte bin ich auch viel damit gefahren. Bereits damals haben viele Beifahrer bei der ersten Mitfahrgelegenheit im GAZ den Tacho nicht gefunden :D

  • Vielen Dank für die netten Glückwünsche.

    Ich werde mit dem GAZ auf jeden Fall nach Boostedt kommen.

    Am "Armaturenbrett" find ich die Tankanzeige am Besten. Da kann man über ein Fensterchen direkt in den Tank schauen. Hinter dem Fenster ist ein Anzeiger der über einen Schwimmer direkt mechanisch bewegt wird. :P

  • ...das Teil hatte ich nicht als Tacho erkannt.

    Da bist Du nicht der einzige :) Mein Vater hatte in der UdSSR seit 1975 bis 1989 einen GAZ-67B. Damals natürlich nicht als "Spielzeug" sondern als Alltagsfahrzeug. Ich habe mit 15 darauf das Autofahren gelernt und auch viel bei Reparaturen geholfen. Als ich den Führerschein hatte bin ich auch viel damit gefahren. Bereits damals haben viele Beifahrer bei der ersten Mitfahrgelegenheit im GAZ den Tacho nicht gefunden :D

    Der GAZ 69 AM, mit dem ich mit druckfrischem Führerschein meine ersten Kilometer abgespult habe, war da schon "normal" ausgestattet. "Maslo" fand ich immer wieder cool.

  • Bei mir ist das immer genau umgekehrt... wenn ich ein Fahrzeug als Modell hab will ich irgendwann auch mal das Original haben :dev:

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...


    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Hallo an die Runde.

    Ich besitze seit über 3 Jahren einen 67er. Restauriert habe ich ihn nicht, das hat ein Ukrainer gemacht, der wohl darin ein Spezialist war, was ich mittlerweile schon mehrfach bestätigt bekommen habe. Leider soll er zu Coronazeiten verstorben sein. Ich hätte mich gern mit ihm unterhalten, so habe ich die liebenswerten Eigenheiten des GAZ erleben und erlernen müssen. Als gelernter Schlosser habe ich aber genug "Ahnung" von alten Autos um zu wissen, das er gute Arbeit geleistet hat. Der Rest ist eben über 70 Jahre alt und nach Kriterien gebaut, die eher den Standards der Amerikaner nach der Oktober - Revolution entspringen......Modell A lässt grüßen.

    Und kopiert / geklaut ist da nichts. Henry Ford hat mit jedem Geschäfte gemacht ......wenn's Geld bringt.

    Da mich nicht nur die urbane Technik fasziniert habe ich mich auch mit der Geschichte des Urvaters der sowjetischen/russischen Geländewagen befasst. Und das ist schon Geschichte pur.

    Habe dazu schon einiges an Unterlagen gesammelt und tolle Menschen kennengelernt.

    Mein GAZ hat übrigens eine Oldtimerzulassung und wird auch gefahren.....alles was über 50 km ist jedoch auf dem Trailer.

    Also, wem ich helfen kann fragt.

    Ich finde die Beschreibungen hier jedenfalls toll. Ich kann ja nicht immer erstmal Alles auseinandernehmen.....wenn ich nicht muss.

    Dazu habe ich schon mal Fragen:

    1. Hat jemand schon mal die Federn aufarbeiten lassen. Wir haben früher Federschmiede gehabt ( bin übrigens 60er Baujahr ), die konnten Federn nachhärten. Aber die sind wohl ausgestorben....oder kennt jemand noch Einen?

    2. Es gibt Fotos von GAZ 67 Fahrgestellen, da hat die hintere Kardanwelle nur ein Gelenk, am Verteilergetriebe und keins am Differential .

    Das Modell A war auch so.

    Bei meinem GAZ kippt die Hinterachse bei kurzen Bodenwellen und 4 Personen- Besetzung ab und schlimmerweise ist sogar einmal die Vielnutwelle aus der Kardanführung gerutscht.....zum Glück war ich langsam durch die Bodenwelle gefahren und die Welle ist noch gerade und hat nichts zerschlagen.

    Ich denke, das die eine der Zeit geschuldeten Modernisierung in seinem langen Leben ist und durch die müde Federung noch begünstigt wird.

    Nicht umsonst baut man heute Stützlager bei Starrachsern ein.

    Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen.

    Also, ich bin mal neugierig ob das mit der Anmeldung diesmal geklappt hat.

    GAZ-nik Andreas aus MV

  • Hallo Andreas,

    schön von einem weiteren GAZ 67 Besitzer zu hören. Deiner scheint ja auch ein frühes Modell zu sein. Was hat er für ein Baujahr? Hast du moch die originalen Seilzugbremsen und die doppelten Hebeldämpfer drin?

    Bzgl. Federn kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Ich habe aus der Not vorne Federn vom GAZ 69 halbiert. Da waren schon beim Kauf irgendwelche drin. Funktioniert aber ganz gut. Die Kardanwelle an der Hinterachse war auch schon auf 2 Gelenke umgebaut. Das abkippen der Achse habe ich noch nicht gehabt.

    Am Getriebeausgang habe ich ein zusätzliches Lager mit Wellendichtring eingebaut, weil ansonsten der Wellenstumpf bis zu Gelenk sehr lang war.

  • Danke für die Informationen zu den Federschmieden. Gibt es da wenigstens eine Ortsangabe. Tante Google reagiert nicht so gern auf Kürzel?

    Haben die auch Erfahrungen mit russischer Technik? Die Halbellyptikfedern sind schon exotisch.

  • Was den Kardanflansch betrifft.....wo kommt der hin? Ist da ein schmales Rillenkugellager drin oder ist das gar ein Pendel - Lager. Hast du dazu ein Skizze und ggf.ein Lagermass.

    Mit bereitet es etwas Unbehagen, wenn die Federn mehr Vorspannung haben, zieht es die Welle ja noch mehr auseinander.

    Ansonsten hat mein GAZ schon einen Umbau auf Hydraulikbremsen bekommen.....aber originale Felgen

    Musste letztens neue Anschlagbegrenzer für die Federn bauen, da der Gummi nach fast 70 Jahren schon bröckelte.

    Mein GAZ ist übrigens ein 67 B, Baujahr 1953. Also einer von den Letzten . Der Frontgrill ist ja 67, davon gab es aber nicht wirklich viele. Aber er scheint vollkommen neu zu sein.....wie die ganze Karosse.

    Die Spurbreite ist auch 67 B.

    Ich habe bisher noch keine Ausbesserung an der Karosse festgestellt.....ganz im Gegensatz zum Rahmen.

    Übrigens, gestern wurde mir eine angefangene Restauration eines 67 B angeboten, von einem Mann, bei dem ich mal Teile gekauft habe. Der Wagen steht in Sachsen und sieht auf den Fotos recht gut aus. Wer Interesse hat soll sich melden, dann schicke ich die Bilder und den Kontakt.

    Ich besitze auch mittlerweile auch drei russischen Reparatur - Handbücher .....aber auf CD mit vielen interessanten Zeichnungen, sowie einige Journale und Zeitschriften aus denen die Geschichte des GAZ hervorgeht, mit vielen Originalfotos.

    Interessant, was sie alles mit dem Teil gemacht haben um es auf allen Böden einsetzen zu können.

    Der BA 64 ist ja auch auf Basis des GAZ 67 B entstanden. Und den kenne ich noch selbst als Fahrzeug der Betriebs- Kampfgruppen in der DDR und dem Vietnam- Krieg.

    Also, wer fragt kriegt Antwort.

  • Nachtrag: Mein GAZ hat nur einfache Hebeldämpfer und die scheinen vom GAZ 69 zu sein. Habe mir erstmal noch welche besorgt um sie mal zu zerlegen. Ist ja ein uraltes Prinzip ( Boge- Dämpfer ) wie sie auch beim Vorkriegs- Benz verbaut waren.

    Ein Exzenter drückt Öl durch eine Bohrung......im Wechselhub. Vielleicht kann man beim Öl ein bisschen trixen. Das Schaukeln der Karosse ist schon gewöhnungsbedürftig.

  • 1. Hat jemand schon mal die Federn aufarbeiten lassen. Wir haben früher Federschmiede gehabt ( bin übrigens 60er Baujahr ), die konnten Federn nachhärten. Aber die sind wohl ausgestorben....oder kennt jemand noch Einen?

    Ich habe mir Federzinken für einen alten pferdegezogenen Gabelheuwender nach Muster wickeln lassen. Wer das kann sollte auch andere Federn aufarbeiten bzw herstellen können.

    Die Kommunikation erfolgte auf Englisch. Die Qualität der Federn ist besser als die originalen von John Deere/Lanz aus den 60ern.

    Gruß Jens

    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Danke für alle Hinweise. Slowenien ist mir zu weit mit Federpaketen verschicken. Hoffe immer noch einen alten LPG- Schmied hier in Meck-Pomm zu finden :thumbsup-blue: , oder ich ziehe noch eine Federlage ein. Die Federprieden sind lang genug. Oder einfach abnehmen :(

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