Spendenaufruf

  • Hallo Kameraden*innen


    folgender Artikel / Aufruf stand in der letzten Loyal.........


    vllt. finden sich hier Kameraden*innen die sich in der Lage sehen den Kameraden zu unterstützen......


    ich habe es gemacht.


    Frei nach meinem Motto: Kameraden helfen Kameraden


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    ,:)

    Gruß Andreas ,:)


    "DENK ICH AN DEUTSCHLAND IN DER NACHT BIN ICH UM DEN SCHLAF GEBRACHT"
    (Heinrich Heine)


    1./PzBtl 213 - FM Grp.

    (1987/88 W15)

    Damals gelernt: Im Frieden ersetzt die StoV den Feind

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    Opfer des: Virus Vehiculum olivea militaris

  • Herzlichen Glückwunsch! Der Bundeswehr-Facharzt empfiehlt den Therapiehund und dem Dienstherr ist die Gesundheit nach einem Einsatzunfall keine 25000€ wert? Armes Deutschland…

    Viele Grüße Marcus

    Naja, welche Risiken der Soldatenberuf mit sich bringt ist doch jedem klar bevor er unterschreibt oder? Ganz ehrlich was erwartet man wenn man Krieger wird? Ich kann nicht ausbilden lassen um in letzter Konsequenz zu töten und dann wenn das Gesehene und erlebte mich überfordert nach dem Dienstherren schreien. Jeder der da heute ist, ist freiwillig dort. Hab ich der Generation kalter Krieg noch abgekauft das sie nie dachten in einen Konflikt zu geraten ist doch spätestens seit dem Kosovo oder Somalia klar welche Bilder da auf einen zukommen können. Versteht mich nicht falsch, die Initiative ist gut und ehrenhaft aber aus meiner Sicht keine Aufgabe für den Dienstherren.

    PTbS ist is auch kein Phänomen der Neuzeit das trifft Soldaten schon immer.

  • Um eins von vornherein klarzustellen:

    Hier geht es nicht um Politik, sondern um die Frage der Akzeptanz solcher Berufe in unserer Gesellschaft!

    Egal ob Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei oder Bundeswehr- alle diese Berufe sind inzwischen gefährlich geworden!

    Die Allgemeinheit erwartet eine ständige Bereitschaft, Präsenz und Hilfe von diesen Berufsgruppen, auch bei der Verteidigung unseres Landes!

    Natürlich weiß jemand, der einen dieser Berufe ergreift, worauf er sich einlassen muss.


    Dennoch- wenn es hart auf hart kommt reagiert die menschliche Psyche darauf bei jedem anders. Und es ist verdammt einfach, wenn man nicht selbst eine Erfahrung in dieser Richtung gemacht hat, das psychologische Problem herunter zu spielen. Ich hätte mir selbst auch, nach einem Unfall mit tötlichem Ausgang, an dem ich nur an der versuchten Rettung beteiligt war, eine psychologische oder seelsorgerische Betreuung gewünscht!


    Und dann kommt neuerdings noch dazu, dass einige unerzogene oder asoziale Elemente die Helfer körperlich angreifen und an ihrer Arbeit hindern! Und das schlimme an der Sache ist, dass Leute zusehen, die Taten mit dem Mobiltelefon filmen, und selber nichts unternehmen- im Gegenteil, einige finden so etwas auch noch lustig :urg:.


    Fragt euch selbst mal, wer denn dazu bereit wäre, für unser Land oder/und seine Bevölkerung den eigenen Arsch für andere aus dem Fenster zu hängen!!


    Entschuldigung für die krasse Ausdrucksweise- aber das musste ich mal loswerden!


    Ich hätte dazu noch mehr zu schreiben, aber es würde hier den Rahmen sprengen.


    Gruß Bernhard

  • Naja, welche Risiken der Soldatenberuf mit sich bringt ist doch jedem klar bevor er unterschreibt oder? Ganz ehrlich was erwartet man wenn man Krieger wird?

    Als ich unterschrieben habe war klar, dass im Fall der Fälle eh jeder himmelt. Auf der Flucht zum Rhein, zuhause oder halt ganz vorne (wahrscheinlich weniger quälend). Das hat sich dann während der Vertragslaufzeit ziemlich radikal geändert und eher zufällig bin ich ohne einschlägige Erfahrungen davongekommen. Ich hab mich nie gedrückt, aber halt auch nicht begeistert die Hand gehoben.



    Jeder der da heute ist, ist freiwillig dort. ... doch spätestens seit dem Kosovo oder Somalia klar welche Bilder da auf einen zukommen können.

    Das wird aber weder in der Schule noch im Werbeverfahren der Bundeswehr so nachdrücklich vermittelt. Man fängt "junge Dumme"... Mein Sohn weiß, dass sowohl der Opa als auch ich gerne Soldat waren. Der hat das aber, auch weil wir immer mal aktuell noch Aktive treffen, nicht mal im Ansatz in Erwägung gezogen.


    Ich bin da zwiespältig.

  • Uns hat man vor der Unterschrift "Warriors Einsatz in Bosnien" gezeigt. Eine, meines Wissens nach, Preisgekrönte Arte Produktion zum Einsatz der Engländer im Kosovo mit all ihren Facetten ( Sehr zu empfehlen übrigens). Dazu Erfahrungsberichte von Leuten die da waren, Einsatzvorausbildung die auf den bis dahin gemachten Erfahrungen basiert.


    Ich kann mir nicht vorstellen das man denen heute 20 Jahre später nicht mehr vermittelt was passieren kann. Gerade in Kampftruppen sollte Waffenwirkung doch ein Thema sein oder?

    Was Soldaten in Einsätzen passiert ist ist ja mittlerweile öffentlich und in Büchern, Berichten usw. transparent.


    Die Auslandsverwendungszuschläge sind ja nicht umsonst nach Gefährdungslage gestaffelt.

  • Versteht mich nicht falsch, die Initiative ist gut und ehrenhaft, aber aus meiner Sicht keine Aufgabe für den Dienstherren.

    Das sehe ich anders. Warum sollte da nicht der Dienstherr zuständig sein? Er hat die Leute da

    hingeschickt, er hat die Verantwortung für das Wohlergehen der Soldaten. Der ganze Einsatz-

    Irrsinn in fremden Ländern hat mit der ursprünglichen Landesverteidigung halt nun mal gar nichts

    zu tun. Das hat die BW auch irgendwann erkannt und seither tut man solche PTBS auch nicht

    mehr als Mimimi ab, sondern versucht den Leuten zu helfen. Speziell für solche Fälle gibt es

    in Berlin ein Traumazentrum. Kenne ich zufällig, weil ein Sportkamerad von mir da längere Zeit

    verbracht hat - er ist so alt wie ich, mit dem Unterschied, daß, als ich noch meine Ausbildung

    absolviert habe, er schon in einer Kampfeinheit steckte und Massengräber in Ex-Jugoslawien

    ausgebuddelt hat. Später dann Kampfeinsätze in Afghanistan, usw., mit diversen bestätigen

    Abschüssen. Der Mann ist ein Typ wie ein Bär, aber mittlerweile ein physisches Wrack (das merkt

    man ihm auch an) und fast komplett vom Dienst befreit. So eine hochgradige PTBS ist kein Spaß.

    Erst wenn der letzte Industriearbeiter und der letzte Kumpel seine Arbeit verloren hat, wenn der letzte
    Handwerker
    und der letzte Landwirt zu Tode reguliert wurde, erst dann werdet ihr feststellen, daß
    Sozialarbeiter, Klimaaktivisten, Genderforscher und
    Politiker nichts lebensnotwendiges herstellen!

    ***********

    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)


  • Hab ich der Generation kalter Krieg noch abgekauft das sie nie dachten in einen Konflikt zu geraten …..

    Hier irrt der Autor gewaltig!


    Gerade in dieser Zeit war die Wahrscheinlichkeit verdammt hoch, in Kriegshandlungen verwickelt zu werden. Nicht im Ausland, sondern auf eigenem Boden der Bundesrepublik!

    Die Wahrscheinlichkeit einer Auseinandersetzung zwischen Ost und West, auch mit atomaren Waffen, war sehr hoch. Ich nenne da nur die Kubakriese im Oktober 1962 oder die Reaktion des Warschauer Paktes auf das Manöver „Able Archer“ der NATO im November 1983.


    Die Gefahr, in den Einsatz zu müssen, war damals auch hoch. Jedoch konnte man sich das, auf Grund der allgemeinen Wehrpflicht damals, nur schwerlich aussuchen!


    Aber wir driften hier ab.

    Es ging ja um einen Spendenaufruf!!


    Gruß Bernhard

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