ENIGMA

  • Hallo, vielleicht paßt das Thema hier her. Wir haben im Deutschen Museum in München ein Projekt begonnen, die berühmte Verschlüsselungsmaschine ENIGMA nachzubauen, und zwar aus Teilen aus einem 3-D-Drucker. Dabei gehen wir nach einer Anleitung der "Hochschule der Medien Stuttgart" vor. Die Kunststoff-Teile hat uns eine Firma freundlicherweise gedruckt. Inzwischen sind auch die Stecker, Buchsen, Schalter und Schräubchen eingetroffen, so daß wir mit der Montage beginnen können. Eine Maschine bleibt im Deutschen Museum, eine weitere geht an die Schule Informationstechnik der Bundeswehr in Feldafing. Demnächst werde ich mal Bilder einstellen.

    Enigma R.D.E. (hdm-stuttgart.de)

  • Moin Jochen,


    falls Euch noch Teile für das Puzzle fehlen, können die Unterwasserarchäologen ggf. aushelfen. Die waren mit der Menge an Enigmas überfordert.

    Klick:

    Sechs Enigmas aus der Ostsee geborgen: was Archäologen sagen
    Ein Taucher hat mehrere Enigmas aus der Ostsee geborgen. Warum Archäologen von dem Fund der Verschlüsselungsmaschinen nicht begeistert sind.
    www.sueddeutsche.de


    Gruß


    24-Volt

    Das Buch zum G-Modell im Dienst bei Armeen, Behörden, Hilfsdiensten und Feuerwehren:


    titel_buchqjrwu.png


    Bestellung hier über PN oder E-Mail.

  • Es hat mangels Werkstatt-Platz etwas gedauert, aber ein Kollege hat jetzt die erste "Enigma-Walze" zusammengebaut.

    Auf dem Original-Enigma-Bild sieht man den Walzensatz und die Verdrahtung innerhalb der Walze. Darunter unseren Nachbau aus 3-D-Druck-Teilen. Die Kontaktstifte sind federnd gelagert und drücken jeweils auf die nächste Walze. Die Verdrahtung innerhalb der Walze wird mittels einer 2-lagigen Leiterplatte nachgestellt. Bildquellen:

    US National Cryptologic Museum; Bletchley Park Milton Keynes England; Deutsches Museum München.

    Weiteres folgt demnächst.

  • Moin,

    das erwähnte Enigma RDE Projekt wollte 2022 den Bauplan veröffentlichen. Meine Bitte um Benachrichtigung (man kann sich dafür auf der Website registrieren) blieb bis heute leider unbeantwortet. Vorher hatte ich bereits einem (wehr-)technikbegeiterten Freund die ersten Teile "seiner" Enigma gedruckt, bis er sich dann selbst einen 3D-Drucker zugelegt hat. Er hat die Enigma komplett reverseengineered. Aus allem, was er an Infos ergattern konnte. Alle Maße mühevoll aus Photos und Abbildungen "rausgefummelt". Das Ergebmis ist eine ca. 1% zu große, aber voll funtktionsfähige, Enigma, wie das Original mit mehreren Wechselwalzen. Alles handverdrahtet. Seit dem schreiben wir uns bisweilen, nur aus Jux, verschlüsselte Nachrichten, die ich mit dem Enigmasimulatorder der HU Berlin (https://people.physik.hu-berli…enigma/enigma-u_v262.html) entschlüssle und die Antwort damit verschlüssle. Vorher muss man dazu ein Codebuch mit den täglich wechselnden Walzen und Walzenstellungen, den sog. Funkschlüssel, erstellen und austauschen. Das alles ist aber nur was, wenn das Militärfahrzeug keinerlei Aufmerksamkeit braucht.

    LArs

  • Hallo Jochen,


    Super das Du dieses Projekt angefangen hast. Ich bin schon eine Weile damit beschäftigt und habe einige Modifikationen angebracht. Ich hab das Glück ein Original Kiste kaufen zu können via eBay.


    Mein Steckerbrett ist nicht wie Prof Dr Simon Wiest es entwickelt hat, aber fast genau soviel Arbeit als das ganze Enigma RDE:


    Die weiße Kiste ist ein eigenes Entwurf, aber noch nicht reif für Produktion:


    Viel Spaß beim Zusammenbau!


    Grüße, Bart.

    Fahrzeug: 1958 Nekaf (Willys M38A1, abmontiert in die Nederlandse Kaiser Fabriek für die Hollandische Armee).

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